Montag, Juni 24, 2019

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Kleinbasel

Die Junge CVP Basel-Stadt (JCVP) präsentiert eine eigene Fünferliste für die Nationalratswahlen vom Oktober. Folgende fünf Kandidaten wurden nominiert: Patrick Huber (1991) ist Einwohnerrat in Riehen, Präsident der JCVP und Wirtschaftsstudent. Tiziana Conti (1988) studiert Jus und ist Präsidentin der CVP Kleinbasel; Manuela Hobi (1988) arbeitet als Anwältin und ist Vizepräsidentin der CVP Grossbasel-Ost. Die angehende Französischlehrerin Laura Dütting (1988) und der Wirtschaftsstudent Benjamin Achermann gehören beide dem Vorstand der JCVP an. «Die JCVP ist überzeugt, mit diesen fünf profilierten Jungpolitikern und einem sachorientierten Wahlkampf ihr grosses Potential ausschöpfen zu können und wieder als stärkste bürgerliche Jungpartei aus den Wahlen hervorzugehen», teilte der Vorstand der Jungpartei mit.

150 Nasen laichen in Kleinhüningen

  • Montag, 20 April 2015 00:00

Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommt Bewegung in die Unterwasserwelt: Die Nasen (lat. Chondrostoma nasus) ziehen in diesen Tagen in mehreren Gruppen vom Rhein zu ihren Laichplätzen in der Birs, Wiese und Ergolz, um sich dort fortzupflanzen. Die Laichzeit findet von Mitte April bis Mitte Mai statt. Die Phase des Ablaichens dauert meist nur wenige Tage und wird durch eine Schönwetterperiode mit ansteigenden Wassertemperaturen ausgelöst. «Die Nasen halten sich während dieser Zeit in Schwärmen an den Laichplätzen auf», erklärt der kantonale Fischereiaufseher Hans-Peter Jermann.

Eine gefährdete Fischart
Früher, als die Nasen mit weit über 100 000 Tieren die Laichplätze aufsuchten und von den Fischern gefangen wurden, sprach noch niemand von einem möglichen Aussterben. Heute ist die Nase eine der am meisten gefährdeten Fischarten der Schweiz und wird auf der Roten Liste des Bundes als «vom Aussterben bedroht» aufgeführt. Zudem ist sie durch die Berner Konvention europaweit geschützt. Die Erhaltung der Nase hat also eine nationale und internationale Bedeutung. Die Ursachen für den Bestandesrückgang in der Schweiz sind vielfältig. Faktoren wie Wanderhindernisse (Wehre, Abstürze), fehlende Laichplätze und Lebensräume für Jungfische, Kolmation (verstopftes Kiesbett) und der Verlust schnell fliessender Gewässerabschnitte bedrohen nicht nur die Nase, sondern auch viele andere heimische Fischarten, wie der Fischeraufseher berichtet.

Bedeutender Laichplatz in Kleinhüningen
Mit der Revitalisierung des untersten Birsabschnittes hat sich in den letzten Jahren ein national bedeutender Laichplatz für die Fischart Nase entwickelt. Bei den jährlichen Laichbeobachtungen können jeweils rund 700 bis 800 Exemplare gesichtet werden. Ebenso sind die Laichplätze in der Ergolz bei Augst mit rund 200 Tieren und in der Wiese bei Kleinhüningen mit ca. 150 Laichtieren lokal von grosser Bedeutung. Letzterer gilt zudem als Laichplatz von nationaler Bedeutung.

In diesem Jahr konnte erstmals eine Populationszunahme festgestellt werden, wie Jermann weiter ausführt. «Dies ist umso erfreulicher, als auch der Laichplatz in der Wiese nach zwei Jahren wieder von rückkehrenden Laichpaaren aufgesucht wurde.» Während des Laichzugs sind die Nasen besonders gut zu beobachten und bieten vom Ufer aus betrachtet ein eindrückliches Schauspiel. Die Weibchen können auf kiesigem Grund bis zu 50`000 Eier ablaichen, die anschliessend von den Männchen befruchtet werden.

