Mittwoch, Dezember 19, 2018

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Kleinbasel

Wackeltier zum Spielen vor der Clarakirche

  • Mittwoch, 05 September 2018 08:09

Kinder schätzen Orte zum Spielen, Entdecken, Ausprobieren, Interagieren. Basler Wackeltiere sollen die Innenstadt mit solchen Orten bereichern. Die Idee für ein Kinderspiel in der Innenstadt stammt von Pro Innerstadt Basel und dem Kinderbüro Basel und wurde gemeinsam mit dem Planungsamt Basel-Stadt weiterentwickelt. Vorbild für die Wackeltiere waren die kleinen Wackelfiguren, die wohl jeder aus seiner eigenen Kindheit kennt.

In Basel gibt es nun das erste solche Wackeltier im Grossformat. Es wurde auf dem Claraplatz im Beisein von Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements und Mathias F. Böhm, Geschäftsführer Pro Innerstadt Basel feierlich enthüllt. Mehrere Kinder können zusammen die gut zwei Meter hohe Giraffe mit Hebeln in Bewegung setzen. Auf dem Sockel der Giraffe können Kinder sitzen, liegen und plaudern. Der Sockel eignet sich zudem zur Aufbewahrung von Spielsachen. Es ist angedacht, dass in Zukunft jeweils ein Pate, zum Beispiel ein Geschäft vor Ort, die Schubladen mit den Spielsachen öffnet und wieder verschliesst. Zum Schutz vor Vandalismus sind die Wackeltiere nachts jeweils eingepackt. In der kalten Jahreszeit zwischen Mitte November und Mitte Februar sind sie eingelagert.

Die Wackeltiere wurden in dieser Form eigens für Basel entwickelt und in der Region hergestellt. Die Herstellungskosten für ein Wackeltier betragen circa 30‘000 Franken. Bei höherer Stückzahl werden die Kosten voraussichtlich sinken. Je nachdem wie die Tiere bei den Baslerinnen und Baslern ankommen, können weitere folgen. Vorgesehen sind zurzeit zwei weitere Standorte bei der Kaserne und einer auf dem Münsterplatz.

Mit rund 80 Gästen wurde am 28. August der Grundstein für den Stücki Park gelegt, der 1700 Arbeitsplätze schaffen soll. 

Bei der Grundsteinlegung wurden fünf Steine mit Aufschriften wie «Mehrwert und Standortqualität» oder «Diversität und Destination» in eine Kiste gelegt. Diese wurde auf der Baustelle in eine Grube gepackt, die mit Beton zugegossen wurde. Laut den Verantwortlichen sollen die Steine die Wichtigkeit und Nachaltigkeit des Projekts «Stücki Park» symbolisieren.

Aus alt mach neu 

Nachdem das Konzept des Einkaufszentrums Stücki gescheitert ist, setzt die Eigentümerin Swiss Prime Site (SPS) auf den «Stücki Park», eine Basler Version des  «Silicon Valley». Dabei werden vier Gebäude zwischen dem bestehenden Buissnes Park und dem Einkaufszentrum gebaut. Im Parterre sind die Gebäude miteinander verbunden. Auserdem wird eine Verbindung zum Einkaufs­center gebaut. Im «Stücki Park» sollen vor allem Start-Up- und Technologiefirmen einziehen. Mit dem Bau könne man den Bedürfnissen der Region nach Labor- und Büroräumlichkeiten entsprechen und Raum für zusätzliche 1700 Arbeitsplätze schaffen, erklärte die Eigentümerin SPS. Durch die neuen Gebäude wird die zu vermietende Fläche auf über 60 000 Quadratmeter verdoppelt. Die Gesamtkosten bis zur Fertigstellung im Jahr 2024 betragen rund 250 Millionen Franken.

Fitness, Ärzte und Kino
Beim «alten» Einkaufszentrum wird die Verkaufsfläche um 70 Prozent auf rund 10 000 Quadratmeter verkleinert und durch Angebote des Alltags für Kunden, Mitarbeiter und Anwohner aufgewertet. Das Fitness-Angebot wird erweitert, hinzu kommen viele Gesundheitsangebote vom Zahnarzt bis zum Spezialisten. Sowie ein Multiplexkino.

 

 

Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel und Vizepräsident der FDP Basel-Stadt, über das neue Parteiprogramm seiner Partei.

 

Ist die Not bei der FDP so gross, dass Sie das Parteiprogramm radikal umkrempeln mussten?

Daniel Seiler: Wir haben keine Notsituation, aber seit zwei Jahren einen neuen Vorstand. Dieser war der Ansicht, unsere Positionen sollten genauer festgeschrieben werden. So haben wir eine Personalkommission gegründet, um profilierte Köpfe für die nächsten Wahlen zu finden. Und wir haben eine liberale Denkfabrik ins Leben gerufen. Daraus ist das neue Parteiprogramm entstanden.

 

Vollziehen Sie damit eine politische Kehrtwende?

Nein, wir haben nur unser liberales Profil geschärft. Das Parteiprogramm enthält rund 90 Forderungen und Zielvorgaben in 14 Themenfeldern. Meinen Sie, die Drogenliberalisierung sei eine Kehrtwende? Diese Forderung haben wir schon vor drei Jahren gestellt. Durch die Entkriminalisierung würde der Schwarzmarkt, von dem Kleinbasel stark betroffen ist, stark eingedämmt.

 

Wieso setzen Sie sich für Bildungsgutscheine ein?

Ganz einfach: Die freie Schulwahl ist ein urliberales Thema.

 

Welche Position vertreten Sie in der Verkehrspolitik? Man hört, auch Road Pricing sei ein Thema bei der FDP.

