Mittwoch, Dezember 19, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Gladiators wollen mit Bescheidenheit ans Ziel

  • Freitag, 30 März 2018 22:29
  • geschrieben von  ilo
Die Gladiators haben trotz Umbruch hochgesteckte Ziele. Die Gladiators haben trotz Umbruch hochgesteckte Ziele. Fotos: zVg./G.Gruendl

Die Basler American Footballer haben einen grossen Umbruch hinter sich – das Ziel bleibt das gleiche.
Der langjährige Headcoach der Gladiators beider Basel ist gelernter Finanzcontroller. Zahlen sind sein Ding – im Job und an der Seitenlinie. In kaum einer anderen Sportart spielen Statistiken eine wichtigere Rolle als im American Football. Mit einer Zahl will Wood auch verdeutlichen, warum es den Gladiators so schwer fiel, in der Preseason in die Gänge zu kommen. Fast 50 Prozent der Mannschaft, die in der vergangenen Spielzeit den Swiss Bowl erreichte und dort klar am Ligakrösus Calanda Broncos scheiterte, ist neu. Der Verlust von wichtigen Spielern wie Daniel Shachar oder Kadesh Thomas lasse sich nicht nur an der verlorengegangenen Erfahrung ablesen. «Du kannst diese 1.95 Meter- und 130-Kilo-Brocken nicht einfach so ersetzen und zusätzlich fast die halbe Mannschaft.»

Trübsal blasen ist aber nicht Woods Art, ganz im Gegenteil: «Wir müssen vorwärtsschauen. Es ist eine neue Herausforderung, die mich motiviert. Der Titel ist wie in jedem Jahr unser Ziel.» Ein relativ junges Team steht Coach Woods zur Verfügung. Nach anfänglichen teaminternen Schwierigkeiten scheint es sich gerade rechtzeitig zum Saisonauftakt gegen die Winterthur Warriors (Samstag, 31. März 18.00, Stadion Deutweg, Winterthur) zu finden.

Ohne Imports geht nichts
Obwohl die Basler den wohl grössten Kaderumbruch der Vereinsgeschichte erlebt haben, hat der Roster 2018 viel Qualität. Gerade weil es viele Abgänge gab, sind erfahrene Spieler wie Rene Fink, Marcel Pollety oder Kevin Baumgartner noch wichtiger geworden. «Sie tragen noch mehr Verantwortung und haben ihre neue Rolle vorbildlich angenommen», so Wood. Um den grossen Erwartungen gerecht zu werden, bleibt den Baslern allerdings nichts anderes übrig, als Verstärkung aus dem Ausland zu verpflichten. Vier sogenannte Import-Spieler haben in Basel angeheuert. Quarterback Caleb Watkins (USA), Linebacker Eric Jordan (USA), Offensive Lineman Stewart Keenan (GB) sowie Defensive Lineman Jordan Marra (CAN/ITA) verstärken den Vizemeister. Das ist für Gladiators-Verhältnisse viel, schaut man sich bei den anderen NLA-Teams um, ist diese Zahl Durchschnitt.

Nicht einmal Durchschnitt sondern Schlusslicht sind die Bebbi im Budget-Vergleich. Die Gladiators operieren mit etwas mehr als 100'000 Franken. Der grösste Sponsor unterstützt die Basler mit 7'500 Franken. Den Rest muss sich der Verein bei den Fans und den Spielern holen, welche jährlich 700 Franken Mitgliederbeitrag bezahlen. Praktisch die gesamte Summe wird für den Meisterschaftsbetrieb verwendet. Kein Trainer und keine Vereinsverantwortlichen werden für ihren Aufwand entschädigt, nicht einmal Spesen erhalten sie. Alle anderen NLA-Teams leisten sich einen Vollzeit-Trainer. Sogar die Imports werden aus Kostengründen erst kurz vor Saisonstart nach Basel geholt. Mit einem Blick auf den beachtlichen Erfolg der Gladiators in den letzten Jahren (Schweizermeister 2014) eine durchaus bemerkenswerte Leistung. Etwa dreimal so viel Mittel hat auf der anderen Seite der Budget-Rangliste der wohl grösste Konkurrent der Basler. Die Calanda Broncos.

Alle gegen die Broncos
Im Schweizer American Football ist es längst kein Geheimnis mehr: Der Weg zum Titel führt über die Broncos. Auf allen Positionen sind die achtfachen Schweizermeister überdurchschnittlich besetzt. Das Team ist zusammengeblieben und profitiert von potenten Sponsoren, die einen kleinen Kader mit viel Qualität finanzieren. Nicht ganz ohne Neid schaut die restliche Liga ins Bündnerland. Bei den Gladiators bleibt man trotz des Umbruchs bescheiden und baut vor allem auf die eigene Jugend. Vier Eigengewächse haben auf diese Saison hin den Sprung ins Fanionteam geschafft und die aktuellen U19 mit einem sehr starken 99er Jahrgang gilt als grosser Titelfavorit. Dazu gehört das Team von Coach Dwaine Wood nicht – noch nicht.

 



Weitere Informationen finden Sie unter: www.gladiators.ch

Letzte Änderung am Freitag, 30 März 2018 22:40

Schreibe einen Kommentar

Danke dass Sie diesen Beitrag kommentieren möchten. Aus rechtlichen Gründen müssen wir jeden Kommentar zuerst lesen, bevor wir ihn veröffentlichen können. Da unsere Redaktion nur tagsüber besetzt ist, kann es u.U, etwas dauern. Wir bitten Sie um Verständnis. Im Weiteren möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Kommentare, die gegen die akteulle Gesetzgebung verstossen, für deren Urheber rechtliche Konsequenzen zur Folge haben können. Ein Recht auf die zwingende Veröffentlichung eines Kommentars besteht explizit nicht.
Die Redaktion

Die mit einem * versehenen Kästchen müssen zwingend ausgefüllt werden.

- Anzeige -

Hier könnte Ihre Werbung stehen

Tel. +41 61 681 98 21

Ihr VogelGryff-Team