Donnerstag, August 17, 2017

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Kleinbasel

Erlenmatt-Projekte nehmen Gestalt an

  • Freitag, 12 September 2014 00:00

Rund 100 Personen strömten am 8. September in die International School an der Erlenstrasse, wo das Stadtteilsekretariat und das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) zu einem Informationsabend zur näheren Zukunft des neuen Erlenmattquartiers eingeladen hatten. Ein Grund für das grosse Interesse: Wohl erstmals in der Geschichte des neu entstehenden Quartiers stellten sich nahezu alle Seiten, die auf dem Areal bauen, vereint dem Publikum – angefangen vom Bauunternehmen Losinger Marazzi über die Stiftung Habitat bis hin zu Stadtgärtnerei, Tiefbau-, Hochbau- und Planungsamt. Weitere Organisationen, die im neuen Quartier aktiv sind oder werden, konnten sich an Ständen vorstellen – eine Kompostgruppe, der Quartiertreff, zwei Immobilienverwaltungen oder die Genossenschaft Zimmerfrei.

Vier Bauphasen

Auf diese Weise war ein erster Gesamtüberblick möglich – auch in zeitlicher Hinsicht. So war zu erfahren, dass der gesamte Erlenmattpark samt Naturschon- und Naturschutzzonen im Nordtangentenbogen in insgesamt vier Bauphasen realisiert wird, von denen erst eine beendet ist. Die Zweite erfolgt Mitte 2015, und zwei stehen noch bevor und enden nach 2023. Der heutige Park (Baufeld K) und die Triangel-Anlage (L) zur Erlenstrasse hin entstanden 2010 und 2011, nach dem Bau der Siedlung Erlentor (B). Aktuell ist vor allem das Unternehmen Losinger Marazzi auf der Erlenmatt aktiv. Losinger Marazzi erstellt auf den Baufeldern C das Seniorenzentrum Senevita und auf den Feldern E, F und G insgesamt 574 Wohnungen sowie mehrere Gewerberäume. Während Senevita schon in diesem Dezember seinen Betrieb aufnehmen wird, sind die Wohnungen auf den Feldern E und F im nächsten April bezugsbereit, jene auf Feld G im September 2015. Ab diesem Zeitpunkt steht dann dort auch ein Durchgang vom Erlenmattpark zum Riehenring zur Verfügung.

Landstreifen aufschütten

Anschliessend folgt die erwähnte zweite Park-Bauphase: Dazu wird 2015 zwischen der heutigen Parkgrenze und der Baustelle von Losinger Marazzi ein zusätzlicher Landstreifen aufgeschüttet. Auch ist vor der Bahnkantine noch ein naturnaher Spielplatz mit Wasser, Sand und Holz geplant. Die beiden Stadtplätze F und N sind bereits fertig geplant. Neben der Rampe (N1) ist ein wellenartiges, sich neigendes Dach vorgesehen, unter dem eine Trendsporthalle sowie Aufenthaltsräume für Jugendliche untergebracht sind. Die Pläne für Plätze und Halle werden noch dieses Jahr der Regierung vorgelegt, später kommen sie vor den Grossen Rat. Deshalb kann die Realisierung gemäss BVD frühestens 2016 beginnen. Schon kurz vor dem ersten Spatenstich steht hingegen das Erlenmattschulhaus, das wie ein Keil zwischen Erlentor (B) und Erlenstrasse zu stehen kommt und Platz bietet für zwölf Klassen, zwei Kindergärten samt Tagesstrukturen und eine Dreiach-Sporthalle. Für das Schulgebäude wird noch in diesem Herbst die Baubewilligung erwartet. Im Dezember soll mit dem Ausheben der Baugrube begonnen werden, bezugsbereit ist die Schule dann im Sommer 2017.

Filiale von Migros oder Coop

Am wenigsten konkret ist das Bauprojekt auf Feld A. Hier war einmal ein Einkaufszentrum geplant, doch ein Investor nach dem andern hat kalte Füsse bekommen und das Projekt fallen gelassen. Gemäss Jakob Zophiniasson von Losinger Marazzi ist nun eine Mischnutzung aus Hotel, Wohnen, Gewerbe und einer durchschnittlichen Coop- oder Migros-Filiale vorgesehen. Doch man stehe noch ganz am Anfang; Baubeginn sei frühestens 2016, die Bauzeit dauere etwa zwei Jahre. Im Bereich Erlenmatt Ost entlang der Signalstrasse besitzt die Stiftung Habitat die drei Baufelder H, I und J. Diese hat sie in 13 kleinere Parzellen unterteilt und einige im Baurecht an kleine Investoren abgetreten, etwa ans Bläsistift (für eine Kinderkrippe), an Wohnbaugenossenschaften, an die Behinderten-Institution Mobilia und für ein Studentenhaus.

