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Kleinbasel

Anwohner prüfen Klage wegen Buslärm

  • Mittwoch, 23 Juli 2014 00:00

Alle 90 Sekunden fahre ein Bus durch die Grenzacherstrasse; pro Tag seien es 650, stellt Niklaus Trächslin fest. Der Präsident des «OK Grenzacherstrasse – Widerstand gegen Buslärm» (OKGS) wohnt selber an der Strasse. In den letzten Jahren und vor allem seit der neuerlichen Verdichtung auf den Fahrplanwechsel 2014 sei der Busverkehr für die anwohnende Bevölkerung stark angewachsen und zu einer massiven Belastung geworden, sagt Trächslin: «Es ist nicht zum Aushalten.»

Lärmgrenze überschritten

Bereits vor den Sommerferien hat das OKGS eine Petition an den Grossen Rat übergeben. «Die zulässige Lärmgrenze von 65 Dezibel wird massiv überschritten», steht in der Petition. Die Subventionierung von Schallschutzfenstern sei eine ungenügende und falsche Massnahme. «Die Busli­nienachse Grenzacherstrasse-Clara­platz muss dezentralisiert werden, der Verkehr gerechter verteilt werden. Maximal 20 Busbewegung pro Stunde», fordert die Bittschrift. Die Buslinie 34 solle auf die Route Wettsteinallee-Riehenring-Messeplatz-Claragraben verlegt werden. Zudem sei die S-Bahnhaltestelle Solitude zu forcieren, verlangt die Petition. Zusätzliche Unterstützung erhält das OKGS von den Grossräten Karl Schweizer (SVP) und Remo Gallacchi (CVP): Beide wollen demnächst Motionen zum Thema einreichen. «Komisch, dass linke Politiker nicht mitmachen. Für sie ist der öffentliche Verkehr offensichtlich eine heilige Kuh», hält Trächslin fest.

Klagen werden vorbereitet

Parallel zu den politischen Massnahmen laufen die Betroffenen auch auf der juristischen Ebene gegen die Lärmbelastung Sturm. Verschiedene Hauseigentümer würden Klagen vorbereiten, sagt Trächslin. Falls nach der Behandlung der Petition im Grossen Rat keine Bewegung in die Sache komme, könnte jeder Haushalt den Kanton auf eine halbe bis eine ganze Million verklagen. Ein vergleichbarer Fall aus Zürich zeige, dass solche Klagen Erfolg haben können. Betroffen vom Buslärm seien nicht nur Hauseigentümer der Grenzacherstrasse. Auch in der Oberen Rebgasse und in der Riehentorstrasse hätten sich einige Liegenschaftsbesitzer der Bewegung angeschlossen.

 

www.okgs.ch

 

 

Die Ferienhelfer von der Claramatte

  • Mittwoch, 23 Juli 2014 00:00

Im Sommer ist die Claramatte für viele Kleinbaslerinnen und Kleinbasler ein beliebter Aufenthaltsort. Zahlreiche Kinder und ihre Eltern schätzen die Kindertankstelle – ein Treffpunkt, der nicht nur gastronomische Dienstleistungen anbietet. Andres Vonder Mühll (auf dem Bild links) vom Team der Kindertankstelle des Vereins Robi-Spiel-Aktionen Basel und Rolf Keller, Vorstandsmitglied des Vereins Claramatte (Mitte), äussern sich zur aktuellen Lage auf der Claramatte.

 

Vogel Gryff: Wie ist die Sommersaison auf der Claramatte angelaufen?

Andres Vonder Mühll: Der Start Ende April war sehr gut, weil das Wetter gut war. An einem schönen Sonntag halten sich gut 200 Kinder hier im Park auf. Man sieht dabei, dass die Kindertankstelle ein Bedürfnis ist – sowohl bei den Kindern wie auch bei ihren Eltern. Wir bieten ein günstiges kulinarisches Angebot, das zum Beispiel auch Hotdogs mit Pouletfleisch enthält.

 

Wie präsentiert sich die Situation aus Sicht des Quartiers?

Rolf Keller: Die Claramatte ist ein sehr wichtiger Platz und viel stärker frequentiert als viele andere Stadtpärke. Die Kinder und ihre Eltern finden an der Kindertankstelle einen sehr wichtigen Stützpunkt. Sehr gut finden wir, dass die Kindertankstelle wieder sieben Tage pro Woche offen ist – auch während den Sommerferien. 

