Sonntag, August 19, 2018

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Kleinbasel

8,6 Millionen für einen neuen Landhof

  • Mittwoch, 31 Januar 2018 12:20

8,6 Millionen Franken will der Regierungsrat in den Landhof investieren. Dafür hat die Regierung am 30. Januar den Ratschlag «Landhof für alle» dem Grossen Rat zugeleitet. Vorgesehen ist eine Sanierung und Öffnung des Grün- und Freiraums Landhof. «Der zukünftige Landhof bietet der Quartierbevölkerung – vor allem Kindern und Jugendlichen – sowie Freizeitsportlern hohe Aufenthaltsqualitäten», erklärt die Regierung.

Ein Zeitzeuge bleibt erhalten 

Das altehrwürdige Tribünengebäude auf dem Landhof soll im Zuge der Sanierung abgerissen werden. Das Sportrasenfeld, auf dem früher der FC Basel, aber auch die Schweizer Nationalmannschaft spielte, bleibt jedoch als Zeitzeuge der Fussballgeschichte erhalten. Im neuen Pavillon sind eine öffentliche WC-Anlage, ein Gastronomiebereich, Sportgarderoben und Räume sowohl für Quartieranlässe als auch für die offene Kinder- und Jugendarbeit geplant.

Einweihung im 2021

Wie der Regierungsrat schreibt, wird die Stadtgärtnerei voraussichtlich im Sommer 2019 das Baubegehren einreichen und im Frühjahr 2020 mit den Bauarbeiten. Falls alles plangemäss vorwärtsgeht, sollte der umgestaltete Landhof 2021 eingeweiht werden können. Auf dem Landhof gab es früher Pläne für eine Grossüberbauung. Doch mit der Annahme der Initiative «Für die Umzonung des Landhofs: Der Landhof bleibt grün» hat das Basler Stimmvolk 2010 ein klares Zeichen für die Grün­erhaltung des Areals gesetzt. Als Folge der Volksabstimmung wurde der Landhof in die Grünzone aufgenommen.

Nutzer einbezogen

Im Oktober 2012 hat die Stadtgärtnerei einen Projektwettbewerb für die Gestaltung des Landhof-Areals ausgeschrieben. Das Raumprogramm für den neuen Pavillon wurde nach den Vorgaben der Begleitgruppe und den aktuellen Hauptnutzern (offene Kinder- und Jugendarbeit, Freizeitsport und Gastronomie) ausgerichtet. Im Mai 2013 wählte das breit abgestützte Preisgericht einstimmig den Wettbewerbsbeitrag von Rotzler Krebs Partner, Landschaftsarchitekten Winterthur; im Team mit Märkli Architekt, Zürich, und Phillipe Cabane, Basel, zur Realisierung aus.

Ein paar Worte zur Finanzierung: Von den 8,6 Millionen, die in den Landhof investiert werden sollen, gehen 4,95 Millionen Franken zu Lasten des Mehrwertabgabefonds. Dieser wird geäufnet durch Abgaben, die geleistet werden müssen, wenn der Wert eines Grundstücks steigt, weil die zulässige Geschossfläche durch Änderungen von Zoneneinteilung oder -vorschriften, durch einen Bebauungsplan oder durch eine Bewilligung vergrössert wird.

Umstrittenes Parkhaus

Auf dem Landhof sind weitere Bauarbeiten geplant, nämlich eine unterirdische Einstellhalle mit rund 200 Plätzen. Gegen diese Pläne hat die «IG Quartierparking Landhof – Nein» eine Petition gestartet. Davon lässt sich die Regierung offenbar nicht beirren: «Die Errichtung eines unterirdischen Quartierparkings unter dem Landhof kann unabhängig von der Umgestaltung erfolgen, wird aber nach Möglichkeit und bei Bedarf terminlich und bautechnisch koordiniert.»

 

 

Charivari geht über sechs Basler Brücken

  • Mittwoch, 24 Januar 2018 15:04

Brücken bauen? Eine Brücke schlagen? Nein, darum geht es nicht an der Vorfasnachtsveranstaltung Glaibasler Charivari. Denn an der Fasnacht grenzt man sich eher ab, macht sich über andere lustig – über die Mächtigen, die Baselbieter, die Zürcher, die BaZ oder «d Schwoobe». Trotzdem spielen die sechs Basler Brücken – von der Kraftwerkbrücke bei Birsfelden bis zur Dreirosenbrücke – eine wichtige Rolle in der diesjährigen Charivari-Ausgabe, ja sie bilden sozusagen den genialen roten Faden durch die ganze Aufführung. So wird jede der sechs Übergänge mindestens einmal besucht und gewissermassen charakterisiert. Die Brücke der Spanner, der Rapper, der Hipster, der Velofahrer... und immer mit dabei ist eine Stadttaube, die alles beobachtet, vieles weiss, aber mit ihrer Rolle unzufrieden ist.

Eine Taube muckt auf

Starke Auftritte gibt es viele, dennoch bleibt die erste Halbzeit eher Mittelmass, während die zweite Hälfte einen Höhepunkt an den andern reiht. Zu den herausragendsten schauspielerischen Leistungen gehört die Szene, als die Stadttaube – gespielt von Tatjana Pietropaolo – endlich einmal ihrem Frust Luft macht. Eindrücklich und originell zugleich ist auch der Auftritt von Mirjam Buess als singende Wettsteinbrücke, während sich oben drüber ein Velofahrer die Brücke hinaufkämpft.

