Dienstag, März 26, 2019

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Kleinbasel

Kampf um Parkplätze in der Wettsteinallee

  • Mittwoch, 08 April 2015 00:00

Das westliche Ende der Wettsteinallee hat mit einer Allee wenig gemeinsam. Im Bereich zwischen dem Wettsteinplatz und dem Riehenring fehlen nämlich die Bäume entlang der Strasse. Die Regierung will das ändern und plant, nächstes Jahr zwischen dem Riehenring und der Rheinfelderstrasse eine Baumreihe zu pflanzen und die Trottoirs zu verbreitern. Die Umgestaltung soll im Rahmen der Erneuerung der Strasse und der Werkleitungen erfolgen.
Vor allem die Tatsache, dass für die Bäume rund 20 Parkplätze geopfert werden müssten, passt einer Mehrheit der Anwohnerinnen und Anwohner nicht. «Mehr als 70 Prozent der Anwohner sind gegen eine Parkplatzreduktion und gegen die Verbreiterung des Trottoirs», erklärt Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel. Zwei Drittel der Anwohner sprechen sich zudem deutlich gegen die Pflanzung von neuen Bäumen aus, wie Seiler erklärt. Die Zahlen gehen aus einer Umfrage hervor, die der Neutrale Quartierverein Oberes Kleinbasel (NQV) durchgeführt hat. Auf die Umfrage haben 105 Anwohner geantwortet.
Der Kleinbasler FDP-Grossrat Mark Eichner hat zum Thema eine Interpellation eingereicht. Darin hat er die Regierung unter anderem gefragt, ob sie mit Zahlen belegen kann, welche Auswirkungen die Parkplatzreduktion auf das Quartier hat. «Nein. In Basel stehen rund 100 000 private und öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Auswirkungen einer lokalen Aufhebung einer verhältnismässig geringen Anzahl von Parkplätzen lassen sich nicht mit einem im Vergleich zum Nutzen vertretbaren Aufwand untersuchen», schreibt die Regierung in ihrer Antwort.


Noch immer 42 Parkplätze
Grossrat Eichner wollte ebenfalls wissen, wie der Regierungsrat die Parkplatzsituation im Wettsteinquartier einschätzt. Die Antwort lautet folgendermassen: «In allen Basler Wohnquartieren ist das Angebot an Parkplätzen auf Allmend beschränkt. Je nach Quartier ist die Auslastung unterschiedlich gross.» Auch nach der vorgesehenen Umgestaltung stünden auf der Allmend noch immer rund 42 Parkplätze im Abschnitt Rheinfelderstrasse bis Rührbergerstrasse zur Verfügung, meint die Regierung. Weitere Parkmöglichkeiten bestünden in der näheren Umgebung auch auf Privatgrund, so etwa in der Neuüberbauung des alten Kinderspitals. Daniel Seiler schliesst daraus, «dass die Reduktion der Parkplätze rein aufgrund politischer Motive erfolgte». So habe die Regierung keine konkreten Zahlen über die Anzahl Parkplätze im Quartier genannt. «Für die FDP Kleinbasel ist diese Situation nicht akzeptierbar. Wir werden das Projekt weiter bekämpfen und uns auch in Zukunft für mehr Transparenz bezüglich Parkplätze einsetzen», betont Seiler.

Petition eingereicht
Auch die LDP Kleinbasel kämpft für den Erhalt der Parkplätze in der Wettsteinallee. Genau 508 Personen haben eine LDP-Petition gegen das Umgestaltungsprojekt unterschrieben. Am 15. April wurden die Unterschriften im Rathaus der Petitionskommission übergeben.
Die Kosten für die Sanierung des besagten Strassenabschnitts belaufen sich übrigens auf insgesamt 1,4 Millionen Franken, wovon 609 000 Franken zulasten der Werkleitungseigentümer IWB und Swisscom gehen. Die Umgestaltung selbst kostet 290 000 und die Baumpflanzungen 195 000 Franken.

Othella Dallas spielt am Blues Festival

  • Mittwoch, 08 April 2015 00:00

Das 16. Blues Festival Basel zündet vom 14. bis 19. April im Volkshaus Basel wiederum ein brillantes Feuerwerk.

