Mittwoch, Dezember 19, 2018

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Kleinbasel

In Bettingen brannte ein Gartenhaus

  • Mittwoch, 20 Mai 2015 00:00

Am Mittwoch, 20. Mai, kurz nach Mitternacht brannte in Bettingen am Weingärtenweg ein Gartenhaus. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Personen wurden keine verletzt. Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass Nachbarn das Feuer festgestellt und die Rettungsdienste verständigt hatten. Kurze Zeit später konnte die Berufsfeuerwehr den Brand löschen. Die Brandursache ist noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft.

Skandal um «Rosie» am Wiesenplatz

  • Montag, 18 Mai 2015 00:00

Sie ist kerngesund und blüht in voller Pracht. Sie steht am Wiesenplatz, gemeinsam mit drei anderen «Kolleginnen». Anwohnerinnen und Anwohner, die an ihr hängen, haben sie «Rosie» getauft. Und die Anwohner kämpfen für sie. Denn die Rosskastanie soll der Motorsäge zum Opfer fallen, weil das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) den Wiesenplatz komplett umgestaltet. Martin Elsener, Wirt im gegenüberliegenden Restaurant Depot 14, sammelt Unterschriften gegen die Fällung von «Rosie». «Über 800 Unterschriten sind bereits zusammen gekommen», erklärte Elsener dem «Vogel Gryff» am 13. Mai.
Die Widerstandsbewegung läuft seit dem 1. Mai. Mit dem Zitat «Bäume sind Heiligtümer» von Hermann Hesse setzen sich Anwohner für den Erhalt des Baumes ein. Rund um den Platz wurden mehrere Plakate aufgestellt. Darauf stehen Slogans wie «Wer Rosie tötet, ist ein Verbrecher» von Anwohner Allen (22) oder «Rosie ist eine 60-jährige Rosskastanie. Wir lieben sie!» von Anwohnerin Johanna (16).

Sarah Wyss stellt Fragen
Ob die Anwohner die Fällung verhindern können, bleibt abzuwarten. Die Tramhaltestelle wird umplatziert und behindertengerecht ausgebildet, und die Färberstrasse wird neu in die Wiesenstrasse geführt. Dadurch wird ein offenerer Platz geschaffen mit einem grossen Brunnen und einem Mergelplatz, der vielseitig genutzt werden kann. Auch ein Platz zum Boule-Spielen soll dort entstehen.
SP-Grossrätin Sarah Wyss kann den Ärger der Anwohner verstehen und hat eine Interpellation eingereicht. «Gibt es die Möglichkeit, am Gestaltungskonzept des Wiesenplatzes festzuhalten und gleichzeitig den geschützten Baum stehen zu lassen?», fragt Wyss die Regierung.

Im Grossen Rat beschlossen
Auf ihrer Homepage schreibt die Politikerin Sarah Wyss, dass der Entscheid – inklusive Baumfällung – bereits vor drei Jahren im Grossen Rat gefällt wurde und dabei die Baumfällung kein Thema gewesen sei – «was ich sehr bedauere». Stattdessen habe man im Grossen Rat über die rund zehn Parkplätze diskutiert, die im Rahmen der Umgestaltung aufgehoben werden.

Im «Vogel Gryff» vom 30. April wirft der Verein «Hauseigentümer und Anwohner Wettsteinquartier» (HEAW) dem Kanton vor, die Anwohner seien beim Verkehrskonzept zum Ausbau des Roche-Areals zu wenig einbezogen worden. Benno Jurt, Leiter Mobilitätsplanung im Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) und BVD-Sprecher Marc Keller nehmen Stellung zu den Vorwürfen.

Was sagen Sie zum Vorwurf, die Anwohner seien beim Verkehrskonzept nicht einbezogen worden?
Benno Jurt: Roche hat ihr Entwicklungskonzept im letzten Herbst bekannt gegeben. Dass der Verkehr eine wichtige Rolle spielt, war sofort klar. Gemeinsam mit Roche haben wir ein Verkehrskonzept erarbeitet, das während der öffentlichen Planauflage zur Verfügung steht. Im Februar haben wir gemeinsam mit Roche den Anwohnern einen Zwischenstand des Verkehrskonzepts präsentiert. Die Anwohner haben kritische Fragen gestellt und ihre Bedenken formuliert. Diese haben wir aufgenommen und geprüft. Am 8. Juni treffen wir uns mit der Kontaktgruppe Verkehr Oberes Kleinbasel zum nächsten Gespräch.

Warum haben die Anwohner trotzdem das Gefühl, zu wenig einbezogen worden zu sein?
Marc Keller: Wir haben so schnell als möglich, so gründlich wie möglich und so breit wie möglich informiert. Wir nehmen an, einige Anwohner erwarten, dass sie das Verkehrskonzept mitgestalten können. Das ist leider nicht möglich. Verkehr ist keine lokale Angelegenheit, sondern ein Gesamtsystem. Mittel- bis langfristig wird sich laut Roche die Anzahl der Mitarbeitenden an der Grenzacherstrasse auf rund 8000 Mitarbeitende erhöhen. Nach der Ausbauphase werden weiterhin rund 2000 Mitarbeitende an Aussenstellen arbeiten.

