Sonntag, November 19, 2017

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Kleinbasel

Das Verkehrskonzept Innenstadt wurde im Sinne des Gewerbes angepasst. Doch es gibt immer noch Härtefälle.

 

In grossen Jubel brechen sie nicht gerade aus. Doch die allermeisten Kleinbasler Gewerbetreibenden sind mit dem abgeänderten Verkehrskonzept Innenstadt (VKI) zufrieden. «Für rund 80 Prozent aller Betroffenen konnte eine gute Lösung gefunden werden», erklärt Benny Zeuggin, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK). Er vertritt die IGK in der Begleitgruppe, welche die Umsetzung des VKI diskutiert.

Um zwei Stunden verlängert

Grundlage für die Änderungen im VKI sind fünf politische Vorstösse, die im Grossen Rat eingereicht wurden (der «Vogel Gryff» berichtete). Als Antwort darauf schlägt der Regierungsrat in einer neuen VKI-Version vor, dass der Güterumschlag in der Innenstadt von Montag bis Samstag einheitlich von 5 bis 11 Uhr möglich sein. Dies ist eine wesentliche Verbesserung für das Gewerbe: Denn ursprünglich hatte der Kanton für den Samstag Güterumschlagszeiten von 6 bis 9 Uhr vorgesehen.

Festgeschrieben werden soll im VKI zudem, dass sich «Unternehmen mit einem regelmässigen Bedarf an Kurzbewilligungen registrieren lassen und über ein Kundenkonto preislich stark reduzierte Kurzbewilligungen beziehen können». Gemäss aktuellem Stand soll eine solche Bewilligung 20 Franken kosten. Eine Dauerbewilligung sollen Bäckereien, Cateringbetriebe oder Blumenläden bekommen «zum regelmässigen Bringen und Abholen ihrer rasch verderblichen Waren» erhalten. Sind in der Innenstadt stationiert, soll die Dauerbewilligung kostenlos sein. Bleibt die Frage, wie ein Sanitärinstallateur vorgeht, der seinen Geschäftssitz in der Kleinbasler Innenstadt hat. Muss er, wenn er am Nachmittag dringend wegen eines Rohrbruchs zu einem Kunden fahren muss, zuerst eine Sonderbewilligung einholen? Ja, steht in der neuen Version des VKI. Allerdings könne der Sanitär die Bewilligung «telefonisch und ohne Verzug» am Clara­posten bestellen.

René Krämer, Geschäftsführer der Stieber+Ehret AG an der Utengasse 16, weiss noch nicht, was er davon halten soll. «Ich kann keine Stellungnahme abgeben, solange nicht klar ist, was genau gilt.» Einmal sei auch die Rede gewesen von einer Internetseite, auf der man sich anmelden könne, sagt Kramer und plädiert für eine möglichst unbürokratische Lösung. Für Benny Zeuggin zählt die Stieber+Ehret zu den so genannten Härtefällen, bei den das VKI nicht gewerbefreundlich geregelt ist. Sobald die neue Version des VKI publiziert sei, werde die Begleitgruppe noch einmal zusammensitzen und über die Härtefälle diskutieren.

Bis Ende Oktober umgesetzt

Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) setzt sich zum Ziel, das VKI bis Ende Oktober umzusetzen. «Die bereits begonnene Umsetzung der Tempobeschränkungen innerhalb des Cityringes wird wie bereits angekündet bis Ende Juni 2014 im Kleinbasel, anschliessend bis Ende August 2014 im Grossbasel umgesetzt», teilt das BVD in einer Medienmitteilung mit. 

 

80 Plakate stehen im Tierpark

  • Mittwoch, 25 Juni 2014 00:00

Der Tierpark Lange Erlen beherbergt sonderbare Gäste: 80 Plakate mit Tiersujets stehen neben und in den Gehegen.

