Mittwoch, Juni 28, 2017

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Kleinbasel

Als der Klostergeist zu Ruedi Gröflin flog ...

  • Mittwoch, 23 November 2016 14:06

Von Armin Faes

 

Er hatte nicht weit, der Geist des ehemaligen Klosters Klingental, denn die «Zielperson» lebt keine 60 Flugsekunden vom Klostergebäude entfernt. Sein Arbeitszimmer erhellen zwei Fenster, aus dem einen blickt er direkt in den Klosterhof, aus dem anderen beschaut er das 700 Jahre alte Gemäuer, hinter dem die Laienbrüder wohnten. Seit 13 Jahren wohnt Ruedi Gröflin mit seiner Frau Charlotte im Klingental. In den ersten Jahren war er noch im Berufsleben als Gymnasiallehrer in Liestal tätig und erst nach der Pensionierung wurde er von der mystischen Geschichte des Klosters dermassen infiziert, dass er beschloss, einen Roman auf den Grundlagen der historischen Tatsachen zu schreiben.

Die Berufswahl

Ruedi Gröflins Vater war Depotchef bei den BVB. Sie wohnten am Wiesenplatz und Vater Gröflin, bodenständig und Schmied von Beruf, war mit Leib und Seele Kleinhüninger. Als beispielsweise die Anfrage der Drei E. E. Ehrengesellschaften kam, ob er nicht Mitglied werden wolle, winkte er ab: «Nei, die hänn jo immer no keini Fraue.» Ruedi ging damals ins Realgymnasium, notabene jeden Tag zu Fuss. «Als Kleinbasler war ich ein Outsider, ich wurde auch bald <Rhygässler> genannt, was mir anfänglich zu schaffen machte.» Später erkannte er, wie damals schon die Klassenunterschiede gelebt wurden. Was sollte aus Ruedi werden? Eigentlich hatte er im Sinn, die Familientradition weiter zu führen und Schmied zu werden. «Lueg emool dyni Händ aa», meinte sein Grossvater schelmisch. 

Und so kam es, dass Ruedi auf die Uni ging und dort Geschichte, Englisch und Deutsch studierte. Es folgte das Englandjahr und zwei Jahre USA zu Zeiten von Präsident Richard Nixon. In den USA lernte Ruedi auch seine Charlotte kennen, die er dann 1975 in Basel ehelichte. Die Eheleute Gröflin haben eine Tochter und einen Sohn. Gröflin unterrichtete im Inseli- und im Wettstein-Schulhaus, später erhielt er in Liestal eine Festanstellung. Der Geist des Ortes wurde aktiv, als Gröflins ins Klingental zügelten und dort ihre Wohnung umbauten. Ihr Architekt schenkte dem Ehepaar das Büchlein «Kleines Klingental» mit der Bemerkung: «Dermit iir wüsset, won iir woonet».

Gröflin hat die Geschichte fasziniert. Viele Fragen haben sich plötzlich in seinem Kopf eingenistet. Unzählige Stunden verbrachte er im Staatsarchiv, wo er überraschend viele Dokumente aus dem 14. Jahrhundert fand. «Ich wollte möglichst viel Wissen in mein Buch fliessen lassen, aber die Lektorin hat mir bald einmal beigebracht, dass der Roman auch leserfreundlich sein muss.» Er weiss, dass das Buch immer noch anspruchsvoll ist. «Es ist ein Buch für jene Leserinnen und Leser, die sich für die spannende Geschichte des Klosters interessieren.» In der Einleitung schreibt er zum Beispiel: «Einmalig finde ich den Beleg der Umstellung von der Natural- zur Geldwirtschaft von 1342.»

Das Buch «Küentzi» (Diminutiv für Konrad) feierte seine Vernissage am 23. November und ist in den Buchhandlungen erhältlich. Es ist eine spannende Liebesgeschichte und im Klappentext kommt die Frage auf: «Werden die Liebenden es wagen, sich gegen alle Konventionen zu wenden und ein gemeinsames Leben zu führen?»Die Antwort steht im Buch. Was kommt nach dem Buch? «Grundsätzlich will ich vorerst mein wichtigstes Hobby weiterpflegen. Ich singe in einem grossen und in einem kleinen Chor; das gibt mir Energie und macht den Kopf frei.»

