Samstag, April 29, 2017

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Kleinbasel

Migros baut Fitnesscenter an der Clarastrasse

  • Mittwoch, 21 Dezember 2016 08:18

An der Clarastrasse 12, wo bis vor kurzem das Möbelgeschäft Jysk untergebracht war, eröffnet die Migros Basel am 31. März 2017 ein neues Fitnesscenter. In der der 1‘250 Quadratmeter grossen Anlage wird der Fokus auf einen vielfältig ausgestatteten Trainingsbereich gelegt. «Die grosszügige Fläche im Erdgeschoss bietet eine Vielzahl an modernen Kraft- und Fitnessgeräten, eine funktionelle Trainingszone, den allerneusten Milon-Zirkel sowie einen topmodernen Kursraum», teilt die Migros Basel mit. Doch auch die Erholung kommt nicht zu kurz: Eine Sauna sowie ein Ruheraum stehen im Untergeschoss zur Entspannung bereit.

Nachdem die Migros Basel 1998 den Fitnesspark Heuwaage und 2013 das Fitnesscenter Frenkendorf eröffnete, setzt sie im Rahmen ihrer Fitnessstrategie mit dem Bau des Fitnesscenters Clarastrasse einen weiteren Meilenstein. Investiert werden rund 2,3 Millionen Franken; die Bauarbeiten beginnen in Kürze. Das neue Fitnesscenter kann beim Wochenende der offenen Tür vom 1. und 2. April 2017 besichtigt werden. Kundinnen und Kunden, die sich bis zum 28. Februar auf www.migrosfitnesscenter.ch ein Jahresabo kaufen, profitieren von 25 Prozent Rabatt. 

Am 18. Dezember kurz nach zwei Uhr morgens hat es im Warenhaus Manor an der Greifengasse gebrannt. Die Berufsfeuerwehr wurde durch einen automatischen Brandmelder verständigt und war kurze Zeit später zusammen mit der Polizei vor Ort. Der Brand war in der Lebensmittelabteilung im Untergeschoss des Warenhauses ausgebrochen und führte zu einer sehr starken Rauchentwicklung. Das Feuer konnte in der Folge gelöscht werden; es entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden. Die Brandursache ist noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Eine technische Ursache kann nicht ausgeschlossen werden. 

 

Die Lebensmittelabteilung musste ausgerechnet am 4. Advent, einem der umsatzstärksten Tage, geschlossen bleiben, wie Manor-Mediensprecherin Elle Steinbrecher gegenüber barfi.ch ausführte. Als Trost seien am Sonntag Rabatt-Gutscheine an enttäuschte Kundinnen und Kunden verteilt worden.

Der Brand sei ein grosser Verlust für Manor, die Summe von Sachschaden und Umsatzverlust bewege sich im sechsstelligen Bereich. Nachdem das Untergeschoss mit Hochdruckreiniger gesäubert wurde, um Geruch und Russpartikel aus der Abteilung zu entfernen, konnte die Lebensmittelabteilung am Montag, 19. Dezember, wieder geöffnet werden. Seither können auch die Rabatt-Gutscheine eingelöst werden. «Wir freuen uns auf zahlreiche Kundinnen und Kunden», erklärte Steinbrecher am Montag dem «Vogel Gryff».  

 

 

Der Räuber vom Rappoltshof ist gefasst

  • Donnerstag, 15 Dezember 2016 14:11

Am späteren Nachmittag des 9. Oktobers ist eine 90-jährige Frau Im Rappoltshof Opfer eines Raubüberfalls geworden. Dabei wurde sie erheblich verletzt. Die Rentnerin war mit ihrem Rollator auf dem Trottoir unterwegs, als sie von einem Unbekannten beraubt wurde. Dem Täter gelang die Flucht.

Wie die Polizei am 16. Dezember mitteilte, ist der mutmassliche Täter mittlerweile gefasst worden. Dank eines DNA–Hits konnte ein 30-jähriger Slowene festgenommen werden. Es wird abgeklärt, ob der Mann für weitere Delikte in Frage kommt. Das Zwangsmassnahmengericht verfügte Untersuchungshaft. Das Opfer befindet sich nach wie vor im Spital.