 

 

Derzeit prägen ganz spezielle Lebewesen den Tierpark Lange Erlen. Verschiedene schöne Tiere, auf Plakatwände gebannt, sind über den ganzen Park verteilt. Der Verein der Plakatfreunde Basel stellt bis zum 23. August insgesamt 80 Plakate im Tierpark aus. Die Werbeträger stammen von bekannten Plakatgestaltern, die für Produktewerbung ein Tier als Sujet gewählt haben. Die Tiere auf den Plakaten werden getreu abgebildet, stilisiert oder angedeutet. Entweder stehen sie im Zusammenhang mit dem Produkt oder haben nichts damit zu tun, wie beispielsweise die bekannte Pepita-Werbung mit einem Papagei.

Kreative Köpfe sind gefragt

«Das Tier ist eines der Lieblingsmotive des gestalterischen Ausdrucks», erklärte Christine Wirz-von Planta, Präsidentin des Vereins der Plakatfreunde Basel, am 22. Juni bei der Eröffnung der Ausstellung. Von den eiszeitlichen Höhlenmalereien bis zum Animationsfilm der Gegenwart und auch in der Werbegrafik sei die Faszination des Tiers ungebrochen. «Wir möchten dies beweisen mit Plakaten, die von 1925 bis heute das Tier in den Mittelpunkt gestellt haben», erklärte Wirz-von Planta. 

Die Ausstellung wird begleitet von zwei Wettbewerben, an denen sich Kinder und Jugendliche von 6 bis 12 Jahren beteiligen können. Beim Ersten muss man Fragen beantworten, nachdem man sich mit den Plakaten auseinandergesetzt hat. Der zweite Wettbewerb bietet die Gelegenheit, sich selber kreativ zu beteiligen und ein Plakat für den Tierpark zu gestalten. Auch sonst lohnt es sich, den Tierpark zu besuchen. Neu eröffnet wurde im ersten Stock des Erlebnishofs gerade eine Ausstellung über Spinnen. Die Präsentation, die in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum entstanden sind, verfolgt vor allem das Ziel, die Spinnen sympathischer zu machen – sie können nämlich ganz niedlich sein. In den Volieren und Gehegen sind zudem zahlreiche Jungvögel zu bewundern – etwa bei den Truten, den Bankivas, den Schweizer Hühnern und den Schwarzen Schwänen.

Provisorium in Containern 

Wie schon früher an dieser Stelle vermeldet, wird der alte Betriebshof bald abgerissen. Für die Übergangsphase wurde in Containern bereits ein Provisorium eingerichtet. Bald soll die Baubewilligung für den Neubau des Betriebshofs eintreffen, wie Edwin Tschopp, Geschäftsführer des Tierparks, erklärte.

 
 

Jürg Guldimann, neuer Präsident des Vereins Kunschti Eglisee, äusserst sich zu den Umbauplänen in der nächsten Saison

 

Was viele nicht wissen: Im Winter sorgt vor allem der private Verein Kunschti Eglisee für einen reibungslosen Betrieb auf der Kunsteisbahn Eglisee. Doch nun stehen für die kommende Eislaufsaison grosse Veränderungen an. Der «Vogel Gryff» sprach deshalb mit dem neuen Vereinspräsidenten Jürg Guldimann (52). Er wohnt im Hirzbrunnen-Quartier und ist seit elf Jahren im Vereinsvorstand. Als Präsident des EHC Uni Basel vertritt er dort die Eishockeyvereine.

 

Herr Guldimann, Sie wurden am letzten Freitag zum neuen Präsidenten des Vereins Kunschti Egli­see gewählt. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Jürg Guldimann: Es ist mir ein Anliegen, dass das Eglisee in der heutigen gemischten Betriebsform weitergeführt werden kann: Der Kanton ist für Gebäude, Technik und Eis zuständig, und der Verein für Kasse, Schlittschuhverleih, Aufsicht und Sanitätsposten. Das funktioniert seit 21 Jahren so. Wichtig ist mir auch, dass hier weiterhin Freizeit-, Schul- und Vereinssport nebeneinander Platz haben. Und drittens setze ich mich dafür ein, dass die Kunschti Eglisee für den Freizeitsport noch attraktiver wird.

 

Ist das Nebeneinander von Freizeit-, Schul- und Vereinsaktivitäten auf dem Eglisee infrage gestellt?

