Dienstag, Oktober 16, 2018

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Kleinbasel

Diese Woche hat die Glitzer- und Glamourwelt der Uhren und des Schmucks das Kleinbasel wieder in Beschlag genommen. Die Hotels sind ausgebucht, die Restaurants und Bars sind voller als sonst, viele Private verdienen sich mit der Vermietung ihrer Wohnung ein schönes Zubrot – vom 19. bis zum 26. März beherrscht die Baselworld die Stadt.

1500 Uhrenmarken sind da
An der grössten Uhren- und Schmuckmesse der Welt sonnt sich die Branche im eigenen Glanz. Mehr als 150 000 Besucherinnen und Besucher und 4000 Journalisten aus aller Welt werden an der grössten Uhren- und Schmuckwesse erwartet. Sie alle brennen darauf, zu erfahren, welche Innvoation die Luxusbranche dieses Jahr neu präsentiert. Nicht weniger als 1500 Uhrenmarken aus 40 Ländern haben Basel als Ort für die Vorstellung ihrer neusten Kreationen gewählt.
Dabei darf man vor allem gespannt sein, welche Antwort die Schweizer Uhrenfirmen auf die kürzlich vorgestellte Applewatch haben. Swatch hatte bereits vergangene Woche eine neue Smartwatch vorgestellt. Ebenfalls aus der Deckung heraus wagen will sich das Genfer Unternehmen Frédérique Cons­tant.
Und die Marke Tag Heuer, die zum französischen Luxusgüterkonzern LVMH gehört, arbeitet ebenfalls emsig an ihrer ersten Smartwatch.
Die Zeiten, als in der Schweizer Uhrenbranche reine Goldgräberstimmung herrschte, scheinen allerdings vorerst vorbei zu sein. Die Aussichten der stark export­abhängigen Uhrenindustrie haben sich nach der Freigabe des Frankenkurses im Januar deutlich eingetrübt, wie in verschiedenen Medien zu lesen war.

Baselworld als Gradmesser
Der Schweizerische Uhrenverband rechnet nach dem Rekordergebnis von 2014 mit einer Stabilisierung auf hohem Niveau. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr waren die Schweizer Uhrenexporte auf 22,2 Milliarden Franken angestiegen. Weil die meisten Uhrenhersteller an der Baselworld den grössten Teil ihres Umsatzes machen, ist die Messe ein sehr guter wirtschaftlicher Gradmesser. Auch im Übernachtungsbereich gab es während der Baselworld schon rosigere Zeiten, wie die «bz Basel» schreibt. Sowohl Hotels wie auch Agenturen, die private Wohnungen vermitteln, haben gegenüber der bz berichtet, dass die Anfragen dieses Jahr leicht zurückgegangen sind. Grund dafür könnte die populäre Internetplattform Airbnb sein, die Zimmer und Wohnungen mit Kommissionen von nur zehn Prozent vermittelt, während andere Agenturen zwischen 25 und 40 Prozent einstreichen.

Neue Hallen seit 2013
Zum dritten Mal findet die Baselworld in den neuen Messehallen statt, die am 23. April 2013 eröffnet wurden. Mit 430 Millionen Franken war der Neubau der Messe Basel die grösste Investi­tion, die je im Schweizer Messewesen getätigt worden ist.

«Kurt Brun kann ich nicht ersetzen»

  • Mittwoch, 18 März 2015 00:00

Der neue Meister E.E. Bürgerkorporation Kleinhüningen heisst Rolf Heidolf. Der 58-Jährige ist gelernter Elektriker. Er wohnt seit 15 Jahren in Kleinhüningen und arbeitet im Hausdienst einer Privatbank. Als Meister E.E. Bürgerkorporation Kleinhüningen will vor allem neue Mitglieder gewinnen.

Herr Heidolf, Sie sind am 10. März zum Meister E.E. Bürgerkorporation Kleinhüningen gewählt worden. Was bedeutet Ihnen das?
Rolf Heidolf: Ich bin seit 13 Jahren im Vorstand der Bürgerkorporation, habe viele Funktionen ausgeübt und einen entsprechend grossen Einblick erhalten. Der Tod unseres Meisters Kurt Brun hat mich sehr geschmerzt – ebenso die Tatsache, dass niemand aus dem Vorstand den Meisterposten übernehmen wollte. So habe ich einmal laut darüber nachgedacht, dass, wenn es niemand machen will, ich mich zur Verfügung stelle. Kaum hatte ich das gesagt, war ich praktisch schon gewählt!

Wie weit ist eine Ehre, Meister zu sein?
Ich sehe es mehr als Verpflichtung, da kommt einige Arbeit auf mich zu. Und ich werde einige Entscheidungen zu fällen haben.

Kurt Brun wurde damals auch als «Bürgermeister von Kleinhüningen» bezeichnet. Er hat wohl eine Lücke hinterlassen, die man kaum füllen kann.
Das stimmt. «Bürgermeister» bin ich noch lange nicht. Ich werde mein Möglichstes tun, aber Kurt ersetzen kann ich nicht.