Den fulminanten Start im Basler Volkshaus legen am Dienstag, 14. April – bei freiem Eintritt – fünf ausgesuchte Nachwuchsbands hin. Am Mittwoch, 15. April, wird der Gewinner der letzten Promo Blues Night 2014, das Duo Chubby Buddy aus Thun den Abend eröffnen. Es folgt die Übergabe des SWISS BLUES AWARD 2015.
Der Donnerstag, 16. April, verspricht eine Art Premiere zu werden. An diesem Abend steht ausschliesslich Zydeco- und Cajun-Musik auf dem Programm: Seit vielen Jahren hat sich die deutsche Handharmonikaspielerin Zydeco Annie mit ihren «Swamp Cats» der Cajun- und Zydecomusik Louisianas verschrieben. Mindestens so gespannt aber darf man auf den 78-jährigen Joe Douglas sein. Der amerikanische Sänger und Accordeonspieler gilt als einer der Pioniere der Musik Louisianas.
Am Freitag, 17. April, möchte das Blues Festival Basel unter Beweis stellen, dass auch die Europäer guten Blues machen können. Als die «ältesten Newcomer der Schweiz» werden sie gehandelt, die Blues-Veteranen Pfuri Baldenweg, Zach Prather und Kniri Knaus. Nach 30 Jahren wollten es die zwei Überlebenden dieses legendären Trios Pfuri und Kniri nochmals wissen, schlossen sich mit dem amerikanischen Musiker Zach zur Band «Grand Cannon» zusammen. Das Konzert fortsetzen wird die Band «A Contra Blues» aus Spanien, die als Gewinnerin des European Blues Challenge 2014 Aufmerksamkeit erregt hat. Den Abend abrunden wird die Mitch Kashmar Blues Band (USA/D). Der Sänger und Mundharmonikaspieler Mitch Kashmar wird in puncto Blues-Harmonica weltweit zu den Top Ten der Szene gerechnet.
Den Höhepunkt des Festivals setzt der Samstag Abend, 18. April. Angefangen mit der fast 90 Jahre jungen Sängerin und Tänzerin Othella Dallas, die mit ihrer unglaublichen Lebensenergie und Power auf der Bühne manch 30-jährige Musikerin alt aussehen lässt. Last but not least der zum musikalischen Joker des Blues Festival Basel mutierte Chicago-Basler Sam Burckhardt: Zusammen mit dem Mundharmonikaspieler Jim Liban und dem musikalisch vielseitigen Gitarren-Crack Joel Paterson wird Saxophonist Burckhardt den Schlusspunkt setzen.
 
www.bluesbasel.ch

Atelier-Theater Riehen spielt Komödie

  • Dienstag, 07 April 2015 00:00

Am Samstag, 11. April feiert das Stück «Der dressierte Mann» im Atelier-Theater Riehen Premiere.
Die Komödie stammt von John von Düffel und wird bis zum 16. Mai 2015 aufgeführt.

Es spielen:
- Simon Rösch als Bastian
- Birgit Niethammer als Helen
- Isolde Polzin als Konstanze
- Bernadette Brack-Strittmatter als Dr. E. Schröder

Zum Inhalt: Ausgerechnet am Abend, an dem Bastian Helen mit einem Candle-Light-Dinner und einem Verlobungsring zu Hause überraschen möchte, wird es bei seiner Freundin etwas später. Der Chef hat ihr den Job als Chief Executive Officer (CEO) angeboten, auf den Bastian allerdings selbst insgeheim spekuliert hatte. Statt Romantik gibt es nun eine handfeste Beziehungskrise, denn welcher Mann erträgt es schon, wenn ihn seine Partnerin auf der Karriereleiter überholt? Während Helen darum ringt, eigene Ambitionen, die gekränkte Eitelkeit ihres Freundes und Familienplanung miteinander zu vereinen, treten ungebeten Mutter und Schwiegermutter auf den Plan. Gnadenlos pragmatisch entwickeln die beiden die weibliche Strategie fürs 21.Jahrhundert: denn wenn die Frau selbst für Wohlstand und Sicherheit sorgen kann, wozu braucht sie dann noch einen Mann....?
 

