Sonntag, August 19, 2018

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Kleinbasel

Herr Knöll, wie kommen Sie zu der Ehre, die Laterne zu malen, die der Gastkanton Basel-Stadt am Sächsilüüte den Zürchern schenkt?
Christoph Knöll: Christoph Bürgin, der Obmann des Fasnachts-Comités, fragte mich an, ob ich bereit wäre, diese Laterne vom Anfang bis zum Schluss herzustellen. Ich habe mich über die Anfrage gefreut und gern zugesagt. Speziell daran ist, dass der grösste Teil der Laterne in Zürich auf dem Lindenhof entsteht.

Wie geht das vor sich?
Die drei Meter hohe und zwei Meter breite Laterne habe ich mit meinen Schülern der Integrations- und Berufsvorbereitungsklasse (IBK) in Pratteln – sie stammen aus Eritrea und Afghanistan – gebaut und mit weisser Leinwand bespannt. So kommt sie am Freitag, 13. April, nach Zürich. Die weisse Laterne begleitet die offizielle Basler Delegation, die mit den Gastgebern in Zürich von Zunfthaus zu Zunfthaus marschiert. Danach kommt die Laterne auf den Lindenhof, auf das Festgelände für den Gastkanton.

Wie lange haben Sie Zeit, um die Laterne zu malen?
Nur drei Tage! Am Montag, wenn der grosse Sächsilüüte-Umzug beginnt, muss sie fertig sein. Wenn man bedenkt, dass man normalerweise 100 Stunden für eine Laterne braucht, ist die zeitliche Herausforderung sehr gross. Ich werde täglich zehn bis 12 Stunden am Malen sein.

Haben Sie irgendwelche Vorgaben oder Verbote zu beachten?
Nein, ich bin absolut frei in der Gestaltung. Natürlich dreht sich die Thematik um Zürich und Basel. Einerseits stelle ich die Rivalität dar, andererseits zeige ich auch Versöhnliches. Was es genau ist, bleibt geheim.

Arbeiten Sie nach einem vorgefertigten Entwurf, oder entscheiden Sie spontan, was Sie malen?
Spontan zu arbeiten wäre mir zu riskant. Ich habe eine massstabgetreue Skizze, die ich mit einem Hellraumprojektor auf die Leinwand projiziere, um deren Linien nachzuzeichnen. Dann beginne ich mit dem Malen.

Wie können Sie Zeit gewinnen?
Das so genannte «Hintermalen», also das Bemalen der Laternen-Rückseite, kann man grosszügiger oder weniger grosszügig ausführen. In diesem Bereich habe ich etwas Spielraum.

Was könnte schiefgehen?
Ich male in einem Zelt, bin also vor Regen geschützt. Wichtig ist, Durchzug zu vermeiden, damit ich mich nicht erkälte.

Sie sind also nicht nervös?
Ganz tiefenentspannt bin ich nicht, das gebe ich zu. Es ist wie eine Expedition, also vor allem eine logistische Herausforderung: Ich arbeite ja nicht in meinem Atelier, blinde Griffe in eine Schublade sind nicht möglich. Neben Pinseln und Farben braucht es viel Kleinmaterial, das bereit stehen muss.

Haben Sie Zeit, Fragen aus dem Publikum zu beantworten?
Das wird wohl schwierig. Wir haben auch mit der Idee gespielt, das Publikum einzubeziehen, indem es beispielsweise die Türchen der Laterne bemalt. Das ist aus zeitlichen Gründen nicht möglich.

Wann bekommt das Publikum die Laterne erstmals zu Gesicht?

Am Montag um 14 Uhr beziehen wir Stellung in einer Querstrasse der Bahnhofstrasse. Dann wird die Laterne erstmals gezeigt. Einige meiner Schüler aus der Vorlehre Baselland betätigen sich als Laternenträger, präsentieren die Laterne an der Spitze des «Zugs der Zünfte zum Feuer» und marschieren mit rund 3500 Zünftern, über 350 Reiter, rund 50 Wagen und gegen 30 Musikkorps über Bahnhofstrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz, wo der Böögg verbrannt wird.

 

Was geschieht mit der Laterne?

Sie bekommt einen Platz in der Finanzverwaltung des Kantons Zürich und wird dort auch beleuchtet zu bewundern sein.
 

