Samstag, März 25, 2017

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Kleinbasel

Gasladärne singt zum Jubiläum im Kleinbasel

  • Mittwoch, 15 Februar 2017 15:33

Der Comité-Bangg Gasladärne feiert dieses Jahr das 40-Jahr-Jubiläum. Wie ist der Schnitzelbangg damals entstanden? Gehören Sie zu den Gründern?

Obmann: Ja, ich bin der einzige, der seit dem Anfang dabei ist. Mit einem Arbeitskollegen und einem Kollegen meiner damaligen Frau habe ich 1977 den Schnitzelbank Gasladärne gegründet. Wir sind der älteste Bangg von Basel. Dr Schorsch vom Hafebeggi 2 war zwar länger unterwegs, jedoch nicht immer unter demselben Namen.

 

Wie sind Sie auf den Namen gekommen?

Damals sind wir auf einer Nostalgiewelle geritten. Jeder der damals drei Aktiven machte eine Liste mit möglichen Namen, die Gasladärne ging als Sieger hervor.  

 

Wo haben Sie gelernt, Verse zu drechseln?

Bereits meine Mutter hat Gedichte geschrieben. Von ihr habe ich viel gelernt. Übers Jahr sammle ich jeweils Zeitungsausschnitte, daraus entsteht eine Themenliste, die wir ab Herbst bearbeiten und daraus die Verse machen. Dabei helfen mir zwei Aussenstehende, die nicht beim Bangg mitmachen.

 

Wie lange dauert es, bis die Verse stehen?

Früher habe ich fast das ganze Jahr daran gearbeitet. Heute habe ich mehr Erfahrung und wie gesagt auch Unterstützung von Aussenstehenden. Die allermeisten Verse schreiben wir zwischen Weihnachten und dem Vogel Gryff. Dieses Jahr hatten wir 29 Verse, 10 davon lernen wir auswendig. Auf die Route gehen wir mit acht Versen, davon wird noch der eine oder andere gestrichen. Je kürzer der Auftritt, desto besser.

 

Wer bestimmt, was lustig ist?

Das Publikum.

 

Wie viele Verse werden wir dieses Jahr über Trump hören?

Ich schätze rund 200. Aber wir bringen keinen (lacht). Und wir haben auch keinen Vers über Zürcher oder über Deutsche.

 

Seit 40 Jahren treten Sie mit der gleichen Melodie auf. Dachten Sie nie daran, sie zu wechseln?

Nein, wir haben von Anfang gesagt, wir möchten ein traditioneller Bangg bleiben. Wir singen dreistimmig, haben weder einen Langvers noch einen Refrain, und wir spielen auch kein Theater. Es gab Ideen aus der Gruppe, zum Beispiel zum 40-Jahr-Jubiläum etwas anderes zu machen. Aber diese Ideen haben wir wieder verworfen.

 

Sie singen auswendig?

Klar, für uns ist das Ehrensache – und auch Tradition. 

 

Wie viele Leute wissen, wer bei der Gasladärne unter den Larven steckt?

Nur ganz wenige Bekannte und Freunde, sonst niemand. Wenn uns jemand fragt, welcher Bangg wir sind, antworten wir immer: Das habe ich jetzt grad vergessen.

 

Wie viele Proben machen Sie vor der Fasnacht?

Wir haben drei Proben angesetzt, an denen wir unsere Bängg jeweils fünfmal durchsingen. Am letzten Probetag singen wir ohne Blatt. Aus Rücksicht auf unsere Nachbarn proben wir in einem Zimmer im Allmendhaus. Die Proben sind sehr wichtig, damit die Stimmen zusammenpassen. Im Gegensatz etwa zu den Schlyffstai hat bei uns niemand eine Gesangsausbildung.

 

Tritt nach 40 Jahre nicht eine Art Sättigung ein?

Doch. Mit dem fortgeschrittenen Alter wird es immer schwieriger, Verse zu schreiben.

