Montag, April 22, 2019

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Kleinbasel

Die Kantonspolizei sowie die Sanität und Berufsfeuerwehr sind mit einer Vielzahl von Einsätzen ins neue Jahr gestartet. Die Einsatzkräfte kümmerten sich bis in die frühen Morgenstunden des Neujahrstags um die feiernden Menschen in der Stadt. Auf der Einsatzzentrale der Polizei gingen zwischen dem frühen Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen rund 120 Notrufe ein. Diese lösten 55 Polizeieinsätze aus. Die Sanität rückte zu 29 Notfalleinsätzen aus, die Berufsfeuerwehr Basel wurde siebenmal zu Hilfe gerufen, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement mitteilte.

Mehrere zehntausend Personen besuchten das traditionelle Feuerwerk zum Jahreswechsel am Rhein. Derweil widmeten sich die Blaulichtorganisationen den weniger schönen Szenen der Neujahrsnacht: Krakeelende Personen, Lärm, Streitereien und Schlägereien. Auf den Basler Strassen waren diverse Polizeipatrouillen zu Fuss und im Auto ununterbrochen im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sanität Basel versorgten in 16 Einsätzen Personen, die ihre Trinkfestigkeit überschätzt oder Drogen konsumiert hatten. In zwei Fällen kümmerten sie sich um Personen, die in Schlägereien verwickelt waren. Bei den übrigen Einsätzen handelte es sich um medizinische oder chirurgische Notfälle.

Die Berufsfeuerwehr stand in der Neujahrsnacht siebenmal wegen Bränden im Einsatz. Sie konnte die diversen kleineren Feuer auf Allmend und in Privaträumen sofort löschen, so auch im Mühlhauserweglein, wo ein abgestelltes Sofa brannte. Den allgemeinen Trubel in der Stadt nutzte eine kleine Gruppe von Personen, um in der Silvesternacht die Polizeiwache Clara mit Farbe zu bewerfen. Die Wurfgegenstände hinterliessen ein paar Flecken am Gebäude.

Der Blick nach oben zu den digitalen Anzeigetafeln, der sogenannten «dynamischen Fahrgast­information» (DFI), ist für Fahrgäste der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) alltäglich. An den Haltestelle der Linien 2, 6, 36 und 46 beim Badischen Bahnhof sucht man derzeit jedoch vergeblich danach. Fahrgäste irren orientierungslos herum, klopfen aufgeregt den Wagenführern an die Scheibe und erkundigen sich, wo die Anschluss­linien abfahren.

Wegen Bauarbeiten abmontiert

Man fragt sich, ob Vandalen am Werk waren oder ob schon wieder gespart wird. Beides sei nicht der Fall, sagt BVB-Mediensprecherin Sonja Körkel. Mit dem Start der Umgestaltung zu behindertengerechten Haltestellen Anfang Juli und dem Ersatz der in die Jahre gekommen Geleise seien die Tafeln abmontiert worden. Nach Abschluss der Bauarbeiten am 22. Oktober gab es aber keine «dynamischen Fahrgastinformationen». Stattdessen halfen drei Tage lang sogenannte «Kundenlenker» der BVB den Fahrgästen,  sich zurecht zu finden, wie Körkel erklärt. «Da sich die Haltekanten am gleichen Ort wie vor der Umgestaltung befinden und darum wenige Auskünfte bei den Kundenlenkern angefragt wurden, haben wir von einem weiteren Einsatz abgesehen.»

Vorgesehen sei, die Anzeigetafeln umzurüsten und künftig nicht mehr am Dach, sondern an den Masten zu montieren. Eigentlich hätte das schon längst geschehen sollen. «Die entsprechenden Ersatzteile sind bestellt, bei der Lieferung kam es aber bedauernswerterweise zu Verzögerungen. Sobald die entsprechenden Ersatzteile verfügbar sind, werden die DFIs umgehend umgerüstet und montiert», erklärt Körkel, bedauert den Umstand und entschuldigt sich bei den Fahrgästen. Trotzdem stellt der «Vogel Gryff» die Frage in den Raum, ob es nicht besser gewesen wäre, die Fahrgäste aktiv über den Missstand zu informieren. Gerade ortsunkundige Fahrgäste einfach ihrem Schicksal zu überlassen, ist nicht gerade kundenfreundlich.

Bald wieder Tram auf der Johanniterbrücke?

  • Dienstag, 18 Dezember 2018 14:46

Mit dem Fahrplanwechsel gab es am 10. Dezember im öffentlichen Verkehr wieder etliche Änderungen und Neuerungen. Eine davon betrifft die Buslinie 30, die vom Bahnhof SBB bis zum Badischen Bahnhof und zurückfährt. Von Montag bis Freitag wurde der Fahrplan am Morgen verdichtet: Mit zusätzlichen Bussen zwischen 6.55 und 8.35 Uhr gibt es in beiden Richtungen neu alle drei bis vier Minuten eine Verbindung.

