Dienstag, Oktober 16, 2018

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Kleinbasel

«Stücki ist noch nicht am Ziel»

  • Dienstag, 07 Oktober 2014 00:00

Fast fünf Jahre nach der Eröffnung des Einkaufszentrums Stücki hat der Centermanager Jan Tanner das Einkaufszentrum verlassen. Der Nachfolger heisst Tim Mayer. Er ist 30 Jahre alt, frisch verheiratet und stammt aus Nordrhein-Westfalen. In seiner Freizeit betreibt der frühere Aktivfussballer nach wie vor viel Sport.

 

Vogel Gryff: Herr Mayer, wie viele Personen besuchen täglich das Stücki?

Tim Mayer: Ich möchte mich gar nicht so sehr auf diese Kennzahlen konzentrieren. Den Fokus unserer Arbeit legen wir auf die Erreichung von qualitativen Zielen. Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden einen vielfältigen Mietermix in einem einzigartigen Shoppingambiente bieten.

 

Man darf aber festhalten, dass Sie mit der Frequentierung nicht zufrieden sind?

Dass wir nach knapp fünf Jahren wirtschaftlich noch nicht am Ziel angelangt sind, ist bekannt und dazu stehen wir. Wir setzen uns aber jeden Tag dafür ein, die Attraktivität zu steigern.

 

Auch im «Blick» vom 24. September fiel die Bilanz nach fünf Jahren Stücki vernichtend negativ aus.

Wie gesagt: Es ist richtig, dass das Stücki noch nicht am Ziel angekommen ist. Es besteht also klar noch Potenzial. Nichtsdestotrotz konnten wir in diesen fünf Jahren wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns für die weitere Entwicklung und strategische Ausrichtung des Shopping Centers helfen. Wichtig erscheint uns insbesondere, den Mietermix weiterhin zu optimieren und zielgruppengerichtete Shop-Konzepte am richtigen Standort mit adäquater Verkaufsfläche zu positionieren. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir bereits mit der H&M Erweiterung gemacht sowie mit der Umsiedlung von Office World im kommenden Dezember.  Am neuen Standort, gegenüber dem Migros Restaurant, wird Office World die aktuelle Verkaufsfläche verdoppeln und so das Sortiment wesentlich erweitern.

 

Was heisst «den Mietermix optimieren»?

Das Stücki muss sich von anderen Detailhandelsstandorten unterscheiden. Wir sind darin bestrebt, Shop-Konzepte im Stücki anzusiedeln, die sonst in der Region nicht vertreten sind  – wie zum Beispiel H&M Home, ein Shop für Wohntextilien und -accessoires, welcher im August eröffnet wurde. Ebenfalls konnten wir im laufenden Jahr die Modegeschäfte Adenauer The Beach House, Kindermoden Stillini und die maritime Marke von Kevin Costner Arqueonautas eröffnen. Daneben bieten wir diverse Serviceleistungen wie zum Beispiel die professionelle Kinderbetreuung im «Stücki Jungle» an.

 

Wie ist das H&M-Home angelaufen?   

Wir sind mit der Entwicklung zufrieden und freuen uns mit H&M home ein neues und innovatives Konzept im Stücki zu haben, welches einem klaren Kundenbedürfnis entspricht. Über konkrete Zahlen zur Entwicklung einzelner Shops oder Branchen können wir keine Auskunft  geben.

 

Hat es Platz für weitere Läden? 

Ja. Der Detailhandel tendiert allgemein dahin, den einzelnen Konzepten grössere Verkaufsflächen zur Verfügung zu stellen. Nach intensiven Analysen und Studien werden wir auch im Stücki entsprechende Flächenoptimierungen vornehmen. So entstehen auf der oberen Verkaufsebene Grossflächen, die wir uns auch für die Einführung von Konzepten im Bereich «Freizeit und Unterhaltung» vorstellen könnten. Ein Shopping Center sollte nicht nur eine interessante Einkaufs-, sondern auch eine Freizeitdestination sein.     

 

Ist der Spassfaktor so wichtig?

Wir sind überzeugt, dass ein Shopping Center nicht nur vom Einkaufen lebt, sondern ein vielfältiges Erlebnis bieten soll.

 

Bis jetzt wurde argumentiert, die schlechte Auslastung liege am Wechselkurs und an der mangelnden Verkehrsanbindung. Daran wird sich in absehbarer Zeit aber nichts ändern.

Natürlich sind die genannten Umstände nicht optimal. Meine Funktion als Center Manager sehe ich darin, das Stücki so zu managen, dass es im Wettbewerbsumfeld dauerhaft erfolgreich besteht. Die Aufgabe meines Teams und mir ist es, die Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse der verschiedenen Mieter sowie der Kunden zu erkennen und zu berücksichtigen und so das Center langfristig erfolgreich zu positionieren.   

