Donnerstag, September 21, 2017

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Der Räuber vom Rappoltshof ist gefasst

  • Donnerstag, 15 Dezember 2016 14:11

Am späteren Nachmittag des 9. Oktobers ist eine 90-jährige Frau Im Rappoltshof Opfer eines Raubüberfalls geworden. Dabei wurde sie erheblich verletzt. Die Rentnerin war mit ihrem Rollator auf dem Trottoir unterwegs, als sie von einem Unbekannten beraubt wurde. Dem Täter gelang die Flucht.

Wie die Polizei am 16. Dezember mitteilte, ist der mutmassliche Täter mittlerweile gefasst worden. Dank eines DNA–Hits konnte ein 30-jähriger Slowene festgenommen werden. Es wird abgeklärt, ob der Mann für weitere Delikte in Frage kommt. Das Zwangsmassnahmengericht verfügte Untersuchungshaft. Das Opfer befindet sich nach wie vor im Spital.

Weihnachten bei Grossmutter im Kleinbasel

  • Donnerstag, 15 Dezember 2016 13:57

«Vogel Gryff»-Leserin Esther Bertschmann aus Riehen erzählt vom Weihnachtsfest bei ihrer Grossmutter an der Klein­basler Leuengasse.

«Vor bald 70 Jahren waren die Zeiten nicht rosig und das Geld war immer knapp», erinnert sich «Vogel Gryff»-Leserin Esther Bertschmann-Waibel, die heute in Riehen wohnt. Ihre Grossmutter Lina Waibel hatte gemeinsam mit ihrem Mann in einer Bäckerei an der Clarastrasse gearbeitet. «Als die Kinder erwachsen waren, starb der Grossvater. Ich kannte also nur meine Grossmutter», erzählt Bertschmann. «Sie war eine bescheidene, tapfere Frau. Nie hat sie sich über etwas beklagt und ich glaube, sie konnte gar nicht richtig böse werden.»

Enge Platzverhältnisse
«Unvergesslich bleiben mir die Familienweihnachtsfestli bei der Grossmutter. Einmal im Jahr traf sich die grosse Familie an eine Samstagabend bei ihr an der Leuengasse. Das Stübli war nur etwa fünfzehn Quadratmeter gross. Wir waren ungefähr 20 Personen. In der Mitte stand der Esstisch, drumherum verteilt etwa acht Stühle. Weitere Stühle standen an den Wänden. Grossmutter hatte den Holzofen tüchtig aufgeheizt. Wer zuerst kam, konnte den besten Sitzplatz auswählen. Das beliebteste Sitzmöbel war das Sofa. Das angrenzende kleine Schlafzimmer musste als Garderobe dienen. Auf dem Bett türmten sich Wintermäntel, und diverse Geschenke wurden vor der Bescherung dort versteckt. Zu Beginn des Abends war man noch etwas befangen, denn einige Verwandte sahen sich nur dieses eine Mal im Jahr.

Handgestrickte Socken
Grossmutter hatte hinter dem Ofen ein paar Flaschen Rotwein und Bier und für uns Kinder Traubensaft bereit gestellt. Die Jüngsten warteten bereits ungeduldig auf die Bescherung. Zu Weihnachten bekamen die Söhne, Schwiegersöhne und später auch die Enkel ein Paar handgestrickte Socken, denn Grossmutter hat mindestens zehn Paar pro Jahr gestrickt. Die Freude der Beschenkten war immer gross. Am Weihnachtsfest hat sich die Grossen viel zu erzählen. Nach etwa einer Stunde stimmte jemand das Lied <Oh du fröhliche> an. Ob es schön klang, weiss ich heute nicht mehr. Nach der ersten Strophe fing es mit dem Text zu hapern an. Es ging weiter mit <Stille Nacht>; die Kerzen auf den geschmückten Tannenzweigen auf dem Tisch wurden angezündet.

Wienerli und Rotwein
Die obligaten Wienerli schmeckten herrlich. Grossmutters Wangen röteten sich langsam – aber nur wegen der Wärme im Zimmer: Nein, sie trank auch gerne zur Feier des Tages ein zwei Gläser Rotwein mit. Mit dem Witze erzählen war das jedes Jahr so eine Sache. Eine Tante meinte immer, das gehöre sich doch nicht an so einem Fest. Die Tante war es dann aber jeweils, die selbst den ersten «Wäbstübler»-Witz zum Besten gab. Am Schluss des Abends gab es Gutzi und Kaffee, wobei die Jüngeren sich um die Brunsli stritten. Die Älteren begnügten sich mit Mailänderli und Aenisbrötli, die man so schön in den Kaffee tunken konnte. Wohlgelaunt und oft erst spät in der Nacht verliessen wir die Grossmutter, die, assistiert von ihren Töchtern, das Chaos wieder in Ordnung brachte. Die Grossmutter war über 80 Jahre alt, als sie in ein Alters- und Pflegeheim musste. Auch dort war sie sehr zufrieden und dankbar für jeden Besuch. In lieber Erinnerung denke ich an Grossmutter, an ihre Schlichtheit und an ihre Güte. Sie starb mit 86 Jahren.»