Berichte aus dem Jahr 1664 belegen Nasenfänge von über 200‘000 Stück. Auch wenn es heute weit weniger sind, zeigen die Bemühungen und Massnahmen von Bund und Kantonen zum Schutz der Nase und ihrer Laichplätze eine positive Entwicklung. «Die Chancen verbessern sich, dass uns diese einzigartige Fischart auch in Zukunft erhalten bleibt», erklärt Jermann.

 

508 Personen haben die Petition der Liberal-Demokratischen Partei Basel-Stadt (LDP) gegen die Umgestaltung der Wettsteinallee unterschrieben. Besonders die Tatsache, dass es grösstenteils Direktbetroffene sind, zeige klar auf, dass das Projekt im Quartier nicht gewünscht sei, schreibt die LDP. 

Die Petition der LDP fordert einen Verzicht sowohl auf die Neugestaltung der Strasse als auch auf die Reduktion des Parkplatzangebots. «Im Gebiet rund um den Wettsteinplatz hat es zahlreiche Grünflächen, ein Mangel an Bäumen besteht dort nicht», meint die LDP. Auch mache eine Verbreiterung der Trottoirs in der Wettsteinallee keinen Sinn, da diese bereits heute breit genug seien. «Der grosse Rücklauf der Unterschriftenbögen und die Tatsache, dass die Mehrzahl der Unterschriften von direkt Betroffenen aus dem Postbezirk 4058 stammt, zeigt klar auf, dass das Vorhaben nicht gewünscht wird und die Verwaltung einmal mehr an der Bevölkerung vorbeiplant.» Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine Umfrage des Neutralen Quartiervereins, wie der «Vogel Gryff» berichtete.

Speziell die mit dem Vorhaben verbundene Aufhebung von Parkplätzen ist für die LDP unerwünscht. Das Angebot an Parkplätzen im Umfeld des Wettsteinplatzes sei bereits stark verknappt worden, dort seien zahlreiche Parkplätze aufgehoben worden – etwa am Lindenberg, an der Utengasse, der Riehentorstrassse, der Römergasse, am Burgweg oder in der Alemannengasse. Durch eine weitere Vernichtung von Parkraum würden sich der Suchverkehr und der ruhende Verkehr noch mehr in die übrigen Wohngebiete rund um den Wettsteinplatz verlagern. «Und gerade für Familien, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, sind teure Abstellplätze in Einstellhallen, etwa in der Überbauung „altes Kinderspital“, keine machbare Alternative», lässt die LDP verlauten.

Nach dem klaren Erfolg der Petition kann nach Ansicht der LDP nicht davon gesprochen werden, dass die Wohnbevölkerung diese Umgestaltung will. Die Unterschriftenbögen wurden am 15. April an die Staatsschreiberin zu Handen der Regierung und der Präsidentin der grossrätlichen Petitionskommission übergeben. Die LDP fordert die Verwaltung auf, diese deutlich manifestierte Haltung der Anwohnerinnen und Anwohner zu respektieren und auf dieses überflüssige und unerwünschte Vorhaben – nicht zuletzt auch im Sinne eines haushälterischen Umgangs mit den Staatsfinanzen –  zu verzichten.

