Montag, Januar 22, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel
Das Kinder-Charivari erlebt eisige Zeiten. Ob es einen Endstreich gibt, bleibt für die Jungen der Laferi-Clique ungewiss. «D'Yysfasnacht» ist der Titel des Kinder-Charivari 2018. Der Titel bezieht sich aber nicht auf die aktuellen Wetterlage, sondern erzählt die Geschichte einer bitterkalten Fasnacht. Es ist Mittwoch-Nachmittag, schon seit Tagen liegen die Temperaturen weit unter null Grad. Die Jungen der Laferi-Clique sitzen zusammen mit der Gugge im Cliquekeller und wärmen sich auf. Plötzlich fängt das Licht an zu flackern; man hört laut den Wind heulen. Die Holzbretter quietschen, als würde draussen ein heftiger Sturm toben. So schnell wie der ganze Spuk begonnen hat, hört er auch wieder auf. Als die jungen Fasnächtler sich trauen, durch die Fenster nach draussen zu schauen, stockt ihnen beinahe der Atem: Alles ist eingefroren. Was ist der Grund für diese eisige Kälte? Wie geht die Fasnacht weiter? Gelingt es den jungen Fasnächtlern, das Rätsel zu lösen? Und was passiert während dieser Fasnacht noch bis zum Endstreich? Alle Antworten auf diese Fragen zeigt das Kinder-Charivari 2018 ab dem 27. Januar 2018. Unter der bewährten Regie von Lara Schenk und Ramona Schwarz wurde die Geschichte insziniert, und ausser einer neuen Schauspielerin hat sich das Ensemble gegenüber der letzten Ausgabe nicht verändert.  Eine weitere kleine Premiere gibt es beim Text. Mia Kirsch war früher mal Schauspielmitglied, musste aber ausscheiden, weil sie 18 und damit zu alt wurde für das Kinder-Charivari. Doch sie schrieb das Stück «D'Yysfasnacht» für ihre ehemaligen Kollegen. Mit Unterstützung von Christoph Knöll und Jacqueline Christ-Knöll hat sie im Rahmen einer Maturarbeit dieses Projekt abgeschlossen. So bleibt sie weiter ein Teil des Kinder-Charivari. Betreffend Fasnachtsmusik ist die Guggenmusik Räpplispalter zum ersten Mal dabei. Als Clique wirkt die Junge Garde der Schnooggekerzli mit. Ausserdem darf man auf den Auftritt der Gruppe Tanzwerk Basel gespannt sein – die Jugendlichen sind Weltmeister im Stepptanz. Der Kinder-Charivari Obmann Bernhard Stutz kann erfreut feststellen, dass im Bereich Nachwuchs alles läuft, wie es soll. Mit der Zusage des neuen Sponsors Stücki Shoppingcenter erhält das Kinder-Charivari eine weitere Stütze. Vorerst aber sind für die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler noch viele Proben angesagt. Man darf sich jedenfalls auf die Premiere am
 27. Januar 2018 freuen. Der Vorverkauf hat am 16. Dezember 2017 begonnen.
 

«D Boscht goot ab» an der Fasnacht 2018

  • Donnerstag, 28 Dezember 2017 16:58

Am 28. Dezember 2017 hat das Fasnachts-Comité die Katze aus dem Sack gelassen. «D Boscht goot ab» heisst das Motto der Basler Fasnacht 2018. Damit stehen die «Drey Scheenschte Dääg» ganz im Zeichen der Schweizer Post und ihrer Modernisierung. Gestaltet wurde die Plakette 2018 von einer Basler Künstlerin. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fasnachts-Comités gibt es die Plakette auch als Anhänger für eine Halskette.

Die Post als Bank. Die Post als Kiosk. Die Post in der Bäckerei oder im Quartierladen. Die drohende Schliessung der Basler Hauptpost – die Post bewegt im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur Pakete und Briefe von A nach B, sondern auch die Gemüter in Basel und in der ganzen Schweiz. Grund genug, der Post und den kontroversen Diskussionen rund um diese Institution eine Plakette zu widmen, findet das Fasnachts-Comité. In einem anonymen Verfahren wurde im August 2017 der Plakettenentwurf von Clelia Zoller ausgewählt.

Fasnächtlerin mit Leib und Seele
Für Clelia Zoller ist die Veränderung der Post ein emotionales Thema, das viele Menschen betrifft: «Nicht nur wegen der Schliessung der Filialen in den Quartieren. Die Post denkt darüber nach, Pakete mit Drohnen und Robotern zuzustellen. Das ist ein grosser Einschnitt in unseren Alltag.» Deshalb sei auch das Motto «D Boscht goot ab» so treffend: Es passiert etwas mit der Post, sie verändert sich. Und natürlich sei das Motto auch im übertragenen Sinn auf die Fasnacht gemünzt.
Clelia Zoller arbeitet in Basel als Fotografin, Retuscheurin und Laternenmalerin. Nach Irène Zurkinden 1934 und Mirjam Pierig 1993 ist Clelia Zoller die dritte Frau, die den Plakettenwettbewerb gewinnt. Seit ihrem 11. Lebensjahr ist Clelia Zoller aktive Fasnächtlerin und pfeift in der Alten Garde eines Grossbasler Stammvereins. Auch während ihrer Zeit, als sie in den USA gelebt und gearbeitet hat, blieb sie der Fasnacht treu. Zudem malt Clelia Zoller seit über 20 Jahren Fasnachtslaternen. Den Plakettenwettbewerb gewinnt die Baslerin zum ersten Mal. 