Der dressierte Mann
Komödie von John von Düffel

Atelier-Theater Riehen
Baselstrasse 23, Riehen
bis 16. Mai 2015
jeweils Freitag und Samstag, 20 Uhr

Billettvorverkauf:
Infothek Riehen, Baselstr. 43, Telefon 061 641 40 70
Basler Zeitung, Aeschenplatz 7
Abendkasse: 1 Stunde vor Beginn

www.ateliertheater.ch

«Umnutzung Fitnessclub in Hinterhaus in Sex-Betrieb (mit bestehendem Restaurationsbetrieb)» steht seit Anfang März auf einer Baupublikation an der Amerbachstrasse 45. Mit «Fitnessclub» gemeint ist der FKK Saunaclub Basel im Hinterhof. Wie der «Vogel Gryff» weiss, hat diese Baupublikation mindestens acht Einsprachen ans Bau- und Gewerbeinspektorat ausgelöst, mitunterzeichnet von über 150 Anwohnenden. «Die Veröffentlichung unter dem Titel <Umnutzung Fitnessclub ... in Sexbetrieb> ist irreführend und missbräuchlich», schreiben etwa Käti Ensner und Fritz Witschi von der Amerbachstrasse 61 in ihrer Einsprache.
Ihre Begründung: Bereits die Bewilligung von 2008 für den «Fitnessclub» sei nur dank irreführenden Angaben erteilt worden; von Anfang an habe dort ein Sex-Betrieb und nie ein Fitnessclub bestanden. «Wenn heute von der Umwandlung eines Fitnessclubs (der nie existierte) in einen Sexbetrieb (der seit sieben Jahren existiert) gesprochen wird, müssen wir das als eine erneute Irreführung der Öffentlichkeit verstehen», halten sie fest. Das Baugesuch stelle bloss den Versuch dar, den illegalen Sexbetrieb zu legalisieren. Sie weisen ferner darauf hin, dass das FKK-Gebäude in einem Hinterhof stehe, umringt von Wohnblocks, in denen Familien wohnen und ein Behindertenwohnheim untergebracht sei. Auf der andern Strassenseite befänden sich zwei Kindergärten; auch das Bläsi- und Dreirosenschulhaus seien nicht weit. «Es ist ein Hohn, dass an einem solchen Ort ein Sexbetrieb eingerichtet wurde, der sich in der Eigenwerbung als <Grösster, erotischer Wellnessclub in Basel> bezeichnet.» Gemäss FKK-Website seien an Wochentagen 10 bis 15, an Wochenenden gar bis zu 25 Sexarbeiterinnen tätig.


Anwohner massiv gestört
In dieselbe Kerbe schlägt der Verein abilia, der in der Liegenschaft Amerbachstrasse 37 ein Behindertenwohnheim betreibt. Präsidentin Margreth Spöndlin schreibt in ihrer Einsprache, das FKK werdem von 11 Uhr morgens bis nach Mitternacht und am Wochenende bis in die frühen Morgenstunden betrieben. «Dadurch werden wir als in nächster Nachbarschaft Anwohnende massiv gestört» – durch zusätzlichen Autoverkehr, nächtliche Belästigungen, Lärm, Streitereien und Läuten an der Hausglocke. Spöndlins Fazit: «Ein solcher Sexbetrieb passt nicht in ins Wohnumfeld.»
Die abilia-Präsidentin führt an, beim Gesuch seien diverse Firmen involviert. Im Gesuch erwähnt sind die Mereas GmbH als Projektverfasserin und die MS Marketing Solutions AG als Mieterin des Hinterhauses und Betreiberin des FKK Saunaclubs Basel. Zudem teilen die HDO Service GmbH und die KMS Verwaltungs GmbH mit dem FKK Saunaclub den Briefkasten. Spöndlin: «Um die Verantwortlichkeiten zu klären, ist deshalb ein genaueres Betriebskonzept erforderlich.»


Neu: Fixe Zweckbestimmung
Ein weiterer Einsprecher hat festgestellt, dass diesmal die Eigentümerschaft selbst und nicht mehr die Mieterin die aktuelle Bewilligung beantragt hat. Damit würde aber die Liegenschaft neu eine fixe Zweckbestimmung als Sex-Betrieb erhalten, moniert er. Die Absicht sei klar: Sollte das Bordell bewilligt werden und danach mit der Nachbarschaft in Konflikt geraten, kann die Eigentümerschaft einfach die Betreiberin austauschen, ohne eine neue Bewilligung einholen zu müssen. Alle Einsprechenden kommen deshalb zum selben Schluss: Das Umnutzungsgesuch sei von den Behörden abzulehnen.
Der «Vogel Gryff» wollte die Eigentümerschaft des Hinterhauses Amerbachstrasse 45 mit den Vorwürfen konfrontieren. Doch eine E-Mail an die Miteigentümerin Tanja Hinze blieb unbeantwortet. Und die Telefonnummer eines Miteigentümers stellte sich als ungültig heraus.