Freitag, Dezember 14, 2018

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«Ich will Badminton in der Schweiz vorwärts bringen»

  • Donnerstag, 22 November 2018 12:22
  • geschrieben von  ilo
Der 24-jährige will so viele Turniere wie möglich bestreiten. Der 24-jährige will so viele Turniere wie möglich bestreiten. Foto: zVg./Kurt Frischknecht

Badminton-Profi Christian Kirchmayr hat die Heim-Weltmeisterschaft in Basel im Visier. 
Mehrere Zehntausend Kilometer legt Christian Kirchmayr jährlich zurück. In Europa, Asien und Nordamerika geht der 24-jährige Basler auf Punktejagd. In dieser Saison noch intensiver als sonst, denn im August 2019 steht mit der Heim-Weltmeisterschaft in der Basler St. Jakobshalle das Highlight schlechthin vor der eigenen Haustür an. Verletzungen haben die Pläne des in Bern wohnhaften Kirchmayr immer wieder durchkreuzt. In Dubai bestritt der aktuelle Schweizermeister nach einer Hüftverletzung sein erstes Turnier seit fünf Wochen. 

VG: In Dubai war in der zweiten Runde Endstation. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Comeback?  
Christian Kirchmayr: Gleich nach meiner Ankunft bin ich krank geworden und habe mich irgendwie durch die erste Runde gekämpft. Im Duell mit dem Inder verliessen mich im dritten Satz die Kräfte. Unter diesen Umständen kann ich mit meiner Leistung sicher zufrieden sein.  

Vermisst hat man Sie zuletzt bestimmt beim SC Uni Basel Badminton. Das NLA-Team steht nach fünf Runden auf dem 7. und vorletzten Platz. Das Verpassen der Playoffs droht. Was läuft schief?
Wir haben ein Stamm-Team mit viel Potenzial. Leider konnten wir durch viele verletzungsbedingte Absenzen selten in Bestbesetzung antreten. Finanziell liegt ein breiterer Kader nicht drin. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in den letzten drei Partien wieder zum Siegen zurückfinden. Die Playoffs haben wir trotz der misslichen Lage noch lange nicht abgeschrieben.  

Sie spielen mit Uni Basel Interclub und bestreiten daneben Wettkämpfe auf der ganzen Welt. Wäre es mit Blick auf die Qualifikation für die Heim-WM nicht sinnvoller, sich voll darauf zu konzentrieren?
Das ist sicher eine berechtigte Frage. Ich kann bei Uni Basel vom hohen Niveau der Liga profitieren und finanziere mir dadurch einen grossen Teil meiner Einzelkarriere. Neben dem finanziellen Aspekt empfinde ich es als Pflicht, für meinen Jugendverein zu spielen. Ich will Badminton in der Schweiz vorwärtsbringen. Deshalb ist es wichtig, dass die Schweizer Nationalspieler am Interclub teilnehmen. Zudem möchte ich das Teamgefühl nicht missen. An den Turnieren bin ich alleine unterwegs und freue mich immer sehr, wenn ich mit meinen Teamkollegen vor eigenem Publikum antreten kann.   

Auf der Tour sind Sie ein Einzelkämpfer. Was bleibt neben Wettkampf noch an Ihnen hängen?
Fast alles (lacht). Sponsorensuche, Reiseplanung, Platzreservation für das Training. Das gehört zu meinem Alltag. Ich möchte mich aber keinesfalls beschweren. Ich lerne neue, spannende Kulturen und unglaublich viele nette Menschen kennen. Als nächstes geht es nach Schottland, dann folgen Wales, Portugal, Italien und die USA. 

Sie sind Schweizermeister in einer Sportart, die viele Millionen Menschen in ihren Bann zieht. In der Schweiz ist Badminton eine Randsportart. Haben Sie Vorschläge, wie sich daran etwas ändern lässt?
Einerseits muss versucht werden, den zahlreichen Hobby-Spielern den Zugang zum kompetitiven Badmintonsport zu vereinfachen. Das Bundesamt für Sport hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass 200'000 Schweizerinnen und Schweizer regelmässig Badminton spielen. Da ist viel Potenzial vorhanden. Dass wir dank der WM in Basel unseren Sport präsentieren können, ist natürlich genial. Die ganz grosse Aufmerksamkeit und damit mehr finanzielle Mittel würden wir aber nur mit einem Spitzenspieler erhalten. Erfolg macht einfach sexy. Ein Federer im Badminton, das wär’s. 

Sie würden gerne Ihr Können an der Heim-WM präsentieren. Wie präsent ist der Grossanlass bei Ihnen?
Meine Turnierplanung ist voll auf die WM ausgerichtet. Ich bestreite so viele Turniere wie möglich, damit ich meine Weltranglistenposition (aktuell Nr. 181, Anm. d. Red.) verbessern kann. Deshalb nehme ich eine lange und teure Reise in die USA in Kauf. Ich will unbedingt dabei sein, wenn die versammelte Weltspitze in meine Stadt kommt. 

www.christiankirchmayr.ch

Letzte Änderung am Montag, 26 November 2018 10:17

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