Dienstag, Oktober 16, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Das Christmas Tattoo feiert sein Comeback

  • Dienstag, 17 April 2018 12:36
Nach vier Jahren feiert das Christmas Tattoo im kommenden Dezember sein Comeback. Unter dem Titel „Santas Weihnachtsfeier“ versetzen bekannte Ohrwürmer wie Stille Nacht, heilige Nacht, Jingle Bells oder White Christmas die Besucherinnen und Besucher in Weihnachtsstimmung. Vor einer märchenhaften Kulisse verzaubern über 700 Mitwirkende aus den besten Musik- und Showformationen der Schweiz und der ganzen Welt das Publikum mit einer emotionalen und qualitativ hochwertigen Weihnachtsshow. Vom 100-köpfigen Chor über die Massed Pipes and Drums bis hin zu grossartigen Solisten, königlichen Garden und verblüffenden Show-Elementen ist alles dabei, was das Weihnachtsherz begehrt.
 
Eine eindrucksvolle Inszenierung, die man nicht verpassen sollte. Die Vorfreude ist bei Produzent Erik Julliard spürbar: „Weihnachten bedeutet mir sehr viel. Ich freue mich darum jetzt schon, mit dem Christmas Tattoo 2018 dem Publikum eine einzigartige, spektakuläre und zugleich besinnliche Show präsentieren zu dürfen.“ Der Ticketverkauf startet am 5. September 2018. Weitere Informationen zum Programm und Event folgen zeitnah zum Start Ticketverkauf auf christmas-tattoo.ch. Das Christmas Tattoo findet vom 14. bis 16. Dezember 2018 in der St. Jakobshalle Basel statt.
Über Ostern zeigte sich unsere Stadt von ihrer unschönen Seite. Wo man auch hinsah, hatte es überquellende öffentliche Abfall­eimer, unter anderem wegen illegal entsorgtem Hausmüll, nicht selten verpackt in «Robidog»-Beuteln. Für die Stadtreinigung ist diese Entwicklung nicht neu, aber mit einem solchen Ausmass wie über die Festtage habe er nicht gerechnet, sagt der Leiter Dominik Egli. «Dieses Jahr wurden wir von der Entwicklung überrascht. So etwas haben wir an vergangenen Osterfeiertagen nicht erlebt.» Allgemein sei die illegale Entsorgung von Hausmüll ein immer grösseres Thema, sagt Egli. «Die Menge an Haushaltsabfällen, die unerlaubterweise in den Abfallkübeln landet, ist beträchtlich, und das Phänomen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.»
 
Der Grund dafür ist klar: Die Leute wollen sich so das Geld für den «Bebbi-Sack» sparen. Dennoch versucht der Leiter zusammen mit seinen Leuten bei der Stadtreinigung, das Problem soweit wie möglich in den Griff zu bekommen. «Wir beobachten die anfallenden Mengen ständig und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. Wir können kleine Abfallkübel (35 Liter) durch grosse Kübel (110 Liter) ersetzen und/oder die Abfallkübel häufiger leeren. Und wir werden nächstes Jahr an Ostern mehr Abfallkübel leeren als dieses Jahr.» Wer erwischt wird, wenn er seinen Hausmüll illegal entsorgt, muss mit einer Busse zwischen 100 und 200 Franken rechnen. Das unachtsame Liegenlassen von Kleinabfällen (so genanntes Littering) wird mit 80 Franken Busse bestraft. Zum Littering gehört auch das Wegwerfen von Zigarettenstummeln.  
 
Die Littering-Busse gibt es schon lange. Mit der Änderung der Ordnungsbussenverordnung wurde sie im Jahr 2012 von 50 auf 80 Franken angehoben, wie Toprak Yerguz vom Justiz- und Sicherheits­departement (JSD) sagt. Im Kampf gegen das Littering im öffentlichen Raum läuft aktuell die Kampagne «Sauberes Basel» Dabei werde jetzt auch vermehrt darauf geachtet, das keine Zigarettenstummeln weggeworfen würden, so JSD-Sprecher Yerguz. «Die Ordnungsbussen können von uniformierten Angehörigen der Kantonspolizei erhoben werden sowie von Mitarbeitenden des Amts für Umwelt und Energie (AUE), die durch ihre Kleidung gekennzeichnet sind.» Die Polizei achtet auf Littering im Rahmen des Patrouillendienstes. Wird die Busse nicht innerhalb von 30 Tagen bezahlt, leitet die Kantonspolizei das ordentliche Strafverfahren ein
 
Es sei nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, der sich nicht an die Regeln hält, schreibt das AUE auf seiner Homepage. «So entsorgen mehr als 95 Prozent der Bewohner und Bewohnerinnen von Basel ihren Abfall korrekt.» Wie gross das Problem effektiv ist, kann auch die Stadtreinigung nicht sagen. Leiter Dominik Egli erklärt: «Dies liegt auch daran, dass die Unterscheidung zwischen Abfällen, die im öffentlichen Raum generiert werden und somit in den öffentlichen Abfallkübeln entsorgt werden dürfen, und Abfällen, die zu Hause generiert werden, nicht immer eindeutig machbar ist.»  
 