Was nehmen Sie als erstes in Angriff?
Mein Ziel ist es nicht, einen neuen Messeturm zu bauen. Ich möchte die Sache langsam angehen. Mein erstes und oberstes Ziel ist es, den einen oder anderen neuen Korporationsbruder zu gewinnen. Wir haben nur noch 60 Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von rund 56 Jahren. Wie die Mitgliederwerbung funktionieren könnte, diskutieren wir an der nächsten Vorstandssitzung. Für die Aufnahme in die Bürgerkorporation gibt es eine grosse Hürde: Man muss nicht nur zwei Jahre in Kleinhüningen gewohnt haben, sondern auch Basler Bürger sein. Zudem können wir leider keine Frauen aufnehmen.

Was bringt die Mitgliedschaft in einer Bürgerkorporation?
Die Mitsprachemöglichkeit. Man kann Vorschläge unterbreiten, die der Vorstand prüfen muss. Jedes Jahr gibt es ein Korporationsessen, alle drei Jahre eine Reise. Es geht auch darum, das Dorfleben mitzugestalten. Wir haben die Federführung bei der Organisation des Banntages. Und wir helfen bei der Organisation des Altersheimausflugs und beim Einschaltfest für die Weihnachtsbeleuchtung mit. Einen grossen Beitrag zum Dorfleben haben wir im Juni 1990 mit der Durchführung des Festes «Kleinhüningen 350 Jahre bei Basel» durchgeführt.

Wie wichtig ist in der heutigen Zeit noch die Pflege des Dorfgeists und der Identität?
Wie wichtig das ist, sieht man am Banntag: Dort sind alle Alterskategorien vertreten.

Wie stark sind Sie selbst in Kleinhüningen verwurzelt?
Ich bin ein Kleinbasler, der zufällig nach Kleinhüningen gezogen ist, weil er mit seiner Familie eine grössere Wohnung gesucht und gefunden hat. Ich wohne sehr gern in Kleinhüningen und bin auch Mitglied im Ruder-Club Schleppi.

Oft hört man, die Kleinhüninger würden anders ticken. Was heisst das genau?
Man identifiziert sich mit Kleinhüningen. Im Gundeli, im St. Johann oder im Wettstein ist dies weniger der Fall, meine ich. In Kleinhüningen pflegt man den Dorfgeist und schaut zu einander. Viele wohnen in Genossenschaften, das schweisst zusammen.

Was können Sie in Kleinhüningen konkret verändern? Haben Sie die nötige Macht?
Wenn die Korporation geschlossen auftritt, wird ihre Meinung respektiert. Man hört schon auf uns. Politisch betätigen wir uns aber nicht; das gehört nicht zu unseren Aufgaben.

Die Bürgerkorporation ist 107 Jahre alt. Wie ist sie damals entstanden?
Als sich Kleinhüningen der Stadt Basel angeschlossen hat, bekam das Dorf als Gegenleistung nicht nur einen Korporations-, sondern auch einen Zunftstatus. Daraus ist 1908 die Bürgerkorporation entstanden.

 

Regierungsrat Christoph Eymann will Nationalrat werden. Die Liberal-Demokratische Partei Basel-Stadt (LDP) hat den Basler Erziehungsdirektor am 9. März für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober nominiert. Er werde im Fall einer Wahl nicht als Regierungsrat zurücktreten, sagte der Kleinbasler, der von 1991 bis 2001 bereits im Nationalrat war. Neben Eymann hat die LDP die Grossräte André Auderset, Conradin Cramer, Patricia von Falkenstein und Heiner Vischer für den Nationalrat nominiert. Eine Listenverbindung mit der FDP sei beschlossene Sache, mit den weiteren bürgerlichen Parteien würden Gespräche laufen, sagte Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein. Eine grosse bürgerliche Allianz werde es aber wohl nicht geben. Oberstes Ziel muss gemäss von Falkenstein sein, die drei bürgerlichen Sitze im Nationalrat zu halten. Bezüglich der Ständeratswahl hat die LDP noch keine Entschlüsse gefasst.

 

Am Fasnachtsdienstag gegen 1.45 Uhr wurde bei der Kreuzung Greifengasse/Rheingasse ein 30-jähriger Mann angegriffen und verletzt. Der 30-Jährige befand sich auf dem Heimweg und stellte fest, dass zwei Fasnächtler einen Mann bedrängten und zu Boden stiessen. Als er die beiden aufforderte, aufzuhören, griffen sie ihn an, schlugen ihn zu Boden, traten ihm ins Gesicht und in den Unterleib. Das Opfer blieb bewusstlos liegen und erlitt diverse Verletzungen («Vogel Gryff» berichtete).

Umfangreiche Ermittlungen haben inzwischen ergeben, dass mehr als zwei Personen beim Angriff beteiligt waren. Dank Hinweisen konnten zwischenzeitlich die mutmasslichen Täter festgenommen werden. Es handelt sich um fünf Schweizer im Alter von 24, 25, 27, 35 und 37 Jahren sowie einen Deutschen im Alter von 27 Jahren. Gegen vier Tatverdächtige hat das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft verfügt. Zwei konnten zwischenzeitlich entlassen werden. Der genaue Tathergang ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen.