Montag, August 20, 2018

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Kleinbasel

Illegales Camping in Kleinhüningen

  • Donnerstag, 30 Oktober 2014 00:00

Zuerst haben sich Anwohner nichts dabei gedacht, als vor einiger Zeit ein Mann sein Wohnmobil inklusive Anhänger in ein blaues Parkfeld an der Bonergasse hinter dem Schulhaus Kleinhüningen stellte. Dass sich der Mann dort offensichtlich für längere Zeit fest eingerichtet hat, erstaunte dann die Anwohner umso mehr.

Wohin geht der Toiletteninhalt? 

Das Wohnmobil und der Anhänger sind aufgebockt, damit sie topfeben stehen. An seinen Fahrzeugen hat er Velos angekettet, zudem steht ein Motorroller hinter dem Wohnanhänger. Neben und unter den Fahrzeugen stehen mehrere Plastikeimer. Entsorgt er damit den Inhalt der Toilette? «Und wo leert er das Dreckwasser hin?», fragt man sich im Dorf. Er habe vier Parkkarten gelöst und somit das Recht, die Plätze zu belegen, erwiderte der Mann einem Anwohner, der ihn auf die Situation ansprach.

Mehr als reines Parkieren

Stimmt das wirklich? Der Erwerb einer Parkkarte für die Blaue Zone berechtige den Inhaber zum Parkieren des auf der Karte angegebenen Motorfahrzeugs in der Blauen Zone im angegebenen Postleitzahlenbezirk, erklärt Andreas Knuchel, Mediensprecher im Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD). Das Parkieren umfasse das reine Abstellen des Fahrzeuges. Wenn Fahrzeuge zum Beispiel von den Rädern gehoben und andersweitig abgestellt werden – zum Beispiel «aufgebockt» – und  in diesen zusätzlich, wenn auch nur zeitweise, gewohnt würde, sei dies nicht mehr als Parkieren im Sinne des Gesetzes anzusehen, sondern als «Sondernutzung des öffentlichen Raums», präzisiert Knuchel. Eine Sondernutzung von Allmend sei aber bewilligungspflichtig. Für die Ausstellung solcher Bewilligungen sei das Bau- und Verkehrsdepartement zuständig, fährt Knuchel fort. Falls jemand gegen die oben erwähnten Vorschriften verstösst, kann dies mit einer Busse bestraft werden, wie Knuchel weiter ausführt. Sollte ein Sachverhalt wie oben aufgeführt festgestellt werden, würde dem Halter oder der Halterin eine Frist erteilt, um das Fahrzeug von der entsprechenden Stelle zu entfernen. «Nötigenfalls können Fahrzeuge, welche die Allmend über Gebühr beanspruchen, nach 10 Tagen weggeschafft werden», sagt Knuchel.

Parkplatznot in Kleinhüningen

Georges Böhler, Präsident des Dorfvereins Kleinhüningen, wäre sehr froh um diese Lösung. Böhler weist auf den Parkplatzmangel in Kleinhüningen hin. «Bei der Verlängerung der Tramlinie 8 hat man uns schon 60 Parkplätze weggenommen. Obwohl das versprochen wurde, hat man sie nicht ersetzt», klagt Böhler. Das Parkplatzproblem sei akut in Klein­hüningen.

 

Staat saniert Fassade an Privathaus

  • Donnerstag, 30 Oktober 2014 00:00

Thomas Lachenmeier, Inhaber des Farbengeschäfts Lachenmeier, musste sich schon einiges anhören wegen der Wand vis-à-vis der Polizeiwache Clara. Die Fassade, die direkt neben der Liegenschaft von Lachenmeier steht, ist an sich schon ein Schandfleck. In letzter Zeit hat zudem der Zahn der Zeit an der Wand genagt. Als ein Helikopter in der Nähe zu tun hatte, seien wegen der aufgewirbelten Luft Fassadenteile durch die Luft geflogen, erzählt man sich im Quartier.

Fassade gehört dem Staat 

Kein Wunder fragte man sich, warum Thomas Lachenmeier die Fassade nicht saniert. «Weil die Fassade uns nicht gehört», sagt Lachenmeier dazu. Hinter der Wand befinde sich eine Brandmauer, und erst dahinter würden die Lachenmeierschen Liegenschaften beginnen. Ältere Leute können sich noch an den Durchbruch erinnern, der nötig war, um die kurze Gasse zwischen der Clarastrasse und dem Clarahofweg zu bauen. Aus unerfindlichen Gründen wurde die Fassade damals stehen gelassen. Seither «klebt» sie am Haus der Firma Lachenmeier. Vor einigen Wochen hat der Kanton nun mit der Sanierung begonnen. Wie ein Sprecher von Immobilien Basel-Stadt erklärte, könnte diese bis zum Frühling dauern. Wegen der OSZE-Ministerkonferenz vom 4. bis 5. Dezember müssten die Arbeiten unterbrochen werden. Je nach Witterung könnte danach erst wieder im Frühling gebaut werden.