Die Taufe der drei neuen Kleinen Tanklöschfahrzeuge (KTLF) für die Milizfeuerwehr Basel-Stadt ging letzter Woche bei schöner Frühlingssonne auf dem Gemeindeparkplatz in Riehen über die Bühne. Doch im Korps der Milizfeuerwehr herrscht nicht nur eitel Sonnenschein. Wie ein Feuerwehrmann, der anonym bleiben möchte, dem «Vogel Gryff» berichtet, wollte Regierungsrat Baschi Dürr zuerst nur eine beschränkte Anzahl freiwilliger Feuerwehrleute zur Taufe der KTLF einladen. Erst nach einer Intervention verschiedener Exponenten seien alle eingeladen worden. «Dass die Einladung erst am Tag des Anmeldeschluss eintraf, hat uns sehr erstaunt.»
Auch sonst fühlen sich die Milizfeuerwehrleute oft wie das fünfte Rad am Feuerwehrauto. «Die Wertschätzung gegenüber unserer Arbeit fehlt», sagt der Betroffene. Bei den Kollegen der Berufsfeuerwehr werde die Unterstützung der Milizkorps zwar sehr geschätzt und die Zusammenarbeit klappe sehr gut. Anders sehe dies bei der Regierung und auch bei Roger Willen aus, dem neuen Kommandanten der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt. Willen sei an einer Übung der Milizfeuerwehr zu Besuch gewesen, ohne ein einziges Wort zu sagen. «Die Mannschaft hätte es begrüsst, wenn er sich vorgestellt und ein paar Worte an uns gerichtet hätte.»
Kürzlich haben die «Milizler» erfahren, sie könnten bei der Bewässerung der Grünanlagen helfen, falls bei der Stadtgärtnerei Personalnot herrsche. «Ich opfere nicht meine Freizeit, um Bäume und Sträucher zu wässern», empört sich der Milizfeuerwehrmann. Er übe drei Stunden monatlich an einem Abend, um für die Einsätze bereit zu sein – «nicht für die Bewässerung von Grünanlagen.» «Für uns ist die Milizfeuerwehr nicht nur ein Hobby, sondern wir engagieren uns mit Herzblut und viel Schweiss.» Als Gipfel der Frechheit führt er die Tatsache ins Feld, dass er und seine Kollegen letztes Jahr während mehr als sechs Monaten auf ihren Sold warten mussten.

Engagement wird geschätzt
«In einem Stadtkanton mit einer Berufsfeuerwehr ist die Position der Milizfeuerwehr nicht ganz einfach», sagt Martin Schütz, Mediensprecher im Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD). Umso mehr schätze das JSD das «freiwillige, wertvolle und auf hohem Niveau erbrachte Engagement der Milizfeuerwehrleute». Gerade die Beschaffung der drei neuen Tanklöschfahrzeuge sei «ein Zeichen dieser Anerkennung.» «Auch sonst unternehmen wir viel, um die Attraktivität der Milizfeuerwehr zu steigern», sagt Schütz. So seien unter anderem die Magazine erneuert und die Einsatzbekleidung und die Motorspritzen jenen der Berufsfeuerwehr angepasst worden. Die Einladungen zur TLF-Taufe seien wirklich sehr spät verschickt worden – «wegen der Ferienzeit», entschuldigt sich Schütz. Nur eine Zehnerdelegation einzuladen, sei ein übliches Vorgehen bei früheren Einweihungen gewesen. Baschi Dürr selbst habe danach jedoch entschieden, alle einzuladen, widerspricht er den Aussagen des Milizfeuerwehrmannes.

JDS gibt Fehler zu
Wenn die Stadtgärtnerei in sehr trockenen Sommern an ihre Kapazitätsgrenzen stösst, kann sie per Gesetz bei der Milizfeuerwehr tatsächlich Unterstützung beantragen, wie Schütz bestätigt. «Diesen Anträgen wird in der Regel stattgegeben.» Seit 2003 sei sei dies aber nur zweimal vorkommen – bei den Kompanien Gross- und Kleinbasel im Jahr 2003, bei der Kompanie Riehen-Bettingen im 2014.
«Es bestanden und bestehen in Einzelfällen Probleme mit Soldauszahlungen», gibt Schütz weiter zu. Die Zahlungsrückstände seien etwa auf fehlerhafte Kontoverbindungen oder andere administrative Probleme zurückzuführen. «Die Probleme sind erkannt und alle Stufen arbeiten an einer raschen Lösung.» Sowieso werde derzeit die Organisa­tionsstruktur der Milizfeuerwehr hinsichtlich aktueller und zukünftiger Bedürfnisse überprüft, verspricht Schütz. «Ziel ist es, der Miliz­feuerwehr zeitgemässe, den heutigen Anforderungen entsprechende Strukturen zu geben – mit einem hohen Grad an Selbständigkeit.»