Vonder Mühll: Wir möchten etwas tun für die Kinder, die sich vielleicht keine Ferien leisten können. So ist zum Beispiel der Spielwarenverleih sehr beliebt: Dort kann man gegen Pfand, aber gratis, Kinderfahrzeuge und Spielsachen ausleihen. Dazu gibt es verschiedene weitere Kinderangebote wie zum Beispiel das Bauen von Seifenkisten. Für die letzten beiden Sommerferienwochen wollen wir ein Zirkusprogramm auf die Beine stellen. Der Höhepunkt wird in den Herbstferien sein, wenn wir hier die Kinderferienstadt aufbauen. 

 

Wie sind Sie auf den Namen Kindertankstelle gekommen?

Keller: Er ist damals während des Umbauprozesses der Claramatte entstanden. Die Idee ist, dass die Kinder hier zwischendurch auftanken können. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die Kinder hier in einem sicheren und angenehmen Umfeld einen Zvieri zum Minimalpreis erhalten, anstatt in einen Laden gehen zu müssen.

Vonder Mühll: Die Kindertankstelle war das erste städtische Konzept, das sich im öffentlichen Raum in Basel in diesem Rahmen realisieren liess. Die soziale Kon­trolle, die unsere Kindertankstelle mit sich bringt, hat man längst erkannt. Deshalb wurde und wird das Konzept seither an diversen Orten – etwa durch die Buvetten am Rhein – kopiert. 

 

Auf der Claramatte tummeln sich viele verschiedene Kulturen auf kleinem Raum. Führt das zu Konflikten?

Vonder Mühll: Es ist viel weniger schlimm als gewisse Leute meinen. Bis jetzt ist es nur drei- oder viermal zu kleineren Konflikten gekommen. Diese konnten wir aber immer im Gespräch mit den Betroffenen lösen. Gemeinsam mit dem Verein Claramatte beobachten wir die Szene permanent. Manchmal gibt es hier etwa Gruppierungen, die schon früh am Tag viel Alkohol konsumieren. Wir reden mit ihnen und versuchen, sie möglichst von den Kindern zu trennen. Wir sind tatsächlich viel mehr als ein Kiosk.

Der Verein allein könnte sich nicht um das Areal kümmern, oder?

Keller: Das wäre auch nicht der Sinn der Sache. Zuständig für das Areal ist die öffentliche Hand, in diesem Fall die Allmendverwaltung. Unser Verein hat damals bei der Umgestaltung des Parks die Interessen des Quartiers vertreten. Inzwischen arbeiten wir mehr im Hintergrund, versuchen aber weiter die Quartierinteressen gegenüber den Behörden zu vertreten.

Vonder Mühll: Der Verein Claramatte ist für uns eine sehr wichtige Unterstützung. Jeden Freitag im Monat organisiert der Verein zum Beispiel einen Familiengrill für die Bevölkerung. Wir machen um 17 Uhr Feierabend, danach übernimmt der Verein unseren Kiosk. Letztes Mal sind über 60 Leute gekommen.

 

Welche Verbesserungen wären hier noch möglich?

Vonder Mühll: Das Gebäude der Kindertankstelle ist sieben Jahre alt und nicht mehr ganz wasserdicht. Es laufen jetzt Gespräche für die Finanzierung eines neuen Gebäudes. Ausserdem überlegen wir uns, ein Sonnensegel zu montieren.

Keller: Wichtig ist der Betrieb am Wochenende. Wir sind sehr froh, dass das Schwimmbecken am Samstag und Sonntag von einer freiwilligen Person gereinigt und instand gehalten wird. Während der Woche übernimmt dies die Stadtgärtnerei. Wir haben noch verschiedene Ideen für eine Belebung des Platzes – zum Beispiel könnte man ein grosses Schachbrett aufstellen. 