Eine sehr gelungene Dialektkomödie bei Häbse

  • Donnerstag, 12 April 2018 09:43
Eine Kreuzfahrtschiff-Flotte wird von einer grossen Gesellschaft aufgekauft. Diese will Kosten sparen, vor allem mit dem kleinen Kreuzfahrtschiff «MS Sausewind». Weil das Schiff seit Jahren schlechte Passagierzahlen hat,  wird der Crew sehr schnell klar, dass sie wegrationalisiert wird, falls nicht ein Wunder geschieht. Als die Crew mitbekommt, dass der oberste Boss der Besitzerfirma persönlich vorbei kommt, wittert die Crew ihre Chance und will dem Chef ihr Schiff von der besten Seite präsentieren.  Doch leider gibt es noch immer kaum Passagiere. So beschliesst die Crew, neben ihrer normalen Arbeit an Bord auch noch Passagier zu spielen. So soll der Eindruck erweckt werden, dass es viele Passagiere an Bord hat. Das zumindest hofft die Crew. Mit viel (Un-)Geschick probieren sie diesen Mehrfachrollen gerecht zu werden.
 
Im vollen Häbse-Theater war die Spannung vor der Premiere deutlich spürbar. Als sich dann der Vorhang öffnete, präsentierte sich als Bühnenbild das Deck eines kleines Kreuzfahrtschiffes, das an der Schifflände angelegt hat. Nach einer längeren, aber auch nötigen Anlaufphase, um die Zuschauer in die Geschichte einzuführen und die einzelnen Figuren vorzustellen, kommt das Stück immer besser in Fahrt. Die Geschichte ist witzig, die Texte mit vielen Sprüchen und Pointen angereichert und auch die Kostüme tragen zum Witz der Komödie bei. 
 
Was aber das Herzstück von «Schiff über Bord» ausmacht, ist die Dynamik des Ensembles. Die Präzision der Texte und Pointen waren fast schon perfekt. Teilweise erinnerten Ablauf und Dialoge an ein Ping-Pong-Spiel, bei dem der Ball in einer flüssigen Bewegung hin und her geschlagen wird.
 
Es gibt auch keine unnötigen Pausen. Die Ensemblemitglieder drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern stellen sich in den Dienst des Stücks. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sprühen nur so vor Spielfreude, sind akustisch klar und deutlich zu verstehen und alle holen das beste aus ihrer Rolle heraus. Diese Leistung wurde auch vom  Publikum von Anfang an honoriert. Immer wieder mussten die Schauspieler eine kurze Pause einlegen, weil das Publikum in langes, herzliches und lautes Gelächter ausbrach. Auch Szenenapplaus zwang das Ensemble immer wieder zu kurzen Unterbrüchen. Als dann der Schlussvorhang gezogen wurde, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Es zeigte seine Begeisterung mit einer minutenlangen stehenden Ovation, welche die Schauspieler sichtlich gerührt entgegennahmen.   
 
«Schiff über Bord» ist eine herrliche Dialektkomödie mit einem toll aufspielenden Ensemble. Die Zuschauer können sich bestens unterhalten und lachen. Einen Besuch auf der «MS Sausewind» vergisst man nicht so schnell.  
 
«Schiff über Bord»
Häbse-Theater Basel, Klingentalstrasse 79
Bis Samstag, 5. Mai 
Vorverkauf und Spieltage: 

Herr Knöll, wie kommen Sie zu der Ehre, die Laterne zu malen, die der Gastkanton Basel-Stadt am Sächsilüüte den Zürchern schenkt?
Christoph Knöll: Christoph Bürgin, der Obmann des Fasnachts-Comités, fragte mich an, ob ich bereit wäre, diese Laterne vom Anfang bis zum Schluss herzustellen. Ich habe mich über die Anfrage gefreut und gern zugesagt. Speziell daran ist, dass der grösste Teil der Laterne in Zürich auf dem Lindenhof entsteht.

