Dienstag, Juli 17, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Kirche vor dem Abriss

  • Dienstag, 23 Dezember 2014 00:00

Die Römisch-katholische Kirche Basel-Stadt (RKK) plant den Abriss der Kirche St. Christophorus in Kleinhüningen. Auch das zugehörige Pfarreiheim sowie das Pfarr- und Sakristanenhaus sollen rückgebaut werden. An deren Stelle will die RKK ein neues kirchliches Zentrum mit Wohnraum für Familien und einem Ersatz für den bestehenden Kindergarten errichten.

Zudem sollen eine neue Kapelle und Räumlichkeiten für die kirchliche Sozial- und Jugendarbeit in die Gesamtüberbauung integriert werden. Das benachbarte Pflegewohnheim St. Christphorus interessiert sich auch für die Einrichtung von Alterswohnungen auf dem Gelände. Bevor der Architekturwettbewerb für die Neuüberbauung ausgeschrieben wird, muss das Projekt im Frühjahr 2015 der Pfarreiversammlung St. Clara und der Synode der RKK zur Genehmigung unterbreitet werden.

Getrennt und wieder zusammengelegt

Die Kirche St. Christophorus wurde 1935 an der Kleinhüningeranlage gebaut. Erst 1960 wurde St. Christophorus zu einer eigenständigen Pfarrei, bevor sie 2004 wieder mit der Pfarrei St. Joseph zusammengelegt wurde. Seit Anfang 2009 gehört Klein­hüningen zur Pfarrei St. Clara.
In der Kirche St. Christophorus wird jeweils am 2. und 4. Mittwoch des Monats Eucharistie gefeiert. Jeden Sonntag trifft sich in dieser Kirche die eritreisch-orthodoxe Gemeinde zur Feier der Liturgie.

Coiffeur Giuliano muss umziehen

  • Montag, 22 Dezember 2014 00:00

1968, als 19-Jähriger, ist Giuliano Tramacere nach Basel eingewandert – nur mit einem Koffer und mit vielleicht 100 Franken in der Tasche. Der gelernte Coiffeur stammt aus dem Dorf Aradeo in der Provinz Lecce in Süditalien. «2000 Leute aus meinem Dorf sind damals in die Region Basel ausgewandert. Alle haben hier Arbeit gefunden», berichtet er. Tramacere bewohnte zuerst ein Zimmer an der Clarastrasse – für 50 Franken pro Monat. Tramacere konnte sofort als Coiffeur anfangen – bei «Cavaliere» Enzo Cuzzucoli an der Erlenstrasse. «Enzo war mein Maestro.» Später arbeitete Tramacere bei Domenico Cerrullo an der Haltingerstrasse, bevor er 1977 zu Rocco Bronesti an die Rebgasse 23 kam.

1984 hat er an gleicher Stelle seinen eigenen Salon eröffnet. Coiffeur ist er geworden, weil auch sein Vater Coiffeur war – und weil dieser Beruf in Süditalien eine grosse Tradition hat. «Süditalienische Coiffeure gibt es auf der ganzen Welt», sagt er mit einem Anflug von Stolz. Dass sein Sohn Antonio die Familiendynastie fortsetzt und ebenfalls einen Coiffeursalon hat, macht ihn besonders stolz. Aus seiner Ehe mit einer Südspanierin ging ein zweiter Sohn hervor. «Er ist nicht Coiffeur, sondern Lichtspezialist.»


«Mehr Ferien als andere» 
Täglich steht Giuliano Tramacere in seinem Coiffeursalon an der Rebgasse 23. «Ich arbeite sechs Tage pro Woche, andere nur fünf», sagt Giuliano Tramacere, während ein Schmunzeln über sein Gesicht huscht. «Vielleicht mache ich aber ein wenig mehr Ferien als andere.» Er empfängt den «Vogel Gryff», während er gerade einen Kunden bedient. «Kein Problem, ist einguter Kollege von mir, ein Portugiese», sagt der Coiffeur.
Sein Salon versprüht ein Gefühl von italienischer Gemütlichkeit, gepaart mit südländischem Temperament. Tramacere wuselt unermüdlich herum, serviert feinen Espresso und diskutiert laut und gestikulierend mit einem Kollegen, der zur Türe hereinkommt, auf italienisch. Die Stühle, auf denen die Kunden Platz nehmen, sehen nicht nur alt aus, sie sind es auch. «Ich habe sie vor fast 40 Jahren in Italien gekauft – Occasion», erzählt er lachend.

