Samstag, April 29, 2017

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Kleinbasel

Charivari wagt den Gang über die Grenze

  • Montag, 31 Oktober 2016 12:39

Die «Crème de la crème» der Fasnachtsszene werde vom 4. bis 18. Februar 2017 am Charivari im Volkshaus auftreten, versprach Programmchef Erik Julliard nicht ganz unbescheiden. In der Tat kann sich das Programm 2017 mehr als sehen lassen: Neben der «Fasnachtsgesellschaft Seibi 1933» treten die Pfeifergruppe «d Spitzbuebe» von Michael Robertson, eine «Wältmaischter-Drummelgrubbe» sowie Jungtambouren der «Fasnachtszunft Rhyburg» von Ivan Kym aus Möhlin auf. Auf Seite der Guggen geben sich die «Schotte-Clique» und die «Nachtfalter-Schränzer» aus Pratteln die Ehre – über letzteres, also den Gang über die Kantonsgrenze, würden wohl einige die Nase rümpfen, sagte Julliard. Er erwarte aber von den Prattlern «einen etwas anderen Auftritt».

Die Gilder der Schnitzelbänkler vertreten «d Gwäägi» – sie waren schon die letzten Jahre dabei – und «d Schlyystai», bekannt durch ihren mehrstimmigen Gesang. Beim Schauspielensemble vertraut Regisseurin Colette Studer auf ihr bewährtes Team. Neu entworfen wird hingegen das Bühnenbild. «Wir arbeiten mit handgemalten Hintergründen, mehr verraten wir nicht», sagt Studer.

 

Charivari im Volkshaus Basel
4. bis 18. Februar 2017 Vorverkauf ab sofort:
www.charivari.ch
im Basel Tattoo Shop an der Schneidergasse 27 sowie an allen Ticketcorner-Verkaufsstellen.

 

 

 

 

Erlenmatt-Anwohner wollen kein Gassenzimmer

  • Mittwoch, 26 Oktober 2016 13:55

Der Container, der das aktuelle Gassenzimmer am Wiesenkreisel, offiziell «Kontakt und Anlaufstelle» (K+A)  genannt,  seit zehn Jahren beherbergt, ist baufällig. Im nächsten Frühling soll die Baueingabe für den Neubau  erfolgen, der 2.5 Millionen Franken kosten wird. Im Herbst 2017 ist der Baubeginn angedacht, ein Jahr später soll das neue K+A in Betrieb gehen. Das jedenfalls sind die Pläne von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP), die dieser am 19. Oktober an einem Infoabend vor etwa 30 Anwohnenden erläuterte.

BDP droht mit Einsprache

Vermutlich aber kann dieser Zeitplan nicht eingehalten werden: BDP-Vizepräsident Philipp Schopfer, der sich zum Anwalt der Anwohner machte, hat eine Einsprache sowie eine Petition angekündigt. Er sähe das K+A lieber auf dem Lysbüchelareal im Grossbasel, weshalb er bereits Unterschriften sammle, wie er sagte. Auch Kuno Bachmann, der seit 20 Jahren am Riehenring wohnt, hält den heutigen Standort für «nicht mehr zeitgemäss» – wegen dem neuen Erlenmattquartier und der geplanten Jugend-Trendsporthalle. Durch die Nähe zur Grenze und zum Aufnahmezentrum für Flüchtlinge sei das Gassenzimmer zudem schon heute ein Drogenumschlagplatz.  «Doch die Behörden sind auf einem Auge blind», kritisierte er.

Andere traten moderater auf. Eine Frau, seit 15 Jahren Anwohnerin, dankte den Behörden. Vieles sei gegenüber früher besser. Auch andere waren froh um die K+A. Doch stellten alle Votanten in letzter Zeit Verschlechterungen fest.  So würden in der Umgebung des K+A und in öffentlichen Toiletten beim Erlentor oder am Matthäusplatz Drogen gedealt und konsumiert. Oft lägen Fixerutensilien herum. An der Wiese oder auf den Erlenmatt-Baustellen sei öfters genächtigt oder die Notdurft verrichtet worden. «Wir haben bereits eine offene Drogenszene», sagte ein Mann. Und eine Mutter kritisierte, dass ausgerechnet auf der Rückseite des K+A ein Erlenmatt-Kindergarten geplant sei.

