Sonntag, Februar 17, 2019

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«Der Wegzug der Reha-Klinik tut weh»

Bettingens Gemeinde­präsident Patrick Götsch zeigt sich enttäuscht über den Wegzug der Reha-Klinik. Trotzdem sieht er Bettingen für die Zukunft gut aufgestellt.

Patrick Götsch, das Bürgerspital Basel gab kürzlich bekannt, mit der Reha-Klinik von der Chrischona ins Felix-Platter-Spital im Grossbasel zu ziehen. Wie nahm der Gemeinderat diesen Entscheid auf?

Wir waren vom Entscheid des Bürgerspitals überrascht. Wir hatten von den Gesprächen mit den Verantwortlichen das Gefühl, das Bürgerspital wolle die Reha-Klinik auf der Chrischona entwickeln und ausbauen. Wir haben viel dafür getan, dass sich das Bürgerspital auf der Chrischona wohl fühlt. So haben wir unter anderem die Taktlücke beim Bus geschlossen. Aber klar, wir kennen die betrieblichen Überlegungen hinter dem Entscheid nicht.

Wie sehr trifft der Weggang der Reha-Klinik Bettingen wirtschaftlich und wie sehr emotional?

Der Wegzug tut weh. Mit 120 Angestellten ist die Reha-Klinik der grösste Arbeitgeber in Bettingen. Seit 1966 gehört das Spital zu Bettingen und ist auf der Chrischona zur Institution geworden. Der Wegzug ist deshalb wirtschaftlich und emotional ein grosser Verlust für Bettingen.

Das Land und die Immobilie gehören dem Bürgerspital. Was kommt nach der Reha-Klinik?

Der Zonenplan sagt klar, dass dort oben Nutzen im öffentlichen Interesse stattfinden muss. Das bestehende Gebäude soll kein Spekulationsobjekt werden. Wohnraum ist zonenrechtlich unmöglich. Es ist auch das Ziel des Gemeinderats, dass es ein Arbeitsort bleibt. Wir haben den Verantwortlichen des Bürgerspitals unsere Anliegen bereits signalisiert. Wir wollen zusammen mit ihnen früh die Zukunft auf der Chrischona planen.

Bettingen und damit der Gemeinderat haben durch die Verhandlungen über FILA 2 und die Schulhausübernahme intensive Monate und Jahre hinter sich. Ist Bettingen gerüstet für die Zukunft?

Es war tatsächlich eine anstrengende Zeit. Wir haben für Bettingen verhandelt, gekämpft und uns positioniert. Mit den Ergebnissen können wir zufrieden sein. Wir haben nun mit dem Schulhaus ein Objekt einer Grösse, die für uns noch unbekannt ist. Wir müssen die Zeit bis 2019 nutzen, um den operativen und finanziellen Betrieb steuern zu können. 

Die Schulhausübernahme und FILA 2 haben die Situation Bettingens weiter gestärkt. Bettingen ist für die Zukunft gerüstet. Wir sind finanziell gut aufgestellt und können auch mal ein mutiges Projekt in Angriff nehmen.

Wie die Sanierungen der Baslerhofscheune und des Gartenbads.

Richtig. Wir wollen die finanziellen Mittel gezielt und mit Weitblick einsetzen. Mit der Baslerhofscheune haben wir ohne Fremdkapital im Zentrum etwas Tolles für die Gemeinde geschaffen, wovon alle profitieren. Das Gartenbad sanieren wir in drei Etappen. Über alle kann die Gemeindeversammlung befinden. Ich finde es richtig und wichtig, dass man sich als Gemeinde auch mal etwas leistet. Gerade auch für ein aktives Dorfleben, das in Bettingen so wichtig ist. 

Fühlen Sie Bettingen im Kontext des Kantons Basel-Stadt gut eingebettet und genügend erhört?

Natürlich gibt es auch heute noch Stadtbasler – unter anderem auch Grossräte – die nicht wissen, wo Bettingen liegt und dass Bettingen eine Gemeindeversammlung hat. Trotzdem fühlen wir uns im Kanton verstanden und akzeptiert. Gerade auch die Basler Regierung zeigt sich immer wieder sehr interessiert an den Belangen von Bettingen. Fast alle aktuellen Regierungsräte waren schon an einer Bettinger Gemeindeversammlung. Das unterstreicht unsere Bedeutung für den ganzen Kanton.

Letzte Änderung am Freitag, 07 Oktober 2016 09:03

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