Dienstag, Juli 23, 2019

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Ranger schauen an der Wiese zum Rechten

Im Rangerdienst für die Natur: Martha Koelbing, Yannick Bucher und Raphael Böhm (von links). Im Rangerdienst für die Natur: Martha Koelbing, Yannick Bucher und Raphael Böhm (von links). Tobias Gfeller

Der Kanton Basel-Stadt, die Gemeinde Riehen und die Stadt Weil am Rhein lancieren gemeinsam einen binationalen Rangerdienst für den Landschaftspark Wiese.

Joggen, Velofahren, Grillieren, Spazieren und mit dem Hund Gassi gehen – der Nutzungsdruck auf Wälder und Grünflächen in der Nähe von Siedlungsgebieten nimmt laufend zu. Darunter leidet am meisten die Natur selber. Im Landschaftspark Wiese ganz besonders. «Wir haben entlang des Riehener Dychs eine Naturschutzzone von hoher Bedeutung, wo unter anderem Amphibien laichen», erklärt Gemeinderätin Christine Kaufmann (EVP). Doch nicht alle nehmen auf die Natur Rücksicht. Nicht immer, aber oftmals seien es Hundehalter, die zu Gunsten ihrer Vierbeine den nötigen Respekt vor Tieren und Pflanzen vermissen lassen. Dass im Landschaftspark Wiese auch Landwirtschaft betrieben und bei der Langen Erle Trinkwasser produziert wird, macht die knapp sechs Quadratkilometer grosse Wiesenebene noch sensibler.

Nun soll ein dreiköpfiger Rangerdienst zum Rechten schauen. Hauptranger Yannick Bucher wird von Martha Koelbing und Raphael Böhm unterstützt. Sie haben keine polizeilichen Rechte. «Wir gehen nach dem Prinzip «Information vor Repression» vor», erklärt Bucher. Sensibilisieren und aufklären und nur im Notfall kritisieren. «Mit 90 Prozent der Menschen kann man reden. Die grosse Mehrheit des Restes hört auf Anregungen und nur ein ganz kleiner Teil ist gesprächsresistent. Das ist dann aber nicht mehr unsere Aufgabe.»

Der dreijährige Pilotphase des Rangerdienstes beginnt am 23. Februar. Gleichzeitig wird auch die Beschilderung in Landschaftspark Wiese ausgeweitet. Auf Plakaten werden die Benutzer auf den Wert und die Bedeutung des Gebiets hingewiesen. Insgesamt investieren der Kanton Basel-Stadt 360'000 Franken, die Gemeinde Riehen und die Stadt Weil am Rhein je 72'000 Franken. Der binationale Rangerdienst über die Landesgrenzen sei in dieser Form einzigartig.

Letzte Änderung am Freitag, 01 Februar 2019 13:28

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