Montag, August 21, 2017

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Ultimate Frisbee – wo Fairplay noch etwas bedeutet

Die Scheibe fest im Blick und bald im Griff - Ultimate Frisbee zieht immer mehr Sportler an. Die Scheibe fest im Blick und bald im Griff - Ultimate Frisbee zieht immer mehr Sportler an. Foto: zVg./Adrian Moser

«Freespeed», der national und international erfolgreiche Basler Frisbee-Verein, lockt immer mehr Junioren an – dank professionellem Training. 
Jeder kennt es, jeder hat es schon einmal gespielt. Im Park, am Strand oder im Hinterhof. Der Name der Kunststoff-Wurfscheibe geht auf das Familienunternehmen «Frisbie Pie Company» zurück, die 1871 in Bridgeport (Connecticut) gegründet, Torten in runden Kuchenformen verkaufte. In den 1940er Jahren fanden Kinder Gefallen daran, diese Formen in die Luft zu schleudern. Der Tüftler Walter Frederick Morrison – ein Kunde der Frisbie Pie Company -  entwickelte aus diesen «Pie-Tins» noch im gleichen Jahrzehnt die erste richtig flugfähige Scheibe aus Hartplastik. Die Entwicklung vom blossen Werfen des Frisbees hin zu einer wettkampforientierten Sportart schritt voran. Studenten der Columbia University gelten als Begründer (1967) der Mannschaftssportart Ultimate Frisbee, bei der man um punkten zu können die 175 Gramm schwere Scheibe mittels Passstafetten in die gegnerische Endzone befördern muss.

Trainings von hoher Qualität
Ultimate Frisbee hat es im Verlaufe der Jahre auch über den grossen Teich zu uns nach Westeuropa geschafft. In Basel wird seit 1996 und der Gründung des Freespeed Ultimate Club Basel Frisbee gespielt. Seither hat sich der Verein prächtig entwickelt und ist mehrfacher und amtierender Schweizer Meister. Das Herren-Team hat sich immer näher an die europäische Spitze gekämpft. Seit rund zehn Jahren ist Freespeed regelmässig an internationalen Turnieren vertreten. Die Basler zählen spätestens nach den Final-Teilnahmen an den European Ultimate Championships Finals (EUCF) von 2013 und 2014 zu Europas Top-Adressen. Neben der Schweizer Meisterschaft gehört Freespeed der «Swiss Ultimate Disc Tour» an, die parallel zur Schweizer Meisterschaft läuft. Der Verein hat mittlerweile rund 150 aktive Mitglieder, stellt neben zwei Herren-Teams einer Frauen- und Mixed-Mannschaft auch ein Freespeed-Experience-Team, bei dessen Spielern andere Prioritäten Ultimate überholt haben, die aber dennoch dem Sport und dem Verein treu bleiben möchten.

Immer mehr junge Frisbee-Begeisterte finden den Weg zur dynamischen Randsportart. 50 Juniorinnen und Junioren zählt der Verein, der seine Spiele auf dem altehrwürdigen Landhof austrägt. Die vom 29-jährigen Sportstudenten Nicolas Miglioretto mitlancierte Juniorenförderung von Freespeed profitiert dabei von Trainern, die einerseits selbst auf hohem Niveau Frisbee spielen und andererseits gut ausgebildete Sportlehrer sind. «Wir wollen mit Freespeed etwas Nachhaltiges aufbauen. Mit unseren Trainern können wir hohe Qualität in den Trainings gewährleisten, im sportlichen wie im sozialen Bereich», sagt Miglioretto und berichtet nicht ohne Stolz, dass die Basler Ultimate-Ausbildung sogar den internationalen Vergleich mit der Ultimate-Hochburg Nordamerika nicht scheuen muss.

Fairplay-Gedanke zählt
Zentraler Bestandteil dieser Ausbildung ist das Vermitteln des Fairplay-Gedankens. «Das Fairplay wird bei uns gelebt», sagt Freespeed-Coach- und Stammspieler Miglioretto. «Für viele Aussenstehende ist das nicht einfach zu verstehen. Sie meinen oft, dass da einfach ein paar Hippies auf dem Spielfeld herumtanzen und mit Wettkampf nichts am Hut haben.» Dem ist aber ganz und gar nicht so. «Wenn der Frisbee im Spiel ist, willst du gewinnen, ist doch klar! Aber der gegenseitige Respekt steht bei uns an erster Stelle.» Der «Spirit of the Game» gibt das Verhalten auf dem 100 Meter langen und 37 Meter breiten vor: Es wird darauf vertraut, dass niemand absichtlich die Spielregeln verletzt, denn Ultimate Frisbee wird ohne Schiedsrichter gespielt und findet ohne grossen Körperkontakt statt. Bei Unklarheiten auf dem Feld versuchen die je sieben Spieler eines Teams im Gespräch die Spielsituation so wiederherzustellen, wie sie sich ohne Regelverletzung präsentiert hätte.  Und nach Spielschluss stehen die Teams Arm in Arm im Kreis, rekapitulieren die Partie, räumen etwaige Meinungsdifferenzen aus und verteilen im Anschluss gegenseitig Punkte für die Fairplay-Wertung.

INFO:

Basel Ultimate League
Seit diesem Jahr findet jeweils am Freitag auf dem Landhof die Basel Ultimate League statt (BUL). Frisbee-Fans, die nicht wöchentlich trainieren oder sich einem Verein anschliessen wollen, finden in dieser Plausch-Liga Gleichgesinnte. Das Konzept hat Erfolg: Fast 80 Anmeldungen sind bereits eingegangen. Die Liga ist offen für alle Niveaus. Man kann sich als Team oder als Einzelspieler melden.

Kontakt und weitere Informationen unter: http://bul.ultimatecentral.com

Letzte Änderung am Montag, 30 Mai 2016 12:46

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