Freitag, März 24, 2017

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Kleinbasel

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Gesamtsanierung des Spezialtraktes der Sekundarschule/WBS Bäumlihof und des Gymnasiums Bäumlihof abgeschlossen. Am Samstag, 19. November, konnte die Bevölkerung das Prunkstück der Schule an einem Tag der Offenen Türe ausgiebig besichtigen. Im sanierten Spezialtrakt befinden sich die Aula, die Mensa, die Mediothek sowie die Räume für die Naturwissenschaft. Ebenfalls sind dort Räumlichkeiten für das Bildnerische Gestalten und für den Musikunterricht der Sekundarschule untergebracht. 

Optimale Bedingungen

Die Büros der beiden Schulleitungen, die Sekretariate und die Zimmer für die Lehrpersonen sind ebenfalls im neu sanierten Trakt zu finden. «Das Resultat der Sanierung lässt sich sehen. Wir freuen uns riesig über den neuen Trakt – denn er zeigt, dass mit dieser Sanierung optimale Bedingungen für die beiden Bäumlihofschulen geschaffen werden», steht in «Pluspunkte», der Broschüre für das Gymna­sium Bäumlihof.

Ein Energiefresser

Das grösste Schulhaus der Stadt wurde 1973 auf dem Bäumlihof eröffnet. Nach 40 Jahren Schulbetrieb war klar, dass die Fenster saniert werden mussten – das Haus war im Laufe der Jahre zum regelrechten Energiefresser geworden. Die gebäudetechnischen Abklärungen im Jahr 2011 zeigten aber schnell, dass die Fenster nicht das einzige Problem waren: Es gab Mängel zum Beispiel in den Bereichen Brandschutz und Erdbebensicherheit. So kam das Erziehungsdepartement zum Schluss, dass eine Gesamtsanierung unumgänglich ist.

Im Sinne der Schulreform

Dass gleichzeitig eine Schulreform anstand, erwies sich als glücklicher Zufall. So konnte der Umbau auf die Bedürfnisse einer modernen Schule ausgerichtet werden. Das Gymnasium und die Sekundarschule, die sich das Schulhaus teilen, mussten sich innerhalb der bestehenden Mauern auf ein für Beide akzeptables Raumprogramm einigen. Damit die Sanierung  mehr oder weniger bei laufendem Schulbetrieb vonstatten gehen kann, wurde der Bauprozess in Etappen geplant und auf vier Jahre verteilt. Während dieser Zeit wird jeweils ein Teil des Schulbetriebs in ein Provisorium ausgelagert. Im Sommer war nun Halbzeit des grossen Bauprojekts: Bereits nach den Sommerferien konnten die Schulen den neuen Spezialtrakt beziehen, was die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte mit dem Tag der Offenen Tür ausgiebig feierten.

 

 

Betrunkener Autofahrer gerät in Schieflage

  • Montag, 21 November 2016 12:20

Kurz nach ein Uhr in der Nacht auf den 21. November ist ein 33-jähriger Mann mit seinem Personenwagen auf der Verzweigung Hochbergerstrasse/Schwarzwaldallee verunfallt. Das Fahrzeug landete auf der Seite, der Lenker verletzte sich nur leicht.

Der Lenker fuhr von der Hochbergerstrasse her in Richtung Badischer Bahnhof. Auf dem Verzweigungsgebiet Hochbergerstrasse/Schwarzwaldallee stiess er zuerst mit einer Fussgängerschutzinsel und einem Betonelement zusammen, dieses wurde durch die Wucht des Aufpralls weggsschleudert. Durch den Aufprall geriet das Fahrzeug in Schieflage und fuhr einige Meter, nur noch auf den beiden linken Rädern stehend, weiter. In dieser Lage kollidierte das Fahrzeug zum Schluss noch mit einem Verkehrssignal bevor es schliesslich gänzlich zur Seite kippte und zum Stillstand kam. Passanten konnten den Kleinwagen anschliessend wieder auf die Räder stellen und der Lenker stieg selbstständig aus dem Fahrzeug aus. Die vor Ort durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 0.70 mg/Liter. Der Lenker muss mit einer Verzeigung rechnen. 

Am 27. November werden die Baslerinnen und Basler erneut zur Urne gerufen. Es geht darum, im zweiten Wahlgang zwei noch offene Sitze im Basler Regierungsrat zu besetzen. Fünf Regierungsräte wurden bereits gewählt, nämlich Eva Herzog (SP, bisher, 33 576 Stimmen), Christoph Brutschin (SP, bisher, 29 448), Lukas Engelberger (CVP, bisher, 26 635), Conradin Cramer (LDP, neu, 24 078) und Elisabeth Ackermann (Grünes Bündnis, 23 546). Im ersten Anlauf haben Hans-Peter Wessels (SP, bisher, 22 550), Baschi Dürr (FDP, bisher 21 090), Heidi Mück (Grünes Bündnis, 18 105), Lorenz Nägelin (SVP, 17 269) und Martina Bernasconi (GLP, 14 115) das absolute Mehr verfehlt. 

