Mittwoch, Dezember 19, 2018

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Kleinbasel

Walliser Schafe müssen zum Coiffeur

  • Montag, 04 Mai 2015 00:00

Die Walliser Landschafe, die Erlebnishof des Tierparks Lange Erlen leben, müssen zum Coiffeur. Am Mittwoch, 6. Mai von ca. 14 Uhr bis 16 Uhr findet idas mittlerweile achte Schafschur-Event statt. Die Schafe werden unter fachkundiger Leitung von Philippe Ammann von der Stiftung ProSpecieRara geschoren. Das Walliser Landschaf, auch Roux du Valais und früher Roux du Pays genannt, hat seine Ursprungsverbreitung im Ober- und Mittelwallis, wo es zeitweise fast ebenso häufig lebte wie das bekannte Walliser Schwarznasenschaf. Das Walliser Landschaf  ist ein ausgesprochenes Selbstversorgerschaf. Es ist sehr fruchtbar, genügsam und widerstandsfähig. Die eher grobe, lange und schnell wachsende Wolle fand früher breite Verwendung zur Herstellung von Kleidern. Die aus ihr gefertigten Strümpfe und Unterwäsche sollen sehr warm, gesund und bei Gelenk- und Rheumapatienten daher beliebt gewesen sein. Die attraktiven, rostroten Naturfarbtöne erübrigen das Färben der Wolle.

Im strömenden Regen zogen am 1. Mai kurz vor Mittag rund 1500 Demonstrantinnen und Demonstranten vom Messeplatz zum Marktplatz. Linke Politiker und Gewerkschafter wie Brigitte Hollinger, Präsidentin der SP Basel-Stadt, SP-Nationalrätin Silvia Schenker, SP-Grossrätin Toya Krummenacher und ihr Amtskollege Mustafa Atici sowie BastA!-Co-Präsidentin Tonja Zürcher setzten sich an die Spitze des Umzuges und trugen ein Transparent mit der Aufschrift «Solidarität statt Ausgrenzung». Etwas weiter hinten marschierte SP-Nationalrat Beat Jans mit. Die Demonstranten sangen die Internationale; Jungsozialisten (Juso) schwenkten ihre Rosenfahnen. «Diese Herren gefährden unsere Jobs», stand auf einem Transparent mit den Köpfen des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank. Mit dem Leitsatz «Wir stopfen euer 70-Millionen-Loch nicht» kritisierte die Gewerkschaft vpod das Sparprogramm der Basler Regierung.

Manor-Schaufenster verschmiert

Vor der Manor Greifengasse stiegen vermummte und maskierte Gestalten aufs Vordach und entrollten ein Transparent mit dem Slogan «Keine Entlassungen! Solidarität mit der Manor-Belegschaft». Die Demonstranten, die offensichtlich zur Gruppierung revolutionärer Aufbau gehörten, verschmierten danach die Schaufenster der Manor und überklebten sie mit Parolen gegen die «Manor-Bosse».

Ein Pfarrer kämpft gegen zwei Goliaths

  • Mittwoch, 29 April 2015 00:00

Zahlreiche Hauseigentümer und Anwohner des Wettsteinquartiers sind wenig begeistert von den Ausbauplänen des Pharma­riesen Roche. Die Anwohner sorgen sich um noch mehr Verkehr, vor Schatten hinter den Neubauten – und vor einer Baustelle, die zehn Jahre dauert. Im kürzlich gegründeten Verein «Hauseigentümer und Anwohner Wettsteinquartier» (HEAW) kämpfen sie für mehr Lebensqualität im Quartier. Anwohner Franz Sabo (61), der als katholischer Pfarrer in ­Röschenz (BL) arbeitet, ist Vorstandsmitglied und Mediensprecher des Vereins HEAW.

Herr Sabo, Sie wagen es, sich gegen Roche zu erheben. Das ist ja ein Kampf David gegen Goliath.
Franz Sabo: In erster Linie kämpfen wir nicht gegen jemanden, sondern wir setzen uns dafür ein, dass die Lebensqualität in unserem Quartier nicht gänzlich unter die geradezu sprichwörtlichen Räder gerät.

Hat Roche zu wenig gut über das Ausbauprojekt informiert?
Nein, dieses Gefühl haben wir nicht. Das grössere Problem haben wir mit dem Bau- und Verkehrs­departement.