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Kurz: Vielen Erlenmatt-Bewohnern wäre es lieber, die K+A käme nicht mehr am Wiesekreisel zu stehen. Schliesslich miete oder kaufe man sich hier für nicht wenig Geld eine Wohnung, merkte ein Mann an. «Nach 20 Jahren an diesem Standort kann man die K+A auch mal einem andern Quartier zumuten», meinte er. «Jeder Standort einer K+A ist eine Herausforderung», entgegnete Regierungsrat Engelberger.  Sein Departement habe deshalb 13 Alternativen geprüft. Vergeblich. Engelberger wandte sich zudem gegen die Behauptung, in Nachbarschaft zur K+A sei ein Kindergarten geplant. Zwischen K+A und künftigem Kindergarten existiere eine hohe  Lärmschutzwand und die Rampe der Nordtangente. «Es gibt keine Verbindung», stellte er klar.

Stefan Gasser, bei der Polizei Leiter des Bezirks Kleinbasel, machte deutlich, dass er von einer offenen Drogenszene keine Kenntnis habe. Hingegen habe man schon Personen aus Osteuropa, die an der Wiese übernachtet hatten, aufgegriffen.

Situation ist zu bewältigen

Weiter erwähnte Gasser, dass er seit 25 Jahren im Dienst sei. «Aus persönlicher und polizeilicher Sicht bin ich froh um die Situation, wie wir sie heute haben: Sie ist überschau- und bewältigbar – und um ein Vielfaches besser als anfangs der 90er-Jahre.» Eveline Bohnenblust, Leiterin der Abteilung Sucht, rief die Anwohnerinnen und Anwohner auf, ihr Beobachtungen und Utensilienfunde der Gratis-Nummer 0800 88 21 52, der Abteilung Sucht (061 267 89 13) oder der Polizei (117) zu melden. Nur so könne man die regelmässigen Patrouillen nach den aktuellen «Hot spots» ausrichten.

 

 

Rund 30`000 Besucherinnen und Besucher werden zur 6. Basler Berufs- und Weiter-bildungsmesse erwartet. Diese startet am Donnerstag, 20. Oktober 2016, und dauert drei Tage. An ein und demselben Ort gibt es alle Informationen zu den Themen Berufswahl und Weiterbildung.

Die Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse ist die zentrale Plattform für die Berufswahl und Weiterbildung. Sie findet vom 20. bis 22. Oktober bereits zum sechsten Mal statt. Für drei Tage wird die Messehalle 2.1 zum Treffpunkt für Jugendliche und Erwachsene, die sich über die Vielfalt der Berufe und die Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

Die Aussteller sind das Herz der Messe

«Das Herz der Messe sind die knapp 100 Ausstellerinnen und Aussteller», sagt Reto Baumgartner, Projektleiter der Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse. Diese präsentieren rund 200 Berufe, darunter die 20 am häufigsten gewählten Grundbildungen. «Die Jugendlichen können hier die Berufe erleben, sich mit Lernenden austauschen und Informationen aus erster Hand erhalten.» Aber auch alle, die bereits eine Ausbildung absolviert haben, sind an der Messe mit ihrem umfangreichen Weiterbildungsangebot genau richtig. Reto Baumgartner: «Lebenslanges Lernen ist heute mehr denn je ein Muss für eine erfolgreiche Karriere.»

Neue Angebote und «Klassiker»

Trotz dem bewährten Grundgerüst entwickelt sich die Messe laufend weiter. «Wir sind bestrebt, jedes Jahr neue Anreize und Plattformen zu schaffen», sagt Reto Baumgartner. Dieses Jahr findet beispielsweise am Freitag, 21. Oktober, erstmals die Schweizermeisterschaft im Detailhandel Deutschschweiz 2016 im Rahmen der Messe statt.