Die Kindertankstelle wird vom Verein Robi-Spiel-Aktionen Basel in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Clara­matte und der Stadtgärtnerei betrieben.
Die Kindertankstelle ist bei guter Witterung von Montag bis Sonntag von April bis Mitte Oktober jeweils ab 14.00 Uhr geöffnet.
Weitere Angebote unter:
www.robi-spiel-aktionen.ch

 

Vier Tiere auf der Kinderautobahn

  • Freitag, 18 Juli 2014 00:00

An den Pfingstmontag des Jahres 1972 erinnert sich Heinz P. Müller (Bild) noch sehr gut. «Es hat den ganzen Tag geregnet, wir haben nur einen einzigen Franken eingenommen.» Am Pfingstmontag 1972 feierte Müller die Wiedereröffnung der Kinderautobahn in den Langen Erlen. Dass er nur einen einzigen Franken in der Kasse hatte, lag daran, dass nur ein einziges Kind mit dem Auto-Scooter über die Bahn brauste. «Damals hat eine Fahrt noch einen Franken gekostet», erzählt Müller schmunzelnd. Mitte der 80er-Jahre hat das Scooter-Fahren aufgeschlagen und kostet seither zwei Franken.

Viel an der frischen Luft

Heinz P. Müller ist ein Schausteller, wie er leibt und lebt. Früher tingelte er mit Scootern, Schiessbuden und anderen Attraktionen durchs Land. Heute nimmt es der 76-Jährige ruhiger und betreibt nur noch die Kinderautobahn in den Langen Erlen. «Wobei ich noch einen grossen Nachtclub auf den Bahamas baue», berichtet er und lacht. Den Entscheid, in den Langen Erlen die Kinderautobahn von Gusti Berner übernommen zu haben, hat er nie bereut. Es sei ein herrlicher Job, den er ausüben dürfe. Er sei sehr viel an der frischen Luft; und «die beiden fabrikneuen Hüftgelenke» würden ihn sowieso in Schwung halten, sagt Müller, nie um einen träfen Spruch verlegen.

Einen Unfall gab es noch nie

Insgesamt 41 kleine Autos stehen in seiner Garage. Die Scooter laufen mit einem Elektromotor, gefahren werden kann mit fünf verschiedenen Geschwindigkeiten. Die Scooter eignen sich für Kinder ab drei Jahren. «Wenn sie jünger sind, kann eine erwachsene Person mitfahren.» Die Scooter sind Zweiplätzer. «Zusammen dürfen die Passagiere nicht mehr als 185 Kilo haben», sagt Müller, während erneut ein Schmunzeln über sein Gesicht huscht. Ob es schon mal einen Unfall gegeben habe bei all dem Verkehr auf der Kinderautobahn, will der etwas neugierige Journalist wissen. «Das gab es nie», unterstreicht Müller und fügt hinzu, das liege wohl daran, dass die Scooter mit einem dicken Gummiband eingefasst seien. Und dass es klare Regeln gebe auf der Kinderautobahn. Es hat auch Einbahnstrassen, Stoppsignale und doppelspurige Strassen. Die grösste Gefahr bestehe darin, dass sich Personen auf der Fahrbahn aufhalten, sagt Müller.

Beliebtes Fotosujet

Seit kurzer Zeit gibt es vier neue Attraktionen auf der Kinderautobahn. Ein Hirsch, ein Bär, ein Fuchs und ein Adler beobachten die Kinder bei ihren Vergnügungsfahrten. Natürlich handelt es sich nicht um leibhaftige Tiere, sondern um Holzskulpturen. Die Figuren sind 1,65 Meter hoch und stehen auf grossen Betonsockeln. Die Skulpturen wurden dereinst für die Fachmesse «Holz» hergestellt und dem Tierpark Lange Erlen übergeben. Im Tierpark selbst hatte es dafür keinen Platz. So hat Heinz P. Müller die Figuren übernommen und sie neben der Kinderautobahn aufstellen lassen. «Das Interesse ist gross. Viele Leute kommen und fotografieren die Skulpturen.» Er will sie auch auffrischen lassen, damit die Tiere noch besser zur Geltung kommen. «Der Hirsch wiegt 353 Kilo, der Bär über 600 Kilo. Also ich glaube, die werden nicht geklaut», sagt Müller.

 

Die Kinderautobahn ist jeden Nachmittag offen; in den Schulferien schon ab 10 Uhr.

 

Extrablatt zum Basel Tattoo 2014

  • Freitag, 18 Juli 2014 00:00

Am 17. Juli hat der NKM Verlag AG das Extrablatt zum Basel Tattoo 2014 publiziert. Lesen Sie hier alles Wichtige über das zweitgrösste Militärmusikfestival der Welt (PDF-Link weiter unten).