Fertigstellung erst 2023

Auf eine Schwimmhalle wird definitiv verzichtet, die BLG-Halle hingegen bleibt bestehen – möglicherweise für Büros, ein Restaurant und einen Multifunktionsraum. Habitat wird zudem auf vier Parzellen direkt an der Signalstrasse selbst investieren und primär Gewerberäume errichten. Erste Bautätigkeiten dürften Mitte 2016 beginnen, die letzten nach 2023.  Denn die Firma Ziegler ganz im Norden des Habitat-Bereichs hat bis dahin ein Bleiberecht. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Fertigstellung des Erlenparks gegen den Nordtangentenbogen hin ebenfalls bis etwa 2023 hinzieht. Ein Teil wird aber schon 2017 in Angriff genommen.

 

Eine Begegnung mit Theobald Baerwart

  • Mittwoch, 03 September 2014 00:00

Samuel Strub (26), Leiter des Chors SÿndiCats, hat mit David Rossel zehn Gedichte des Mundartdichters Theobald Baerwart vertont. Der Chor führt die Lieder unter dem Titel «Uss em diefschte Glaibasel» am 6. und 7. September in der Aktienmühle auf. Zwischen den Liedern liest der Schauspieler Urs Bihler Geschichten von Baerwart. 

 

Vogel Gryff: Herr Strub, wie sind Sie auf die Texte von Theobald Baerwart gestossen?

Samuel Strub: Wie so oft spielte der Zufall mit. Vor vier oder fünf Jahren sind mir die Texte von Theobald Baerwart in einer Dialektsendung des Schweizer Radios aufgefallen. Sie wurden gelesen vom Schauspieler Urs Bihler. Und vor einem Jahr, als ich ins Kleinbasel gezogen bin, lag eines der beiden Bücher mit den gesammelten Werken von Baerwart im Hauseingang. So hat mich Theobald Baerwart das zweite Mal angelacht. Da dachte ich, jetzt muss ich dieser Sache nachgehen und diese liebevollen Texte vertonen! Weil ich gleichzeitig den Chor SÿndiCats übernommen habe, war die Gelegenheit dafür günstig.

 

Was fasziniert Sie an den Texten?

Wie Baerwart mit erfrischenden, liebevollen Wörtern – und oft mit einem Augenzwinkern – den Leser ins Glaibasel von damals entführt. Man taucht sofort in seine Welt ein.

 

War es schwierig, den Chor für dieses Projekt zu begeistern?

Auf die Idee hat der Chor sofort begeistert reagiert. Speziell war, dass  niemand wusste, was wir singen werden. Die 35 Sängerinnen und Sänger mussten alles neu lernen; es gab die Musik ja vorher nicht. Der Umgang mit dieser Ungewissheit war die grösste Herausforderung bei diesem Projekt.

 

Singen Sie die Lieder dem Chor vor?

Ja, das allermeiste singe ich vor. Und die meisten Melodien spiele ich auf dem Klavier mit. Wir proben seit dem Januar. Für die Endproben haben wir ein dreitägiges «Trainingslager» im Burgund absolviert. Der Chor singt die Lieder ohne Noten und a cappella.

 

Kommt der Kleinbasler Dialekt in den Texten speziell zur Geltung?

Nicht wirklich. Bereits im Vorwort schreibt Theobald Baerwart, sein Dialekt sei nicht ganz rein. Und er entschuldigt sich sogar dafür! «Baldi» wuchs im Kleinbasel auf, hat aber später in Bottmingen gelebt. Trotzdem blieb das Kleinbasel seine Welt: Die allermeisten seiner Geschichten und Gedichte handeln vom Kleinbasel.

 

Welche seiner Geschichten gefallen Ihnen am besten?

Etwa die von einem Nachbarsjungen, dessen Mutter Wäscherin ist.  Der Junge muss die frische Wäsche ausliefern, beim Überqueren des Riechedyych fällt ihm der Wäschekorb ins Wasser. Die Nachbarsjungen helfen ihm, die Wäsche einzusammeln und zu trocken. Die Kundin hat es dann trotzdem bemerkt und sich bei der Mutter beschwert. Baerwart amüsiert sich auch gern darüber, wie Kleinbasler anders sind als Grossbasler. In seinem Gedicht «Vo zwaierlei Basel und vom ‹wilde Viertel» heisst es:

 

Im Glaisbasel aber, do hoggt alles, ob me sich kennt oder nit, am glyche Disch, 

und wenn alles guet goht,

verhaut me sich e Stund speeter scho d'Kepf, bsunders wenn Syde­färber derby sin.

 

Wie ging die Vertonung vor sich?

Ich habe mit dem Gedicht «S herbschtelet» begonnen. Danach habe ich mit Kollege David Rossel weitere neun Gedichte vertont.

