Sonntag, August 19, 2018

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Kleinbasel

Clarastrasse: Verletzter bei Überfall

  • Donnerstag, 04 Januar 2018 08:06

Am Mittwoch kurz nach halb vier am Nachmittag, wurde ein Bijouteriegeschäft / Goldladen in der Clarastrasse überfallen und der Geschäftsinhaber leicht verletzt. Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft betrat ein vermummter Mann das Geschäft, in welchem sich keine anderen Kunden aufhielten. Als der Geschäftsinhaber, welcher sich in einem anderen Raum aufhielt, Nachschau hielt, wurde er unvermittelt von dem Unbekannten mit einem Reizgasspray attackiert. Nach einem Gerangel gelang es dem Täter, Schmuck zu rauben. Anschliessend flüchtete er zu Fuss in Richtung Claragraben. Eine sofortige Fahndung blieb erfolglos. Das Opfer musste durch die Sanität der Rettung Basel-Stadt vorübergehend betreut werden.

 

 

 

Seit längerem beobachtet die Fasnachtsgesellschaft Olympia 1908, wie das Comité an der Fasnacht die Narrenfreiheit in zu enge Bahnen lenkt. «Allzu strenge Regeln für den Cortège, verbunden mit der willkürlichen und intransparenten Verteilung wichtiger Subventionen, zwingen aktive Fasnächtler in ein enges Korsett», teilt die Clique mit. «Das Comité führt die Organisation der Fasnacht in einer Manier, die an französische Alleinherrscher gemahnt», sagt Dario Conti, Chef Fasnacht der Olympia 1908. «Es lässt sich feiern: als Grussempfänger auf dem zur Parade verkommenen Cortège, in den Medien – so gesehen etwa bei der Aufnahme in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes.» Aus diesen Gründen distanziert sich die Clique von der Fasnacht und schlägt getrennte Wege ein.

Hintergrund des Aufstands soll die Tatsache sein, dass der Clique letztes Jahr die Subventionen um 10 Prozent gekürzt wurden, weil sie nach einer Pause falsch in den Cortège eingefädelt ist, wie die «bz Basel» schreibt. Dem Vernehmen nach hat diese Kürzung in der Clique zu einem Unmut geführt. «Das Comité spielt sich auf», sagt Conti zur «bz Basel». «Wir sind nur noch dazu da, den Bückling zu machen. Das geht so weit, dass sich Cliquen nur noch für das Comité herausputzen, nicht mehr um der Fasnacht willen. Es hat sich vonseiten des Comités eine Kultur eingebürgert, die Kunst zu bewerten und zu strukturieren.»

 

Um den Ausfall der Subventionen wettzumachen, lanciert die Olympia eine eigene Plakette. «Der Erlös finanziert eine Fasnacht, die sich auf die eigentlichen Werte besinnt; allfällige Überschüsse kämen dem Nachwuchs zugute», schreibt die Clique. Die Olymper-Plakette kann für 8.- Fr. bei jedem Olymper bezogen werden. Für das Design zeichnet Cliquenkünstler Dorian Weber verantwortlich.

 

www.olympia1908.ch

 

Das Kinder-Charivari erlebt eisige Zeiten. Ob es einen Endstreich gibt, bleibt für die Jungen der Laferi-Clique ungewiss. «D'Yysfasnacht» ist der Titel des Kinder-Charivari 2018. Der Titel bezieht sich aber nicht auf die aktuellen Wetterlage, sondern erzählt die Geschichte einer bitterkalten Fasnacht. Es ist Mittwoch-Nachmittag, schon seit Tagen liegen die Temperaturen weit unter null Grad. Die Jungen der Laferi-Clique sitzen zusammen mit der Gugge im Cliquekeller und wärmen sich auf. Plötzlich fängt das Licht an zu flackern; man hört laut den Wind heulen. Die Holzbretter quietschen, als würde draussen ein heftiger Sturm toben. So schnell wie der ganze Spuk begonnen hat, hört er auch wieder auf. Als die jungen Fasnächtler sich trauen, durch die Fenster nach draussen zu schauen, stockt ihnen beinahe der Atem: Alles ist eingefroren. Was ist der Grund für diese eisige Kälte? Wie geht die Fasnacht weiter? Gelingt es den jungen Fasnächtlern, das Rätsel zu lösen? Und was passiert während dieser Fasnacht noch bis zum Endstreich? Alle Antworten auf diese Fragen zeigt das Kinder-Charivari 2018 ab dem 27. Januar 2018. Unter der bewährten Regie von Lara Schenk und Ramona Schwarz wurde die Geschichte insziniert, und ausser einer neuen Schauspielerin hat sich das Ensemble gegenüber der letzten Ausgabe nicht verändert.  Eine weitere kleine Premiere gibt es beim Text. Mia Kirsch war früher mal Schauspielmitglied, musste aber ausscheiden, weil sie 18 und damit zu alt wurde für das Kinder-Charivari. Doch sie schrieb das Stück «D'Yysfasnacht» für ihre ehemaligen Kollegen. Mit Unterstützung von Christoph Knöll und Jacqueline Christ-Knöll hat sie im Rahmen einer Maturarbeit dieses Projekt abgeschlossen. So bleibt sie weiter ein Teil des Kinder-Charivari. Betreffend Fasnachtsmusik ist die Guggenmusik Räpplispalter zum ersten Mal dabei. Als Clique wirkt die Junge Garde der Schnooggekerzli mit. Ausserdem darf man auf den Auftritt der Gruppe Tanzwerk Basel gespannt sein – die Jugendlichen sind Weltmeister im Stepptanz. Der Kinder-Charivari Obmann Bernhard Stutz kann erfreut feststellen, dass im Bereich Nachwuchs alles läuft, wie es soll. Mit der Zusage des neuen Sponsors Stücki Shoppingcenter erhält das Kinder-Charivari eine weitere Stütze. Vorerst aber sind für die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler noch viele Proben angesagt. Man darf sich jedenfalls auf die Premiere am
 27. Januar 2018 freuen. Der Vorverkauf hat am 16. Dezember 2017 begonnen.
 