Linke fühlen sich im Aufwind

Wessels, Dürr, Mück und Nägelin treten im Zweiten Wahlgang wieder an. Wer das Rennen macht, ist offen – selten waren die Wahlen so spannend. Nach den guten Wahlresultaten von Herzog, Brutschin und Ackermann sehen sich die Linken (SP und Grünes Bündnis) im Aufwind. Dass Mück im ersten Wahlgang nur 3000 Stimmen hinter Dürr landete, verleiht den Linken zusätzlichen Auftrieb.

Das bürgerliche Bündnis aus CVP, FDP, LDP und SVP geht etwas geschwächt aus dem ersten Wahlgang hervor. Mit Ausnahme der LDP haben alle Bürgerlichen Wähleranteile verloren. Als ziemlich sicher gilt die Wiederwahl von Hans-Peter Wessels; wenig wahrscheinlich ist, dass Lorenz Nägelin es in die Regierung schafft. Somit konzentriert sich das Interesse vor allem auf die beiden im Kleinbasel wohnhaften Heidi Mück und Baschi Dürr. Den Ausschlag geben wird wohl, wer seine Wählerinnen und Wähler am besten mobilisieren kann.

Reine Formsache dürfte die Wahl ins Regierungspräsidium sein: Nachdem sich FDP-Mann Baschi Dürr als Kandidat zurückgezogen hat, gilt Elisabeth Ackermann praktisch als gewählt. Niemand rechnet ernsthaft damit, dass der Rechtsaussen Eric Weber, der ebenfalls fürs Regierungspräsidium kandidiert, Ackermann Paroli bieten kann.

 

 

Ein überparteiliches Komitee «NEIN zum überteuerten Kasernen-Umbau» hat am 2. November knapp 2 900 Unterschriften gegen das vom Grossen Rat beschlossene Umbauprojekt eingereicht. Damit kommt das Projekt vors Volk.

Kosten massiv zu hoch

Aus Sicht des Komitees ist das vorliegende Konzept «widersprüchlich und nicht überzeugend». Zudem sei die Raumkonzeption falsch und insbesondere seien die Kosten massiv zu hoch und viel zu teuer. «Es ist deshalb nicht einzusehen, weshalb nun für ein unausgegorenes Projekt aus der Amtsstube des Präsidial­departementes 47 Millionen Franken Steuergelder ausgegeben werden sollen», schreibt das Komitee, zu dem unter anderen FDP-Präsident Luca Urgese, LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein und SVP-Grossrat Eduard Rutschmann gehören.

«Wirr und undurchsichtig»

«Der von der Regierung vorgeschlagene Umbau und das damit verbundene Nutzungskonzept bleiben, trotzanderslautender Versprechungen, wirr und undurchsichtig», fährt das Komitee fort. So hätten zum Beispiel einige Nutzer bereits einen  Mietvertrag erhalten, während anderen – langjährigen Mietern – keine Zukunft und Planungssicherheit zugesichert worden seien. Nach Ansicht des Komitees gelingt es städtebaulich nicht, «eine attraktive Verbindung zwischen Rheinufer und Kasernenplatz herzustellen». 

Promis sind für den Umbau

Der Verein Pro Kasernenareal sieht dies anders. Das bürgerliche Komitee wolle «blockieren, dass die Kaserne erhalten und sich zu einem offenen Begegnungszentrum für Kultur und Quartier weiterentwickeln könne», teilt der Verein mit. Ein prominentes Personenkomitee – unter anderen mit Jacques Herzog, Christoph Gantenbein, Meinrad Morger (Architekten), Franz-Xaver Leonhardt (Hotel Krafft), Rudolf Grüninger (früherer Grossratspräsident), Tino Krattiger (Kulturveranstalter), Elio Tomasetti (Unternehmer), Anita Treml Nidecker (Ueli Bier) und Barbara Schneider (frühere Regierungsrätin) – habe sich bereits formiert.

Der frühere Präsident von «Pro Kasernenareal», Philipp Cueni, zeigt sich optimistisch, dass die Basler Ja zur Sanierung sagen. «Das Projekt ist ausgewogen und ermöglicht breiten Bevölkerungsschichten eine lebendige und vielfältige Nutzung.» Entscheidend sei dabei, dass der historische Charakter und der bisherige Charme des Gebäudes erhalten bleiben und dass gänzlich auf Luxuselemente verzichtet worden sei.