«Fühle mich hier sicher» 
Und wie gefällt es dem Autor im Kleinbasel? «Ich wohne ja mitten im Herzen Kleinbasels. Ich muss voraus schicken, ich fühle mich hier sicher. Was mich stört, ist die Entwicklung im Rotlichtviertel. Als wir hier hinzogen, war die Szene fast familiär. Heute herrscht ein wöchentlicher Umschlag von Sexarbeiterinnen, die wegen des Überangebots oftmals aggressiv auftreten und uns Anwohner nicht mehr kennen.» Aber sonst? «Sonst: Kleinbasel ist vital!». Dieser Satz könnte ohne Weiteres aus einem Psalmenbüchlein einer heiteren Nonne aus dem Kloster Klingental entstammen ...

 

 

Auf Quarzsand durch die Greifengasse flanieren

  • Mittwoch, 23 November 2016 13:29

«In der Greifengasse und auf der Mittleren Brücke sind die Fahrbahn, die Trottoirs, die unterirdischen Versorgungsleitungen und die Tramgleise in einem schlechten Zustand und müssen erneuert werden», teilt Daniel Hofer mit. Wie der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) weiter erklärt, soll im Rahmen der Umbauarbeiten die Greifengasse attraktiver und als wichtige Einkaufsstrasse mit Boulevardgas­tronomie gestärkt werden. Analog zur Gerbergasse werden auf den Trottoirs der Greifengasse Platten aus Quarzsandstein verlegt. Das entspricht dem übergeordneten Gestaltungskonzept Innenstadt, das der Grosse Rat 2015 verabschiedet hat. 

Randsteine absenken

Im Rahmen der Umgestaltung wird die Greifengasse fussgängerfreundlicher: «Der Randstein wird auf 2.5 Zentimeter abgesenkt, damit Fussgängerinnen und Fussgänger die Strasse leichter überqueren können», teilt das BVD weiter mit.

Stufenlos in Tram und Bus

Eine Ausnahme bildet der Randstein entlang der Haltestelle Rheingasse. Dort werden die Haltekanten erhöht, so dass Fahrgäste stufenlos in Tram und Bus steigen können. Die Haltestellen erhalten zudem Wartehäuschen. Mehr Platz für Fussgängerinnen und Fussgänger gibt es künftig auf der Mittleren Brücke: Dort werden die Trottoirs auf beiden Seiten um 40 Zentimeter verbreitert. Ab April 2017 werden zunächst die unterirdischen Leitungen erneuert, wie das BVD in einer Medienmitteilung schreibt. Bezüglich des Bauablaufs stehe das Tiefbauamt in engem Austausch mit Gewerbetreibenden und Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort. 

Verschiedene Sperrungen

«Um den Gleis- und Strassenbau möglichst effizient und rasch durchzuführen, werden voraussichtlich im Sommer 2017 die Greifengasse und die Mittlere Brücke acht Wochen lang für den öffentlichen Verkehr sowie den motorisierten Verkehr gesperrt.» Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrerinnen und Velofahrer können die Brücke weiterhin überqueren. Anders die Greifengasse: Sie ist in dieser Zeit für den Veloverkehr gesperrt. 

Bauende im Sommer 2018

Nach der Sperrung werden ab Spätsommer bis Herbst 2017 in der Greifengasse auf dem Trottoir bei den geraden Hausnummern etappenweise Platten aus Quarzsandstein verlegt. Ab März bis Sommer 2018 folgen die Plattenbeläge auf der anderen Strassenseite. Nach Angaben von Daniel Hofer belaufen sich die Kosten für die Umgestaltung der Greifengasse und der Mittleren Brücke auf über zwölf Millionen Franken.