 

Ihr Vorgänger Jan Tanner hatte den Bonus des Einheimischen, er ist sogar im Kleinbasel aufgewachsen. Sie stammen aus Nordrhein-Westfalen und können nicht von diesem Bonus profitieren. Wie gut sind Sie im Quartier verankert?

Ich arbeite über ein Jahr im Stücki und konnte mich zwischenzeitlich gut einleben. Die Verankerung ist mir sehr wichtig: Wir sehen uns als Teil von Kleinhüningen und möchten zur Weiterentwicklung des Quartiers beitragen. 

 

Welchen Coup landen Sie dieses Jahr?

Aktuell stehen wir mit potentiellen Mietpartnern in Verhandlung und werden nach Vertragsabschluss  entsprechend orientieren.

Auch Roche plant einen Campus

  • Montag, 06 Oktober 2014 00:00

VG. Kurz vor der Fertigstellung des Rohbaus für den neuen Roche-Turm (Bild) sickerte das Vorhaben durch, dass der Pharmariese weitere zwei Milliarden Franken in den Standort Basel investieren will. Wie die «SonntagsZeitung» vom 5. Oktober berichtet, ist das Architekturbüro Herzog & de Meuron mit einem neuen Projekt für die Erneuerung und Verdichtung der Bebauung auf dem Roche-Areal an der Grenzacherstrasse beauftragt worden. Die gesamte nördliche Arealhälfte zwischen Grenzacherstrasse und Wettsteinallee soll grundsätzlich umgestaltet werden. «Wir kommunizieren, wenn ein Entscheid zu einem Projekt vorliegt», sagte ein Mediensprecher der «SonntagsZeitung».

Überfall und Schlägerei beim Claraplatz

  • Montag, 06 Oktober 2014 00:00

VG. Als ein 35-jähriger Nigerianer auf dem Claraplatz das Tram verliess, folgten ihm mehrere Männer mit heller Hautfarbe. Einer der Verfolger sprayte ihm einen Reizstoff in die Augen, so dass er nichts mehr sehen konnte. Die anderen schlugen auf ihn ein, bis er zu Boden stürzte. Dann raubten die Männer sein Portemonnaie und flüchteten in unbekannte Richtung. Der Überfall ereignete sich am Sonntag, 5. Oktober, kurz vor zwei Uhr in der Früh. Vielleicht steht der Überfall im Zusammenhang mit einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die sich eine halbe Stunde später in der Unteren Rebgasse/Webergasse ereignete. Dort prügelten sich fünf Schweizer im Alter von 21, 23 und 24 Jahren mit mehreren dunkelhäutigen Männern. Dabei wurde einem 24-Jährigen das Smartphone geraubt; mehrere Personen wurden leicht verletzt.

Polizei leistet drei Einsätze für Tiere

  • Montag, 29 September 2014 00:00

VG. Die Polizistinnen und Polizisten der Polizeiwache Riehen sind am vergangenen Wochenende gleich dreimal wegen Tieren ausgerückt. Ein entlaufener Junghund konnte der Besitzerin zugeführt und je ein Lamm und ein Reh aus deren misslichen Lage befreit werden. Der entlaufene Junghund wurde am Samstag von einer Polizeipatrouille in der Mohrhaldenstrasse aufgegriffen und «für weitere Abklärungen» in die Polizeiwache Riehen gebracht. Die Polizisten lasen mit dem Lesegerät den Mikrochip des Hundes aus und konnten den Hund nur kurze Zeit später wieder seiner Besitzerin übergeben. Am frühen Sonntagmorgen meldete eine Anwohnerin bei der Riehener Polizeiwache, dass sich ein Reh in einem Zaun beim Chrischonaweg verfangen habe. Die ausgerückte Patrouille stellte einen jungen Rehbock fest, der sich in einem Maschendrahtzaun verfangen hatte. Das aufgebrachte Tier schrie derart laut, dass bereits mehrere weitere Anrufe besorgter Bürgerinnen und Bürger bei der Polizei eingingen. Den Polizistinnen und Polizisten gelang es nach rund zehn Minuten das Tier zu befreien und wieder in die Wildnis zu entlassen. Eine Passantin meldete der Polizeiwache nur kurze Zeit später, dass in den Lange Erlen ein Schaf durch den Weidezaun «ausgebrochen» sei und nun nicht mehr zur Herde gelange. Als die Polizisten eintrafen, hatte sich das Tier im Elektrozaun verfangen. Die Polizisten befreiten das in Panik geratene Tier (Bild: Kantonspolizei Basel-Stadt), welches anschliessend wieder von seiner Herde aufgenommen wurde.