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«In der Nati B reichen zehn Prozent weniger nicht»

  • Donnerstag, 19 Januar 2017 11:00
  • geschrieben von  ilo
Basel Regio hat in der ersten Saison nach dem Aufstieg den NLB-Ligerhalt souverän erreicht. Basel Regio hat in der ersten Saison nach dem Aufstieg den NLB-Ligerhalt souverän erreicht. Foto: zVg. (Archiv)

Was haben Roger Federer und Daniel Moser, Trainer von Unihockey Basel Regio, gemeinsam? Beide sind stolze Väter, und beide haben sich in Ausübung Ihrer Rolle als Vater am Knie verletzt. In beiden Fällen war der Meniskus ein Fall für den Orthopäden. Bei Federer knackste es, als er seinen Töchtern ein Bad einlaufen liess und bei Moser riss die Knorpelscheibe beim Spielen. Für Moser bedeutete der vierte Eingriff im Knie, dass er bei der 5:8-Auswärtsniederlage seiner Mannschaft gegen Schüpbach nicht am Spielfeldrand stehen konnte. Für die restlichen Quali-Spiele und die anstehenden Playoffs stehter aber wieder zur Verfügung. Den Baslern in den Playoffs fehlen wird Teamleader und Topscorer Patrick Mendelin. Wie Moser die Absenz seines Stars kompensieren will und welche Ziele er mit seiner Mannschaft verfolgt, erzählt der 33-Jährige im Interview.

VG: Herr  Moser, wie geht es Ihnen?
Daniel Moser:Mir geht es gut, danke. Die Knie-Operation ist gut verlaufen. Ich bin zwar noch krankgeschrieben, aber spätestens ab Dienstag bin ich wieder bei der Arbeit, in den Trainings und natürlich an den Spielen.

 

 

 

 

Sie meinten ja, dass Ihre Mannschaft auswärts gegen Schüpbach auch ohne Sie auskommen würde.
Ja, das war meine Hoffnung. Ich habe zwei ausgezeichnete Assistenten, denen ich blind vertraue. Vor der Partie gab es keine offenen Fragen mehr.

Nach der überragenden Hinrunde mit nur zwei Niederlagen sucht Ihre Mannschaft im neuen Jahr noch den Tritt. Wo sehen Sie die Ursachen?
Wir haben unsere Spiele zuletzt entweder knapp gewonnen oder knapp verloren. Die Niederlage gegen Schüpbach passt für mich ein wenig zum Bild der letzten Wochen. Wir haben viele Absenzen und Verletzte zu beklagen, was dazu führte, dass die Trainingsbedingungen in den vergangenen drei Wochen nicht optimal waren. Kommt hinzu, dass unter den Abwesenden einige Teamstützen sind. Diese Ausfälle können wir als Aufsteiger kaum kompensieren. Deshalb kommen die aktuellen Resultate nicht ganz überraschend.

Ist die Euphorienach dem Aufstieg schon etwas verflogen?
In der Vorrunde ist für uns fast alles aufgegangen, ohne dass wir immer an unsere Grenzen gehen mussten. Das kann dazu verleiten, sich zurückzulehnen und sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. Ich glaube aber, dass eine Phase mit durchzogenen Leistungen normal ist als Aufsteiger, der sich unerwartet schnell im oberen Tabellenviertel etablieren konnte. Wichtig für uns ist, dass wir aus dieser Phase lernen und das junge Team merkt, dass zehn Prozent weniger in der NLB nicht reichen.

Mit der Playoff-Qualifikation haben Sie den Ligaerhalt und damit das primäre Saisonziel bereits erreicht. Dort müssen Sie aber auf Ihren Teamleader Patrick Mendelin verzichten. Wie stark ist Basel Regio von ihm abhängig?
Wir können einen Spieler wie Patrick Mendelin nicht eins zu eins ersetzen. Er ist nicht umsonst Nationalspieler und drittbester Scorer der Liga. Auf und neben dem Feld ist er eine wichtige Persönlichkeit und er hat die Fähigkeit, Spiele zu entscheiden. Dass er die Playoffs mit Wiler-Ersigen (NLA) spielt, war abgesprochen. Unter anderem deshalb, haben wir uns mit Jani Rajala (FIN) verstärkt. Ich erhoffe mir von ihm, dass er dem Team in wichtigen Situationen Ruhe verleihen und seine Mitspieler besser machen kann.

Welche Auswirkungen haben diese Veränderung auf die Zielsetzung?
Den Ligaerhalt haben wir geschafft. Das heisst aber nicht, dass wir uns jetzt in den Playoffs ausruhen. Wir wollen in den Top 3 bleiben und uns damit das Heimrecht sichern. Es ist allerdings nicht unser Ziel, um jeden Preis aufzusteigen. Wenn man es sportlich erreichen sollte, sagt niemand nein. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Vereins, käme ein Aufstieg aber zu früh. Für mich ist zentral, dass wir uns in der NLB festigen und vor allem die jungen Spieler weiterbringen können.

www.unihockeybaselregio.ch  

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 Januar 2017 11:27

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