Konnten Sie bereits auf Anliegen der Anwohner eingehen?
Jurt: Ja, drei Massnahmen zur Bus-Situation Grenzacherstrasse haben wir bereits umgesetzt, resp. eingeleitet: Eine ursprünglich geplante zusätzliche Buslinie durch die Grenzacherstrasse wurde fallen gelassen. Zweitens werden Busse, die in die Garage Rankhof fahren, neu über die Autobahn geführt. Drittens prüfen wir, ob die Haltestelle Rosengartenweg verlegt werden kann, wie es die Anwohner wünschen. Auch dafür zeichnen sich längerfristig Lösungen ab.

Der Buslärm in der Grenzacherstrasses bleibt ein Problem. Die Anwohner drohen dem Kanton mit Lärmklagen.
Jurt: Wir sind uns bewusst, dass die Grenzwerte überschritten werden. Das Gesetz schreibt vor, dass bis 2018 Sanierungen nötig sind. Einige Anwohner haben bereits vom freiwilligen Angebot Gebrauch gemacht und Lärmschutzfenster eingebaut.

Im Verkehrskonzept sind aber weitere Massnahmen vorgesehen?
Jurt: Ja. Beim motorisierten Individualverkehr erwarten wir keine grossen Veränderungen. Die Parkhauszufahrten von Roche werden so geändert, dass eine direkte Zufahrt ab Autobahn möglich ist. Dadurch wird das Quartier  entlastet. Beim öV braucht es Massnahmen, die wir in drei Schritten realisieren möchten: Erstens wird das Bussystem optimiert, ohne zusätzliche Buslinien durch die Grenzacherstrasse zu führen. Bis 2023 sehen wir vor, in der Grenzacherstrasse eine Tramilinie zu bauen. Danach könnten wir die Buslinien deutlich abbauen. In der dritten Stufe arbeiten wir an einer neuen S-Bahn-Haltestelle bei der Solitude. Diese könnte ab 2025 realisiert werden.


Darüber bestimmt aber nicht der Kanton allein, oder?
Jurt: Der Kanton ist bei diesem Projekt vor allem «Lobbyist». Zuständig für den Ausbau der Bahninfrastruktur ist der Bund. Deshalb haben wir das Projekt beim Bund für den Ausbauschritt 2030 angemeldet und arbeiten gemeinsam mit dem Bundesamt für Verkehr sowie mit den SBB und DB  an eine Vorstudie. Noch wichtiger als der Bau der Haltestelle ist aber, wie viele Züge dort halten. Wir arbeiten daran, ein trinationales Angebot bereitzustellen – möglichst mit drei bis vier Zügen pro Stunde in beide Richtungen.

Die Anwohner fürchten mehr Suchverkehr, weil Parkplätze aufgehoben wurden.
Jurt: Deshalb wollen wir ein attraktives öV-Angebot schaffen. Von der Umwandlung der weissen in blaue Parkplätze wird das Quartier eher profitieren. Wir untersuchen derzeit, wie die Parkplätze im Quartier ausgelastet sind und wie viele Tagesparkkarten gelöst werden. Roche hat seit  1. April 2015 für Handwerker Parkplätze bei der Messe und im Parkhaus Badischer Bahnhof reserviert. Die Handwerker werden vertraglich verpflichtet, diese Parkplätze zu nutzen. Auch diese Massnahme wird das Quartier entlasten.

Eine Petition aus dem Quartier verlangt einen Schnellbus, der die Grenzacherstrasse umfährt. Könnte man das realisieren?
Jurt: Die Idee eines Busses vom Badischen Bahnhof über die Roche und die Schwarzwaldbrücke zum Bahnhof SBB wird weiter verfolgt, entsprechend dem Verkehrskonzept der Roche. Der Schnellbus funktioniert aber nur, wenn er auch wirklich schneller ist als die bisherigen Verbindungen.

Das Tourneetheater «Das Zelt» macht erneut Halt in Basel. Vom 15. bis 31. Mai erleben Sie auf der Rosentalanlage die Crème de la Crème der Musik- und Comedy-Szene. Den Auftakt macht der Stimmenvirtuose Martin O. Vom 16. bis 19. Mai geht im «Zelt» das internationale Circusfestival «Young Stage» über die Bühne.

Zu den weiteren Höhepunkten des Basler Gastspiels von «Das Zelt» gehören Philipp Fankhauser, Lapsus, der Clown Dimitri, die Artistik-Show Rock Circus und Carlo Brunner – und das Duo Fischbach mit seinem Programm «Endspurt». Das schrullige Kult-Ehepaar, das älter aussieht als es wirklich ist, kehrt nach vier Jahren zurück auf die Bühne. Für die Aufführung vom Sonntag, 24. Mai, 17 Uhr verlost der «Vogel Gryff» 2x2 Gratistickets. Bitte senden Sie bis zum 18. Mai unter diesem Link an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Unter den Einsendern werden am 19. Mai zwei Gewinner ausgelost, sie werden per Mail benachrichtigt. Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Wettbewerb.

Weitere Infos und Tickets unter:
www.daszelt.ch/de/tour/tournee.php