Knöll live im Internet

Zum Basler Gastauftritt am Sächsilüüte werden Live-Übertragungen, Fotos, Videos sowie Videos auf www.facebook/CityBasel und auf www.basel.ch veröffentlicht.
Live zu sehen ist beispielsweise die Gestaltung der Fasnachtslaterne durch Christoph Knöll zu folgenden Zeiten:

1. Teil: Freitag, 13. April, von 18.30 bis 22.30 Uhr

2. Teil: Samstag, 14. April, 18.30 bis 22.30 Uhr
3. Teil: Sonntag, 15. April, von 10 bis 14 Uhr

 

Sächsilüüte – das zünftige Zürcher Frühlingsfest

13. bis 14. April 2018
www.seschselaeuten.ch

 

 

In einem Mehrfamilienhaus im Claragraben kam es am 9. April um ca.18.30 Uhr zu einem Brandfall. Laut Staatsanwaltschaft ist das Feuer in einer Wohnung im 1. Stock ausgebrochen. Als die Berufsfeuerwehr kurze Zeit später mit einem grösseren Aufgebot vor Ort war, stellte sie eine sehr starke Rauchentwicklung fest. Zudem standen eine Wohnung sowie das Treppenhaus in Vollbrand. Einige Bewohner konnten das Haus noch rechtzeitig verlassen, mehrere andere wurden mittels Drehleiter von der vorderen Seite (Claragraben), die restlichen von der Rückseite des Gebäudes (Hof), aus ihren Wohnungen gerettet.

Die Sanität sowie der Notarzt betreuten in einer ersten Phase die Evakuierten. Eine jüngere Frau musste wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung in die Notfallstation eingewiesen werden. 22 weitere Hausbewohner, davon drei kleine Kinder, erlitten keine Verletzungen.

Die Brandursache ist nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr, die Milizfeuerwehren Grossbasel, Kleinbasel und Riehen-Bettingen, die Sanität Basel-Stadt und des Kantonsspitals Liestal, mehrere Patrouillen der Polizei, die IWB sowie die Gebäudeversicherung. Der Claragraben musste während den Rettungsarbeiten gesperrt werden.

An der Liegenschaft entstand grosser Sachschaden. Das Mehrfamilienhaus wurde stark beschädigt, so dass es bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar ist. Die Psychosozialen Dienste der Kantonspolizei und die Kantonspolizei waren den Bewohnern bei der Suche nach einer Unterbringung behilflich.


 

Webergasse: Festnahme nach Messerattacke

  • Samstag, 07 April 2018 14:15

In der Webergasse vor der Captain-Cook Bar, kam es am 7. April um 4.30 Uhr, zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Unbekannten. Ein 48-Jähriger hatte diese beobachtet und sich wieder in die Bar begeben, als er unvermittelt von einem an der Auseinandersetzung beteiligten Unbekannten mit einer Stichwaffe mittelschwer verletzt wurde. Die durch einen Passanten verständigte Polizei konnte den mutmasslichen Täter, einen 40-jährigen Portugiesen, noch vor Ort festnehmen. Das Opfer wurde in die Notfallstation verbracht.

 

Ob als Papier, moderner Werkstoff oder als Medizin: Die Hanfpflanze ist auch unabhängig von ihrer berauschenden Wirkung vielseitig einsetzbar. Ein Besuch im Cannabis Village vom 20. bis 22. April 2018 an der muba eröffnet das enorme Wirkspektrum des Gewächses. Vor einer Woche lancierte die muba erfolgreich das Cannabis Village in Lausanne. Der nächste Halt ist Basel natürlich während der muba, bevor es dann richtig Ostschweiz an die Olma geht.
 
Am ersten muba-Wochenende kann in der Halle 5 die älteste Kulturpflanze der Welt von einer anderen Seite erlebt werden. Als Killergras und Einstiegsdroge verschrien, war die Nutzung der Pflanze lange weltweit verpönt. Nun befindet sich das Kraut auf dem Weg zur Rehabilitierung. Zum Glück, denn schliesslich kann Cannabis weitaus mehr als nur die Sinne zu berauschen. Auf 600 Quadratmetern präsentieren zahlreiche Aussteller im Cannabis Village eine überraschende Produktepalette. An der «Messe in der Messe» reicht die Auswahl bei den Lebensmitteln von Gebäck aus Hanfmehl über Hanfbier bis hin zu Hanfpesto. Hier erfahren Besucher auch, dass die alte Kulturpflanze auch prima als Baustoff taugt: Baumaterialien und moderne Werkstoffe kann man daraus ebenso gewinnen wie Textilien.
 
Die meisten Teile des grünen Multitalents lassen sich auf die eine oder andere Weise nutzen. Neben alten gibt es aber auch einige neue Anwendungen – etwa im Bereich der naturfaserverstärkten Kunststoffe, die es im Hanfdorf ebenfalls zu entdecken gilt. Cannabis ist zudem eine alte Heilpflanze, die seit Jahrtausenden gegen die verschiedensten Beschwerden eingesetzt wird. Im Cannabis Village können sich die Besucher über die pflanzlichen Inhaltsstoffe und deren medizinische Wirkung umfassend informieren. Das Hanfdorf besticht jedoch nicht nur durch seine Vielfalt an Produkten, sondern auch durch das ausgefallene Design der Stände aus Bambuspyramiden.