Aus dem Couvert an die Fasnacht
Auf der Plakette dargestellt ist ein geöffnetes Couvert. Darin zu sehen sind drei Fasnachtsfiguren, die auf ihren Instrumenten spielen. Die drei Figuren scheinen aus dem Couvert herauszusteigen, der Tambour steht mit einem Bein bereits mitten im Geschehen. Das Couvert trägt zudem einen typischen Poststempel mit dem Aufdruck «Fasnacht Basel 2018».

Das Fasnachts-Comité ist überzeugt, dass die Plakette beim Publikum gut ankommt. «Das Thema Post bewegt die Menschen. Ausserdem ist die Plakette sehr schön gestaltet, auf das Wesentliche reduziert und sauber ausgearbeitet», erklärte Adrian Kunz, Plakettenverantwortlicher beim Fasnachts- Comité, am 28. Dezember an der Plakettenvernissage. Der Verkauf der Plakette startet am Samstag, 6. Januar 2018. Die Preise sind unverändert.

Plakette als Schmuckstück
Auf vielfach geäusserten Wunsch kann man die Plakette zum erstenhttp://www.fasnachts-comite.ch Mal auch als Anhänger kaufen. Dafür wurden Bijoux mit einem Ringlein für eine Halskette versehen. Der Anhänger kostet gleich viel wie das Bijou und wurde in einer begrenzten Auflage produziert. Der Verkauf des Anhängers startet am Montag, 8. Januar 2018, 13.30 Uhr bis 18 Uhr im Sekretariat des Fasnachts-Comités am Blumenrain 16 in Basel.

www.fasnachts-comite.ch 

 

Grosses Feuerwerk heisst das Neue Jahr willkommen

  • Donnerstag, 28 Dezember 2017 09:28

In der Silvesternacht kommt die Bevölkerung in den Genuss eines grossen Feuerwerks über dem Rhein. Zudem wird an den Rheinufern kostenlos Glühwein an die Besucherinnen und Besucher ausgeschenkt. Auf dem Münsterplatz erleben die Menschen eine traditionelle und eher besinnliche Silvesterfeier.

Die Silvesterfeierlichkeiten in Basel bieten sowohl Liebhabern von Feuerwerk als auch Freunden von besinnlichen Feiern die Möglichkeit, das neue Jahr zu begehen. Auf dem Münsterplatz wird eine eher ruhige und traditionelle Feier stattfinden. Diese beginnt um 23.30 Uhr mit dem Stadtposaunenchor. Die grosse Glocke des Martinturms wird zwischen 23.45 und 23.55 Uhr das alte Jahr ausläuten. Das Einläuten des neuen Jahres erfolgt traditionsgemäss mit allen Glocken der Stadt. Der Gottesdienst im Münster beginnt um 00.15 Uhr und endet um 00.30 Uhr.

Silvesterfeuerwerk am Rhein
Dank der Privatinitiative und der grosszügigen Unterstützung des Bijoutiers Michele Parini kommt die Bevölkerung auch in der diesjährigen Silvesternacht in den Genuss eines imposanten Feuerwerks über dem Rhein. Das Spektakel beginnt traditionsgemäss um 00.30 Uhr. Die Firma Bugano AG, die ebenfalls für das Feuerwerk anlässlich der Bundes­feier am Rhein verantwortlich zeichnet, ist für die Durchführung zuständig. 
Die Organisatoren des Feuerwerks werden in der Silvesternacht zudem zwischen 23 und 01 Uhr vor der Cargo Bar bei der Johanniterbrücke kostenlos Glühwein an die Bevölkerung ausschenken. Die Kosten des Anlasses werden von Michele Parini, vom Swisslos-Fonds Basel-Stadt und vom Grand Hotel Les Trois Rois getragen.

Basler Verkehrsbetriebe mit Sonderfahrplan
Zum Feuerwerk und zur Silvesterfeier auf dem Münsterplatz werden tausende Besucherinnen und Besucher aus Basel und der Region in der Innenstadt erwartet. In diesem Zusammenhang bitten die Organisatoren die Personen, welche Silvester gerne ausgelassen feiern und selbst Feuerwerk abbrennen möchten, sich auf dem Marktplatz oder an den Rheinufern einzufinden. Der Münsterplatz soll denjenigen vorbehalten bleiben, welche die Silvesternacht in einem besinnlichen Rahmen begehen möchten. 
Die Mittlere Brücke wird ab 23 Uhr für den privaten Verkehr und ab ca. 23.30 Uhr für den öffentlichen Verkehr in beiden Richtungen gesperrt. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren. Nach dem Feuerwerk bieten die BVB spezielle Spätfahrten an. Eine detaillierte Fahrgastinformation liegt in den BVB-Fahrzeugen auf.

