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Zwei «Kleine» wollen hoch hinaus

  • Freitag, 27 April 2018 20:37
  • geschrieben von  ilo
Simonett/Breer bereiteten sich in Teneriffa auf die erste gemeinsame Saison vor. Simonett/Breer bereiteten sich in Teneriffa auf die erste gemeinsame Saison vor. Foto: zVg.

Die beiden jungen Basler Timo Simonett und Nils Breer wollen in Zukunft die Beachvolleyballszene aufmischen. 
Wenn es zum ersten Mal im Jahr so richtig warm wird und Baslerinnen und Basler ans Rheinbord strömen, dann zieht es die Beachvolleyballer Timo Simonett und Nils Breer als erstes in den Sand. Wobei ganz korrekt ist das nicht, denn der passionierte Rheinschwimmer Simonett und sein Kollege haben natürlich bereits eine intensive Vorbereitung hinter sich. Seit letztem Herbst können die Basler Beachvolleyballer in der neuen Halle in Arlesheim unter besten Bedingungen auch bei Kälte und Schnee trainieren. Für den letzten Schliff ging es in ein einwöchiges Trainingslager nach Teneriffa. Trotz der sommerlichen Temperaturen stehen die beiden zudem noch einmal in der Halle im Einsatz. Genauer, mit den Teamkameraden der U19 von Traktor Basel. Am kommenden Wochenende will das Team, das 2017 zum Basler Nachwuchsteam des Jahres ausgezeichnet wurde, den Schweizermeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. 

Zwei Volleyballfamilien
Die gemeinsame Passion für den Volleyballsport ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die die beiden teilen. Simonett und Breer kommen aus zwei volleyball-verrückten Familien. «In den Ferien haben wir oft Volleyball gespielt. Es hat mir derart gut gefallen, dass mich meine Mutter im Club angemeldet hat», erinnert sich Simonett. Der Kontakt zum Volleyballverein Gym Leonhard bestand bereits. Nach einem Probetraining fiel dem Kleinbasler die Entscheidung zwischen Tennis und Volleyball leicht: «Ich bin ein Teamplayer. Deswegen hat mir das Training in einer grossen Gruppe viel mehr Spass bereitet.» Auch Nils Breer ist familiär «vorbelastet». Vater Heiko war selbst aktiver Volleyballer und heute sportlicher Leiter von Traktor Basel. Der ältere Bruder Florian gehört aktuell zu den schweizweit besten Beachvolleyballern. «Ich bin da einfach reingerutscht und von klein auf volleyball-begeistert.»

Premiere im Sand
Nun wollen Simonett und Breer in ihrem ersten Jahr als Beach-Partner so richtig durchstarten. Kennengelernt haben sich die beiden 17-Jährigen 2011 bei den Junioren von Gym Leonhard. Gemeinsam im Sand stehen sie aber erst seit dieser Saison. «Wir hatten beide keine Partner mehr und da wir uns schon lange kennen und sogar in die gleiche Klasse gehen, war für uns klar, dass wir es zusammen versuchen wollen», sagt Breer. Dass Simonett und Breer während ihrer Schulzeit überhaupt die Möglichkeit haben, so intensiv an ihrer Karriere zu arbeiten, verdanken sie neben ihrem eisernen Willen, vor allem dem Gymnasium Bäumlihof. Dank der Sportklasse ist es den Baslern möglich, neun Mal in der Woche zu trainieren und parallel dazu bis in zwei Jahren die Matura in der Tasche zu haben. 

Grössennachteile
Ohne Erfolgsdruck aber mit einem kleinen Handicap werden Simonett/Breer Anfang Mai in die neue Beachvolleyball-Saison starten. Klar, auch die Erfahrung wird den Baslern fehlen, gerade auf der Männertour. Doch es sind vor allem die einen oder anderen Zentimeter an Körpergrösse. Mit 1.80 (Simonett) und 1.77 Metern (Breer) gehört man auf der Tour zu den kleineren Teams. Doch davon lässt sich das neuformierte Duo nicht abschrecken. «Ändern können wir es ohnehin nicht. Es hat einfach zur Folge, dass wir auf unseren Spielwitz vertrauen und an der Technik sowie am Spielverständnis arbeiten müssen», erklärt Simonett. 

Der kleine Vogel Gryff
Trotz dieser Grössennachteile setzen sie sich bereits in ihrer Premieren-Saison hohe Ziele. An der U19-Schweizermeisterschaft soll es mindestens für einen Podestplatz reichen. Jedes Training von Coach Dori Hebeisen wollen sie nutzen, um Fortschritte zu erzielen. Dass dabei neben Sport und Schule nur wenig Zeit bleibt für andere Beschäftigungen, scheint klar. Doch bei Timo Simonett ist das anders. Am Kleinbasler Jugendfest, an der OLMA oder zuletzt am Kinderumzug des «Sächsilüüte» in Zürich tanzte Simonett mit dem kleinen Vogel-Gryff-Spiel als Vogel Gryff über die Bahnhofstrasse. «In Zürich habe ich nur ausgeholfen, denn eigentlich bin ich dafür inzwischen zu gross», meint Simonett mit einem Lachen. Zu klein oder zu gross – genau die richtige Grösse hat der Einsatz, mit dem das neue Basler Beachvollyball-Duo seine Ziele verfolgt.


Timo Simonett als kleiner Vogel Gryff in Aktion am «Sächsilüüte»

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