Samstag, April 21, 2018

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Kleinbasel
Ob als Papier, moderner Werkstoff oder als Medizin: Die Hanfpflanze ist auch unabhängig von ihrer berauschenden Wirkung vielseitig einsetzbar. Ein Besuch im Cannabis Village vom 20. bis 22. April 2018 an der muba eröffnet das enorme Wirkspektrum des Gewächses. Vor einer Woche lancierte die muba erfolgreich das Cannabis Village in Lausanne. Der nächste Halt ist Basel natürlich während der muba, bevor es dann richtig Ostschweiz an die Olma geht.
 
Am ersten muba-Wochenende kann in der Halle 5 die älteste Kulturpflanze der Welt von einer anderen Seite erlebt werden. Als Killergras und Einstiegsdroge verschrien, war die Nutzung der Pflanze lange weltweit verpönt. Nun befindet sich das Kraut auf dem Weg zur Rehabilitierung. Zum Glück, denn schliesslich kann Cannabis weitaus mehr als nur die Sinne zu berauschen. Auf 600 Quadratmetern präsentieren zahlreiche Aussteller im Cannabis Village eine überraschende Produktepalette. An der «Messe in der Messe» reicht die Auswahl bei den Lebensmitteln von Gebäck aus Hanfmehl über Hanfbier bis hin zu Hanfpesto. Hier erfahren Besucher auch, dass die alte Kulturpflanze auch prima als Baustoff taugt: Baumaterialien und moderne Werkstoffe kann man daraus ebenso gewinnen wie Textilien.
 
Die meisten Teile des grünen Multitalents lassen sich auf die eine oder andere Weise nutzen. Neben alten gibt es aber auch einige neue Anwendungen – etwa im Bereich der naturfaserverstärkten Kunststoffe, die es im Hanfdorf ebenfalls zu entdecken gilt. Cannabis ist zudem eine alte Heilpflanze, die seit Jahrtausenden gegen die verschiedensten Beschwerden eingesetzt wird. Im Cannabis Village können sich die Besucher über die pflanzlichen Inhaltsstoffe und deren medizinische Wirkung umfassend informieren. Das Hanfdorf besticht jedoch nicht nur durch seine Vielfalt an Produkten, sondern auch durch das ausgefallene Design der Stände aus Bambuspyramiden. 

Es wäre eine schöne Aufwertung für die Kleinbasler Flaniermeile: An der Clarastrasse 4 wollte die Confiserie Beschle Ende Oktober 2017 ein neues Café mit 40 Sitzplätzen eröffnen. Das Lokal solle noch frischer, heller und moderner daher kommen als die übrigen vier Basler Standorte der Confiserie Beschle, kündigte Dominic Beschle, der Leiter des bald 120-jährigen Familienbetriebs, im August 2017 gegenüber dieser Zeitung an.

Fenster mit Papier verklebt

Die Eröffnung des Cafés lässt seither auf sich warten. Die Fenster der künftigen Ladenräume sind seit Monaten mit Papier verklebt. Mehrmals hat der «Vogel Gryff» erfolglos bei Dominic Beschle nachgefragt, wann das Café aufgeht. Von Unternehmen, die mit dem Umbau beauftragt wurden, weiss der «Vogel Gryff», dass das Café innert Monatsfrist eröffnet werden soll, also etwa Anfang Mai. Wann genau, wissen aber auch die ausführenden Firmen nicht.Ebenfalls an der Clarastrasse 4 angesiedelt ist die Produktion der Confisere Beschle. Im gleichen Gebäude, in dem das Café eröffnet werden soll, produziert Beschle Pralinen, Backwaren, Feingebäck, Schokolade und Konfekt, Cocktails sowie Torten und Patisserie. Um diese zu geniessen, muss man aber ins Grossbasel gehen. Vorerst wenigstens.

 

 

 

 

Die Unternehmerin Silvia Rietschi Jenny (62) und die Software-Entwicklerin Dawn Sarah Ramseier (43) setzen sich für das geplante Parkhaus unter dem Landhof ein. Beide wohnen im Quartier und leiden unter der Parkplatznot, wie sie im Interview mit dem «Vogel Gryff» sagen.

 

Sie gehören zu den Befürwortern der geplanten Tiefgarage mit 200 Plätzen unter dem Landhof. Wieso sind Sie so vehement dafür?
Dawn Sarah Ramseier: Weil wir im Quartier ganz dringend Parkplätze brauchen. In der letzten Zeit wurden immer wieder Parkplätze abgebaut: Bei der Umgestaltung der Wettsteinallee gingen mehr als zehn Parkplätze verloren, in der Riehenstrasse wurden Parkplätze abgebaut, in vielen Strassen wurde zwei Autoparkplätze durch Veloparkplätze ersetzt. 

 

Es gibt Leute, die das entspannter sehen und sagen, es habe genug Parkplätze.

Es gab bis vor kurzem tatsächlich Tageszeiten, wo man mit Glück vielleicht fünf freie Parkplätze gefunden hat. Seit im Innenhof des Gevierts Wettsteinallee/Riehenring/Turnerstrasse der Neubau der Genossenschaft Wohnstadt – ohne Parkplätze für die 36 neuen Wohnparteien – begonnen hat, kann dort nicht mehr parkiert werden. Früher gab es dort Platz für rund 100 Autos. Bei der Suche nach einem Parkplatz im Quartier verursache ich Lärm und Abgase, benötige Energie und viel Zeit. Zudem bezahle ich unzählige Parkbussen.