 

«Zuerst habe ich meine Ausbildnerin umarmt»

  • Donnerstag, 21 Dezember 2017 09:10

Nadine Stäuble ist «Lehrling des Jahres 2017». Sie macht bei Manor an der Greifengasse die Lehre als Polydesignerin.

Vogel Gryff: Frau Stäuble, wer hat Sie dazu motiviert, beim Wettbewerb «Lehrling des Jahres» mitzumachen?

Nadine Stäuble: Mein Berufsschullehrer hat mir das vorgeschlagen. Zuerst stand ich der ganzen Sache skeptisch gegenüber. Aber auch meine Chefin und meine Ausbildnerin haben mich motiviert und unterstützt. Nach der Abwägung der Vor- und Nachteile war ich überzeugt, dass ich im besten Fall nur gewinnen und nichts verlieren kann. So habe ich mich beworben, und eine Fachjury hat mich zu einer der zehn Finalisten erkoren.

 

Am 1. November wurden alle Finalisten zu einem Wettstreit – einem so genannten Contest – eingeladen. Was ist dort passiert?

An acht Posten mussten wir diverse Aufgaben bewältigen –  zu Themen wie Allgemeinbildung, Umwelt und Natur, Medienwissen, Sicherheit und Prävention, Geschicklichkeit und Teamwork. Dazu mussten wir den eigenen Beruf vorstellen und eine Migros-Tasche designen.

 

Waren Sie vor dem Contest nervös?

Ich habe eine Schauwand anliefern lassen. Da es mit der Lieferung etwas knapp wurde, bin ich schon etwas nervös geworden. Sobald es losging, hat sich die Nervosität aber gelegt. Und als ich die anderen Finalisten kennengelernt habe, ist auch ein grosses Gemeinschaftsgefühl entstanden.

 

Wie ging es weiter?

Nach dem Contest folgte das Online-Voting. Ziel war, möglichst viele Leute für eine Stimmabgabe zu motivieren. Dafür haben wir einen riesigen Aufwand betrieben – sowohl in der Manor wie auch im privaten Umfeld. So kam ich in der Abstimmung auf den zweiten Platz.

 

Wie war der Finaltag?

Als erstes durften wir uns als «Montagsmaler» betätigen. Wir hatten 30 Sekunden Zeit, Skizzen zu vorgegebenen Begriffen anzufertigen. Die anderen Finalisten durften raten: Wer es wusste, drückte auf den Knopf. Wer richtig lag, erhielt 10 Punkte; wer falsch lag, erhielt 10 Negativpunkte. Bei diesem Wettbewerb konnte ich gewinnen.

 

Gewonnen haben Sie auch den Titel «Lehrling des Jahres». Wie haben Sie reagiert?

Ich dachte: Oh mein Gott, und konnte es gar nicht glauben. Zuerst habe ich meine Ausbildnerin umarmt. Es dauerte einen Moment, bis ich realisierte, was alles auf mich zukommen wird.

 

Was ist denn auf Sie zugekommen?

Es wurden unzählige Fotos von mir gemacht. Bevor ich meine Familie umarmen konnte, musste ich schon Interviews geben, tags darauf ging es im gleichen Stil weiter. Ich habe auch eine Ein­ladung zum Neujahrsapéro des Gewerbeverbandes bekommen.

 

Wie gehen Sie mit der Tatsache um, im Rampenlicht zu stehen?

Ich kann gut damit umgehen, weil ich ein offener, kommunikativer Mensch bin. Ich denke nicht, dass diese Auszeichnung mich verändert hat. Es ist ja nicht mein Titel, sondern unser Titel: Alle sind hinter mir gestanden, nicht nur hier bei Manor, sondern auch in der Schule und privat.

 

Sie sind in der Ausbildung zur Polydesignerin. Was beinhaltet Ihr Beruf?

Früher hiess der Beruf Dekorationsgestalter. Unsere Hauptaufgabe ist es, die Waren und Produkte gezielt in Szene zu setzen, um so Emotionen zu wecken und den Kaufwunsch auszulösen. 

 

In Zeiten von steigenden Einkäufen per Internet ist das eine Herausforderung.

Natürlich, aber das macht diesen Beruf auch spannend. Ich habe das Gefühl, dass die Kundinnen und Kunden künftig wieder vermehrt das Erlebnis suchen und die persönliche Beratung schätzen. Die Digitalisierung gibt uns aber auch neue Chancen für die Warenpräsentation.

 

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Mein erstes Ziel ist es, die Lehre in einem Rang abzuschliessen. Wie es dann weitergeht, ist schwer zu sagen, unser Beruf ist einem ständigen Wandel unterworfen. Ich könnte mir vorstellen, einmal als Ausbildnerin tätig zu sein.