Nicht grundsätzlich. Aber es gibt Zeiten, etwa an Wochenenden, zu denen insbesondere Freizeit- und Vereinssport nur schwer aneinander vorbeikommen.

 

Die Betriebsbewilligung für die alte Ammoniak-Eisanlage ist ja mit der Eissaison 2013/14 ausgelaufen. Wie wird die Kunschti Eglisee nun in die Saison 2014/15 starten?

In der nächsten Saison wird auf jeden Fall mit einem Glykol/Wasser-Gemisch gekühlt. Dafür müssen nun die Kühlschlangen angepasst werden. Das läuft nach Plan. Dennoch wird die nächste Saison eine Übergangszeit sein – aus Platzgründen.

 

Weshalb?

Im nächsten Winter haben wir nicht mehr zwei, sondern nur noch eine Eisfläche zur Verfügung – wegen der Gesamtsanierung des Eglisees: Geplant ist, das 50-Meter-Schwimmerbecken im Winter mit einer Ballonhalle zu überdachen und es so für den Schwimmsport nutzbar zu machen. Deshalb wird das Eishockeyfeld, das dort angelegt war, nach vorne gezügelt. Für das allgemeine Eisfeld ist zwar ein Ersatz geplant, nämlich ein Naturrasen-Eisfeld auf der Liegewiese. Dieses ist aber – wie auch die Ballonhalle – noch nicht bewilligt. Darum muss uns vorerst das verlegte Eishockeyfeld für alle Aktivitäten genügen.

 

Ist es gleich gross wie das bisherige allgemeine Feld?

Nein, es ist etwa 220 Quadratmeter kleiner. Dennoch ziehen wir das Eishockeyfeld vor, weil es den offiziellen Eishockey-Normen entspricht. Nur so können wir auch in der kommenden Saison Hockey-Spiele austragen.

 

Das Nebeneinander von Freizeit-, Vereins- und Schulaktivitäten auf etwas mehr als der halben Fläche wird wohl erschwert?

Richtig, wir müssen das Angebot beschränken. Konkret: Das so genannte Stöckeln, also das freie Eishockeyspiel, muss in der kommenden Saison ganz wegfallen. Das ist die grösste Einschränkung. Als Ersatz bietet sich die Kunschti St. Margarethen an.

 

Und wie wird die übrige Nutzung auf nur ein Feld aufgeteilt?

Von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, kann das Feld vom Publikum und von Schulen benutzt werden. Ab 17 Uhr steht es ausschliesslich dem Vereinssport zur Verfügung. Samstags und sonntags von 9 bis 11.30 Uhr ist es ebenfalls nur für die Eishockeyvereine offen, danach bis 17 Uhr für das breite Publikum.

 

Wie sicher ist es, dass das Naturrasen-Eisfeld im 2015/16 kommt?

Von der Technik her ist es bereit, man hat die Tests gemacht. Im Herbst 2014 soll es vor den Grossen Rat kommen. Unklar ist einzig, ob das Geld für Ballonhalle, Naturrasen-Eisbahn und Sanierung von Garderoben, Eingangsbereich, Restaurant und sanitären Anlagen gesprochen wird.

 

Die Ballonhalle könnte auf Widerstand stossen. Befürchten Sie, dass damit auch die Naturrasen-Eisbahn gefährdet wird?

Ja, weil für alles wohl ein gemeinsamer Kreditantrag gestellt wird. Da aber die Halle vor allem für Schwimmvereine und Schulen gedacht ist und der Öffentlichkeit höchstens eingeschränkt zugänglich sein wird, könnte das Referendum ergriffen werden. Damit wäre dann alles gefährdet. Im schlimmsten Fall kommt es deshalb nicht nur zu einer, sondern zu zwei oder drei Übergangssaisons mit nur einem Eisfeld.

 

Wie gut werden Sie vom Erziehungsdepartement informiert?

Zwei Vertreter des Kantons Basel-Stadt sind bei uns im Vorstand, unter anderem auch der Sportamt-Leiter Peter Howald. Die Information läuft gut. Wir konnten als Verein auch unsere Bedürfnisse betreffend Umbau einbringen.

 

www.kunschti-eglisee.ch