Donnerstag, September 21, 2017

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Kleinbasel

Eine Begegnung mit Theobald Baerwart

  • Mittwoch, 03 September 2014 00:00

Samuel Strub (26), Leiter des Chors SÿndiCats, hat mit David Rossel zehn Gedichte des Mundartdichters Theobald Baerwart vertont. Der Chor führt die Lieder unter dem Titel «Uss em diefschte Glaibasel» am 6. und 7. September in der Aktienmühle auf. Zwischen den Liedern liest der Schauspieler Urs Bihler Geschichten von Baerwart. 

 

Vogel Gryff: Herr Strub, wie sind Sie auf die Texte von Theobald Baerwart gestossen?

Samuel Strub: Wie so oft spielte der Zufall mit. Vor vier oder fünf Jahren sind mir die Texte von Theobald Baerwart in einer Dialektsendung des Schweizer Radios aufgefallen. Sie wurden gelesen vom Schauspieler Urs Bihler. Und vor einem Jahr, als ich ins Kleinbasel gezogen bin, lag eines der beiden Bücher mit den gesammelten Werken von Baerwart im Hauseingang. So hat mich Theobald Baerwart das zweite Mal angelacht. Da dachte ich, jetzt muss ich dieser Sache nachgehen und diese liebevollen Texte vertonen! Weil ich gleichzeitig den Chor SÿndiCats übernommen habe, war die Gelegenheit dafür günstig.

 

Was fasziniert Sie an den Texten?

Wie Baerwart mit erfrischenden, liebevollen Wörtern – und oft mit einem Augenzwinkern – den Leser ins Glaibasel von damals entführt. Man taucht sofort in seine Welt ein.

 

War es schwierig, den Chor für dieses Projekt zu begeistern?

Auf die Idee hat der Chor sofort begeistert reagiert. Speziell war, dass  niemand wusste, was wir singen werden. Die 35 Sängerinnen und Sänger mussten alles neu lernen; es gab die Musik ja vorher nicht. Der Umgang mit dieser Ungewissheit war die grösste Herausforderung bei diesem Projekt.

 

Singen Sie die Lieder dem Chor vor?

Ja, das allermeiste singe ich vor. Und die meisten Melodien spiele ich auf dem Klavier mit. Wir proben seit dem Januar. Für die Endproben haben wir ein dreitägiges «Trainingslager» im Burgund absolviert. Der Chor singt die Lieder ohne Noten und a cappella.

 

Kommt der Kleinbasler Dialekt in den Texten speziell zur Geltung?

Nicht wirklich. Bereits im Vorwort schreibt Theobald Baerwart, sein Dialekt sei nicht ganz rein. Und er entschuldigt sich sogar dafür! «Baldi» wuchs im Kleinbasel auf, hat aber später in Bottmingen gelebt. Trotzdem blieb das Kleinbasel seine Welt: Die allermeisten seiner Geschichten und Gedichte handeln vom Kleinbasel.

 

Welche seiner Geschichten gefallen Ihnen am besten?

Etwa die von einem Nachbarsjungen, dessen Mutter Wäscherin ist.  Der Junge muss die frische Wäsche ausliefern, beim Überqueren des Riechedyych fällt ihm der Wäschekorb ins Wasser. Die Nachbarsjungen helfen ihm, die Wäsche einzusammeln und zu trocken. Die Kundin hat es dann trotzdem bemerkt und sich bei der Mutter beschwert. Baerwart amüsiert sich auch gern darüber, wie Kleinbasler anders sind als Grossbasler. In seinem Gedicht «Vo zwaierlei Basel und vom ‹wilde Viertel» heisst es:

 

Im Glaisbasel aber, do hoggt alles, ob me sich kennt oder nit, am glyche Disch, 

und wenn alles guet goht,

verhaut me sich e Stund speeter scho d'Kepf, bsunders wenn Syde­färber derby sin.

 

Wie ging die Vertonung vor sich?

Ich habe mit dem Gedicht «S herbschtelet» begonnen. Danach habe ich mit Kollege David Rossel weitere neun Gedichte vertont.

 

Gibt es Gedichte, die sich schwerer vertonen lassen?

Ja, etwa das Gedicht über den Tierpark Lange Erlen, in dem Baerwart aufzählt, welche Tiere dort leben. Diesen Text zu vertonen ist weniger attraktiv. Andere Gedichte tönen jedoch bereits beim Lesen wie nach einem Lied.   

 

In welchem Stil kommen die Lieder daher? Wie Volkslieder?

Ein Lied ist im Reggae-Stil geschrieben; andere haben Volksliedcharakter. Das Ganze wird verbunden mit den Texten, die der Schauspieler Urs Bihler vorträgt.

 

Uss em diefschte Glaibasel
Konzert mit dem Chor SÿndiCats

Aktienmühle, Gärtnerstrasse 46
Samstag, 6. September, 19.30 Uhr
Sonntag, 7. September, 17 Uhr

www.chor-syndicats.ch

 

Kinderbetreuung Stromboli eröffnet

  • Montag, 01 September 2014 00:00

VG. Am 29. August konnte die Kinderbetreuung Stromboli an der Breisacherstrasse 39 feierlich eröffnet werden. Die Leiterin Regula Riniker begrüsste die Gäste und die Kinder. Christian Hoenen, der Präsident des Vereins Stromboli, hielt Rückschau auf die aufregende, zweijährige Vorgeschichte (inkl. Verzögerung wegen einer Einsprache) und hielt Rückschau auf die Konzeptentwicklung, die Raumsuche, die Finanzierung und den Umbau des Hinterhauses an der Breisacherstrasse 39. Er dankte den Geldgebern sowie den Eltern, die immer an die Realisierung des Vorhabens glaubten.

