Montag, Januar 22, 2018

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Kleinbasel

muba verzeichnet weniger Besucher

  • Montag, 16 Februar 2015 00:00

Nach zehn Messetagen ging am 5. Februar die 99. muba zu Ende. Die 132'234 Besucher trafen auf das vielseitige Angebot der 616 Aussteller. Gut frequentierte Bereiche der Messe waren das Gastland
Marokko, der Stand von Betty Bossi sowie die Bereiche Herkunft Schweiz und Stadt und Land. Die Besucher zeigen sich laut ersten Umfrageergebnissen zufrieden mit dem Angebot und der Qualität der 99.muba: Rund 80 Prozent geben an, die Messe im nächsten Jahr bestimmt oder sehr wahrscheinlich wieder besuchen zu wollen – dies entspricht einem Plus von fünf Prozent gegenüber 2014.

Jedoch musste die Messeleitung bei der Besucherzahl einen Rückgang vermelden. Die Besucherfrequenz lag klar unter der Marke des Vorjahres. Gemäss der Messeleitung ist dies auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Eine Messe wie die muba sei heutzutage einer Vielzahl äusserer, zum Teil nicht vorhersehbarer Einflüsse, ausgesetzt. So mögen mehrere sonnige Tage nach einer längeren Schlechtwetterphase die Menschen ins Freie gezogen haben und die Euro/Franken-Thematik sowie andere parallel stattfindende Events oder Aktivitäten einige bisherige Besucher vom Gang an die muba abgehalten haben.

Nächstes Jahr feiert die muba ihren 100. Geburtstag. Dann sind vor und während der Messe verschiedene besondere Aktivitäten geplant.

5500 Kinder läuten die Fasnacht ein

  • Montag, 16 Februar 2015 00:00

Über 5500 Kindergarten- und Primarschüler aus Basel, Riehen und Bettingen haben am Donnerstag, 12. Februar, bei der Kinderfasnacht mitgemacht und sind durch die Innenstadt marschiert. Dabei wurden sie von rund 600 Helferinnen und Helfern, diversen Cliquen, Gruppen und Guggenmusiken begleitet. Die Route führte vom Münsterplatz durch Rittergasse, Bäumleingasse und Freie Strasse zur Mittleren Brücke. Danach ging es durch die Rheingasse bis zum Theodorskirchplatz, wo die Kinder verpflegt wurden.

Hier noch der Dank des Comités:

Für d Schuel- und Kindsgi- Fasnachts-Schau
Schyynt das Johr d Sunnen und s isch lau!
Mit Schränze, Drummel, Pfyffe, Bloose
Sinn 7000 uf de Stroosse!
Sy präsentiere voller Pracht:
Das hämmer alles sälber gmacht!
Stolz, kreativ und farbefroh
Sinn  alli Kinder d Stadt ab koh!
Dr gwaltig Ysatz duet sich lohne:
Mer danggen alle Lehrpersone
Mit Farb, Babyyr und Glaischterhänd
Isch s Resultat perfäggt am Änd!
Den eedle Spänder wämmer dangge
S bruucht halt schon e Hampfle Frangge!
Danggschön wämmer alle saage
Wo d Brugg absperren ohni z klaage,
De Samariter, Streggeposchte,
De Zvieri- Hälfer, wo nüt koschte.
De Junge Garde, Glygge, Gugge
Wänn mer vo Härze d Pfoote drugge!
De Schugger, won ys guet beroote,
Au d  BVB griegt gueti Noote !
Die guete Gaischter mit de Bääse
Solle do au „Danggschön“ lääse! 

S het Gspass und vyl Vergniege gmacht!
Häärzligscht – s OK Schuel-Fasnacht!


