Freitag, Februar 22, 2019

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Basel Tattoo feiert 10. Geburtstag

  • Mittwoch, 03 Dezember 2014 00:00

Am 9. Dezember 2005 war in Basel eine Medienkonferenz. Erik Julliard teilte den Journalisten mit, er organisiere im Sommer 2006 das erste Basel Tattoo. Gestern, Mittwoch den 3. Dezember 2014, war wieder Medienkonferenz, an der Julliard die Jubiläumsshow 2015 ankündigte: Vom 17. bis 25. Juli des nächsten Jahres feiert das Basel Tattoo den 10. Geburtstag und präsentiert ein Live-Spektakel mit viel Glanz und Glamour.
Verpflichtet werden konnten sowohl alte Bekannte als auch neue Spitzenbands. Als «Weltsensation» kündigte Julliard die Blue Devils aus den USA an. Die Band ist 17-fache Weltmeisterin in der Sparte Marching Band. In Basel werden rund 100 Aktive auftreten, die sich in Blasmusiker, Trommler und Fahnenträger aufteilen. Ebenso stolz ist Julliard auf die Band of The Household Cavalry aus Grossbritannien. In dieser Formation sei das der erste Auslandsauftritt, freute sich Julliard: «Das ist ein Geburtstagsgeschenk der Queen.»

Gebirgsjäger und Motorräder
Nächstes Jahr kommt ferner die italienische Fanfara Bersaglia nach Basel. «Darauf haben viele Leute gewartet», weiss Julliard. Das auffälligste Merkmal der Gebirgsjäger ist ihr schneller Schritt. Für das exotische Element in der Jubliäumsschau sorgt ein Motorcycle Display Team aus Gross­britannien. Die Celtic Stars Irish Dancers und die Ailsa Craig Highland Dancers werden grossangelegte Tanzdarbietungen zeigen. Weitere Elemente des Jubiläumsjahres sind das Repräsentationsorchester der Schweizer Armee, die New Zealand Army Band – und natürlich die vielen Pipes and Drums aus der ganzen Welt. Das erste Basel Tattoo im Sommer 2006 verzeichnete 38 000 Zuschauerinnen und Zuschauer, dieses Jahr waren es fast 120 000 – eine Zahl, die Julliard stabil halten will. Geplant sind im Sommer 2015 insgesamt 15 Aufführungen, sechs davon finden am Nachmittag um 17.30 Uhr statt. An diesem lanciert Julliard ein neues Angebot für Familien. Der Vorverkauf startet am 5. Dezember, die Preise bleiben unverändert.

www.baseltattoo.ch

Kleinbasel – das Paradies für Unternehmer?