«D Boscht goot ab» an der Fasnacht 2018

  • Donnerstag, 28 Dezember 2017 16:58

Am 28. Dezember 2017 hat das Fasnachts-Comité die Katze aus dem Sack gelassen. «D Boscht goot ab» heisst das Motto der Basler Fasnacht 2018. Damit stehen die «Drey Scheenschte Dääg» ganz im Zeichen der Schweizer Post und ihrer Modernisierung. Gestaltet wurde die Plakette 2018 von einer Basler Künstlerin. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fasnachts-Comités gibt es die Plakette auch als Anhänger für eine Halskette.

Die Post als Bank. Die Post als Kiosk. Die Post in der Bäckerei oder im Quartierladen. Die drohende Schliessung der Basler Hauptpost – die Post bewegt im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur Pakete und Briefe von A nach B, sondern auch die Gemüter in Basel und in der ganzen Schweiz. Grund genug, der Post und den kontroversen Diskussionen rund um diese Institution eine Plakette zu widmen, findet das Fasnachts-Comité. In einem anonymen Verfahren wurde im August 2017 der Plakettenentwurf von Clelia Zoller ausgewählt.

Fasnächtlerin mit Leib und Seele
Für Clelia Zoller ist die Veränderung der Post ein emotionales Thema, das viele Menschen betrifft: «Nicht nur wegen der Schliessung der Filialen in den Quartieren. Die Post denkt darüber nach, Pakete mit Drohnen und Robotern zuzustellen. Das ist ein grosser Einschnitt in unseren Alltag.» Deshalb sei auch das Motto «D Boscht goot ab» so treffend: Es passiert etwas mit der Post, sie verändert sich. Und natürlich sei das Motto auch im übertragenen Sinn auf die Fasnacht gemünzt.
Clelia Zoller arbeitet in Basel als Fotografin, Retuscheurin und Laternenmalerin. Nach Irène Zurkinden 1934 und Mirjam Pierig 1993 ist Clelia Zoller die dritte Frau, die den Plakettenwettbewerb gewinnt. Seit ihrem 11. Lebensjahr ist Clelia Zoller aktive Fasnächtlerin und pfeift in der Alten Garde eines Grossbasler Stammvereins. Auch während ihrer Zeit, als sie in den USA gelebt und gearbeitet hat, blieb sie der Fasnacht treu. Zudem malt Clelia Zoller seit über 20 Jahren Fasnachtslaternen. Den Plakettenwettbewerb gewinnt die Baslerin zum ersten Mal. 

Aus dem Couvert an die Fasnacht
Auf der Plakette dargestellt ist ein geöffnetes Couvert. Darin zu sehen sind drei Fasnachtsfiguren, die auf ihren Instrumenten spielen. Die drei Figuren scheinen aus dem Couvert herauszusteigen, der Tambour steht mit einem Bein bereits mitten im Geschehen. Das Couvert trägt zudem einen typischen Poststempel mit dem Aufdruck «Fasnacht Basel 2018».

Das Fasnachts-Comité ist überzeugt, dass die Plakette beim Publikum gut ankommt. «Das Thema Post bewegt die Menschen. Ausserdem ist die Plakette sehr schön gestaltet, auf das Wesentliche reduziert und sauber ausgearbeitet», erklärte Adrian Kunz, Plakettenverantwortlicher beim Fasnachts- Comité, am 28. Dezember an der Plakettenvernissage. Der Verkauf der Plakette startet am Samstag, 6. Januar 2018. Die Preise sind unverändert.

Plakette als Schmuckstück
Auf vielfach geäusserten Wunsch kann man die Plakette zum erstenhttp://www.fasnachts-comite.ch Mal auch als Anhänger kaufen. Dafür wurden Bijoux mit einem Ringlein für eine Halskette versehen. Der Anhänger kostet gleich viel wie das Bijou und wurde in einer begrenzten Auflage produziert. Der Verkauf des Anhängers startet am Montag, 8. Januar 2018, 13.30 Uhr bis 18 Uhr im Sekretariat des Fasnachts-Comités am Blumenrain 16 in Basel.

www.fasnachts-comite.ch