Solides Drummeli mit Höhen und Tiefen

  • Mittwoch, 11 Februar 2015 00:00

Wie immer präsentiert sich das Drummeli als grosse Leistungsschau der Cliquen. Spätestens mit dem Umzug ins Musical Theater wurden die Darbietungen immer origineller; im 2015 wirkt es jedoch teilweise bemüht originell. Doch natürlich gibt es im Drummeli Cliquen-Auftritte, die positiv herausstechen. Etwa die «Glunggi» mit einem fein intonierten Marsch namens «Tutti-Frutti» oder die «Rhyschnoogge» mit einem super performten «Hofnaar», der zum «Planet der Affen» wird. Dasselbe gilt für die «Wettstai», die als Tannenwald die «Route-Symphonie» auf die Bühne bringen. Auch hier stimmt die musikalische wie optische Umsetzung, vor allem, wenn man sich über vorbeiflanierende Nacktwanderer amüsieren kann.
Ein weiterer musikalischer Höhepunkte ist zweifellos die Trommel- und Pfeiferschule: Früher am Drummeli meist eher eine Pflichtübung, nimmt die Junge Garde der „Seibi“ das Publikum auf ein kurzweiliges «Schwyzerreisli» mit Schweizer Melodien bis hin zum Sechseläutenmarsch mit. Den Hut ziehen kann man vor Ramona Zimmerli, die als Maturarbeit den Pfeifertext des „Mässmogge“ verfasste (Trommeltext: Ivan Kym); die «Junteressli» setzen die Uraufführung gekonnt um.

«Alte Glaibasler» als Kellertiere
Ein gelungenes Gesamtwerk für Auge und Ohr bringen die «Alte Glaibasler» mit einem groovigen «AGB-Käller-Jam», bei dem Kellertiere mit vier bis acht Beinen sich auf allen möglichen Klangkörpern versuchen. Die Kakophonie endet erst, als die Putzfrau das Licht anmacht. Die «Breo» verspürt Frühlingsgefühle, spielt und singt (!) im Frack und zwingt mit «Veronika» die Zuschauer zum Mitsummen. Dazu läuft einem beim «Nunnefirzli» der VKB das Wasser im Mund zusammen, liefert die VKB doch noch das Rezept dazu auf der Leinwand mit.
Es gibt aber auch Umsetzungen, bei denen man die Absicht dahinter höchstens dann versteht, wenn man sich intensiv ins Programmheft vertieft. So bei der «J.B-Clique Santihans», die aber eine rassige «Daagwach» ruesst. Bei der «Spale» schützt auch der Blick ins Programmheft nicht vor Stirnrunzeln, denn die ganze Clique spielt in Bodysuits mit aufgesetzten primären Geschlechtsmerkmalen. Hauptsache auffallen, hiess hier wohl das Motto.
Bei den Rahmestiggli gibt es enorme Schwankungen in der Qualität. Grandios eine Sepp-Blatter-Persiflage, schlechter eine Eric-Weber-Parodie, da dieser im Original so schrill ist, dass er schlicht nicht überzeichnet werden kann. Toll dafür die Einlage zur gescheiterten Fusion mit einer umwerfenden Susanne Hueber als Prinzessin. Und auch der rote Faden mit einem verzweifelten Blind-Dater – urkomisch Daniel Buser – kommt gut an. Ziemlich pointenfrei ist dafür ein Abgesang auf die Hasenburg. Dies ist bei einer regelrecht beklemmenden Neufassung des Schlagers «Atemlos» gewollt – und auch das muss und soll Platz haben am Drummeli.

Bei den  Schnitzelbänklern hat «Dr Heiri» als rappender Bauer die Nase vorn. Seine landwirtschaftliche Erklärung des FCB-Rotationsprinzips – einfach riesig! Traditioneller, aber ebenfalls gut ist «Seibi-Stroossebängg». Und für gute Stimmung sind auch die «Schotte» und die «Grachsymphoniker» als «Gugge» besorgt.
Alles in allem verlässt man das Musical Theater nach fast drei Stunden etwas erschöpft und nicht unzufrieden, aber doch mit dem Gefühl: Es war nicht alles schlecht, aber bei weitem nicht alles gut.

Text: André Auderset
Fotos: Ivo Birrer


In diesem Rahmenstück wird das Verhältnis zwischen Stadt und Land thematisiert.

Die Sans Gêne-Clique mit dem Ungar.

Der Nachwuchs der Seibi-Clique präsentierte sich vor einem schönen Bühnenbild.