  • Mittwoch, 26 November 2014 00:00

Für Kornel Vogt ist das Kleinbasel «eher ein Paradies». Er betreibt an der Breisacherstrasse 64 eine Metallbauwerkstatt und hat mit den Anwohnern kaum einmal Konflikte wegen Lärms. «Ich denke, im Kleinbasel werden die Handwerker in den Hinterhöfen aus Tradition akzeptiert», sagt Vogt.
Mehr Schwierigkeiten in dieser Hinsicht hat Daniel Hunziker. Seine Elektroinstallationsfirma Moritz Hunziker AG an der Kleinhüningerstrasse ist in den letzten Jahren gewachsen und zählt rund 30 Mitarbeitende. Er habe kaum noch Platz für seine 18 Servicewagen, die Situation sei für die Anwohner nicht gerade angenehm, sagte der Vize­präsident der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK) am «kleinStadtgespräch» zum Thema «Schaffen und Geldverdienen im Kleinbasel – Jammertal oder Paradies».
Hunziker möchte unbedingt in Kleinhüningen bleiben und am liebsten im Hafen Land pachten. Diese Chance habe er leider, erklärte er, denn Gewerbezonen seien dort keine vorgesehen. «Es braucht weitere Zonen mit zahlbaren Gewerbeflächen», forderte Hunziker. Bei Andreas Zappalà, FDP-Grossrat und Geschäftsführer des Hauseigentümerverbandes Basel-Stadt, stiess er dabei auf offene Ohren. Zappalà plädierte dafür, nicht alle freien Flächen einfach für neuen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Auf alle Fälle seien reine Gewerbezonen besser als Mischzonen, ergänzte Felix Werner, Bereichsleiter Service für KMU und Verbände beim Gewerbeverband Basel-Stadt. «In Mischzonen sind Konflikte vorprogrammiert.» Etwas Linderung könnten die neuen Werkstatträume bringen, die in der Aktienmühle an der Gärtnerstrasse eingerichtet werden. Vor allem für das Kleingewerbe entstünden dort neue Flächen, sagte Katharina Sommer von der Stiftung Habitat.
Kommt das Gewerbe in der Politik zu kurz? Ja, weil es zu wenig Gewerbetreibende im Grossen Rat habe, meinte Zappalà. «Der Grossratssaal ist manchmal voller und manchmal leerer – aber auf alle Fälle voller Lehrer», ergänzte LDP-Grossrat André Auderset. Peter Stalder, Inhaber einer Immobilienverwaltungsfirma im Kleinbasel, meinte: «Die Politiker sollten mal durch das Kleinbasel gehen und die Situation eins zu eins anschauen.»
Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel, wies auf den Mangel an Parkplätzen hin. Gerade seien an der Riehenstrasse 20 Parkplätze aufgehoben worden – ohne den Dialog mit den Anwohnern zu suchen. SP-Grossrätin Kerstin Wenk sah das etwas anders: «In vielen Tiefgaragen hat es noch freie Parkplätze. Die Leute sollen ihre Autos dort abstellen.»
Anne-Marie Pfister betreibt im Petersgraben ein Antiquariat mit Büchern. Als Vorstandsmitglied von «Buy Local» setzt sie sich für den Erhalt kleiner Läden ein. Oft könnten diese nicht überleben, weil die Mieten zu hoch seien, meinte Pfister. Claudia Güdel, Designerin, Geschäftsinhaberin und Mitglied des Vereins «REH4» zur Förderung von Läden, Galerien und progressiven Orten, schlug vor, mit dem Hauseigentümer das Gespräch zu suchen. Sie habe zwei Läden (einen im Gross- und einen im Kleinbasel) – beide Haus­eigentümer seien ihr mit der Miete entgegengekommen.
Andreas Zappalà bestätigte dies: Anstatt das Lokal leer zu lassen, seien Hauseigentümer oft bereit, mit den Mieten runterzugehen. Allerdings gibt es auch Beispiele von grossen leerstehenden Gewerbeflächen wie etwa im «ClaraHuus» an der Unteren Rebgasse, wo mehrere Stockwerke ungenutzt sind. Dort seien die Eigentümer nicht bereit, mit den Mieten runterzugehen; sie hätten ein so grosses Portfolio, dass einige Leerstände nicht ins Gewicht fallen.
Wie sich im «kleinStadtgespräch» unter der Leitung von Martina Rutschmann zeigte, scheinen die meisten Unternehmer mit der
Situation im Grossen und Ganzen zufrieden zu sein. Grossrat André Auderset prangerte dann noch die Bussenpolitik an. Servicewagen von Handwerkern im Einsatz würden immer wieder gebüsst, kritisierte Auderset. Ein Bewohner des Klingentals bestätigte dies und erzählte, ein Polizist habe einen Handwerker, der bei ihm tätig war, aus der Wohnung gewiesen, weil er keine Parkkarte für den Servicewagen hatte. «Wenn ich wegen des Sexgewerbes die Polizei anrufe, kommt sie hingegen nicht.»

