Donnerstag, August 17, 2017

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Kleinbasel

Claraspital wächst langsam, aber stetig

  • Mittwoch, 26 April 2017 14:26

Wer im Kleinbasel oder in Riehen vom Velo fällt und sich dabei einen Armbruch zuzieht, wird seit dem letzten Sommer nicht mehr ins Clara­spital gefahren. Das Privatspital im Hirzbrunnenquartier hat den Bereich Orthopädie/Traumatologie Ende Juli 2016 aufgegeben. Seither werden grössere orthopädische Operationen in der Merian-Iselin-Klinik durchgeführt; vier Ärzte haben deswegen auch vom Claraspital ins Merian Iselin gewechselt.

 

Notfallstation bleibt

«Die neue Strategie hat sich bis jetzt als unproblematisch erwiesen», erklärte Peter Eichenberger, Direktor des Claraspitals. Wäre der Bereich Orthopädie/Traumatologie aufrecht erhalten worden, hätte das Spital zunehmend Platzprobleme bekommen. Der frei werdende Platz kann nun für andere Disziplinen verwendet werden. Der Notfall für die Erstversorgung wird aber beibehalten.

 

Viele Baselbieter

Trotz Aufgabe der Disziplin Orthopädie/Traumatologie sind die Patientenzahlen gestiegen. 2016 wurden 10 873 stationäre Patientinnen und Patienten im Claraspital behandelt, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Noch erfreulicher haben sich – aus Sicht das Claraspitals – die ambulanten Fallzahlen entwickelt: In diesem Bereich betrug das Wachstum 6,4 Prozent. Primär konzentrierte sich das Wachstum auf die Spezialitäten Urologie, Kardiologie und allgemeine innere Medizin. Längst ist das Claraspital zum Anziehungspunkt für die ganze Region geworden: Während die Patienten aus dem Kanton Basel-Stadt leicht abnehmen, steigt der Anteil an Patienten aus anderen Kantonen. Über 30 Prozent aller Patientinnen und Patienten stammen allein aus dem Baselbiet. Und die Zahl der Patienten aus dem Aargau ist letztes Jahr um 12,5 Prozent gewachsen. Blickt man das Leistungsspektrum, fällt die Dominanz des Bauchzentrums auf: 42 Prozent aller stationären Patienten haben sich letztes Jahr am Bauch behandeln lassen. 18 Prozent entfallen auf das Tumorzentrum, 13 Prozent auf die Urologie.

 

Prostata-Patienten profitieren
Apropos Urologie: Ende Januar wurde im Claraspital der erste Patient mit der PSMA-PET-Methode untersucht – einem Gerät, das das Claraspital als erstes Nordwestschweizer Spital einsetzt. Dank neuen Untersuchungsmethoden und neuen Geräten ist die Strahlenbelastung weniger hoch. Es sind weniger Untersuchungen nötig und präzisere Diagnosen möglich. Trotz hoher Investitionen (siehe Kasten) weist das Clara­spital solide Finanzen aus. Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Gewinn von 2,5 Millionen Franken ab, unter Berücksichtigung von Abschreibungen wegen hoher Investitionen steht unter dem Strich ein Minus von 1,7 Millionen.

 

Grosse Ausbaupläne

Die Bauarbeiten sind auf gutem Weg, wie Eichenberger weiter erklärte. Ende Oktober sollten die neue Küche, die Kapelle und der neue Haupteingang in Betrieb genommen werden. Zu den weiteren Ausbauplänen gehört der Ersatzneubau an der Hirzbrunnenstrasse. Dort werden ein neuer OP-Trakt, eine neue Onkologie und der neue Notfall untergebracht. Eine Etage des neuen Gebäudes wird an das Felix Platter-Spital vermietet, das dort eine Rehabilitationsklinik realisiert als Ersatz für die Chrischona-Klinik, die geschlossen werden soll. Die Baubewilligung für den Ersatzneubau an der Hirzbrunnenstrasse wird auf Ende April erwartet. Im Sommer wird das bestehende Gebäude abgerissen, danach beginnt der Neubau, der  nach vier Jahren fertig sein soll. «Insgesamt verbauen wir rund 250 Millionen Franken», erklärte Eichenberger. Die Kosten für Abteilungsrochaden und die Beschaffung von Grossgeräten sin in diesem Preis inbegriffen.