Ebenfalls von schauspielerischem Können zeugt eine Art Liebesszene von Regisseurin Colette Studer – oder müsste man eher von einer Liebeskummerszene mit Selbstmord-Ende sprechen? Ein paar Fragen bleiben offen. Doch wie bisher in jeder von Studers Charivari-Ausgaben kommt hier einmal mehr auch das Nachdenkliche, Melancholische oder Beklemmende an der Basler Fasnacht – und in diesem Fall auch an den Basler Brücken – zum Ausdruck.

 

Promi-Beteiligung

Doch in erster Linie geht es lustig zu am Charivari 2018. Einen grossen Lacher holt sich der Blaggedde-Verkäufer Mathias Brenneis, als er aufzeigt, wie er den Preis für die Goldblaggedde berechnet. Wunderbar auch das Rahmenstiggli «Sie haben neun Nachrichten». Dass hier keine Geringeren als Ex-Stadtpräsident Guy Morin, Baudirektor Hanspeter Wessels und BaZ-Besitzer Christoph Blocher dazu gewonnen werden konnten, auf dem Telefonbeantworter des Basel Tattoo Shops eine Nachricht zu hinterlassen, mit der jeder sich über sich selbst lustig macht, ist unvergesslich – und ein Geniestreich, sowohl des Charivari-Teams als auch der drei Promis.

Stark auch das Rahmestiggli, als Frau Fasnacht zwei einfache Basler Bürger aus dem Gängelband, genauer: aus den Marionettenfäden zweier grauer Herren befreit und sie zum Fasnachtmachen  richtiggehend „aufstellt“. Und natürlich ist auch der Schnitzelbangg D Gwäägi zu erwähnen, der mit jeder Pointe den Applaus des Publikums auf sicher hat. Doch auch hier ragt ein Bangg heraus – ein (fast) endloser zum Thema #MeToo.

Leuchtende Trommelschläger

Musikalisch hat das Charivari ebenfalls einiges zu bieten. So bleibt die Pfyffergruppe Spitzbuebe in Erinnerung mit ihrem rhythmischen Stück «Synkopia» und andern wunderschönen Melodien. Auch die Drummelgruppe der Basler Rolli begeistert das Publikum, nicht zuletzt mit einem Auftritt im Dunkeln, bei dem nur die leuchtenden Trommelschläger-Spitzen zu sehen sind – in Grün, Rot und Blau. Und nicht zu vergessen die Guggemusik Ohregribler, die nicht allein durch ihre Grösse und Lautstärke, sondern auch durch das perfekte Zusammenspiel überzeugt.

 

Zusatzvorstellung und Tickets
Das Glaibasler Charivari findet noch bis zum Samstag, 3. Februar, im Volkshaus Basel statt. Aufgrund der grossen Nachfrage findet am 3. Februar um 14 Uhr eine Zusatzvorstellung statt. Tickets gibt es auf www.charivari.ch, im Basel Tattoo Shop, per Telefon 061 266 10 00, per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei Ticketcorner.

 

 

Atemberaubende Bilder zur Talfahrt und zum Vogel-Gryff-Tag 2018.

Video von Patrick Straub:

https://vimeo.com/251944674

«Hampe» Wessels zu Besuch bei den Indianern

  • Donnerstag, 18 Januar 2018 13:51

Drei Indianer sitzen vor einem Tipi, einer zieht heftig an der Friedenspfeife. Plötzlich reitet ein «Hampe» daher, offenbar ein Ostschweizer, der in der Nachbarstadt ein hohes Amt bekleidet. «Hampe» bietet dem Indianerhäuptling den Bau einer Zuglinie bis in sein Reservat an und bietet dafür eine Million, besiegelt per Handschlag. Blöderweise taucht plötzlich ein Reporter auf und bekommt Wind von dem Deal ...

Renitente Velofahrer und rasante Tambouren

Das Mimösli-Ensemble mit Hansjörg «Häbse» Hersberger, Dani von Wattenwyl, Hedy Kaufmann, Nicole Loretan, Carlos Amstutz, Michael Eckerle und Maik van Epple überzeugt fast auf der ganzen Linie. Auch beim Schwank über den Verkehrsgarten, wo renitente Velofahrer erzogen werden, und beim Sketch über den Basler Stadtlauf zeigen die Schauspielerinnen und Schauspieler ihr Können.

Einzig das Stück «Eröffnig Wild West Saloon» fällt etwas ab, leitet jedoch ein grandioses Finale ein, bei dem die Sängerin Suzanne Klee im Mittelpunkt steht. Begleitet von Piccolos und einer Country-Band, legt die Schweizer Country-Lady ein fulminantes Konzert auf das Parkett. Die Pfeifergruppe Piccognito präsentiert das Pfeifersolo «Synkopia» – und das Stück «Rossbolle», unterstützt von vier Trommlern von Stickstoff. Die bekannte Tambourengruppe, seit elf Jahren am Mimösli dabei, bekommt natürlich auch einen eigenen Auftritt und zeigt ein rasantes Trommel- und Lichtspektakel, inklusive fliegenden Trommelschlegeln und untermalt mit heissen Rhythmen.

Gesangsquartett mit Henryk Polus 

Viel Applaus an der Premiere bekam das Gesangsquartett Forellen, angeführt von Henryk Polus, dem ehemaligen Chordirektor des Theaters Basel. Das Quartett wagt sich erfolgreich ans Forellenquintett von Schubert, unterstützt von vier Pfeiferinnen von Piccognito. Die Schnitzelbänke s Bangg Gheimnis und s spitzig Ryssblei setzen gelungene Pointen, und die Guggenmusik Horburgschlurbi sorgt bis 27. Januar für die schrägen Klänge am Mimösli, danach wird sie abgelöst von den MissioNarre.

 

Mimösli im Häbse-Theater, bis 10. Februar
www.haebse-theater.ch