Das Hauptproblem ist also der Verkehr?
Eines der Hauptprobleme. In der Grenzacherstrasse liegt der Lärm schon jetzt über den Grenzwerten. Aber auch das Licht- und Schattenproblem wegen der geplanten Neubauten darf nicht unterschätzt werden. Und die Menschenmassen, die sich hier bewegen werden. Bis in zehn Jahren haben wir doppelt so viele Leute, die auf dem Roche-Areal arbeiten. Und das mit dieser katastrophalen Verkehrssituation!

Was meinen Sie damit?
Eine perfekte Lösung für die Verkehrsprobleme haben wir auch nicht. Lösungen würden wir gern mit Roche und dem Kanton diskutieren. Aber wir haben Vorschläge gemacht: Zum Beispiel keine lärmigen und emissionsreiche Motorbusse und die Reduktion des Busverkehrs durch die Grenzacherstrasse auf ein erträgliches Mass. Zudem fordern wir, über eine Tramlinie nachzudenken, sofern der Busverkehr dadurch deutlich eingeschränkt wird. Wir fragen uns, ob es die Haltestelle Rosengartenweg braucht, wenn es 100 Meter weiter wieder eine Haltestelle hat. Ein Problem ist die Reduktion der Parkplätze, was zu viel Suchverkehr führt.

Ein Turm steht ja schon. Und bis jetzt gab es kaum Widerstand dagegen.
Das stimmt. Aber jetzt ist bei den Anwohnern die Frustrationsgrenze überschritten. Der zweite Turm wird über 200 Meter hoch, und praktisch vor der Nase der Anwohner wird ein weiterer Koloss mit 132 Metern Höhe erstellt.

Wie tief sitzt der Frust?
Es ist vor allem Angst – und ein Gefühl der Ohnmacht. Alle Leute, die jetzt um die 60 sind, müssen damit rechnen, dass sie den Rest ihres Lebens auf einer Baustelle wohnen, die es in sich hat, was Lärm, Dreck, Schattenwurf und Menschenmassen betrifft. Die Baustelle soll über zehn Jahre dauern.

Roche hat ja mit dem Kanton ein Mobilitätskonzept erarbeitet ...
... ja, aber nicht mit uns! Roche wird praktisch alles zugestanden, und wir Anwohner werden kaum einbezogen. Es nützt nichts, wenn der Kanton bei uns im Quartier Begegnungszonen einrichtet – das sind Alibiübungen.

Letzte Woche haben über 130 Personen Ihre Gründungsversammlung besucht. Was sind nun die nächsten Schritte?
Wir nehmen jetzt juristische Abklärungen vor, um zu wissen, welche Chancen und Möglichkeiten wir haben. Es geht auch um die Frage von Entschädigungen an die Hausbesitzer. Da sehen wir gewisse Möglichkeiten. Wir merken jedoch, dass es gar nicht so einfach ist, Anwälte zu finden, die weder mit der Roche noch mit dem Kanton verbandelt sind. Zweitens möchten wir unbedingt mit Roche und dem Kanton konstruktive Gespräche führen.

Sind Ihre Forderungen nicht etwas illusorisch?
Wir verlangen ja nicht, dass der Turm nicht gebaut wird. Wir verlangen nur, gemeinsam eine verträgliche Lösung für die Anwohner zu finden – das ist doch nicht illusorisch.

Würden Sie Ihre Forderungen bis vor Bundesgericht ziehen?
Klar. Wer A sagt, muss auch B sagen. Wir hoffen aber nicht, dass es so weit kommt, sondern wünschen, dass wir vorher mit Roche zu einer gütlichen Regelung gelangen.

 

Die Junge CVP Basel-Stadt (JCVP) präsentiert eine eigene Fünferliste für die Nationalratswahlen vom Oktober. Folgende fünf Kandidaten wurden nominiert: Patrick Huber (1991) ist Einwohnerrat in Riehen, Präsident der JCVP und Wirtschaftsstudent. Tiziana Conti (1988) studiert Jus und ist Präsidentin der CVP Kleinbasel; Manuela Hobi (1988) arbeitet als Anwältin und ist Vizepräsidentin der CVP Grossbasel-Ost. Die angehende Französischlehrerin Laura Dütting (1988) und der Wirtschaftsstudent Benjamin Achermann gehören beide dem Vorstand der JCVP an. «Die JCVP ist überzeugt, mit diesen fünf profilierten Jungpolitikern und einem sachorientierten Wahlkampf ihr grosses Potential ausschöpfen zu können und wieder als stärkste bürgerliche Jungpartei aus den Wahlen hervorzugehen», teilte der Vorstand der Jungpartei mit.