Die meisten Mieter verlassen den Burgweg

  • Donnerstag, 15 Dezember 2016 13:51

Die Hiobsbotschaft geht zurück auf Januar 2013: Alle Mieterinnen und Mieter der Häuser am Burgweg 4 bis 14 erhielten die Kündigung. Die Liegenschaft, die der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) gehört, soll umfassend saniert werden, lautete die Begründung.
Die Mieter haben den Verein «Lebendiger Burgweg» gegründet und für den Erhalt ihrer Wohnungen und Ateliers gekämpft. Sie waren der Ansicht, die Liegenschaft solle sanft saniert werden und die Ateliers erhalten statt zu Kleinstwohnungen umgebaut werden. Was folgte, war eine Flut von Prozessen und Einsprachen.


Nur sechs kämpfen weiter
Seit das Zivilgericht Basel-Stadt im Juni dieses Jahres die Kündigungen der BLPK für gültig erklärt hat, haben viele Mieterinnen und Mieter die Flinte ins Korn geworfen und ziehen Ende Jahr aus. Die allermeisten haben keine Lust und kein Geld mehr, sich weiter für ihre Wohnungen und Ateliers zu wehren, wie Beat Leuthardt vom Basler Mieterinnen- und Mieterverband (MV) weiss. «Nur Leute, die einen Kostenträger haben, wehren sich weiter gegen die Kündigung.» Nur noch sechs von 52 Mietparteien würden weiterkämpfen, sagt Leuthardt.


Chancen bei etwa 50 Prozent
Die Chancen, dass die Mieterinnen und Mieter Recht bekommen, liegen gemäss Leuthardt bei etwa 50 Prozent. Der MV beruft sich darauf, dass die Kündigungen auf Vorrat gemacht wurden, weil das Bauprojekt keine greifbare Realität sei. Es existiere weder eine rechtskräftige Baubewilligung noch ein rechtsgenüglicher Architektenvertrag. Viele Mieterinnen und Mieter, die ausgezogen sind, haben zwar andere Wohnungen oder Ateliers gefunden, seien aber teilweise «unglücklich», wie Leuthardt sagt. Und die Mieter von Ateliers bezahlen gegenwärtig mindestens ein Drittel, teilweise das Doppelte mehr als vorher.

Von Grund auf sanieren
Wie Roland Weiss, bei der BLPK Leiter Anlagen und Mitglied der Geschäftsleitung, erläutert, muss das Haus von Grund auf saniert werden. «Das ist leider im bewohnten Zustand nicht möglich, insbesondere auch wegen der Massnahmen zur Steigerung der künftiger Erdbebensicherheit, der komplett neuen Grundrissgestaltung und Entkernung. Die Mietverhältnisse müssen dazu aufgelöst werden.»
In die leeren Wohnungen sind inzwischen Flüchtlinge einzogen.

«Keine Luxuswohnungen»
Wann mit der Sanierung begonnen werden soll, kann Weiss nicht beantworten. «Die Auflösung der letzten Mietverhältnisse ist ein hängiges Verfahren, deshalb können darüber keine Angaben gemacht werden.» Und was will die BLPK aus den Häusern machen? Weiss: «Es sollen keine Luxuswohnungen entstehen, sondern normale Kompaktwohnungen mit zeitgemässen Grundrissen und Wohnstandards.» Gemäss Gesetz habe eine Vorsorgeeinrichtung wie die BLPK «ihre Vermögensanlagen sorgfältig auszuwählen, zu bewirtschaften und zu überwachen». Dazu gehöre auch eine regelmässige Sanierung der Immobilien, um die Werthaltigkeit der Investitionen auch für die Zukunft zu sichern. «Es ist Aufgabe einer Pensionskasse, für sichere Rentenzahlungen in der Zukunft besorgt zu sein», sagt Weiss.

Kleinhüningen feiert seine Weihnachtssterne

  • Mittwoch, 30 November 2016 14:23

Rund 50 Sterne erhellen in Kleinhüningen jeweils die Vorweihnachtszeit. Dieses Jahr wurde die Weihnachtsbeleuchtung am 27. November vor dem Alterszentrum Wiesendamm gefeiert, musikalisch begleitet vom Chor Viceros. Rolf Heidolf, Meister E. E. Bürgerkorporation Kleinhüningen, begrüsste die Anwesenden. Drei Mädchen, von Coiffeuse Irène Leutwyler schön als Engel eingekleidet, baten um einen Batzen für den Förderverein «Weihnachtsbeleuchtung Kleinhüningen».

In der Kasse sieht es nicht rosig aus, wie Vereinspräsident Daniel Hunziker erklärt. «Die Spenden sind rückläufig.» Der grösste Ausgabenposten sei der Unterhalt, vor allem der Ersatz der Lämpchen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner würden für die Beleuchtung spenden, grosse Firmen aber leider nicht, erklärt Hunziker, der in Kleinhüningen eine Firma für Elektroinstallationen betreibt und den Förderverein mit seinem Sponsoring über Wasser hält. «Es muss nicht immer alles profitabel sein. Manchmal muss man der Gesellschaft etwas zurückgeben», begründet er sein Engagement. «Die Sterne gehören zu Kleinhüningen.»