Was ihm am meisten fehlt? «Mein Dorf natürlich und mein kleines Haus», sagt Giuliano Tramacere, ohne lange zu überlegen. Sonst sei er aber sehr zufrieden in Basel. «Wenn es mir nicht gefallen würde, wäre ich ja nicht hier geblieben. Die Schweiz ist eine paradiesische Nation – etwas Besseres gibt es nicht. Schreiben Sie das bitte so!», sagt der Coiffeur mit Nachdruck. Ebenso betont er aber, ohne harte Arbeit komme man nicht vorwärts, auch in der Schweiz nicht. Im März 2015, fast pünktlich zu seinem 65. Geburtstag, muss Giuliano Tramacere seinen Salon schliessen. «Leider wird das Haus abgerissen. Das tut mir weh.» Die frühere Hausbesitzerin habe die Liegenschaft dem Zoologischen Garten geschenkt, dieser habe es an zwei Architekten verkauft, die dort einen Neubau planen. Giuliano Tramacere zieht mit seinem Salon an die Rebgasse 44. «Der Salon wird sehr klein. Ich habe nur 15 Quadratmeter, bin aber sehr froh, überhaupt etwas gefunden zu haben.» Ob er denn nicht aufhören wolle mit arbeiten, möchte der Journalist wissen. «Ein bisschen arbeite ich schon noch – vielleicht so drei oder vier Jahre», gibt er zur Antwort. Danach erwägt er, zurück in seine Heimat zu gehen.

Neuer Anlauf für Leuchtturm

  • Montag, 22 Dezember 2014 00:00

Louis Conzett plant seinen Leuchtturm im Kleinhüninger Hafen an einem neuen Standort. Wie die Basler Zeitung (BaZ) schreibt, schlägt Conzett in einem Brief an Regierungsrat Hans-Peter Wessels vor, den Leuchtturm auf dem Nassgrundstück 9060B zu bauen. Der neu ins Spiel gebrachte Standort gehört dem Kanton Basel-Stadt.
Das Grundstück liegt in der Nähe der Wiese-Mündung, ungefähr 400 Meter vom Dreiländereck entfernt. Conzett will seinen Leuchtturm anscheinend ins Wasser stellen und eine Brücke bauen, um das Bauwerk vom Ufer aus zu erschliessen. Der neue Standort sei auch deshalb ideal, weil es sich hier «etwas grosszügiger» bauen liesse, wird Conzett in der «BaZ» zitiert. Und: «Der Leuchtturm würde das Projekt Rheinhattan nicht stark tangieren, zumal es sich um ein schlankes Gebäude handelt.» Auch hinsichtlich des Schattenwurfes gäbe es kaum Probleme.


«Eine Aufwertung»
Unterschrieben hat das Schreiben an Regierungsrat Hans-Peter Wessels neben Louis Conzett auch Georges Böhler, Präsident des Dorfvereins Pro Kleinhüningen. «Der Leuchtturm ist eine Aufwertung. Und dies nicht nur für Kleinhüningen, sondern auch für Basel», steht unter anderem in dem Schreiben.
Am 19. Mai 2014 hatte Conzett, ein früherer Kapitän zur See, den Medien anlässlich einer Schifffahrt mit der MS Christoph Merian verkündet, sein Leuchtturm werde 125 Meter hoch, dazu eine 30 Meter lange Antenne. Im Jahr 2018 soll das Bauwerk stehen. In den 26 Stöcken sollen ein Hotel, zwei Restaurants sowie Büro- und Sitzungsräumlichkeiten Platz finden.
Im Mai hatte Conzett auch erklärt, die Baubewilligung werde in wenigen Wochen vorliegen. Dies sei bis heute nicht der Fall, sagte Conzett diese Woche der «BaZ». Schuld daran sei vor allem die Basler Regierung: «Wir wären parat, aber die Regierung tut sich schwer.»
Würde der Leuchtturm gebaut, wäre er der zweithöchste der Welt. Und würde das grösste Leuchtfeuer Europas erzeugen, das bis zu 40 Kilometer weit zu sehen wäre.
Im Leuchtturm sollten auch 60 bis 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Investition werde 110 Millionen Franken kosten, finanziert von einer in der Schweiz bekannten Persönlichkeit. Wer der Investor ist, will Conzett aber partout nicht verraten – auch nicht gegenüber dem «Vogel Gryff». Die Anfrage der Kleinbasler Zeitung bei Conzett selber und bei der Firma «Pro Leuchtturm Basel» blieb unbeantwortet.

Der Leu ist zurück beim Meister

  • Mittwoch, 10 Dezember 2014 00:00

Da hat Fritz Jenny nicht schlecht gestaunt. Am Morgen des 8. Dezember hat er die Figur des Leu vor der Türe des Restaurant Rebhaus gefunden. Jenny, der Vorgesetzter bei der Ehrengesellschaft zur Hären ist, brachte die Figur, der Schildhalter der Ehrengesellschaft zum Rebhaus, sofort ins Restaurant Rebhaus. Dort hat Rebhausmeister Peter Stalder den Leu sofort abgeholt.
Ende Oktober war die Figur aus der Nische vor dem Restaurant Rebhaus gestohlen worden; seither fehlte vom Schildhalter jede Spur. «Die Figur liegt derzeit bei mir im Büro. Beschädigt ist nichts», sagte Peter Stalder zur Zeitung «Vogel Gryff». Hinweise auf die Diebe habe er keine. Dass der Leu wieder an seinem ursprünglichen Standort stehen wird, ist für Peter Stalder klar. Jedoch will sich die Ehrengesellschaft etwas einfallen, wie die Figur künftig gesichert wird. Zudem plant Stalder, den Leu von Sachverständigen im historischen Museum auffrischen und wenn möglich historisch untersuchen zu lassen.