 

 

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Gesamtsanierung des Spezialtraktes der Sekundarschule/WBS Bäumlihof und des Gymnasiums Bäumlihof abgeschlossen. Am Samstag, 19. November, konnte die Bevölkerung das Prunkstück der Schule an einem Tag der Offenen Türe ausgiebig besichtigen. Im sanierten Spezialtrakt befinden sich die Aula, die Mensa, die Mediothek sowie die Räume für die Naturwissenschaft. Ebenfalls sind dort Räumlichkeiten für das Bildnerische Gestalten und für den Musikunterricht der Sekundarschule untergebracht. 

Optimale Bedingungen

Die Büros der beiden Schulleitungen, die Sekretariate und die Zimmer für die Lehrpersonen sind ebenfalls im neu sanierten Trakt zu finden. «Das Resultat der Sanierung lässt sich sehen. Wir freuen uns riesig über den neuen Trakt – denn er zeigt, dass mit dieser Sanierung optimale Bedingungen für die beiden Bäumlihofschulen geschaffen werden», steht in «Pluspunkte», der Broschüre für das Gymna­sium Bäumlihof.

Ein Energiefresser

Das grösste Schulhaus der Stadt wurde 1973 auf dem Bäumlihof eröffnet. Nach 40 Jahren Schulbetrieb war klar, dass die Fenster saniert werden mussten – das Haus war im Laufe der Jahre zum regelrechten Energiefresser geworden. Die gebäudetechnischen Abklärungen im Jahr 2011 zeigten aber schnell, dass die Fenster nicht das einzige Problem waren: Es gab Mängel zum Beispiel in den Bereichen Brandschutz und Erdbebensicherheit. So kam das Erziehungsdepartement zum Schluss, dass eine Gesamtsanierung unumgänglich ist.

Im Sinne der Schulreform

Dass gleichzeitig eine Schulreform anstand, erwies sich als glücklicher Zufall. So konnte der Umbau auf die Bedürfnisse einer modernen Schule ausgerichtet werden. Das Gymnasium und die Sekundarschule, die sich das Schulhaus teilen, mussten sich innerhalb der bestehenden Mauern auf ein für Beide akzeptables Raumprogramm einigen. Damit die Sanierung  mehr oder weniger bei laufendem Schulbetrieb vonstatten gehen kann, wurde der Bauprozess in Etappen geplant und auf vier Jahre verteilt. Während dieser Zeit wird jeweils ein Teil des Schulbetriebs in ein Provisorium ausgelagert. Im Sommer war nun Halbzeit des grossen Bauprojekts: Bereits nach den Sommerferien konnten die Schulen den neuen Spezialtrakt beziehen, was die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte mit dem Tag der Offenen Tür ausgiebig feierten.

 

 

Betrunkener Autofahrer gerät in Schieflage

  • Montag, 21 November 2016 12:20

Kurz nach ein Uhr in der Nacht auf den 21. November ist ein 33-jähriger Mann mit seinem Personenwagen auf der Verzweigung Hochbergerstrasse/Schwarzwaldallee verunfallt. Das Fahrzeug landete auf der Seite, der Lenker verletzte sich nur leicht.

Der Lenker fuhr von der Hochbergerstrasse her in Richtung Badischer Bahnhof. Auf dem Verzweigungsgebiet Hochbergerstrasse/Schwarzwaldallee stiess er zuerst mit einer Fussgängerschutzinsel und einem Betonelement zusammen, dieses wurde durch die Wucht des Aufpralls weggsschleudert. Durch den Aufprall geriet das Fahrzeug in Schieflage und fuhr einige Meter, nur noch auf den beiden linken Rädern stehend, weiter. In dieser Lage kollidierte das Fahrzeug zum Schluss noch mit einem Verkehrssignal bevor es schliesslich gänzlich zur Seite kippte und zum Stillstand kam. Passanten konnten den Kleinwagen anschliessend wieder auf die Räder stellen und der Lenker stieg selbstständig aus dem Fahrzeug aus. Die vor Ort durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 0.70 mg/Liter. Der Lenker muss mit einer Verzeigung rechnen.