Sonntag, Juli 21, 2019

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Kleinbasel

Vor 16 Jahren haben Philipp und Adriana Oser ihre ersten Reben im ungarischen Gyulakeszi in der Nähe des Plattensees erworben. Das Paar bewirtschaftet das Weingut mit klaren Vorstellungen. Was als Hobby begann, ist seit knapp drei Jahren zur einer Vollzeitherausforderung herangewachsen. Seit dem Verkauf seines IT-Unternehmens im Jahre 2016, hat sich Philipp Oser zum Vollblut-Winzer entwickelt. In sein Palmares passt es auch, dass er von 2010 bis 2013 das Gourmetlokal «Viva» in Oberwil betrieb, welches bald nach seiner Eröffnung einen Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkte erhielt. Der «Vogel Gryff» hat mit ihm gesprochen.

Vogel Gryff: Philipp Oser, wie haben Sie es geschafft gleichzeitig Ihr IT-Unternehmen, das Restaurant «Viva» und das Weingut in Ungarn unter einen Hut zu bringen?
Philipp Oser: Nun, das passierte ja nicht unbedingt gleichzeitig....

Von 2010 bis 2013 aber schon...
Ja schon. Aber das war gar nicht so stressig wie es tönt. Meine Frau Adriana und ich waren immer begeistert von der hochstehenden Gastronomie, insbesondere das Produkt Wein hat es uns angetan. Das Weingut ist ein Projekt, welches wir unserer Freizeit vorangetrieben haben. Das heisst im Umkehrschluss, dass wir unsere Ferien, aber auch alle Weekends sowie die ganze Erntezeit ausschliesslich in Ungarn verbracht haben. Im IT-Bereich ist es zudem möglich «out of home» zu arbeiten. Und last but not least muss man sich glücklich schätzen, hervorragende Mitarbeiter zu haben, die für Entlastung sorgen.

Dennoch, das Restaurant «VIVA» beanspruchte Sie doch auch in einem grossen Masse?
Ja, das ist korrekt. Und wer mich kennt, der weiss, dass ich klare Vorstellungen habe, wie ein Betrieb zu führen ist. Der Entscheid das Restaurant zu schliessen basierte unter anderem auch auf dem Entscheid, das Weingut in Ungarn noch intensiver zu bewirtschaften. Es war klar, dass wir den Mittelpunkt unseres Schaffens nach Gyulakeszi in Ungarn verlegen.

Aber warum gerade Ungarn und ungarische Weine?
Warum Ungarn, das hat drei Gründe. Erstens, meine Frau Adriana ist Ungarin, und zweitens haben wir uns in die Gegend des vulkanischen Nordufers es Balatons verliebt. Drittens – versuchen Sie einmal 20 – 30 Hektaren sehr gutes Weinland in der Schweiz oder sonst in Europa zu kaufen. Das ist unbezahlbar. Und zum Wein: kein Mensch kennt ungarische Weine, genauso wie slowenische oder rumänische. Die Weinmacher in Ungarn waren bis zur Wende Ende der 80iger Jahre vor allem Weinlieferanten für die damalige Sowjetunion. Da stand weniger die Qualität des Produktes, aber mehr Menge im Vordergrund. Also hatten wir den persönlichen Antrieb, dass diese «neuen» pannonischen  Weine im Ausland Anerkennung erlangen. Denn der Boden hier ist ideal, ja sogar fantastisch (siehe Vogel Gryff aktuelle Ausgabe).

Herr Oser, Sie haben nach verschiedenen Ausbildungen ein erfolgreiches, internationales Unternehmen geführt und sich danach– und dies mit höchstem Respekt – autodidaktisch als Winzer selbst ausgebildet. Was hat Sie dazu motoviert Winzer zu sein?
Für mich war es der Reiz, dass man etwas erschaffen kann, dass man anfassen, konsumieren und darüber diskutieren kann. Schauen Sie den Zyklus des Weines an: Anfang Jahr haben Sie einen Rebstock ohne Blätter und im Oktober oder November, lagert man die Jahresarbeit, nämlich die Weine im Keller. Mit jeder Flasche Wein erzählt man die Geschichte der Gegend, die Geschichte der Bodenbeschaffenheiten und des Klimas. Eigentlich sehe ich mich mehr als begleitender Umstand des Prozesses von der Traube zum Wein anstatt Winzer.

Gab es zu Beginn keine Skepsis seitens der gestandenen Winzer?
Am Anfang war es Skepsis und mit unseren Erfolgen wurde es oft Neid. Wir haben grundlegend alles anders gemacht als die hiesigen Winzer. Den Prozess der Verbesserung haben wir seit 2005 kontinuierlich weiterentwickelt. Das Resultat findet man nun in unseren Weinen, die u.a. – nehmen wir die Stadt Basel – in den Häusern Les Trois Rois und im Stucki auf der Weinkarte stehen.

Sie haben es also geschafft, ungarische Weine wieder salonfähig zu machen und exportieren die Weine. Wie hoch ist dabei der Anteil?
Der Exportanteil beträgt mittlerweile schon über 30% der Produktion.