Wie geht das vor sich?
Die drei Meter hohe und zwei Meter breite Laterne habe ich mit meinen Schülern der Integrations- und Berufsvorbereitungsklasse (IBK) in Pratteln – sie stammen aus Eritrea und Afghanistan – gebaut und mit weisser Leinwand bespannt. So kommt sie am Freitag, 13. April, nach Zürich. Die weisse Laterne begleitet die offizielle Basler Delegation, die mit den Gastgebern in Zürich von Zunfthaus zu Zunfthaus marschiert. Danach kommt die Laterne auf den Lindenhof, auf das Festgelände für den Gastkanton.

Wie lange haben Sie Zeit, um die Laterne zu malen?
Nur drei Tage! Am Montag, wenn der grosse Sächsilüüte-Umzug beginnt, muss sie fertig sein. Wenn man bedenkt, dass man normalerweise 100 Stunden für eine Laterne braucht, ist die zeitliche Herausforderung sehr gross. Ich werde täglich zehn bis 12 Stunden am Malen sein.

Haben Sie irgendwelche Vorgaben oder Verbote zu beachten?
Nein, ich bin absolut frei in der Gestaltung. Natürlich dreht sich die Thematik um Zürich und Basel. Einerseits stelle ich die Rivalität dar, andererseits zeige ich auch Versöhnliches. Was es genau ist, bleibt geheim.

Arbeiten Sie nach einem vorgefertigten Entwurf, oder entscheiden Sie spontan, was Sie malen?
Spontan zu arbeiten wäre mir zu riskant. Ich habe eine massstabgetreue Skizze, die ich mit einem Hellraumprojektor auf die Leinwand projiziere, um deren Linien nachzuzeichnen. Dann beginne ich mit dem Malen.

Wie können Sie Zeit gewinnen?
Das so genannte «Hintermalen», also das Bemalen der Laternen-Rückseite, kann man grosszügiger oder weniger grosszügig ausführen. In diesem Bereich habe ich etwas Spielraum.

Was könnte schiefgehen?
Ich male in einem Zelt, bin also vor Regen geschützt. Wichtig ist, Durchzug zu vermeiden, damit ich mich nicht erkälte.

Sie sind also nicht nervös?
Ganz tiefenentspannt bin ich nicht, das gebe ich zu. Es ist wie eine Expedition, also vor allem eine logistische Herausforderung: Ich arbeite ja nicht in meinem Atelier, blinde Griffe in eine Schublade sind nicht möglich. Neben Pinseln und Farben braucht es viel Kleinmaterial, das bereit stehen muss.

Haben Sie Zeit, Fragen aus dem Publikum zu beantworten?
Das wird wohl schwierig. Wir haben auch mit der Idee gespielt, das Publikum einzubeziehen, indem es beispielsweise die Türchen der Laterne bemalt. Das ist aus zeitlichen Gründen nicht möglich.

Wann bekommt das Publikum die Laterne erstmals zu Gesicht?

Am Montag um 14 Uhr beziehen wir Stellung in einer Querstrasse der Bahnhofstrasse. Dann wird die Laterne erstmals gezeigt. Einige meiner Schüler aus der Vorlehre Baselland betätigen sich als Laternenträger, präsentieren die Laterne an der Spitze des «Zugs der Zünfte zum Feuer» und marschieren mit rund 3500 Zünftern, über 350 Reiter, rund 50 Wagen und gegen 30 Musikkorps über Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz, wo der Böögg verbrannt wird.

 

Was geschieht mit der Laterne?

Sie bekommt einen Platz in der Finanzverwaltung des Kantons Zürich und wird dort auch beleuchtet zu bewundern sein.
 

Knöll live im Internet

Zum Basler Gastauftritt am Sächsilüüte werden Live-Übertragungen, Fotos, Videos sowie Videos auf www.facebook/CityBasel und auf www.basel.ch veröffentlicht.
Live zu sehen ist beispielsweise die Gestaltung der Fasnachtslaterne durch Christoph Knöll zu folgenden Zeiten:

1. Teil: Freitag, 13. April, von 18.30 bis 22.30 Uhr

2. Teil: Samstag, 14. April, 18.30 bis 22.30 Uhr
3. Teil: Sonntag, 15. April, von 10 bis 14 Uhr

 

Sächsilüüte – das zünftige Zürcher Frühlingsfest

13. bis 14. April 2018
www.seschselaeuten.ch