Keine aufgemalten Fenster

Die künftige Farbe der Fassade sei noch nicht festgelegt. Dem Wunsch einiger Anwohner, die Fassade wenigstens mit aufgemalten Fenstern zu verschönern, könne Immobilien Basel-Stadt nicht entsprechen. «Das ist definitiv nicht geplant», erklärte der Sprecher.

 

Roche investiert drei Milliarden im Kleinbasel

  • Mittwoch, 22 Oktober 2014 00:00

zen. Der Pharmakonzern Roche setzt voll auf den Standort Basel. In den nächsten zehn Jahren werden auf dem Areal im Kleinbasel rund drei Milliarden Franken investiert, wie Konzernchef Severin Schwan am 22. Oktober erklärte. Kernstück des Ausbauprojekts ist der Neubau eines 50-stöckigen Bürogebäudes. Damit erhält der sich im Bau befindliche Roche-Turm einen Kollegen. Dieser soll gleich daneben –auf der anderen Seite der Grenzacherstrasse – erbaut und bis 2021 eröffnet werden. Der zweite Turm kostet 550 Millionen und wird mit 205 Metern und 50 Stockwerken noch etwas höher als der erste.

Auf dem Gelände des heutigen Baus 74 baut Roche bis 2018 zudem ein neues Forschungszentrum. Es besteht aus vier Büro- und Laborgebäuden von unterschiedlicher Höhe und soll 1,7 Milliarden kosten. Insgesamt steckt der Konzern weitere 700 Millionen in die Erneuerung bestehender Gebäude am Standort Basel. Un das architektonisch herausragende Verwaltungsgebäude (Bau 21) wird vollständig renoviert, was weitere 85 Millionen Franken verschlingt.

9000 Mitarbeitende in Basel

Roche beschäftigt am Standort Basel gegenwärtig rund 9000 Mitarbeitende. Auch nach dem Bezug des sich im Bau befindlichen ersten Turms werden noch 3000 Mitarbeitende ausserhalb des Standortes über ganz Basel verteilt sein, wie Schwan weiter ausführte. Mit der Verdichtung des Standorts sollen bis etwa 2021 möglichst alle Mitarbeitenden auf dem Areal zusammen gezogen werden. «Roche setzt langfristig auf die Schweiz und Basel als Konzernhauptsitz und gleichzeitig einen unserer weltweit wichtigsten Standorte. Hier in Basel ist die gesamte Wertschöpfungskette vertreten. Mitarbeitende aller Unternehmensbereiche, für die wir ein attraktives Arbeitsumfeld wollen, leisten hier einen entscheidenden Beitrag zur Innovationskraft der Roche Gruppe», kommentierte Schwan die Ausbaupläne.

Lesen Sie mehr über die Pläne der Roche im nächsten «Vogel Gryff» vom 30. Oktober. In unserer gedruckten Ausgabe werden auch weitere Visualisierungen der geplanten Roche-Gebäude präsentiert.

Kleinbasel – ein kulinarisches Paradies

  • Mittwoch, 15 Oktober 2014 00:00

In der Deutschschweiz gibt es keinen Ort, an dem man besser isst als in Basel. Nirgendwo drängen sich so viele Gourmet­lokale auf derart engem Raum. Aus Kleinbasler Sicht braucht man nur einen Sprung über den Rhein zu tun, um beim «Koch des Jahres» Peter Knogl eine Mahlzeit einzunehmen. Der Bayer kocht mit seinem Team im Restaurant Cheval Blanc im Hotel Les Trois Rois. Für seine Spitzenküche wurde er von Gault Millau mit 19 Sternen ausgezeichnet – eine Bewertung, die kaum übertrumpft werden kann.

Auf einer Höhe mit Grandits

Nur einen Stern weniger hat Peter Moser (Bild) vom Restaurant Les Quatres Saisons an der Clarastrasse ergattert. Mit sage und schreibe 18 Punkten bewegt er sich auf derselben kulinarischen Hochebene wie das Stucki von Tanja Grandits. «Mit neuem Team und alter Klasse» habe er sich die Auszeichnung redlich verdient, schreibt die «Schweizer Illustrierte». Höhepunkte im Repertoire von Peter Moser sind eine Terrine de Foie gras, ein Turbot-Fisch mit frischer Meerwassernote, kleine Morcheln mit Spinat und Schalottenbrunoise, ein Scampo mit Zitronengras-Weinschaum und ein Loup de Mer mit Fregola. Stolz kann auch Roger Willi­mann sein. Mit seiner Crew kocht er im Restaurant Schifferhaus in Kleinhüningen auf 14-Punkte-Niveau. Eine Wucht seien dort das Kartoffelsavarin mit Brunnenkresse-Smoothie, das Crevettentatar, die Entenbrust und die Kaki-Cannelloni, schreiben die Experten von Gault Millau.

13 Punkte für das Hotel Krafft 

Den letzten Platz im Reigen der Gourmet-Lokale im Kleinbasel nimmt das Hotel Krafft ein. Die Küche von Silvio Wieland war den Testessern 13 Punkte wert. Gelobt wird dort das «Hin und Her zwischen klassischer Kochkunst und neuen Ansätzen». Als Beispiel genannt wird Schwarzwurzeltatar auf rohem, mildem Eigelb.