Läden hinter Sicherheitsgittern

  • Mittwoch, 26 November 2014 00:00

Die Gitterzäune an der Clarastrasse sind für auf das Grossereignis vom 4. und 5. Dezember aufgestellt worden. Dann findet in Basel – vor allem im Messezentrum – eine Ministerratskonferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt. Aus 57 Staaten reisen 1200 Regierungsmitglieder und Delegierte ans Rheinknie – darunter sind illustre Namen wie John Kerry, der Aussenminister der USA, und sein russischer Amtskollege Sergei Lawrow.
«Für die Bevölkerung hat die OSZE-Ministerratskonferenz in der Messe Basel ähnliche Auswirkungen, wie sie von der Baselworld bekannt sind», teilte das Präsidialdepartement am 26. November mit. Einige Anwohner und Geschäftsinhaber zeigen sich ob dieser Aussage sehr erstaunt, denn Gitterzäune waren während der Baselworld kaum einmal zu sehen.
«Dass die Zäune für das OSZE-Treffen bereits in der Clarastrasse stehen, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar und hat auch nichts mit der viel gelobten Rücksichtnahme auf die Bevölkerung und das Gewerbe zu tun», sagt etwa der Unternehmer Daniel Seiler, Präsident der FDP Klein­basel, zum «Vogel Gryff».
Weniger dramatisch sieht es Benny Zeuggin, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK). Am IGK-Herbstanlass, den 70 Personen besucht haben, sei ausführlich über die Auswirkungen der Konferenz informiert worden, sagt Zeuggin. Die Unternehmer hätten Verständnis gezeigt für die Sicherheitsmassnahmen. «Aus strategischen Gründen können die Sicherheitskräfte nicht vorher über ihre Strategien informieren», sagt Zeuggin.
Für die Sicherheit der Gäste sollen zwischen 3500 und 5000 Armeeangehörige sorgen. Einige von ihnen sind schon da: Gartenpächter und Passanten zeigen sich erstaunt, dass neben dem Bauernhof Bäumlihof eine Sperrzone ausgeschieden wurde, die von Soldaten bewacht wird. Anscheinend soll dort ein Helikopterlandeplatz eingerichtet werden.
Einschränkungen gibt es auch im öffentlichen Verkehr: Die Halte­stellen am «Messeplatz» sind vom 3. bis 5. Dezember nicht bedient.
Die Linie 6 verkehrt planmässig zwischen dem Badischen Bahnhof und der Haltestelle Riehen Grenze. Zwischen Badischer Bahnhof und Claraplatz verkehren tagsüber Busse im Dreieinhalb-Minutentakt. Die Route verläuft ab Badischer Bahnhof via Riehenstrasse–Peter Rot-Strasse–Grenzacherstrasse bis zum Claraplatz. Am 4. Dezember ab 15 Uhr ist zusätzlich die Innerstadt vom Barfüsserplatz bis Schifflände für den Tramverkehr gesperrt. Alle Tramlinien, ausser die Linien 3 und 10, werden umgeleitet. Alle Buslinien verkehren fahrplanmässig.
Weitere Informationen der BVB liegen in den Fahrzeugen auf und sind auf der Website www.bvb.ch ersichtlich.

 

Claraturm verzögert sich weiter

  • Mittwoch, 26 November 2014 00:00

Knapp 53 Prozent der Basler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben im November 2013 ja gesagt zum geplanten Bau des 96-Meter hohen Claraturms. Andreas Bernauer, Betreiber der Piano-Bar und Gegner des Projektes, kümmert dies wenig. Er hat eine Beschwerde gegen die Abstimmung eingereicht. Seine Begründung: Die Behörden hätten in den Abstimmungsunterlagen vergessen zu erwähnen, dass die Häuserzeile am Riehenring, die dem Turm zum Opfer fallen soll, im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) eingetragen sei. Gemäss Bundesrecht müssten die Kantone das Bundesinventar bei der Erstellung von Richtplänen berücksichtigen, argumentiert Bernauer.
Das Appellationsgericht Basel-Stadt hat die Beschwerde des Wirts letzte Woche zwar abgewiesen. Doch kurz darauf erklärte Bernauer in einer Medienmitteilung, er ziehe das Urteil ans Bundesgericht weiter. «Der Bau des Claraturms verzögert sich um Jahre», meinte Bernauer. Wie weit dies wirklich stimmt, ist momentan ganz schwierig abzuschätzen. Sicher ist, dass sich die höchsten Richter in Lausanne normalerweise viel Zeit lassen bei ihren Entscheiden.
Die Bauherrschaft des Claraturms, der Immobilienfonds Sima der UBS, lässt sich wie folgt zitieren: «Den Rekurs an das Bundesgericht nehmen wir zur Kenntnis. Wir bedauern, dass Herr Bernauer die für uns positiven Entscheide des baselstädtischen Stimmvolks und des Appellationsgerichts nicht akzeptieren kann. Solange das Urteil nicht rechtskräftig ist, ist leider kein verbindlicher Fahrplan für den Baustart des Claraturms möglich.» Im Quartier ist durchgesickert, dass die Mietverhältnisse in den betroffenen Liegenschaften am Riehenring bis zum 30. September 2015 verlängert wurden. Dieses Gerücht wollte die Bauherrschaft weder bestätigen noch dementieren.