Freitag, August 23, 2019

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Basel Regio fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg

  • Donnerstag, 11 April 2019 09:29
  • geschrieben von  ilo
Mikko Jolmas Siegtreffer kurz vor Schluss bringt den Bebt zwei Matchbälle. Mikko Jolmas Siegtreffer kurz vor Schluss bringt den Bebt zwei Matchbälle. Foto: TOPpictures

Die Basler Unihockeyaner erspielen sich zwei NLA-Matchbälle.
Der Frühling ist die Jahreszeit der Playoff-Bärte. Auch bei Unihockey Basel Regio lebt diese Tradition. Nati-Star Patrick Mendelin trägt wie einige seiner Teamkollegen Vollbart. Er tut es noch mindestens bis nach Spiel Sechs des Auf-/Abstiegsfinals gegen den UHC Thun. Mit 3:2 liegen die Basler in der Best-of-Seven-Serie in Führung. Am Samstag kann Basel Regio auswärts im Berner Oberland den Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse perfekt machen. Elf Jahre nach dem Rückzug von Basel Magic und damit dem Niedergang des Spitzen-Unihockeys in der Region Basel steht mit Unihockey Basel Regio ein Projekt unmittelbar vor dem vorläufigen Höhepunkt.

Risiko geht auf
Ein Blick auf die Playoff-Bärte verdeutlicht, was dieses Projekt auszeichnet: Während die Haare der erfahrenen Spieler wie den Gebrüder Mendelin, Tormaschine Mikko Jolma oder Captain Dennis Kramer spriessen, zeigt ein Blick in die zahlreichen Gesichter ohne Bartwuchs, wie jung dieses Team tatsächlich ist. Noch jünger als in der vergangenen Saison. Viele Spieler machten den Schritt von den Junioren ins Fanionteam. Es war ein ganz bewusster Entscheid zu Gunsten der Clubstrategie, auf die eigene Jugend zu setzen. Von Antti Peiponen, dem neuen Cheftrainer, waren Neo-Präsident und Peiponen-Vorgänger Daniel Moser sowie Spieler-Sportchef Patrick Mendelin zudem überzeugt, dass er in der Lage ist, diese Talente behutsam an das sehr hohe Niveau in der Nationalliga B heranzuführen. «Wir nahmen mit der Verjüngung zwar das Risiko in Kauf, enge Partien zu verlieren und den NLB-Titel zu verpassen», sagt Präsident Moser.  Aber spätestens jetzt in den Playoffs zeige sich, dass sich das Risiko gelohnt hat. «Durch die Erfahrungen konnten sie bereits beachtliche Fortschritte erzielen. Davon profitiert nun die ganze Mannschaft», so Moser. 

Der Taktikfuchs
Dass der Umbruch im Sommer keine negativen Auswirkungen auf die Resultate hatte, ist zu einem grossen Teil Peiponens Verdienst. Der Finne ist seit fünf Jahren in Basel, trainierte auf den Stufen U18, U21 und war zuletzt Assistenztrainer von Moser. Peiponen hat klare taktische Vorstellungen: Hohes Pressing und viel Ballbesitz. Diese Spielausrichtung hat er allen seinen Teams eingepflanzt. Für die jungen Spieler war der Übergang aus taktischer Sicht praktisch fliessend. Zudem attestiert Mendelin seinem Trainer «herausragende analytische Fähigkeiten», die in der Final-Serie gegen einen anpassungsfähigen Gegner von entscheidender Bedeutung sein können. Eine Umstellung brachte der Trainerwechsel dennoch mit sich. Während Taktikfucks Peiponen ein sehr ruhiger Zeitgenosse ist, konnte es bei Vorgänger Moser auch mal lauter werden.

Individuelle Klasse
Doch das sei dem introvertierten Finnen keinesfalls als Schwäche auszulegen, sagt Mendelin. Wenn es eine flammende Motivationsrede braucht, übernehmen Moser oder die Teamleader. Der Aufstieg vor Augen ist ohnehin Motivation genug. Viel eher wird diese ausgeglichene Serie durch die individuelle Klasse entschieden. Hier scheinen die Basler Vorteile zu haben. Während die Thuner auf Physis und mannschaftliche Geschlossenheit setzen, haben die Bebbi neben ihren überdurchschnittlichen technischen Fähigkeiten mindestens zwei Spieler im Team, die jederzeit den Unterschied ausmachen können: Mikko Jolma und Patrick Mendelin garantieren Tore. Alleine gegen die Berner Oberländer erzielte das kongeniale Duo 15 Treffer und spielte 13-mal den entscheidenden Pass. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Heimvorteil. Es kommt nicht von ungefähr, dass in den fünf bisher ausgetragenen Spielen immer das Heimteam als Sieger hervorging. «Matchvorbereitung, eigene Garderobe, Hallenboden und das Heimpublikum im Rücken. Im Unihockey läuft vieles im Unterbewusstsein ab. Wenn du dich an diese Abläufe gewöhnt hast, überträgt sich das auch auf die Leistung», erklärt Mendelin. Ob auch am kommenden Wochenende die Heimteams als Sieger vom Platz gehen, wird sich zeigen. Nachdem die Bebbi sich zuletzt dank einem 2:1-Heimsieg zwei Matchbälle erspielt haben, wollen sie es jedoch nicht auf Spiel Sieben ankommen lassen und die Heimstärke der Thuner bereits am Samstag (17.00 Uhr, MUR) durchbrechen. 

www.unihockeybaselregio.ch

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 April 2019 09:44

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