Das Wort Mobility Pricing gefällt mir besser. Gegenüber solchen Themen sind wir sehr offen. Der Grundsatz müsste sein, dass jeder für die Mobilität zahlt, die er braucht. Dies ist ein urliberaler Gedanke. Konsequenterweise müsste das System der Mobilitätsbesteuerung aber für alle gelten – also für Velofahrer, Automobilisten, öV-Benutzer und gar Fussgänger.

 

Wie zum Beispiel soll definiert werden, was die Infrastruktur für einen Velofahrer kostet?

Das sind hochkomplexe Fragen, die auch mit der Digitalisierung und der Datenerhebung und Erfassung zusammenhängen. Beim Mobility Pricing stehen wir erst am Anfang, aber das Thema eröffnet viele Chance für Optimierung der Nutzung der Verkehrsinfrastruktur. 

 

Mit Ihrem ewigen Kampf für den Erhalt von Parkplätzen stehen Sie im linken Basel auf verlorenem Posten.

Das werden wir sehen. So lange wir dort keine Einigung erzielen, werden wir weiter dafür kämpfen. In unserem Parteiprogramm steht, dass man niemandem vorschreiben soll, welches Verkehrsmittel er wählt. Dazu stehen wir, das ist ein freiheitlicher Grundsatz. Wir sind offen für Überlegungen, ob man etwa Velostrassen anlegen soll. Wenn dafür Parkplätze verloren gehen, müssen  diese aber anderswo kompensiert werden. Sollten sich aber einmal selbstfahrende Autos durchsetzen, wird es vielleicht weniger Parkplätze brauchen.

 

Der Parteivorstand wollte im Parteiprogramm festschreiben, dass jede und jeder Steuern zahlen muss. Wie begründen Sie diese Forderung?

Wenn 30 Prozent der steuerpflichtigen Einwohner keine Steuern zahlen, ist für uns der Grundsatz der Solidarität gefährdet. Jemand, der keinen Beitrag an die Gesellschaft mehr leistet, verliert den Bezug zu den Aufgaben, die der Staat über Steuergelder finanziert. Wir möchten nicht Sozialhilfebezüger bestrafen, sind aber der Ansicht, dass eine Familie mit einem Einkommen von 60 000 Franken Steuern bezahlen sollte. Dieser Vorschlag ist aber am Parteitag abgelehnt worden und wird also nicht umgesetzt.

 

Kommen wir zur Wohnpolitik ...

Ein interessantes Thema. Im Juni wurden vier Initiativen des Mieterverbandes angenommen, die uns eine sozialistische Wohnpolitik bescheren. Es ist schön zu erklären, man wolle günstigere Mieten. Aber lässt sich das auch wirklich realisieren, ohne dass der Staat dafür Subventionen spricht?

 

Man hat den Eindruck, Sie hätten kein Herz für ärmere Leute, die sich keine teureren Wohnungen leisten können. 

Das stimmt doch nicht! Wir sind nicht gegen Zuschüsse für jemand, der seine Wohnung wirklich nicht bezahlen kann. Wir haben nur ein anderes Rezept in der Wohnpolitik: Wir fordern, dass man einfacher und kostengünstiger bauen kann. Mit weniger Regulierungen könnten wir viel schneller kostengünstigen Wohnraum bereitstellen. Statt dass die Kantonsverwaltung das Areal Rosental jahrelang «entwickelt», könnte man dort sofort mit Bauen beginnen.

 

Neben der FDP gibt es eine zweite liberale Partei in Basel. Wie grenzen Sie sich von der LDP ab?

Die LDP ist in gewissen Fragen strukturkonservativ. Dass sie mit den Linken gegen Postschliessungen kämpft, ist ein gutes Beispiel dafür. Poststellenschliessungen gehören für uns zum normalen Strukturwandel. Es braucht zwar Lösungen für ältere Leute, aber keine künstliche Erhaltung von Strukturen, die überholt sind.

 

 

 

Kriminalität nimmt in Basel gesamthaft ab

  • Donnerstag, 30 August 2018 07:49

Die Staatsanwaltschaft publiziert jeweils anlässlich der jährlichen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Frühjahr die Zahlen zur Kriminalitätsentwicklung (siehe: www.stawa.bs.ch). Wie in den letzten Jahren erfolgt zusätzlich eine Trendübersicht der Kriminalitätsentwicklung des ersten Halbjahres, wobei die Entwicklung ausgewählter Deliktsbereiche aufgezeigt wird. Im ersten Halbjahr ist eine Abnahme der Gesamtkriminalität[1] um 10% feststellbar.

Eine Zunahme ist in den Bereichen vorsätzliche Körperverletzung und Raub zu verzeichnen. Bei Betrug, Einbruch, Taschendiebstahl, Sachbeschädigung sowie Sexualdelikten sind Abnahmen feststellbar. Im Bereich Tötungsdelikte ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Hierbei ist im Vergleich mit dem vergangenen Jahr auf die entsprechenden tiefen Fallzahlen zu achten. Bei Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte bewegen sich die Zahlen auf gleichem Niveau wie 2017.

 

Deliktsarten                                                   Vergleich zu 2017, 1. Halbjahr[2]

- Tötungsdelikt, vorsätzlich, inkl. Versuch[3]                      - 65%

- Vorsätzliche Körperverletzung / Tätlichkeit                     + 10%

- Einbruch- und Einschleichdiebstahl                                -  30%

- Taschendiebstahl                                                             -  35%

- Raub / Entreissdiebstahl                                                  + 20%

- Sachbeschädigung                                                         -  15%

- Sexualdelikt                                                                     -   5%

- Betrug                                                                              - 25%

- Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte[4]        0%

Detaillierte Auskünfte zur Kriminalitätsentwicklung erfolgen an der nächsten Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik Ende März 2019.