www.claraspital.ch

 

 

Schüsse im Café am Hochbergerplatz

  • Dienstag, 18 April 2017 14:41

Im Café Kulturwiese am Hochbergerplatz sind am Dienstag, 18. April, kurz nach 13 Uhr mehrere Schüsse gefallen. Die Wirtin und ein Gast hielten sich im Café auf. Nachdem sich die Wirtin kurz in den Keller begeben hatte, erschien ein unbekannter, vermummter Mann. Dieser öffnete die Türe zum Café und schoss mehrmals mit einer Handfeuerwaffe ins Lokal. Der Gast konnte sich hinter der Theke in Sicherheit bringen. Anschliessend flüchtete der Täter in Richtung Wiese. Die Wirtin alarmierte die Polizei. Sie und der Gast bleiben unverletzt, mussten jedoch durch die Psychosozialen Dienste der Kantonspolizei betreut werden. Eine sofortige, grössere Fahndung blieb bis anhin erfolglos. Gesucht wird ein Unbekannter, ca. 180 cm grosser Mann mit athletischer Statur. Sein Gesicht war vermummt, er trug Handschuhe, eine grüne Jacke mit Kapuze und dunkle Jeans.

Erlen-Park: Baustart für neuen Spielplatz

  • Mittwoch, 12 April 2017 16:41

Beim Restaurant Lange Erlen entsteht ein neuer, 3000 Quadratmeter grosser Spielplatz. Am Montag, 10. April, war «Grundsandschaufelung»: Zusammen mit Baudirektor Hanspeter Wessels (mit Kravatte) schaufelten Kinder und Erwachsene um die Wette – unter ihnen auch Carlos Methner und Edwin Tschopp, Präsident und Geschäftsführer des Erlen-Vereins. Die Kosten von 2,5 Millionen Franken für den behindertengerechten Spielplatz samt öffentlichem WC werden aus dem kantonalen Mehrwertabgabe-Fonds und über Spenden bezahlt. Die Einweihung des Spielplatzes ist im Frühjahr 2018 geplant.

Das Erziehungsdepartement und der Neutrale Quartierverein Unteres Kleinbasel hatten zu einem Rundgang durch das entstehende Erlenmatt-Schulhaus geladen – fünf Monate vor der Eröffnung. Obwohl die Bauarbeiten noch im Gang sind,  wollten gut 30 Personen, darunter auch zahlreiche Kinder, einen ersten Eindruck vom Innern des fünfgeschossigen Neubaus erhaschen.

Wie Architekt Luca Selva ausführte, ist das Erlenmattschulhaus – neben dem Margarethenschulhaus – das einzige nicht freistehende Schulgebäude in Basel. Bei der Planung besonders herausfordernd seien die engen Raumverhältnisse gewesen. Man habe deshalb auf allen Etagen Terrassen gebaut, um – ergänzend zum Pausenplatz – «zusätzliche Freiräume zu gewinnen, die überall fehlen.» Was beim Rundgang besonders auffiel: Die Unterrichtsräume haben grosse Fenster und sind mehrfach lärmgedämmt. 

Das Schulhaus wird dereinst in rund 30 Unterrichtsräumen Platz für 12 Klassen, zwei Kindergärten und Tagesstruktur bieten. Gestartet wird aber nur mit fünf Klassen, weil sich in den drei oberen Stockwerken die Bauarbeiten noch bis zu den Herbstferien hinziehen. Die Kinder kümmert das nicht, im Gegenteil: Sie freuen sich. Schulleiter Hans Peyer, der am Rundgang anwesend war, konnte jedenfalls bereits erste begeisterte Kinder und Eltern begrüssen.