Weihnachten bei Grossmutter im Kleinbasel

  • Donnerstag, 15 Dezember 2016 13:57

«Vogel Gryff»-Leserin Esther Bertschmann aus Riehen erzählt vom Weihnachtsfest bei ihrer Grossmutter an der Klein­basler Leuengasse.

«Vor bald 70 Jahren waren die Zeiten nicht rosig und das Geld war immer knapp», erinnert sich «Vogel Gryff»-Leserin Esther Bertschmann-Waibel, die heute in Riehen wohnt. Ihre Grossmutter Lina Waibel hatte gemeinsam mit ihrem Mann in einer Bäckerei an der Clarastrasse gearbeitet. «Als die Kinder erwachsen waren, starb der Grossvater. Ich kannte also nur meine Grossmutter», erzählt Bertschmann. «Sie war eine bescheidene, tapfere Frau. Nie hat sie sich über etwas beklagt und ich glaube, sie konnte gar nicht richtig böse werden.»

Enge Platzverhältnisse
«Unvergesslich bleiben mir die Familienweihnachtsfestli bei der Grossmutter. Einmal im Jahr traf sich die grosse Familie an eine Samstagabend bei ihr an der Leuengasse. Das Stübli war nur etwa fünfzehn Quadratmeter gross. Wir waren ungefähr 20 Personen. In der Mitte stand der Esstisch, drumherum verteilt etwa acht Stühle. Weitere Stühle standen an den Wänden. Grossmutter hatte den Holzofen tüchtig aufgeheizt. Wer zuerst kam, konnte den besten Sitzplatz auswählen. Das beliebteste Sitzmöbel war das Sofa. Das angrenzende kleine Schlafzimmer musste als Garderobe dienen. Auf dem Bett türmten sich Wintermäntel, und diverse Geschenke wurden vor der Bescherung dort versteckt. Zu Beginn des Abends war man noch etwas befangen, denn einige Verwandte sahen sich nur dieses eine Mal im Jahr.

Handgestrickte Socken
Grossmutter hatte hinter dem Ofen ein paar Flaschen Rotwein und Bier und für uns Kinder Traubensaft bereit gestellt. Die Jüngsten warteten bereits ungeduldig auf die Bescherung. Zu Weihnachten bekamen die Söhne, Schwiegersöhne und später auch die Enkel ein Paar handgestrickte Socken, denn Grossmutter hat mindestens zehn Paar pro Jahr gestrickt. Die Freude der Beschenkten war immer gross. Am Weihnachtsfest hat sich die Grossen viel zu erzählen. Nach etwa einer Stunde stimmte jemand das Lied <Oh du fröhliche> an. Ob es schön klang, weiss ich heute nicht mehr. Nach der ersten Strophe fing es mit dem Text zu hapern an. Es ging weiter mit <Stille Nacht>; die Kerzen auf den geschmückten Tannenzweigen auf dem Tisch wurden angezündet.

Wienerli und Rotwein
Die obligaten Wienerli schmeckten herrlich. Grossmutters Wangen röteten sich langsam – aber nur wegen der Wärme im Zimmer: Nein, sie trank auch gerne zur Feier des Tages ein zwei Gläser Rotwein mit. Mit dem Witze erzählen war das jedes Jahr so eine Sache. Eine Tante meinte immer, das gehöre sich doch nicht an so einem Fest. Die Tante war es dann aber jeweils, die selbst den ersten «Wäbstübler»-Witz zum Besten gab. Am Schluss des Abends gab es Gutzi und Kaffee, wobei die Jüngeren sich um die Brunsli stritten. Die Älteren begnügten sich mit Mailänderli und Aenisbrötli, die man so schön in den Kaffee tunken konnte. Wohlgelaunt und oft erst spät in der Nacht verliessen wir die Grossmutter, die, assistiert von ihren Töchtern, das Chaos wieder in Ordnung brachte. Die Grossmutter war über 80 Jahre alt, als sie in ein Alters- und Pflegeheim musste. Auch dort war sie sehr zufrieden und dankbar für jeden Besuch. In lieber Erinnerung denke ich an Grossmutter, an ihre Schlichtheit und an ihre Güte. Sie starb mit 86 Jahren.»