Industriekultur im Museum

  • Montag, 09 Februar 2015 00:00

VG. Die Region Basel ist eine der am stärksten industrialisierten Regionen der Schweiz, Südbadens und des südlichen Elsasses. In Fabrikhallen, an der Papierpresse und im Labor wurden die Grundsteine der heutigen hochindustrialisierten Wissensgesellschaft gelegt. Aber von den einstigen Stätten der Produktion sind in den letzten Jahren viele verschwunden.Die Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur hat sich in Zusammenarbeit mit den Denkmalpflegeämtern Basel-Stadt und Baselland auf die Suche nach den Zeugen der Industriekultur gemacht. Rund 850 Industrie- und Transportbetriebe hat sie auf der Informationsplattform für Schützenswerte Industriekulturgüter der Schweiz – auf www.industriekultur.ch – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Aus dieser Fülle hat Hans-Peter Bärtschi den neuen Kulturführer «Industriekultur beider Basel – Unterwegs zu 333 Stätten des produktiven Schaffens» zusammengestellt. Auf acht Routen begleitet uns dieses Buch zu den spannendsten Stätten der Industrie und des Transports vom Rheinknie bis zum Hauenstein, vom Laufental bis über die Grenze nach Lörrach.

Kühne Projekte
Die Ausstellung «Industriekultur in der Region Basel» macht deutlich, dass Industrialisierung mehr als die maschinelle Güterproduktion in Fabriken und Gewerbebetrieben bedeutet. Mit anschaulichem Bild- und Textmaterial verschafft sie Einblicke in die Uhrenindustrie im Waldenburgertal oder in die kühnen Bauwerke der zweiten Gebirgsbahn Europas – die Brücken und der Tunnel der Hauensteinlinie. Eine Region konnte sich aber ohne Erschliessung mit Verkehrswegen und ohne drastische Eingriffe in die Landschaft nicht industrialisieren. Die Ausstellung zeigt, wie sich etwa das Laufental mit dem Abbau von Ton, Kalk und Steinen veränderte oder wie mit dem Wissen der Zeit Fortschritte in der Bekämpfung von Schädlingen erzielt wurden, was sich im Rückblick aber oft als grosses Umwelt- und Gesundheitsproblem erwies.
Unter den über 50 Exponaten, die Kurator Christoph Tschanz in der Region zusammengetragen hat, fällt etwa das Modell des Rheinschleppers «Luzern» auf, der während über 50 Jahren voll beladene Kähne den Rhein herauf nach Basel brachten. Mit dieser so genannten Schleppschifffahrt verbunden ist der Beruf des Rheinschiffers. Die lange Abwesenheit der Eltern während ihrer Fahrt auf dem Rhein machte es notwendig, für die Schifferkinder ein Heim einzurichten. Ein kurzer Film aus den 1950er Jahren dokumentiert den Alltag dieser schon fast halbnomadischen Lebensweise der Rheinschiffer.
Eine Videoanimation visualisiert erstmals den ersten Elsässer Bahnhof und den Centralbahnhof von 1856. Die Animation wurde aufgrund der originalen Baupläne erstellt. Die vielleicht grösste Spannweite der Entwicklung entfaltete in der Region Basel die chemische und mit ihr die Pharmaindustrie. Was etwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Hustenpastillen und Farbstoffen begann, entwickelte sich zum wichtigsten Wirtschaftszweig und eigentlichen Motor der Region. Die lange Dauer der Industrialisierung ist ein Prozess mit ständigen Veränderungen: Fabrikhallen werden gebaut und abgerissen, der arbeitende Mensch wird einmal wegen seiner Muskelkraft gebraucht und geschindet, als tüftelnder und entschlossener Geist geschätzt, aber auch als Kostenfaktor wegrationalisiert.


Transportkisten im Museum
Die Ausstellungsgestalterin Margarethe Greiner macht diesen Wandel mit einer quasi provisorischen Möblierung der Ausstellung deutlich: Wuchtige Transportkisten aus Spanplatten dominieren den Raum, als sei gerade eine Maschinenlieferung eingetroffen oder stünden die fertigen Stoffe für die Verschiffung bereit. Die Ausstellung lehnt sich in der Gliederung an die acht Rundgänge des Buches an. Auf diese Weise wird die ganze Region auch geografisch abgedeckt. Mit vier Themen wird die Stadt Basel als Stätte produktiven Schaffens präsentiert: mit der Chemie- und Pharma-Industrie, der vor- und frühindustriellen Papiermacherei im St. Alban-Tal sowie der Infra­struktur-Bauten für die Rheinschifffahrt und die Eisenbahn.


Wanderausstellung «Industrie in der Region Basel»
bis 29. März 2015
Museum Kleines Klingental
Unterer Rheinweg 26
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Samstag: 14 bis 17 Uhr
Sonntag: 10 bis 17 Uhr