Freitag, Dezember 14, 2018

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RTV Basel rutscht immer tiefer in die Krise

  • Donnerstag, 06 Dezember 2018 09:35
  • geschrieben von  ilo
Kreisläufer Dick Hylkén war erneut der überragende Spieler beim RTV. Kreisläufer Dick Hylkén war erneut der überragende Spieler beim RTV. Foto: Varadi (Archiv)

Die Basler NLA-Handballer verlieren gegen Bern mit 28:31 (18:16) und damit zum neunten Mal hintereinander. 
Disziplin. Das Wort fiel in Samir Saracs Spielanalyse im Sekundentakt. Der RTV-Trainer hat sich nach einer schwer enttäuschenden zweiten Halbzeit seiner Mannschaft wieder gefangen und moniert die «fehlende Disziplin». Doch so richtig wütend wie vor zwei Wochen nach der Partie gegen Schweizermeister Wacker Thun (22:39), als die Bebbi die Gegenwehr schon in der ersten Halbzeit praktisch eingestellt hatten, sei er nicht. «Wir machen Fortschritte, kleine, aber immerhin», sagt Sarac. Der Wille ist erkennbar, Punkte bis auf Weiteres allerdings nicht. 

Zu knappe Führung
Wie zuletzt gegen Pfadi Winterthur (26:31) starteten die Realtuner konzentriert und engagiert in die Partie, waren den Bernern überlegen. Angeführt von Topskorer Rares Jurca erarbeitete sich der RTV zeitweise einen Vier-Tore-Vorsprung. Nach einer turbulenten Schlussphase der ersten Halbzeit ging der Tabellenvorletzte mit einer zu knappen 18:16-Fühurng in die Pause. Jurca und der schwedische Kreisläufer Dick Hylkén stachen aus einem starken Kollektiv heraus und waren für die Hälfte der RTV-Tore verantwortlich. 

Einbruch mit Folgen
Auch im zweiten Umgang waren die Gastgeber bissiger und hatten Spiel und Gegner eigentlich im Griff. Der BSV Bern, Tabellensechster, blieb aber trotz einer sehr bescheidenen Leistung resultatmässig am RTV dran. Doch das lag vor allem an dessen Unvermögen. Mangelhafte Chancenauswertung, zahlreiche überhastete Abschlüsse und eine erstaunliche Sorglosigkeit in der Defensive verhinderten eine Vorentscheidung zugunsten der nach Punkte lechzenden Bebbi. Und so wurden die Zuschauer in der Rankhofhalle Zeugen eines Basler Zusammenbruchs, wie er Saracs Team in dieser Saison schon häufig um den Lohn ihrer Arbeit brachte. Eine Viertelstunde vor Schluss, beim Spielstand von 24:23 waren die Tanks der Spieler in Schwarzweiss plötzlich leer und die Partie Innerhalb von zehn torlosen Minuten verloren. Am Ende jubelten die Hauptstädter über einen schmeichelhaften 31:28-Sieg.

Zu kleiner Kader
In dieser fatalen Schlussviertelstunde liess der RTV Basel alles vermissen, was es in der höchsten Schweizer Spielklasse braucht. Wie kann das sein? Für Sarac sind die Gründe klar: «Unser Kader ist zu klein. Mir fehlen zwei Spieler, die ich von der Bank bringen kann, ohne dass unser Niveau darunter leidet.» Ein Dorn im Auge des Trainers sind zudem die Absenzen im Training. Dass ein Trainer eines NLA-Teams in der Spielvorbereitung regelmässig auf Spieler, die anderweitig beschäftigt sind, verzichten muss, ist auf diesem Niveau ein Armutszeugnis. «Bei diesen Spielern fehlt dann in den entscheidenden Situationen ein halber Schritt», kritisiert Sarac. Ob die RTV-Verantwortlichen seinem bemitleidenswerten Coach Verstärkung zur Verfügung stellen, wird sich zeigen. 

Intensiver Jahresabschluss
Aufgeben kommt für Sarac nicht in Frage. «Ich bin nicht der Typ, der aufgibt. Wenn man glaubt, dass ich das Problem bin, dann sollen sie mich entlassen.» Er glaube trotz den schwierigen Bedingungen an sein Team. Mit drei Punkten aus elf Partien ist Teilnahme an der Abstiegsrunde Tatsache. GC, Gossau und voraussichtlich Kriens dürften dem RTV folgen. Nach zehn Runden spielen die beiden Tabellenletzten in einem Playout-Final um den Ligaerhalt. Bereits heute Abend beginnt für den RTV Basel ein intensiver Jahresabschluss. Vier Spiele innerhalb von nur zehn Tagen, allesamt in der Fremde. Der Start macht der Cup-Viertelfinal bei Ligakrösus Kadetten Schaffhausen (19.30 Uhr, BBC Arena). Ein Vorstoss in das Final-Four käme einer Sensation gleich, doch als klare Aussenseiter haben die Realturner nichts zu verlieren und können frei aufspielen.

www.rtvbasel.ch

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