Sonntag, August 19, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Nils Wicki: «Ich bin deutlich schneller und stärker»

  • Freitag, 25 Mai 2018 09:20
  • geschrieben von  ilo
Nils Wicki will die 16-Meter-Marke knacken. Nils Wicki will die 16-Meter-Marke knacken. Foto: zVg. Fritz Berger

Dreispringer Nils Wicki aus Riehen stellte am Susanne Meier Memorial auf der Schützenmatte eine neue Saisonbestleistung auf.
Mit einem Sprung auf 15,31 Meter distanzierte der Riehener Nils Wicki die Konkurrenz deutlich. Nationale Konkurrenz ist für den amtierenden Dreisprung-Schwei- zermeister der LAS Old Boys Basel in seiner Disziplin sowieso Mangelware. Mit dem «Vogel Gryff» sprach Wicki über seinen Weg zum Dreisprung und welche sportlichen Ziele der 30-Jährige verfolgt.


Vogel Gryff: Am Pfingstmontag gewannen Sie das Susanne Meier Memorial überlegen – und das mit einer neuen Saisonbestleistung. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?
Nils Wicki: Trotz des Sieges bin ich nicht ganz zufrieden. Ich konnte leider noch nicht das zeigen, was ich mir vorstelle. Das hat vor allem mit einer Überlastung des Fussgelenks zu tun, die ich mir letzte Woche im Training zugezogen habe. Der Saisoneinstieg ist unter diesen Umständen in Ordnung. Aber eben: Ich will mehr, und dafür muss ich hundertprozentig fit sein.

Leichtathleten legen die Basis für die Saison im Winter. Wie verlief Ihre Vorbereitung?
Das Aufbautraining war ausgezeichnet. Ich habe gut trainieren können, zuletzt im dreiwöchigen Trainingslager in Italien. Körperlich fühlte ich mich bis zum Fehltritt im Training absolut fit. Hoffentlich bekomme ich den Fuss bis zu den nächsten Wettkämpfen in den Griff. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison waren noch selten so vielversprechend. Ich bin deutlich schneller und stärker als im letzten Jahr.


Sie sind amtierender Schweizermeister, an der Team-Europameisterschaft im letzten Jahr hat- ten Sie grossen Anteil am Erfolg der Nationalmannschaft. Welche Ziele haben Sie sich für diese Saison gesteckt?
Es sind weniger irgendwelche Anlässe oder Limiten, die ich in dieser Saison anpeile. Für mich ist es wichtig, die 16 Meter zu knacken (Wickis persönliche Bestweite liegt bei 15.97m, Anm. d. Red.). Die EM-Limite liegt bei 16.60 Meter. Davon bin ich noch ein gutes Stück entfernt. Es wäre vermessen, sich die EM-Teilnahme zum Ziel zu nehmen. Mittelfristig sehe ich aber definitiv Chancen, mich für einen Grossanlass zu qualifizieren. Vielleicht reicht es ja in zwei Jahren für die EM in Paris.

Der Dreisprung steht in der Leichtathletik gerade in der Schweiz etwas im Schatten anderer Disziplinen. 
Es ist leider so, dass diese Disziplin ein Mauerblümchendasein fristet. Zum Teil sucht man sogar an grösseren Meetings vergeblich nach einer Dreisprung-Konkurrenz. Es gibt national schlicht zu wenig Athleten.

Viele Athleten suchen sich ein Trainingsumfeld, das sie zu Höchstleistungen antreibt. Wie wichtig ist Konkurrenz für einen Dreispringer?
Es ist sicher von Vorteil, wenn im Training ein gewisses Niveau vorhanden ist. Mit Carlos Kouassi habe ich neben Weitspringer Christopher Ullmann aber inzwischen einen starken Trainingspartner, der mich mit seinen starken Leistungen puscht. Für mich stimmt es nicht nur deswegen hier in Basel. Infrastruktur und Nähe zum langjährigen Trainer sind ideal, die Sprunggrube in der Halle ist fast schon Luxus.

Wie kamen Sie zum Dreisprung?
Ich bin ein Leichtathletik-Spätzünder. Begonnen habe ich beim CVJM Riehen mit Basketball. Ich war kein schlechter Basketballer, umso mehr las meine Sprungkraft herausstach. Erst als 18-Jähriger wechselte ich deshalb zur Leichtathletik. Durch meinen starken Absprung versuchte ich es zunächst mit Hochsprung. Nachdem ich Probleme mit meinem linken Knie bekam, wechselte ich zum Weitsprung. Bei dieser Disziplin gelang es mir aber nicht so richtig, die Geschwindigkeit in Weite umzusetzen. Also versuchte ich es mal mit dem 400-Meter, weil meine Eltern über diese Distanz liefen. Eine Verletzung hat dieses Experiment dann rasch beendet. Zum Dreisprung kam ich, weil sich körperlich auch da Potenzial zeigte und ich direkt an den Schweizermeisterschaften teilnehmen konnte. Mit meinem Trainer entschied ich dann, den Weg dort weiterzugehen.

Sie sind in Riehen aufgewachsen und zur Schule gegangen. Was verbindet Sie heute noch mit Riehen?
Obwohl ich heute unweit vom 
Stadion Schützenmatte lebe, habe ich noch einen engen Bezug zu Riehen. Eltern, Grossmutter und Bruder wohnen noch dort, und auf der Grendelmatte finden jährlich die kantonalen Meisterschaften statt, an denen ich immer gerne teilnehme.


www.oldboysbasel.ch

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Mai 2018 09:36

Schreibe einen Kommentar

Danke dass Sie diesen Beitrag kommentieren möchten. Aus rechtlichen Gründen müssen wir jeden Kommentar zuerst lesen, bevor wir ihn veröffentlichen können. Da unsere Redaktion nur tagsüber besetzt ist, kann es u.U, etwas dauern. Wir bitten Sie um Verständnis. Im Weiteren möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Kommentare, die gegen die akteulle Gesetzgebung verstossen, für deren Urheber rechtliche Konsequenzen zur Folge haben können. Ein Recht auf die zwingende Veröffentlichung eines Kommentars besteht explizit nicht.
Die Redaktion

Die mit einem * versehenen Kästchen müssen zwingend ausgefüllt werden.

- Anzeige -

Hier könnte Ihre Werbung stehen

Tel. +41 61 681 98 21

Ihr VogelGryff-Team