 

Die hohe Belastung war ja auch eine Begründung, wieso die allermeisten Bängg kaum mehr Auftritte im Kleinbasel absolvieren. Wie gehen Sie als Kleinbasler Bangg damit um?

Wir haben Mühe damit. Die Hauptbegründung liegt darin, dass alle Comité-Bängg am Montag- und am Mittwochabend im Theater und im Schauspielhaus singen. Wenn sie gleichzeitig noch im Kleinbasel auftreten, müssen sie weite Wege gehen. Deshalb bieten wir dem Kleinbasler Volk eine Alternative an: Wir treten am Dienstagabend in den Kleinbasler Kellern auf. Dort kann man ohne Reservierung nach Lust und Laune Schnitzelbängg hören. Am Dienstag haben wir die schönsten Erlebnisse.

 

Und wie geht es mit der Gasladärne nach dem Jubiläum weiter?
Das geben wir erst am Schlussabend bekannt.

 

 

Der Strassenwischer «Hampe», der nicht redet

  • Mittwoch, 01 Februar 2017 15:43

Die Kleinbaslerin Lara Schenk, 23, führt gemeinsam mit Ramona Schwarz Regie am Kinder-Charivari 2017. Ein Gespräch über das aktuelle Stück, das Auswendiglernen und das Lampenfieber.

 

Frau Schenk, Sie stecken in der Ausbildung zur Lehrerin für Kindergarten Primarstufe; im Sommer machen Sie Ihren Abschluss. Inwiefern hilft Ihre pädagogischen Ausbildung als Co-Regisseurin am Kinder-Charivari?

Lara Schenk: Das hilft natürlich. Ich kann den Kindern zum Beispiel weitergeben, dass es viel Disziplin und Konzentration braucht und dass man selbstständig für etwas arbeiten muss. Im Theater ist es wie in der Schule: Man hat Verpflichtungen, die man einhalten muss, sonst funktioniert es nicht.

 

Und wie vermitteln Sie das den Kindern?

Indem wir ihnen spielerisch erklären, dass wir nicht weiter kommen bei den Proben und schliesslich alle nicht auftreten können, wenn sie den Text nicht lernen.  

 

Das Auswendiglernen war ein Problem?

Es gab einfach ein paar Kinder, die das nicht so ernst genommen haben. Nachdem wir ihnen ein paar Tricks beigebracht haben, ging es aber ganz gut.

 

Wo sehen Sie die grösste Herausforderung für die Regie?

Den Überblick über alle Bereiche zu behalten, über Kostüme, Musik, Schauspiel, aber auch im Theater hinter der Bühne und beim Bühnenbau. Wer steht wo, was ist schon gemacht, was müssen wir noch tun? Da meine Kollegin Ramona Schwarz und ich früher schon als Schauspieler aufgetreten sind, haben wir etwas Erfahrung.

 

Sie haben früher also selbst am Kinder-Charivari mitgewirkt?

Ja. Als ich vor zehn Jahren bei der Förnbacher Theater Company auf der Bühne stand, lernte ich die Regisseurin des Kinder-Charivari kennen. Sie fragte mich, ob ich auch mitmachen möchte. So bin hineingerutscht. Ab 2008 habe ich am Kinder-Charivari gespielt, seit 2016 führe ich Regie gemeinsam mit Ramona Schwarz. Als Kind war ich bereits an den Aufführungen dabei, und ich fand es immer megatoll.  

 

Das Schauspielensemble besteht aus 13 Kindern und Jugendlichen zwischen elf und 19 Jahren. Auftreten wollen aber viel mehr.

Das stimmt. Wir erhalten jeweils ein Stück von Christoph Knöll. Je nachdem, welche Rollen dort vorkommen, wählen wir die Schauspielerinnen und Schauspieler aus. Leider müssen wir jedes Jahr einigen Kindern absagen, vielleicht kommen sie nächstes Jahr dran.

 

Wie wählen Sie das Stück aus?

