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Auf der Suche nach dem versöhnlichen Abschluss

  • Freitag, 17 Februar 2017 16:44
  • geschrieben von  ilo
Noch kein Rücktritt. Katrin Leumann will es noch einmal wissen. Noch kein Rücktritt. Katrin Leumann will es noch einmal wissen. Foto: zVg. Dobslaff

Die Riehener Mountainbikerin Katrin Leumann (35) will es trotz zuletzt grossem Verletzungspech noch einmal wissen und setzt sich ein letztes grosses Ziel. 

VG: Katrin Leumann, im letzten Sommer zogen Sie nach dem verfrühten Comeback die Reissleine und beendeten die Saison. Was hat sich seither bei Ihnen getan?
Katrin Leumann: Nach meinem Entscheid, keine Wettkämpfe mehr zu bestreiten, habe ich Ende August dann noch das Heimrennen auf dem Schänzli in Muttenz bestritten und bereits dort gespürt, dass es richtig war, die Saison abzubrechen. Der Körper hat nach zwei Monaten trainingsfreier Zeit schon wieder ganz anders auf die Rennbelastung reagiert. So, wie ich das von früher kannte. Bis Ende Jahr habe ich meinen Plan durchgezogen und bin auch keine Radquerrennen gefahren. Im Spätsommer habe ich es sehr genossen, einfach auf das Bike zu steigen, ohne Pulsuhr, ohne Trainingsplan. Ab November ging es dann mit dem Trainingsaufbau los.

Auf den schönen Bike-Trails der Schweiz hatten Sie bestimmt viel Zeit zum Nachdenken. Welche Lehren haben Sie aus dem vergangen Jahr gezogen?
Dass man dem eigenen Körper nach Verletzungen und Krankheiten ausreichend Erholungszeit zugestehen muss. Dass wenn es nach dem Comeback scheinbar gut läuft, man nicht überpowern darf. Man muss dem Körper einfach Zeit lassen. Mir, aber auch den Ärzten war es nicht ganz klar, wie der Körper nach dieser schwierigen Phase reagieren würde. Dadurch, dass es sehr schnell wieder sehr gut lief auf dem Bike, gab es keinen Grund, mich zu stoppen. Im Nachhinein wäre ich dankbar gewesen, hätte mich jemand aufgehalten.

Nach diesen zahlreichen Tiefschlägen wäre ein Rücktritt alles andere als überraschend gekommen.
Klar, ich hatte auch solche Gedanken. Sogar meine Sponsoren haben mich gefragt, ob ich weitermachen möchte, im Wissen, dass ich auf eine schöne Karriere mit vielen Erfolgen zurückblicken kann. Andere haben mir gesagt, es werde mit der starken Konkurrenz immer schwieriger an die nationale Spitze zurückzukehren. In der Zeit als ich für mich biken war, habe ich jedoch festgestellt, dass die Passion immer noch da ist und ich für mich einen versöhnlichen Abschluss suchen will. Ich kann meine Karriere nicht mit einer Verletzung beenden. Ohne Frage wird dieser Weg der Versöhnung steinig.

Wie stellen Sie sich denn einen versöhnlichen Abschluss vor?
Mein Ziel ist es nicht, noch einmal Europameisterin zu werden (nach 2010 in Haifa, Anm. d. Red.). Für mich wäre es versöhnlich in die Top 15 im Weltcup zu fahren und als Abschluss an der Heim-Weltmeisterschaft 2018 auf der Lenzerheide ein solches Resultat erzielen zu können.

Einen ersten Schritt dorthin haben Sie bereits gemacht, indem Sie das «Snowbike Festival» in Gstaad gewinnen konnten – und das bei Ihrem Comeback. Das erinnert schwer an einen berühmten Tennisspieler mit einer ähnlichen Leidensgeschichte.
Die Parallelen sind da (lacht). Ich wäre natürlich gerne nach zwei oder drei Wochen wieder Rennen gefahren. Roger Federer war in dieser Hinsicht ein Vorbild. In Gstaad wusste ich dann einerseits nicht, wo ich stehe und andererseits musste ich annehmen, dass die Konkurrenz mehr Rennen gefahren ist. Obwohl dieser Wettkampf wahrscheinlich für niemanden ein grosses Saisonziel war, freue ich mich sehr über meine Leistung, Nun geht es aber vom Schnee in den Schweizer Bergen in die Sonne von Südafrika. Dort kann ich unter besten Bedingungen die Grundlagen für die neue Saison schaffen.

www.katrinleumann.ch

 

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