Bewährte Angebote werden weitergeführt. Schon fast ein «Klassiker» ist der beliebte Bewerbungs-Check für Jugendliche und Erwachsene. Weiter wird erneut das Lehrstellen-Speed-Dating an der Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse durchgeführt. Und auch 2016 können alle Interessierten mit einer Berufswahlanalyse – vor Ort oder online zuhause – herausfinden, welche Berufsfelder zu ihnen passen und wo sie diese an der Messe finden. Zum vielfältigen Programm gehören auch Fremdsprachenführungen, Infoveranstaltungen über das Berufsbildungssystem sowie zu den Karrierechancen mit einer Berufslehre und vieles mehr.

Berufslehre als idealer Einstieg in die Berufswelt

«Wir wollen aufzeigen, dass die Berufslehre ein idealer Einstieg in die Berufswelt ist und absolut gleichwertig zur gymnasialen Ausbildung», sagt Messeleiter Reto Baumgartner. An der Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse wird gezeigt, dass Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre zusammen mit der Berufsmaturität alle Karrierewege offenstehen. Baumgartner: «Die Messe soll auch das Image der Berufsbildung stärken.» Die Basler Berufs- und Weiterbildungsmesse findet alle zwei Jahre statt und wird vom Gewerbeverband Basel-Stadt organisiert.

Das Hafendorf erhält einen Hafenkran

  • Mittwoch, 12 Oktober 2016 15:43

Novartis schenkt dem Kanton Basel-Stadt einen Hafenkran aus dem Hafen St. Johann. Er kommt an den Klybeckquai.

Der Regierungsrat hat die Schenkung gerne angenommen, weil damit ein Industriedenkmal aus der Basler Wirtschaftsgeschichte in die kürzlich vorgestellte Arealentwicklung klybeckplus integriert werden kann, heisst es in einem Communiqué. Der Hafenkran, der bis zum Jahr 2010 im ehemaligen Hafen St. Johann in Betrieb stand, könne am Klybeckquai zu einer attraktiven Rheinpromenade für die Basler Bevölkerung nördlich der Dreirosenbrücke beitragen. 

Ein Baugesuch ist nötig

Der Kran wird am Klybeckquai etwa 300 Meter nördlich der Dreirosenbrücke am Schnittpunkt Uferstrasse/Altrheinweg bis Ende 2016 oder Anfang 2017 wieder aufgebaut. Er wurde so demontiert und eingelagert, dass ein Wiederaufbau möglich war. Der nächste Schritt zur Realisierung des Wiederaufbaus des Krans ist die Einreichung eines Baugesuchs. Dieses wird in Kürze von Novartis als Bauherrin eingegeben. 

Denkmalschutz sagt Ja

Die Schweizerischen Rheinhäfen unterstützen den Wiederaufbau des Hafenkrans partnerschaftlich. Auch aus Sicht der kantonalen Denkmalpflege ist die Platzierung des Hafenkrans am Klybeckquai als Reminiszenz an die Hafenwirtschaft sehr zu begrüssen. 

Es ist vorgesehen, den Hafenkran für die Bevölkerung begehbar zu machen. Zudem ist geplant, den Kran als ganzjährig betriebenes Restaurant oder Bar zu nutzen. Ein Konzept zur gastronomischen Nutzung des Krans und zur Nutzung seiner Umgebung wird derzeit erarbeitet und soll voraussichtlich bis Ende Jahr kommuniziert werden. 

Der Wiederaufbau des ehemaligen Hafenkrans ist der erste Schritt zur Schaffung eines attraktiven Aufenthaltsbereiches am Übergang des Altrheinwegs zur Uferstrasse. Novartis und der Kanton Basel-Stadt sind gemeinsam bestrebt, das Kleinbasler Rheinufer als durchgehende Rheinpromenade einladend zu gestalten und damit das Klybeck-Areal mit dem Rhein in einen funktionalen Zusammenhang zu bringen.

Offeneres Industrieareal

Hinzu kommt, dass die Werk-areale von BASF und Novartis im Klybeck in Zukunft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt für industrielle Zwecke benötigt werden. Die Grundeigentümerinnen haben sich daher mit dem Kanton Basel-Stadt zusammengeschlossen und im Mai 2016 eine entsprechende Planungsvereinbarung unterzeichnet. Die Planungspartner wollen gemeinsam die Voraussetzungen schaffen, um die Industrieareale zu öffnen und unter Einbezug der bestehenden Bauten ein vielfältig genutztes, lebendiges Stadtquartier zu entwickeln.