Montag, Juni 17, 2019

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Verurteilter Pfarrer spaltet die Gemüter

Die Pfarrei St. Franziskus ist tief gespalten. Die Pfarrei St. Franziskus ist tief gespalten. www.stfranziskus-riehen.ch

Am Informationsabend zur Pfarrwahl in der Römisch-katholischen Pfarrei St. Franziskus in Riehen gingen die Emotionen hoch. Der wegen einer Fussmassage verurteilte Kandidat Stefan Küng erklärte sich.

Geht es nach der Pfarrwahlkommission, soll Stefan Küng, der seit mehreren Jahren als Seelsorger in der Pfarrei St. Franziskus arbeitet, neuer Priester der Katholiken in Riehen und Bettingen werden. Doch seine Wahl ist umstritten, weil er 2012 im Kanton Thurgau wegen einer Fussmassage bei einem knapp 16-Jährigen zu einer bedingten Geldstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Zu einem Gerichtsverfahren kam es nicht, weil Küng den Strafbefehl nicht anfocht. 132 Unterschriften wurden gesammelt, damit die Wahl des neuen Priesters an der Urne stattfindet. Die Wahl spaltet die Gemüter der Pfarrei. Dies zeigte sich auch am Informationsabend im Pfarreiheim, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Grossteil der Anwesenden unterstützt die Wahl Küngs, lobte ihn als «tollen und engagierten Seelsorger» mit Empathie für die Menschen. Sie vertraue ihm auch seine Tochter für die Erstkommunion an, erklärte eine Frau. Für eine ältere Frau ist Stefan Küng schlichtweg «das Beste, was unserer Pfarrei passieren konnte».

Doch es gab auch kritische Stimmen. Sie warfen Stefan Sutter, dem Präsidenten der Pfarrwahlkommission, unter anderem vor, die Opfer in der katholischen Kirche zu verhöhnen. In launiger Art und Weise erklärte dieser den Werdegang von Stefan Küng und die Beweggründe der Kommission, die zu seiner Wahl führten. Besonders hob er dessen «wunderbare» Liturgien hervor. Mehrere Votanten kritisierten die Intransparenz der Verantwortlichen, die zu spät informiert hätten.

Die Urnenwahl des neuen Priesters findet am 10. Februar statt.

Letzte Änderung am Freitag, 11 Januar 2019 07:49

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