Sie haben alles richtig gemacht?
Ja, ich denke schon. Aber wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, einen Lebenstraum dieser Art zu verwirklichen. Dazu brauchte es vor allem auch das Glück, Menschen um sich zu haben, die diesen Traum mittragen. Ich spreche vor allem von meiner Frau Adriana und von den vielen Mitarbeitern hier, insbesondere mein Gutsverwalter und mittlerweile auch Partner Laszlo Nagy.

Danke für das Interview, Philipp Oser, und weiterhin viel Glück und Zufriedenheit bei Ihrer Arbeit in Gyulakeszi.

Vom 4. bis 8. September organisiert der «Vogel Gryff» eine wunderschöne Leserreise nach Budapest und zum Weingut «Villa Tonlay». Mehr Infos unter www.vogelgryff.ch/images/Archiv/2019/190904-08_Ungarn.pdf

 

Am 14. Mai haben sich die Verantwortlichen der Basler VerkehrsBetriebe (BVB) unter Leitung von Bruno Stehrenberger, Leiter Verkehr, mit Alain Girny, Präsident von Saint-Louis Agglomération (SLA) sowie Jean-Marie Zoellé, Oberbürgermeister der Stadt Saint-Louis, Kommandant Bertrand Lack von der Police Nationale unter Beisein des Basler Regierungsrats und Verkehrsministers Hans-Peter Wessels in Basel zu einem weiteren Gespräch getroffen. Dabei haben sich die involvierten Parteien auf verschiedene Massnahmen geeinigt, die für einen möglichst sicheren Betrieb der Tramlinie 3 bis Betriebsschluss nötig sind.

Der vollständige Betrieb der Linie 3 wird ab Donnerstagabend, 16. Mai, auch zwischen Burgfelderhof und Gare de Saint-Louis zwischen 20 Uhr und Betriebsschluss wieder aufgenommen. Die BVB, SLA und die weiteren involvierten Parteien sind überzeugt, dass die Sicherheit für die Fahrgäste und das Fahrpersonal mit den nun getroffenen Massnahmen grösstmöglich gewährleistet sein wird. Im Zuge der umgesetzten Massnahmen finden ab sofort regelmässige Treffen der beteiligten Parteien statt, um die Wirksamkeit der umgesetzten Massnahmen zu überprüfen. Wie diese im Detail aussehen wurde allerdings nicht mitgeteilt.  

Bei einem Unfall zwischen einem Personenwagen und einem Tram in der Horburgstrasse ist am Dienstag, 14. Mai, eine Autolenkerin verletzt worden. Die Sanität musste die 58-Jährige ins Spital bringen, nachdem die Berufsfeuerwehr Basel sie aus dem Auto geborgen hatte. Während der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme sperrte die Verkehrspolizei den betroffenen Strassenabschnitt, zeitweise in beiden Fahrtrichtungen.

Die Autofahrerin war kurz vor acht Uhr auf der Horburgstrasse Richtung Dreirosenbrücke unterwegs. Nach ersten Erkenntnissen der Verkehrspolizei wollte sie auf Höhe der Liegenschaft Nr. 13 nach links abbiegen. Dabei übersah sie ein von hinten nahendes Tram, das sodann den Personenwagen erfasste. Der Verkehr wurde während der Sperrung umgeleitet. Auf den betroffenen Linien der Basler Verkehrs-Betriebe kam es zu Verspätungen; sie richteten Umleitungen ein.

Den Verantwortlichen des Basel Tattoo ist es gelungen, eine weitere Attraktion für die diesjährige Show zu verpflichten. Mit der Motorradstaffel Polizei Hamburg präsentieren sie spektakuläre Akrobatik auf zwei Rädern. Die Staffel besteht aus rund 30 motorrad- und sportbegeisterten Männern und Frauen und ist seit ihrer Gründung 1977 ein unverzichtbarer Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der Hamburger Polizei.

Formationsfahren, fahrende Menschen-Pyramiden und eine faszinierende Präzision zeichnen die Shows der Motorrad-Akrobaten aus. Die Beamten kommen aus allen Teilen der Hamburger Polizei und verrichten dort ihren Dienst in den unterschiedlichsten Funktionen. Sie treffen sich zu regelmässigen Trainings und Show-Auftritten im In- und Ausland. Gefahren wird auf Maschinen der Marke BMW Typ R50, Baujahr 1956-1964. Talent, Begeisterung und Teamwork sind die Voraussetzungen für ihre artistischen Einlagen, die sie auch am Basel Tattoo 2019 dem Publikum zeigen werden. Begleitet wird die Motorradstaffel vom Repräsentationsorchester der Schweizer Militärmusik, der Swiss Army Brass Band. Damit schaffen die Veranstalter einmal mehr einen länderübergreifenden Auftritt von einer musikalischen und einer Show-Formation.

Impressionen der Motorradstaffel Hamburg gibt es unter den folgenden YouTube-Links:

https://youtu.be/b2P5FyDlgpM?t=146
https://youtu.be/rD85PUbRlIY?t=268

Das Basel Tattoo findet vom 12. bis 20. Juli 2019 statt.