Taktverdichtung wird gelobt

Wer schon einmal mit dem Bus 30 unterwegs war, kann diese Massnahme nachvollziehen. Praktisch den ganzen Tag sind die Busse auf der Strecke überfüllt. Deshalb lobt das Komitee «Pro Tram» unter der Federführung der Grossräte Jörg Vitelli (SP) und Beat Leuthardt (Grünes Bündnis) die vorgenommene Taktverdichtung. Diese sei überfällig gewesen, schreibt Pro Tram in einer Medienmitteilung. Mit der Taktverdichtung auf der Linie 30 würde das Tram 8 entlastet – und damit auch die Innenstadt: Der Weg zum Bahnhof SBB sei mit dem Bus 30 via Johanniterbrücke kürzer als mit dem Tram 8. 

Mehr Busse, mehr Abgase

Nichtsdestotrotz sieht Pro Tram auch Nachteile der Taktverdichtung: Der Bus bleibe weiterhin im Autostau stecken. Zudem fragt sich das Komitee, ob die eingeführte Taktverdichtung gesetzeskonform sei. Gemäss den Luftberichten würden die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung in der Feldbergstrasse am meisten überschritten.Darum sei es umweltrechtlich fraglich, dort den Strassenverkehr weiter zu verdichten, schreibt Pro Tram und bringt eine alte Forderung wieder ins Spiel. Bereits 2009 verlangte das Komitee mit der so genannten Tram-Initiative, anstelle der Busse ein Tram über die Johanniterbrücke fahren zu lassen. Diese Forderung wird nun erneut gestellt. Das Tram soll im Kleinbasel ab Badischer Bahnhof wieder auf der alten 2er-Linienführung durch Schönau- und Feldbergstrasse ins Grossbasel verkehren. Dazu stellt Pro Tram den Vorwurf in den Raum, das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) würde das Projekt hinauszögern und eine Verhinderungstaktik betreiben. Der Grosse Rat habe mit dem Tramkredit von 350 Millionen das Geld für den Ausbau ja längst bewilligt. 

Tram 30 im Fahrplan 

Nicole Ryf-Stocker, Mediensprecher beim BVD, bestätigt, dass der Grosse Rat bereits 2012 den Plan über den Ausbau des Tramstreckennetzes – basierend auf dem Studienauftrag «Tramnetz 2020» – genehmigt und damit einen Rahmenkredit von 350 Millionen Franken bewilligt habe. Doch sie fügt hinzu: «Für die einzelnen Ausbauten muss der Grosse Rat die nötigen Gelder für die Tram­infrastruktur aber jeweils separat bewilligen.»

Nicht vom Tisch

Zudem, so betont Ryf-Stocker, sei das Tram 30 ein Bestandteil des Plans über den Ausbau des Tramstreckennetzes, der Ende 2015 vom Grossen Rat genehmigt worden. «Entsprechend ist das Tram 30 keineswegs vom Tisch. Nun stehen die nächsten politischen Entscheide an. Dieser Fahrplan ist Pro Tram sehr wohl bekannt.» Diesen Winter werde der Regierungsrat zu Handen des Grossen Rates über die nächsten Schritte in der Tramnetzentwicklung entscheiden und dann entsprechend kommunizieren, so Ryf-Stocker.   

Schon früher fuhr ein Tram 

Was genau die nächsten Schritte beim Projekt «Tram 30» sind, bleibt allerdings vorerst unklar. Wenn man der Homepage des BVD Glauben schenkt, wird zurzeit abgeklärt, welche Streckenführung für das Tram 30 gewählt werden soll. Möglich wäre die Führung über den Steinenring und die Schützenmattstrasse oder über die Heuwaage und den Petersgraben. Eine Kombination der beiden Varianten sei ebenfalls möglich. Ein Tram über die Johanniterbrücke wäre übrigens kein Novum: Bis 1964 verkehrte das Tram­ 2 als eine Art Ringbahn und verband den Badischen Bahnhof und den Bahnhof SBB miteinander. Ein Teil der Linie wurde dann durch einen Trolleybus ersetzt, der 2008 aber wieder abgeschafft wurde.

 

 

Am Sonntag, 16.Dezember um ca. 04 Uhr, wurden Im Surinam und In den Schorenmatten Fahrzeuge durch eine unbekannte Täterschaft in Brand gesetzt. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei wurde alarmiert, weil Fahrzeuge in Brand standen. Kurze Zeit später löschte die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt die Brände. Ein Im Surinam parkierter Lieferwagen der Marke VW Transporter erlitt Totalschaden. Ebenfalls brannte ein weiterer Lieferwagen, Marke Mercedes Benz, welcher In den Schorenmatten abgestellt war, vollkommen aus. Die Feuerwehr konnte noch rechtzeitig die Flammen bei einem Personenwagen, Marke Renault Megane, welcher neben dem VW Transporter parkiert war, löschen, sodass dieser nur leicht beschädigt wurde.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Fahrzeuge durch eine unbekannte Täterschaft in Brand gesetzt worden waren. Eine Fahndung blieb erfolglos.