Es sind jeweils die Kinder, die ihre Ideen in einem Workshop einbringen. Mit der Zeit kristallisieren sich einige Themen heraus, und schliesslich wird abgestimmt, welches zum Zug kommt. Dieses Jahr heisst das Stück «...schwiege isch Gold». Es geht um den Strassenwischer «Hampe», der nicht redet. Die Kinder wollen herausfinden, wieso das so ist. Im Laufe des Stücks wird die Frage beantwortet.

 

Wann beginnen Sie mit den Proben?

Nach den Sommerferien. Dann proben wir ein- bis zweimal pro Woche jeweils am Freitag oder Samstag. 

 

Sind Sie als Co-Regisseurin nur für das Schauspielensemble zuständig?

Wir arbeiten mit dem musikalischen Leiter Philipp Gallacchi zusammen und bestimmen gemeinsam, wie die musikalischen Auftritte in die Show eingebaut werden können.

 

Ist es auch möglich, den Text aufgrund von aktuellen Ereignissen kurzfristig anzupassen?

Ja, das haben wir auch schon gemacht. Einige Sätze kann man kurzfristig austauschen oder anpassen.

 

Wie bereiten Sie die Kinder auf Pannen vor – etwa, dass jemand den Text vergisst?

Zum Glück kennen die Kinder jeweils auch die Texte der anderen. So können sie einspringen, wenn etwas passiert.

 

Werden die Kinder auch auf Lampenfieber vorbereitet?

Ja, vor allem mit Konzentrationsübungen vor der Aufführung. Dadurch werden sie viel ruhiger.

 

Was ist für Sie das Spannendeste an diesem Projekt?

Sehr spannend ist zu sehen, wie die Kinder an ihrer Aufgabe wachsen. Faszinierend ist auch, wie sich die Gruppendynamik entwickelt.

 

 

Kinder-Charivari «...schwiege isch Gold»

Theater Basel, Kleine Bühne

Samstag, 11.2., 14 Uhr

Sonntag, 12.2., 11 und 14.30 Uhr

Samstag, 18.2., 14 und Uhr

Sonntag, 19.2., 14 Uhr

Vorverkauf im Theater Basel sowie am Ticketschalter der Migros Claramärt

www.kindercharivari.ch

 

 

 

 

Roger Borgeaud erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst regte er sich ein wenig auf über den Film, der für die Kandidatur der Basler Fasnacht für das UNESCO-Weltkulturerbe gedreht wurde. «Im 10-minütigen Film sieht man nur während 10 Sekunden einen Waggis. Die Wagencliquen, ein wichtiger Bestandteil der Fasnacht, wurden gar nicht erwähnt», erzählt Borgeaud. Als einige Tage später vom Fasnachts-Comité die Anfrage kam, ob die Wagencliquen am Drummeli 2017 teilnehmen möchten, hellte sich die Miene von Roger Borgeaud wieder auf.

«Denen zeigen wir's»

Als Obmaa der Interessengemeinschaft Wagencliquen Basel (Wage-IG) vertritt Borgeaud insgesamt 118 Wagencliquen mit schätzungsweise über 1500 Aktivfasnächtlern. Bei den «Wägelern» sei die Idee eines Auftritts am Drummeli sehr gut angekommen. «Denen zeigen wir es, haben viele Kollegen gesagt.» Als es aber konkret wurde, musste die Wage-IG dann doch «bei einigen zweimal nachfragen». Immerhin sei es für die Wagencliquen eine Mehrbelastung, während der intensivsten Zeit des Wagenbaus auch noch im Musical Theater aufzutreten. Ab 18. Februar treten nun an jedem Drummeli-Abend 60 bis 80 Mitglieder von ganz unterschiedlichen Wagencliquen auf. Es gibt Waggis, die jeden Abend mitmachen; andere kommen nur einen oder zwei Abende – je nach Lust und Verfügbarkeit. «Wir freuen uns wahnsinnig auf den Auftritt», erklärt Borgeaud, der bei den Ammedysli Wagenfasnacht macht. Was genau die «Wägeler» am Drummeli aufführen, kann und will der Obmaa nicht verraten. Nur so viel: «Wir zeigen einen wilden Haufen von Waggis. Und sicher ist das Intrigieren ein Thema», sagt Borgeaud.  Welche Larven oder Kostüme sie tragen, sei ihnen freigestellt.

