Sonntag, Februar 18, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Seite an Seite mit dem Besten der Welt

  • Donnerstag, 18 Januar 2018 15:10
  • geschrieben von  ilo
In der Nati angekommen: Max Gerbl kann auch auf hohem Niveau überzeugen. In der Nati angekommen: Max Gerbl kann auch auf hohem Niveau überzeugen. Foto: zVg./SHV

Der Basler Handballer Maximilian Gerbl (23) überzeugte in der Nationalmannschaft – trotz des bitteren Ausscheidens in der WM-Qualifikation. 
Niedergeschlagen und den Tränen nahe sass Maximilian Gerbl nach Spielschluss auf der Tribüne der Rankhofhalle. Das Flügel-Talent hatte soeben mit dem RTV Basel die entscheidende Barrage-Partie gegen Gossau verloren, der Abstieg in die Nationalliga B damit Tatsache. Kein Jahr ist seit dieser schmerzhaften Erfahrung vergangen. Gerbl, der im Gymnasium Bäumlihof zur Schule ging, beim TV Birsfelden und RTV Basel handballerisch ausgebildet wurde, erlebte in den vergangenen Monaten, wie schnell es im Sport manchmal gehen kann. Heute ist der eher schmächtige Basler (179 cm/74 kg) mit deutschen Wurzeln Stammspieler von Ligakrösus Kadetten Schaffhausen, zehnfacher Nati-Spieler und damit Teamkollege von Andy Schmid, dem derzeit wohl besten Handballer der Welt. Mit der Nationalmannschaft kämpfte der Linkshänder in der vergangenen Woche um den Einzug in die WM-Playoffs. Gerbl konnte vor allem in den Partien gegen Estland (10 Treffer) auf sich aufmerksam machen. Am Ende mussten sich die Schweizer aber den Bosniern geschlagen geben.

VG: Herr Gerbl, es waren für Sie zuletzt sehr aufregende Wochen und Monate. Sicher nicht ganz einfach für einen jungen Spieler.
Maximilian Gerbl: Das ist so. Ich brauche noch eine Weile, um das Erlebte zu verarbeiten. Aber ich konnte in dieser kurzen Zeit unheimlich viel lernen. Die Siege gegen Estland, das Heimspiel gegen Bosnien in der ausverkauften Halle in St. Gallen und danach das bittere Out gegen Bosnien vor 5000 frenetischen Zuschauern. Das sind wichtige Erfahrungen, die für meine Entwicklung sehr wertvoll sind.

Sie sprechen die WM-Qualifikation an. Da wäre mehr drin gelegen?
Auf jeden Fall. Wir haben uns ganz klar mehr erhofft. Defensiv zeigten wir in allen vier Partien eine ausgezeichnete Leistung, erhielten auch dank unserem Torhüter Nikola Portner nie mehr als 24 Gegentore. Auch der Angriff hat in den Spielen gegen Estland gut funktioniert. Gegen die starke Abwehr der Bosnier ist sie dann leider ins Stocken geraten. Es gab Phasen, da hat unserer jungen Mannschaft einfach noch die Cleverness gefehlt. Auf dem Niveau wird das sofort bestraft.

Sie scheinen sich in der Nationalmannschaft gut integriert zu haben. Wie sieht Ihr Fazit nach zehn Einsätzen aus?
Ich hatte den Vorteil, dass ich bereits viele Spieler aus der Juniorenzeit kannte und mit einigen aktuell in Schaffhausen spiele. Ich wurde vom Team super aufgenommen. Es bereitet mir grosse Freude, mich international messen zu dürfen und denke, dass ich mit meinen Leistungen zeigen konnte, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann.

Wie konnten Sie Nati-Trainer Michael Suter von Ihren Qualitäten überzeugen?
Der Wechsel vom RTV zu den Kadetten Schaffhausen war sicher ein wichtiger Schritt. Ich fand mich sehr schnell zurecht und zeigte gute Leistungen zu Beginn der Saison, sowohl in der Meisterschaft, als auch in der Champions League. Dass ich gleich mit dem Nati-Aufgebot belohnt wurde, ist eine schöne Würdigung meiner Arbeit.

Der Nationalmannschaft gehört auch ein gewisser Andy Schmid an. Wie können Sie vom derzeit wohl besten Handballer der Welt profitieren?
Ganz praktisch profitiere ich als Flügelspieler von seiner unglaublichen Übersicht. Wenn ich frei bin, kann ich blind darauf vertrauen, dass Andy mich anspielt. Er zieht dank seiner Klasse mehrere Spieler gleichzeitig auf sich und schafft so Räume für uns Mitspieler. Zudem hat er enorm viel Erfahrung. Im Gespräch mit ihm auf diese zurückgreifen zu dürfen, ist für mich unbezahlbar.

Ihre Karriere hat nun so richtig Fahrt aufgenommen. Wohin soll diese noch führen?
Mit der Nationalmannschaft an ein grosses Turnier. Die EM 2020 muss unser erklärtes Ziel sein, da sich erstmals 24 Teams für das Turnier qualifizieren. Klar ist die Bundesliga für jeden jungen Spieler ein Ziel. Auf dieses arbeite ich hin und wenn am Ende tatsächlich die Bundesliga ruft, würde ein Traum in Erfüllung gehen.

Playoff-Platz am grünen Tisch?
Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) hat am Samstagabend nach dem WM-Qualifkations-Spiel in Bosnien-Herzegowina Protest bei der Europäischen Handball Föderation (EHF) eingelegt. Die Bosnier setzten in der Partie einen Spieler ein, der nicht auf dem offiziellen Match-Report aufgeführt war. Der betreffende Spieler (Tomislav Nuic) wurde nach einem entsprechenden Hinweis von den Schiedsrichtern in der 44. Minute mit einer Roten Karte disqualifiziert. 

 

Schreibe einen Kommentar

Danke dass Sie diesen Beitrag kommentieren möchten. Aus rechtlichen Gründen müssen wir jeden Kommentar zuerst lesen, bevor wir ihn veröffentlichen können. Da unsere Redaktion nur tagsüber besetzt ist, kann es u.U, etwas dauern. Wir bitten Sie um Verständnis. Im Weiteren möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Kommentare, die gegen die akteulle Gesetzgebung verstossen, für deren Urheber rechtliche Konsequenzen zur Folge haben können. Ein Recht auf die zwingende Veröffentlichung eines Kommentars besteht explizit nicht.
Die Redaktion

Die mit einem * versehenen Kästchen müssen zwingend ausgefüllt werden.

- Anzeige -

Hier könnte Ihre Werbung stehen

Tel. +41 61 681 98 21

Ihr VogelGryff-Team