 

Sind Sie denn auf das Auto angewiesen?

Ja, ich brauche es beruflich.

Silvia Rietschi Jenny: Ich kenne Krankenschwestern, die vom Nachtdienst zurückkehren und keinen Parkplatz finden. Es ist eine unhaltbare Situation!

 

Die Gegner des Parkings behaupten, damit würde mehr Verkehr angezogen.

Das Gegenteil ist wahr. Wenn 200 Anwohner nicht mehr im Quartier herumkurven, um einen Parkplatz zu finden, gibt es doch weniger Verkehr. Sobald das neue Parking steht, fahren sie direkt dort hinein.

 

Frau Ramseier, wären Sie bereit, für einen Platz im neuen Parking 170 Franken im Monat zu zahlen?

Ja, natürlich, ich bekomme dafür einen nummerierten Platz, den nur ich allein benutzen kann. Die Regierung hat uns zugesichert, dass das Parking nur von Anwohnern benutzt werden soll.  

Rietschi: Von den 200 geplanten Parkplätzen sind mehr als die Hälfte bereits vorvermietet.

 

Die Gegner des Parkhauses sagen, mit dem Projekt werde der Landhof zerstört.

Dort, wo das Parking hinkommt, steht kein einziger Baum. Das Parking ist kleiner als das bestehende Fussballfeld, unter dem es gebaut werden soll. Zwischen dem Rasen und der Tiefgarage wird ein Meter Humus angelegt. Von Zerstörung kann also keine Rede sein.

Ramseier: Die Einfahrt beim Kreisel Wettsteinallee/Riehenring besteht ja praktisch heute schon. Wegen der Umgestaltung des Landhofs gibt es ja sowieso eine Baustelle, und das Parkhaus soll gleichzeitig gebaut werden. 

 

Auch die Gemeinschaftsgärtner auf dem Landhof wehren sich gegen das Parking.

Die Gemeinschaftsgärtner sind offenbar falsch informiert. Die Einfahrt wird beim Kreisel Wettsteinallee/Riehenring, und dort wird auch die Baustellenzufahrt sein. Der Gemeinschaftsgarten auf der anderen Seite des Landhofs wird überhaupt nicht tangiert

 

Die Gegner sagen, ein solches Parking habe nichts zu tun mit modernen Mobilitätskonzepten.

Im Gegensatz zum Grossbasel wurden im Kleinbasel in den letzten Jahren keine neuen Parkhäuser gebaut. Zudem ist das Parking unterirdisch und steht explizit den Anwohnern zur Verfügung.

Rietschi: Ich weiss, dass viele Gegner des Parkings in Häusern wohnen, in denen damals pro Wohnung ein Parkplatz gebaut wurde. Diese Leute müssen sich keinen Parkplatz suchen. Dass sie jetzt die geplante Tiefgarage kritisieren, ist schon etwas frech!

 

 

Anwohner haben wenig Freude am Freudenhaus

  • Mittwoch, 14 März 2018 14:37

201 Personen aus der näheren Umgebung des «FKK Basel» an der Amerbachstrasse 45 fordern, den «illegalen Sexbetrieb» zu schliessen. Dafür haben sie eine Eingabe an die Baurekurskommission unterschrieben. Mit der Unterschriftensammlung wehren sich die Betroffenen gegen eine Aussage der FKK-Betreiberin. «Diese hatte im November 2017 gegenüber der Basler Baurekurskommission behauptet, dass sich kaum noch jemand durch das FKK Basel gestört fühle», sagt Markus Knöpfli, der Initiant der Unterschriftensammlung.

Erbrochenes beim Eingang

Mehrere direkte Anwohner berichten gemäss Knöpfli jedoch von massiven Störungen durch das FKK Basel, das sich in einem Hinterhof befindet. Dazu gehören «häufiges lautes Lachen, Diskutieren und Grölen, auch nachts, Erbrochenes im Eingangsbereich und in der Ausfahrt, nächtlicher Lärm und Türenschlagen durch an- und abfahrende Autos, sowie betrunkene FKK-Kunden, die zu jeder Tages- und Nachtzeit bei den Anwohnenden klingeln oder diese angehen und belästigen». 48 der 201 Unterschriften stammen von Personen, die im Strassenabschnitt wohnen, wo sich das FKK Basel befindet, betont Knöpfli. Das FKK Basel war vor neun Jahren als Fitnessclub bewilligt worden. Weil es offensichtlich als Bordell betrieben wird, musste es nachträglich eine Baubewilligung als «Sexbetrieb» einreichen.

Augenschein vor Ort
«Nach längerem Rechtsstreit verfügte das Bau- und Gewerbeinspektorat die Schliessung des Bordells per 1. September 2017 und den Umbau in den ursprünglich bewilligten Fitnessclub», erklärt Knöpfli. Gegen die Umzonung habe die Betreiberin Rekurs eingereicht, seither sei das Verfahren hängig. Die Baurekurskommission habe für den kommenden 28. März eine «Augenscheinverhandlung» vor Ort angesetzt. «Wir bleiben dran», verspricht Knöpfli.