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Downhill-Bikerin Newkirk ist (k)ein Adrenalin-Junkie

  • Donnerstag, 27 September 2018 08:04
  • geschrieben von  ilo
Anna Newkirk aus Riehen gewann in Lenzerheide für die USA WM-Silber bei den Juniorinnen. Anna Newkirk aus Riehen gewann in Lenzerheide für die USA WM-Silber bei den Juniorinnen. Foto: Rick Schubert

Die Riehener Downhill-Bikerin Anna Newkirk ist auf dem Weg an die Weltspitze. 
Die Schweizerische Unfallversicherung «Suva» stuft die Sportart Downhill-Biking als «absolutes Wagnis» ein. Downhill-Racing rangiert damit auf der Stufe von Extremsportarten wie etwa Basejumping. Das Verletzungsrisiko beim Abfahrts-Bikesport sei sehr hoch, so die Begründung der Suva. Der erst 17-jährigen Riehenerin Anna Newkirk kümmert das allerdings wenig. Als 9-Jährige siedelte die gebürtige Amerikanerin aus Salt Lake City (Utah) mit der Familie nach Basel um und war schon früh fasziniert von der Geschwindigkeit auf zwei Rädern. Anfang September stand die Sportklassen-Schülerin vom Gymnasium Bäumlihof bei den Juniorinnen an der Downhill-WM in Lenzerheide als Zweite auf dem Podest. 

VG: Anna Newkirk, haben Sie schon einmal Ihren Puls bei einer Abfahrt gemessen?
Anna Newkirk: Ich selbst noch nicht, aber meine Teamkollegen. Nach ein paar Sekunden zeigt die Pulsuhr bereits 170 bis 200 Schläge in der Minute an. 

Das überrascht nicht. Im Downhill-Biking geht es darum, so schnell wie möglich eine oftmals steile bergab führende Strecke zu bewältigen. Wie gefährlich ist Ihre Sportart?
Downhill-Biking birgt Gefahren, das ist klar. Und selbstverständlich ist die Gefahr vor einer schweren Verletzung höher als in einer Ballsportart. Aber wir können das Risiko sehr gut einschätzen und wissen, was wir tun. Natürlich müssen wir Verletzungen in Kauf nehmen. Bei mir waren es bis jetzt ein ausgekugelter und gebrochener Ellbogen sowie ein gebrochenes Schlüsselbein.

Wie sind Sie zum Downhill gekommen?
Wie mein grosser Bruder habe ich schon früh mit BMX begonnen. Als er auf Downhill umgestiegen ist, habe ich ihm das natürlich nachgemacht. Als 11-Jährige stand ich erstmals am Start eines Downhill-Rennens. 

Was sagen Ihre Eltern zu Ihrer Leidenschaft fürs Downhill-Racing?
Sie unterstützen mich, wo sie nur können und freuen sich für mich, dass es mir im Moment so gut läuft. Wenn ich stürze – und das kommt in unserem Sport nun mal ab und zu vor –, dann ist es für sie natürlich nicht angenehm, mir zuzuschauen. 

Sind Sie einfach ein Adrenalin-Junkie oder woher kommt Ihre Faszination? 
Ich würde mich nicht als Adrenalin-Junkie bezeichnen, aber es ist schon ein super Gefühl, wenn ich die Angst vor einer Schlüsselstelle überwinden kann und mich während wenigen Minuten ans eigene Limit pushe. Zugegeben, auf den Adrenalin-Kick bei einem grossen Sprung oder technisch anspruchsvollen Passagen will ich nicht mehr verzichten. 



Fährt die Angst bei Ihnen immer mit?
Wenn ich an eine neue Strecke gehe und mir die Sprünge anschaue – ja, dann habe ich Angst (lacht). Allerdings legt die sich relativ schnell. Ich schaue mir andere Fahrerinnen und Fahrer an und kann so die Geschwindigkeit, die ich für den Sprung brauche, einschätzen. Die Angst weicht dem nötigen Respekt. Die wichtigste Regel lautet: nicht zögern!

Alles andere als zögerlich fuhren Sie an der WM in Lenzerheide vor drei Wochen. Mit der Silbermedaille feierten Sie Ihren bisher grössten Erfolg. Noch düsen Sie für die USA die Hänge hinunter. Ist ein Nationenwechsel für Sie ein Thema?
Ich besitze nur den amerikanischen Pass. Das Einbürgerungsverfahren läuft, braucht aber bekanntlich seine Zeit. Es ist kein einfaches Thema für mich: Ich fühle mich in der Schweiz zu Hause, bin aber auch stolze Amerikanerin. Ob ich irgendwann für die Schweiz fahren werde, kann ich noch nicht sagen. 

 
Letzte Änderung am Donnerstag, 27 September 2018 08:16

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