Sonntag, Februar 17, 2019

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Kleinbasel

Wenn gleich zwei Regierungsräte kommen, passiert meistens etwas Wichtiges. Hans-Peter Wessels (SP), Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartement, und Christoph Eymann (LDP), Vorsteher des Erziehungsdepartement, haben am 3. Juli die Grundsteinlegung für das Primarschulhaus auf der Erlenmatt vorgenommen. Das neue Schulgebäude bildet den Abschluss der Wohnüberbauung «Erlentor» und markiert den Auftakt zum südlichen Teil des Areals.

Primarschule und Kindergarten
Das neue Schulhaus ist nötig, weil auf der Erlenmatt 1300 neue Wohnungen entstehen. Mit der Schulharmonisierung – das heisst einer Verlängerung der Primarschule auf sechs Jahre – erhöht sich der Raumbedarf für die Primarschule zusätzlich. Für das Einzugsgebiet der neuen Primarschule Erlenmatt wurde ein Bedarf von zwei Klassen pro Jahrgang, also insgesamt 12 Klassen, plus Raum für Tagesstrukturen und zwei Kindergärten ermittelt. Nach Fertigstellung des Schulhauses werden auch die Kinder aus dem Horburg-Schulhaus ins neue Schulhaus auf die Erlenmatt umziehen.
Bei den Kindergärten ist der Zuzug von jungen Familien auf die Erlenmatt bereits spürbar: Weil der Platz in den umliegenden Kindergärten nicht mehr ausreicht, musste bereits ein zusätzliches Provisorium eingerichtet werden. Den Wettbewerb für das neue Schulhaus gewann die Basler Firma Luca Selva Architekten mit ihrem Projekt Twix. Die Dachterrassen des gestaffelten Neubaus erweitern das nutzbare Angebot an Pausenflächen und können auch für Unterrichtszwecke verwendet werden.

Strom kommt vom Auladach
Das Schulhaus wird nach Minergie-P-ECO zertifiziert und erfüllt damit sehr hohe Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz, Bauökologie und Nachhaltigkeit. Auf dem Dach der Aula ist eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung vorgesehen. Die Schulanlage soll im Sommer 2017 in Betrieb gehen. Die Gesamtbaukosten betragen rund 35 Millionen Franken, darin inbegriffen ist die Altlastensanierung des Grundstücks.

Der Verein Shift Mode will auf dem früheren Migrol-Areal auf der Klybeckinsel vier unterschiedlich grosse Holzhallen bauen, die teils miteinander verbunden werden können (siehe Abbildung rechts). Das 1,75-Millionen-Projekt, auch bekannt unter dem Namen «Holzpark», sollte ursprünglich bis Ende Mai 2015 realisiert sein. Einige Anwohner – allen voran die Wohngenossenschaft Klybeck (WGK) – haben daran allerdings wenig Freude. Eine frühere Einsprache der WGK gegen die Baubewilligung von Shift Mode haben die Behörden zwar abgelehnt. Doch dagegen hat die WGK kürzlich Rekurs eingelegt, wie sie am 30. Juni in einem offenen Brief mitteilt.
«Der Rekurs der WGK richtet sich nicht gegen die schon bestehenden Zwischennutzungen, auch nicht gegen die des Vereins Shift Mode», schreibt Martin Brändle im offenen Brief. Aber die WGK wehre sich gegen die Absicht von Shift Mode, an bis zu 180 Tagen pro Jahr kommerzielle Grossveranstaltungen mit bis zu 800 Personen durchzuführen.
Die vier Gebäude seien zusammen nur knapp kleiner als die Halle 3 der Mustermesse an der Maulbeerstrasse. «Die grösste Halle bildet eine 117 Meter lange und 9 Meter hohe Mauer gegen das Quartier», schreibt Brändle weiter. Die Anwohner fürchten auch den Mehrverkehr: Denn Shift Mode habe kein taugliches Verkehrskonzept präsentiert. «Welcher Besucher wird schon das Auto beim Badischen Bahnhof abstellen, wie von Shiftmode angedacht?», fragt Brändle.

«Keine Katastrophe»
Für Katja Reichenstein, Sprecherin des Vereins Shift Mode, ist der Rekurs «keine Katastrophe». «Wir halten die Kulturpavillons auf der Warteposition und arbeiten an unseren anderen, kleinen Projekten weiter», sagt sie zum «Vogel Gryff». Aber schade sei es schon, dass sich die Kulturhallen verzögern. Denn der Verein habe viele Anfragen für Veranstaltungen absagen müssen. Auch aus dem Quartier seien Anfragen gekommen – etwa für eine Theaterproduktion. Die Anwohner haben angekündigt, dass sie ihren Rekurs bis vor Bundesgericht weiterziehen. Deshalb kann Reichenstein nicht sagen, bis wann die Kulturpavillons stehen. Die Finanzierung sei gesichert, und es lohne sich auf jeden Fall noch, die Hallen zu bauen. Der Vertrag zwischen dem Kanton und dem Verein Shift Mode für die Zwischennutzung läuft bis 2019. Reichenstein geht aber davon aus, dass die Zwischennutzung darüber hinaus verlängert wird. 

Basler Elektrofirmen feiern 100 Jahre

  • Mittwoch, 08 Juli 2015 00:00

Zum 100-Jahr-Jubiläum des Verbands Basler Elektroinstalla­tionsfirmen (VBEI) hat sich der «Vogel Gryff» mit dem früheren VBEI-Präsidenten Freddy Loewenguth (72) und VBEI-Geschäftsführer Roger Graf (50) unterhalten.