Lampen aus Tupperware

Das Hinterhaus strahlt dank den Architekten Grönland Basel im neuen Glanz und begeisterte mit den in Rottönen gehaltenen Räumen, den Lampen aus Tupperwareschalen und Salatsieben Klein und Gross. Die Stromboli-Kinder haben bereits ihren eigenen Song «Strombolianer das sind wir», der mit Hilfe ihres musikalischen Kochs Magor Szilagyi entstand und dargeboten wurde. Anita Lachenmeier, Grossrätin des Grünen Bündnisses, gratulierte mit einem farbigen Windrad zur neuen Tagesstruktur. Sie durchschnitt gemeinsam mit den Kindern die Bänder am Haus und übergab den Betrieb feierlich dem Team Stromboli. Dazu spielte der Nachbar Boris Gass Drehorgel und versetzte alle in Feststimmung. Zwischen Stromboli-Pizza und von den Kindern gezauberten Gelati-Kugeln, zwischen Bier und Sirup zeigte sich: wie aktuell sein italienischer Namensvetter, ist Stromboli aktiv und voller Kraft. Anders als öffentliche Tagesstrukturen ist Stromboli nämlich während neun Wochen der Schulferien geöffnet. Die Initiative für das neue Angebot kam von Regula Riniker, die auch gleich die pädagogische Leitung der Tagesstruktur übernommen hat.

31 Kinder geniessen Betreuung

Das Bedürfnis nach neuen Betreuungsplätzen war riesig: Innerhalb von zwei Wochen waren alle 16 Plätze besetzt. «Wir hätten noch viel mehr Kinder aufnehmen können», sagt Riniker. Insgesamt kommen nun 31 Kinder in den Genuss der Tagesbetreuung an der Breisacherstrasse.

 

Stromboli Kinderbetreuung

Breisacherstrasse 39
Telefon: 061 681 39 39

www.stromboli-kleinbasel.ch

«Vogel Gryff» unterstützt Stiftung ELA

  • Mittwoch, 27 August 2014 00:00

chk. Die Baslerin Conny Cuordoro hat einen Ohrwurm zugunsten der Eltern-Stiftung ELA geschrieben. Die CD ist in Anwesenheit der CD-«Cover-Girls» und der ELA-Stiftungsleitung im Kleinbasler Restaurant Cuor d’Oro getauft worden. ELA ist die Vereinigung von Eltern, deren Kinder an Leukodystrophie erkrankt sind. Die Krankheit zerstört das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) hauptsächlich bei Kindern und verläuft immer sehr schwerwiegend. Ziel von ELA ist die Forschung gegen diese heimtückische Krankheit zu unterstützen. Der Erlös der CD mit dem Namen «Share with ELA» fliesst vollumfänglich in die Forschung. Paten der ELA-Stiftung sind u.a. Zinedine Zidane und Pascal Zuberbühler.

Eine Kostprobe des Songs hören Sie hier files/ElaStueck.mp3

Direkt gekauft werden kann die CD bei der ELA Stiftung Schweiz. 

www.ela-asso.ch

Messe Basel will hoch hinaus

  • Montag, 25 August 2014 00:00

Der Turmbau zu Basel soll weiter gehen. Anstelle des heutigen Parkhauses neben dem Messeplatz plant die MCH Group (Messe Schweiz) den Neubau eines Turmes. Nach einer Testplanung stehen die Entwürfe der beiden Basler Architekturbüros Herzog & de Meuron sowie Morger Dettli Architekten im Vordergrund. 

Herzog & de Meuron schlagen (Bild oben: Computer Rendering copyright by Herzog&de Meuron) vier unterschiedlich hohe Türme vor. Die beiden Höchsten würden auf der Seite des Messeplatzes angeordnet und wären 20 bis 23 Etagen hoch. Die Türme würden auf einem mehrgeschossigen Sockel zu liegen kommen.

Im Vorschlag von Morger Dettli Architekten (Bild oben: Computer Rendering copyright by Morger Dettli Architekten) ist die Rede von einem Sockelgeschoss, das sich über die ganze Fläche des heutigen Parkhausareals erstrecken soll. Gut zwei Drittel des Daches auf der Seite der Rosentalanlage wäre als Dachgarten angelegt. Auf dem Sockelgeschoss würde ein schlankes, 31-geschossiges Hochhaus erstellt, das sich über dem siebten Stock gegenüber der Riehenstrasse allmählich zurückstaffelt.

Beide Vorschläge würden Platz bieten für Wohnungen, Büros und Hotelzimmer. Die bisherigen 1448 Parkplätze sollen erhalten bleiben, würden jedoch in einer Tiefgarage untergebracht. Das Bauprojekt soll rund 250 Millionen Franken kosten, für die Finanzierung will die Messe Investoren suchen. Gemäss der «Basler Zeitung» rechnet René Kamm, CEO der MCH Group, damit, dass bis 2017 ein baureifes Projekt vorliegt. Der Neubau selbst wäre im Idealfall bis 2020 fertig. In der Halle 5 der Messe Basel sind die Ergebnisse der Testplanung momentan öffentlich ausgestellt.

Die MCH Group beantragt dem Kanton, den Bebbaungsplan so abzuändern, dass eines der Projekte realisiert wird. Falls ein Neubau nicht möglich wäre, würde das bestehende Parkhaus saniert.

Lesen Sie mehr dazu im «Vogel Gryff» vom Donnerstag, 4. September.