Sonntag, August 19, 2018

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Kleinbasel
Am Messeplatz in der Bar Rouge kam es am Sonntag, 27. Mai zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen drei Gästen und einem Angestellten. Dabei wurde der Angestellte angegriffen und erlitt diverse Verletzungen. In der Folge intervenierten die Security. Die Auseinandersetzung verlagerte sich dann bis vor den Eingang des Gebäudes. Kurze Zeit später konnte die Polizei die drei mutmasslichen Täter, einen 21- und einen 34-jährigen Spanier sowie einen 35-jährigen Kolumbianer festnehmen. Der 42-jährige Angestellte musste in Spitalpflege verbracht werden.
 

Fast hätte es zum Jubiläum gereicht. Im Herbst dieses Jahres wäre «The Vintage Store» am Riehenring 65 beim Messeplatz  runde zehn Jahre alt geworden. Der Baustart des Claraturms wird dies aber verhindern. Bis zum 1. Juli muss Graf Seismo sein Geschäft und die Wohnung darüber räumen. Eigentlich heisst er mit bürgerlichem Namen Frank Keller und war mal Berufsmusiker. «Ich hätte als Musiker Karriere machen können, habe aber zu viele Ausreden, warum es nicht geklappt hat.» 

Eine grosse Schatztruhe

Jetzt ist er selbsternannter Aussteiger, der sich einen Flohmarkt aufgebaut hat. Seinen Künstlernamen leitet er vom Seismografen, dem Erdbebendetektor, ab mit der Nachfrage «Spürst du mich?».

Aber zurück zum Geschäft, das zu räumen nicht leicht ist. «Ich habe ein einmaliges Sortiment, es ist so etwas wie eine riesige Schatztruhe. Ausserdem habe ich eine Bühne, auf der schon viele Sessions stattgefunden haben.» Bis man sich seinen Weg zu dieser Bühne ganz hinten rechts im Laden gebahnt hat, kommt man an allen möglichen anderen Sachen vorbei. An der Decke hängen über 50 Kronleuchter, überall liegen Hüte rum (es sollen über 200 sein), Lederjacken hängen fast ebenso viele an verschiedenen Kleiderhaken und auch Kerzenständer, Strassenschilder und Kuhglocken sind zu finden. Zu entdecken gibt es auch einen Eingang zu einem WC, der aber komplett mit Waren versperrt ist. Es habe ja noch ein weiteres Klo, sagt Keller und fügt mit einem Grinsen an: «Kauft Jacken, dann friert ihr nicht beim Kacken.» Für solche Sprüche, Wortspiele und seine extrovertierte Art ist der 73-Jährige bekannt und schon fast berüchtigt. Immer wieder hat er Gäste der Restaurants links und rechts –oder auch Personen, die einfach vorbeigehen – laustark aufgefordert, in sein Geschäft zu kommen.  «Brauchst du eigentlich eine Extraeinladung?», tönt es da manchmal mit lauter Stimme. Solche Massnahmen sind nötig, denn das Geschäft läuft meistens eher schlecht als recht. «Ich habe zu viele Tage im Monat, wo ich keinen Umsatz mache», sagt Keller. 

Zwei Herzinfarkte überstanden 

Dass er es aber trotzdem irgendwie geschafft hat, sich über Wasser zu halten, verdankt er einem kleinen Teil von Stammkunden und den grossen Anlässen am Messeplatz. «Die beste Zeit ist während der Baselworld und der Art Basel. Aber nicht während der Herbstmesse. Da haben die Leute nach einem Besuch kein Geld mehr.» Erschwerend kommt jetzt kurz vor der Schliessung des Geschäfts dazu, das Frank Keller kürzlich zwei Herzinfarkte erlitten hatte und mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu kämpfen hat. «Ich arbeite zwar weiter, muss mich aber immer wieder mal hinlegen.» Zu schaffen macht ihm weiter, dass er noch gar keinen Plan hat, wie er bis am 1. Juli seinen Laden räumen soll. Sicher ist, dass es eine Teil-Liquidation gibt. «Eigentlich hoffe ich, dass jemand, der reich ist, mir das ganze Inventar abkauft. Oder wenigstens die Hälfte, das würde mich schon selig machen. Der Laden ist ein Kunstwerk, ein Gesamtkonzept.»

Auf Hilfe angewiesen

Da dies aber doch eher unwahrscheinlich ist, hat Keller nochh eine andere Idee. «Hier folgt ein Hilferuf! Ich bin auf der Suche nach einem Lager, wo ich all die Sachen unterbringen kann. Am besten noch mit einer Wohnung dazu.» So oder so wird es für ihn noch eine anstrengende Zeit bis zum 1. Juli. Weitermachen kommt für ihn nicht in Frage. «Ich bin froh, dass es vorbei ist und ich damit abschliessen kann.» Es ist ihm aber auch jetzt schon klar, dass er sein Geschäft vermissen wird. «Das ist meine Bühne, mein Theater, mein Tempel und Gefängnis. Ich konnte hier als Verkäufer üben, wie weit ich mit Kunden gehen kann und wie frech ich sein darf.
Was meint Graf Seismo zum Neubau, dem er weichen muss? «Mit dem Bau des Claraturms will Basel noch internationaler werden. Ich verstehe das. Aber es ist eine Frechheit, auf so einem kleinen Platz ein solches Monster hinzustellen.»

 

Ein Neulenker hat sich am Montagabend im Horburgtunnel auf der A3 bei einem Selbstunfall leicht verletzt. Der 21-Jährige hatte unmittelbar vor der Ausfahrt Riehenring die Kontrolle über sein Auto verloren und prallte mit ihm in die rechte Tunnelwand. Seine Mitfahrerin blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken. Der Unfall passierte gegen 19.40 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Zürich. Die Verkehrspolizei untersucht nun den genauen Unfallhergang. Beim Lenker ergab der Test einen Wert von 0,0 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft. Die Polizei musste den rechten Fahrstreifen für die Unfallaufnahme sowie die Fahrzeugbergung während mehr als einer Stunde sperren. Es kam zu einem Rückstau.

 

Erstes Stücki Art Project ein Erfolg

  • Dienstag, 22 Mai 2018 13:34
Das erste Stücki Art Project war ein Erfolg. Zehn beeindruckende Werke von jungen Künstler schmücken die Bauwände im Stücki Park. Nun hat das Publikum vor Ort und auf Facebook seinen Favoriten gewählt. Die Wahl war nicht einfach: jedes der zehn Werke überzeugt auf seine Art und Weise. «Der durchwegs hohe Anspruch der jungen Künstler und die Qualität in der Ausführung sind beeindruckend», meint Christian Mutschler, Leiter Management Stücki Park «Was mich ganz besonders begeistert hat, ist die Vielseitigkeit der Werke. Das passt wunderba zum Stücki Park»
 
Mit einer Abstimmung vor Ort und auf Facebook hat das Publikum nun seinen Favoriten gewählt. Die Gewinner sind Annina Burkhard und Cora Meyer vom Kollektiv «Balsam», die mit ihrem witzigen Strandwimmelbild am meisten Stimmen erhalten haben. Die Werke aller Künstler sind noch bis Ende Juni im Stücki Park zu betrachten.