Wie ist der Verband Basler Elektroinstallation (VBEI) vor 100 Jahren entstanden?
Freddy Loewenguth: Bevor der Verband gegründet wurde, waren zahlreiche abenteuerlustige Unternehmer als Elektriker unterwegs. Jeder hat gewurstelt, was das Zeug hält. Normen und Berechnungsgrundlagen fehlten. 1910 wurden dann in der Schweiz die ersten DIN-Normen eingeführt. Daraufhin gab es in der Branche mehrere Unternehmer, die sich zu einem Verband zusammenschliessen wollten. Aber das war nicht einfach in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit. Schliesslich rauften sich die grossen Schweizer Firmen zusammen und gründeten den Verband der Schweizer Elektroinstallationsfirmen (VSEI). Daraus sind regionale Sektionen entstanden – das war die Geburtsstunde des VBEI.

Haben sich die Elektroinstallateure früher organisiert als andere Branchen?
Ja. Der VBEI war der erste Verband der Schweiz, der vor über 70 Jahren einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) eingeführt hat. Dieser war aber nur verbindlich für alle Elektroinstallationsarbeiten auf dem Gebiet von Basel-Stadt. Das war sicher eine Pionierleistung des VBEI.


Wie hat die Elektrobranche die beiden Weltkriege überstanden?
Während des ersten Weltkriegs herrschte grosse Materialknappheit. Für Patronenhülsen wurde viel Kupfer verwendet, das fehlte den Elektrikern für ihre Leitungen. Weil Lötzinn fehlte, wurden sogar Pokale eingeschmolzen. Die Materialknappheit hat der Branche einen grossen Dämpfer versetzt. Weil sich die Leute Beleuchtungsinstallationen finanziell nicht leisten konnten, wurden solche auf Abzahlung gemacht. Eine ähnliche Situation gab es während des Zweiten Weltkriegs. Anstelle von Kupfer hat man dann Aluminium für die Leitungen verwendet.

Herr Loewenguth, Sie sind vor 50 Jahren in die Branche eingestiegen. Was hat sich seither geändert?
Früher hat das Material etwa die Hälfte gekostet und die Stunden die andere Hälfte. Seither wurden neue Techniken entwickelt, die Montagestunden sparen. So kostet heute die Arbeit 80 Prozent und das Material rund 20 Prozent. Dazu kommt, dass der Elektriker heute ein viel breiteres Tätigkeitsfeld hat – etwa in der Kommunikationsbranche und in der Informatik.

Wieso braucht es heute noch einen Verband?
Roger Graf: Wenn man die heutigen Herausforderungen betrachtet, braucht es den Verband umso mehr. Da wäre einmal die Frankenstärke, die alle betrifft. Auch bei der Vergabepolitik sind wir stark gefordert: Wir stellen fest, dass grosse Aufträge ausserhalb von Basel vergeben werden. Dass bei den Vergabenkriterien nur der Preis zählt, bereitet uns Sorgen. Wir haben nichts dagegen, wenn ausländische Firmen auf den Markt drängen. Aber es sollten für alle die gleich langen Spiesse gelten. Und alle sollten die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Missbräuche werden auch festgestellt, aber leider dauert es viel zu lange, bis die Fehlbaren gebüsst werden.

Wie geht es der Branche heute?
Loewenguth: Der Branche geht es gut, wenn man das Arbeitsvolumen anschaut. Weniger gut sieht es aus, wenn man das Preisniveau betrachtet. Es hat genug Arbeit, man müsste keinen derartigen Preiskampf führen. Die Geschichte wiederholt sich: Preiskämpfe hat man immer wieder veranstaltet, um hinterher festzustellen, dass es gar nicht nötig wäre.

Wie stark ist die Konkurrenz aus dem Ausland?
Graf: Wir rechnen, dass rund 25 Prozent der Kleinaufträge von ausländischen Firmen ausgeführt werden. Die Frage ist immer, ob sie die nötige Konzession für die Ausführung von Elektroinstallationen besitzen. Aber es gibt auch Basler Firmen, die als schwarze Schafe unterwegs sind.

Wie stark sind Sie vom Fachkräftemangel betroffen?
Es gibt genug junge Leute, die unseren Beruf erlernen wollen. Das Problem ist, dass die guten Leute ein paar Jahre nach dem Lehrabschluss in andere Branchen abwandern.

Was bietet der Verband seinen Mitgliedern?
Wir bieten unseren 40 Mitgliedern umfangreiche Dienstleistungen. Zum Beispiel helfen wir bei der Nachfolgeplanung und bei arbeitsrechtlichen Fragen. Und natürlich bieten wir ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm an. Die Branche beschäftigt im Kanton Basel-Stadt 2500 Angestellte und 400 Lehrlinge.


www.vbei.ch

So parken Grossbasler im Kleinbasel

  • Donnerstag, 02 Juli 2015 00:00

Einige Anwohnerinnen und Anwohner staunten nicht schlecht über das Schild, das seit kurzem am Eingang zur Kirchgasse im Kleinbasel steht. «Zentrale Parkuhr» – «mit Anwohnerparkkarte Grossbasel unbeschränkt» steht dort tatsächlich. Ein schöner Schildbürgerstreich, meint Tante Clara und fragt sich, ob es umgekehrt auch geht, mit der Kleinbasler Parkkarte im Grossbasel zu parkieren.