 

Gibt es Gedichte, die sich schwerer vertonen lassen?

Ja, etwa das Gedicht über den Tierpark Lange Erlen, in dem Baerwart aufzählt, welche Tiere dort leben. Diesen Text zu vertonen ist weniger attraktiv. Andere Gedichte tönen jedoch bereits beim Lesen wie nach einem Lied.   

 

In welchem Stil kommen die Lieder daher? Wie Volkslieder?

Ein Lied ist im Reggae-Stil geschrieben; andere haben Volksliedcharakter. Das Ganze wird verbunden mit den Texten, die der Schauspieler Urs Bihler vorträgt.

 

Uss em diefschte Glaibasel
Konzert mit dem Chor SÿndiCats

Aktienmühle, Gärtnerstrasse 46
Samstag, 6. September, 19.30 Uhr
Sonntag, 7. September, 17 Uhr

www.chor-syndicats.ch

 

Kinderbetreuung Stromboli eröffnet

  • Montag, 01 September 2014 00:00

VG. Am 29. August konnte die Kinderbetreuung Stromboli an der Breisacherstrasse 39 feierlich eröffnet werden. Die Leiterin Regula Riniker begrüsste die Gäste und die Kinder. Christian Hoenen, der Präsident des Vereins Stromboli, hielt Rückschau auf die aufregende, zweijährige Vorgeschichte (inkl. Verzögerung wegen einer Einsprache) und hielt Rückschau auf die Konzeptentwicklung, die Raumsuche, die Finanzierung und den Umbau des Hinterhauses an der Breisacherstrasse 39. Er dankte den Geldgebern sowie den Eltern, die immer an die Realisierung des Vorhabens glaubten.

Lampen aus Tupperware

Das Hinterhaus strahlt dank den Architekten Grönland Basel im neuen Glanz und begeisterte mit den in Rottönen gehaltenen Räumen, den Lampen aus Tupperwareschalen und Salatsieben Klein und Gross. Die Stromboli-Kinder haben bereits ihren eigenen Song «Strombolianer das sind wir», der mit Hilfe ihres musikalischen Kochs Magor Szilagyi entstand und dargeboten wurde. Anita Lachenmeier, Grossrätin des Grünen Bündnisses, gratulierte mit einem farbigen Windrad zur neuen Tagesstruktur. Sie durchschnitt gemeinsam mit den Kindern die Bänder am Haus und übergab den Betrieb feierlich dem Team Stromboli. Dazu spielte der Nachbar Boris Gass Drehorgel und versetzte alle in Feststimmung. Zwischen Stromboli-Pizza und von den Kindern gezauberten Gelati-Kugeln, zwischen Bier und Sirup zeigte sich: wie aktuell sein italienischer Namensvetter, ist Stromboli aktiv und voller Kraft. Anders als öffentliche Tagesstrukturen ist Stromboli nämlich während neun Wochen der Schulferien geöffnet. Die Initiative für das neue Angebot kam von Regula Riniker, die auch gleich die pädagogische Leitung der Tagesstruktur übernommen hat.

31 Kinder geniessen Betreuung

Das Bedürfnis nach neuen Betreuungsplätzen war riesig: Innerhalb von zwei Wochen waren alle 16 Plätze besetzt. «Wir hätten noch viel mehr Kinder aufnehmen können», sagt Riniker. Insgesamt kommen nun 31 Kinder in den Genuss der Tagesbetreuung an der Breisacherstrasse.

 

Stromboli Kinderbetreuung

Breisacherstrasse 39
Telefon: 061 681 39 39

www.stromboli-kleinbasel.ch

«Vogel Gryff» unterstützt Stiftung ELA

  • Mittwoch, 27 August 2014 00:00

chk. Die Baslerin Conny Cuordoro hat einen Ohrwurm zugunsten der Eltern-Stiftung ELA geschrieben. Die CD ist in Anwesenheit der CD-«Cover-Girls» und der ELA-Stiftungsleitung im Kleinbasler Restaurant Cuor d’Oro getauft worden. ELA ist die Vereinigung von Eltern, deren Kinder an Leukodystrophie erkrankt sind. Die Krankheit zerstört das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) hauptsächlich bei Kindern und verläuft immer sehr schwerwiegend. Ziel von ELA ist die Forschung gegen diese heimtückische Krankheit zu unterstützen. Der Erlös der CD mit dem Namen «Share with ELA» fliesst vollumfänglich in die Forschung. Paten der ELA-Stiftung sind u.a. Zinedine Zidane und Pascal Zuberbühler.

Eine Kostprobe des Songs hören Sie hier files/ElaStueck.mp3

Direkt gekauft werden kann die CD bei der ELA Stiftung Schweiz. 

www.ela-asso.ch