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«Wir wollen auf eigenen Beinen stehen»

  • Donnerstag, 15 September 2016 07:29
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Neo-Trainer Reto Waldmeier will sein Team in die Swiss Regio League führen. Neo-Trainer Reto Waldmeier will sein Team in die Swiss Regio League führen. Foto: zVg./G.Gruendl Fotografie

Am Samstag startet der EHC Basel/KLH in die neue Saison. Präsident Daniel Schnellmann zeigt sich zuversichtlich.

VG: Herr Schnellmann, an der Generalversammlung von Ende Juni wurden der neue Vorstand und Sie, als geschäftsführender Präsident, vorgestellt. Wo liegt der Arbeitsschwerpunkt des neuen Teams?

Daniel Schnellmann: Wir sind seit dem Tag nach der Generalversammlung operativ tätig. Der Vorstand ist stark involviert in die strategischen Entscheidungen. Wo wollen wir hin? Wie wollen wir uns positionieren und wie wollen wir diese Ziele erreichen? Zudem haben wir neue Prozesse und Strukturen gelegt sowie klare Verantwortlichkeiten definiert.

 Die Zeit nach dem Konkurs war zumindest teilweise ähnlich turbulent wie vor der Auflösung der EHC Basel AG. Das führt unweigerlich zur Frage: Warum tun Sie sich den Posten als geschäftsführender Präsident überhaupt an? 

Das habe ich mich auch schon gefragt (lacht).

Suchen Sie das Risiko?

Nein. Ursprünglich war vorgesehen, dass ich die Geschäftsführung übernehme. Dafür habe ich mich zur Verfügung gestellt. Das Amt des Präsidenten ist nun  hinzugekommen. Das habe ich nicht gesucht. Es hat sich jedoch gezeigt, dass in dieser Phase der Neuausrichtung des Vereins ein solches Doppelmandat sinnvoll ist. Meine Bereitschaft, diese Doppelfunktion auszufüllen, hat einzig und alleine mit meiner Leidenschaft für das Eishockey zu tun. Ich will mithelfen, am Standort Basel etwas Nachhaltiges aufzubauen.

Es ist nicht der erste Neustart, den sich der EHC Basel selbst verschreibt. War er Grundbedingung für Ihr Engagement?

Das ist so. Wir mussten den Reset-Knopf drücken. Das soll aber nicht heissen, dass wir im Streit mit meinem Vorgänger Hans-Peter Gerber auseinander sind. Er hat proaktiv kommuniziert, dass dieser Stabswechsel für ihn zum richtigen Zeitpunkt kommt und er überzeugt ist, dass ich der Richtige für diesen Job bin. Mit seinem Entscheid hat er mir und dem Vorstand die Möglichkeit gegeben, neue Strukturen zu schaffen und notwendige Prozesse in Gang zu setzen. 

Wie geht es dem Verein finanziell?

Klar haben wir gewisse Altlasten übernommen. Unser Team konnte aber Lösungen finden, und ich bin überzeugt, dass das Budget eingehalten wird. Finanziell sind wir voll auf Kurs. Es ist zwar ein einfach ausgesprochenes Credo, aber es gehört auch zu meinen Grundpfeilern der Vereinsführung: Ich kann nur so viel ausgeben, wie ich einnehme. Ansonsten läuft der Verein erneut gegen die Wand, und das will ich nicht zulassen. 

Der Kanton startet nach dem Leuchtturm-Projekt ein neues Programm zur finanziellen Unterstützung des Basler Sportnachwuchses. Profitiert auch der EHC Basel/KLH?

Mir ist kein neues Projekt bekannt. Wenn es ein Solches geben sollte, gehe ich davon aus, dass wir involviert werden. Allerdings profitieren wir bereits von den neuen Rahmenbedingungen dank der Übernahme der Arena durch die Stadt. Im Juniorenbereich profitieren wir so von tieferen Kosten. Eine mögliche finanzielle Unterstützung durch den Kanton ohne fixe Zusage budgetiere ich nicht. Das birgt immer auch Risiken, solange das Geld nicht gesprochen wurde. Mit Subventionen leben zu müssen, entspricht auch nicht meiner Philosophie. Solche Zuwendungen können einen dazu verleiten, die eigenen Hausaufgaben zu vernachlässigen. Wir wollen auf eigenen Beinen stehen.

Unter dem neuen Vorstand soll der eigene Nachwuchs und das regionale Hockey gefördert werden. Unterstützung soll von erfahrenen auswärtigen Spielern kommen. Ist diese Strategie kurzfristig umsetzbar?

Diese Strategie ist bereits umgesetzt. Wenn man die erste Mannschaft anschaut, kommen fast 70 Prozent der Spieler aus der Region. Diesen Level will ich nicht unter 50 Prozent fallen lassen. Die Spieler sind unser Kapital. Wenn wir sie hier beim EHC ausbilden und halten können, ist die Identifikation von Seiten der Fans, der Sponsoren und der Donatoren mit dem Verein eher gegeben. Zudem ist es ein Kostenfaktor, denn für auswärtige Spieler bezahlen wir jeweils hohe Ausbildungsentschädigungen.

Am Samstag startet der EHC Basel/KLH gegen die Argovia Stars in die neue Saison (20.15 Uhr, St. Jakob-Arena, Gratiseintritt). Welche sportlichen Ziele verfolgt der Verein?

Wir streben die Qualifikation für die neue Swiss Regio League an. Bis 2021 wollen wir eine konkurrenzfähige NLB-Mannschaft stellen. Es ist ein ehrgeiziges Ziel aber ich bin überzeugt, dass wir es erreichen können. Unser neuer Cheftrainer Reto Waldmeier ist ein ausgewiesener Fachmann und trägt unsere Philosophie voll mit. Er ist auch schon lange bei uns im Nachwuchs engagiert und kann auf eine optimale Mischung aus erfahrenen Spielern wie Cyrill Voegelin, Martin Wüthrich und Timothé Tuffet und jungen, hungrigen Spielern zurückgreifen.

www.ehcbaselklh.ch

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 16 September 2016 10:46

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