Kommen Räppli zum Einsatz? 

Er habe den «Wägelern» keine Vorgaben gemacht, bestätigt der Drummeli-Regisseur Laurent Gröflin. «Wenn jemand Fragen hat, beantworte ich sie gerne.» Vielleicht würden auch Räppli zum Einsatz kommen, schmunzelt Gröflin. Natürlich würden die «Wägeler» den anderen Cliquen gleichgestellt, versichert Thierry Moosbrugger, Kommunikationschef beim Drummeli. «Zeitlich geht der Auftritt der Wagencliquen sogar über den Auftritt der Cliquen hinaus.» Der Auftritt der «Wägeler» am Drummeli zeige, dass eben die ganze Fasnachtsfamilie zusammengehört, meint Gröflin. Roger Borgeaud teilt diese Meinung. Der Auftritt werde dem Zusammenhalt der Fasnächtler sicher förderlich sein.  Ein bisschen nervös ist Borgeaud schon, wie er zugibt. «Wir haben Respekt davor, im Scheinwerferlicht zu stehen – auch wenn wir Larven anhaben.»

 

Drummeli

18. bis 24. Februar, Musical Theater Basel

Tickets sind erhältlich bei:

«Bider & Tanner - Ihr Kulturhaus in Basel» 

Aeschenvorstadt 2

Telefon direkt 061 206 99 96 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   

www.drummeli.ch/tickets und bei allen üblichen Vorverkaufsstellen

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Projekt KLARA entsteht an der Clarastrasse 13 in Basel ein neuer Gastronomie- und Kulturbetrieb. Die Eröffnung ist für den September 2017 geplant. Am 31. Januar 2017 haben die Initianten ihre Pläne näher erläutert. «Neun Kleinküchen bieten eine vielseitige und zeitgemässe Verpflegung aus aller Welt, die mit möglichst regionalen Produkten frisch zubereitet wird», erklärte Pascal Biedermann von der Denkstatt sarl. KLARA biete eine Plattform für etablierte Betriebe, die ihr Angebot ausweiten, aber auch für junge Start-up Gastronomen, die neu ins Geschäft einsteigen. «Die 10 Quadratmeter grossen Küchen mit integrierten Lüftungen sind für die Produktion von Menus ausgestattet. Menus werden am Mittag und am Abend angeboten und dürfen im über 700 Quadratmeter grossen, vielseitig und abwechslungsreich gestalteten Gästeraum konsumiert oder mitgenommen werden», fährt Biedermann fort.

Die hauseigene Bar wird von früh bis spät geöffnet sein. Dort wird es guten Kaffee und ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment an Getränken, das hauptsächlich von innovativen regionalen Produzenten und Anbietern stammt, sowie Croissants und Kuchen geben. Neben der kulinarischen Vielfalt plant KLARA ein kulturelles Programm mit Lesungen, kleinen Konzerten und Veranstaltungen. Im «Séparée» können aber auch private Anlässe, Sitzungen, Tagungen oder ähnliches stattfinden. Im Untergeschoss befindet sich ein Raum mit 300 Quadratmetern, der für weitere Ideen offen steht und erst im Laufe der Zeit nach Bedürfnis definiert wird. Diverse Nutzungen wie Privat- oder Firmenanlässe, Kochevents, Performances, wie auch Pop-Up Nutzungen sind möglich und in Planung. «Der Rückbau der Räume hat bereits begonnen», erklärte Biedermann. Im Dezember wurde die Baueingabe eingereicht. «Wir rechnen damit, dass im April 2017 mit dem Bau begonnen werden kann.»