Mittwoch, Juni 20, 2018

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Kleinbasel

Roberto Rivetti von der IG «Quartierparking Landhof – Nein!» warnt vor 200 neuen Parkplätzen – auch wenn sie unterirdisch sind. 

 

Vogel Gryff: Herr Rivetti, was ist der Hauptgrund für Ihre Ablehnung des
unterirdischen Parkings?

Roberto Rivetti: Das Parking löst die Verkehrsprobleme im Wettsteinquartier gar nicht, sondern verschärft sie nur – und dies auf Kosten des Landhofs und der Quartierbewohner. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben müsste, wenn ein Quartierparking gebaut wird, die gleiche Anzahl Parkplätze oberirdisch aufgehoben werden. Dies soll hier nicht geschehen. Unter dem Strich werden also auf einen Schlag 200 Parkplätze mehr im Quartier gebaut, was zwangsläufig zu Mehrverkehr führt.

 

Die Befürworter des Parkings widersprechen in diesem Punkt. Wenn es zu wenig Parkplätze habe, gebe es mehr Suchverkehr, sagen die Befürworter.

Im Wettsteinquartier gäbe es genug verfügbare Parkplätze – zum Beispiel in Parkhäusern in der näheren Umgebung, etwa bei der Messe oder am Badischen Bahnhof. Pendler stellen aber ihre Autos lieber auf die billigeren Parkplätze in den blauen Zonen im Quartier, für 10 Franken pro Tag. So viel kostet eine Besucherparkkarte. Wir haben kein Problem mit zu wenig Parkplätzen. Wir haben Probleme mit dem Verkehrsmanagement und der Parkraumbewirtschaftung. Pendler parkieren nicht dort, wo sie sollten oder kommen nicht mit dem ÖV, obwohl sie es könnten. Und die Besucherparkkarten sind zu billig.

 

Sie sagen, mit dem Parking werde der Landhof zerstört. Die Befürworter sagen, sichtbar sei nur die Einfahrt, der Rest sei unterirdisch.

Das ist schön gesagt, stimmt aber nicht. Durch die ganze Bautätigkeit wird der Landhof schwer beeinträchtigt. Eine bisher unversiegelte Fläche wird einfach versiegelt; der Boden, die Flora und Fauna werden danach nicht mehr dieselben sein.

 

Mit Ihrer Petition haben Sie bis zum 14. Februar 916 Unterschriften gesammelt. Wie geht Ihr Kampf weiter?

Wir werden die Petition bald einreichen, um zu zeigen, dass das Quartier das Parking nicht will – und um politisch Druck im Grossen Rat zu machen. Die IG wird auch versuchen, die Einsprachen gegen das Bauprojekt zu koordinieren. Wir bezweifeln, dass das Parkhaus mit maximal 1,7 Millionen aus dem Pendler­fonds rechtmässig mitfinanziert wird. Dies lassen wir prüfen. Beiträge aus dem Pendlerfonds können nämlich nur zugunsten eines umweltverträglichen Pendlerverkehrs verwendet werden. Doch was ist an diesem Parking umweltverträglich, wenn mehr motorisierter Individualverkehr entsteht? Ohne die Zuschüsse aus dem Pendlerfonds würde sich der Investor zurückziehen. Dies hat ein Investorenvertreter am «kleinStadtGespräch» vom 31. Januar bestätigt.

 

Können Sie das Projekt verhindern?

Ja. Das Quartier will das Parking nicht. Das Projekt widerspricht der Verkehrsstrategie des Kantons und auch dem Willen der Bevölkerung. Das Stimmvolk hat 2010 ja beschlossen, dass der motorisierte Verkehr um 10 Prozent reduziert werden muss. Die Mitfinanzierung durch den Pendlerfonds steht auf wackligen Beinen. Die Regierung kann sich nicht über all das hinwegsetzen. Unsere Verkehrsprobleme mit Konzepten aus den Siebzigerjahren lösen zu wollen, ist der falsche Weg.

 

www.quartierparking-landhof-nein.ch

 

 

 

Früher war alles besser, lautet ein Spruch, den man immer wieder hört. Wenn es um das Schnitzelbangg-Comité in Kleinbasel geht, ist es aber tatsächlich so. Auf die Fasnacht 2014 hin wurden im Kleinbasel sechs Lokalitäten aus der offiziellen Route gestrichen. Im Grossbasel wurde einzig das Restaurant Aeschenplatz gestrichen, ist inzwischen aber wieder dabei. Der Schnitzelbangg-Comité-Obmaa Edi Etter erklärt die Massnahme: «Unsere Bängg mussten damals pro Abend sehr viele Lokale besuchen und hatten tatsächlich einen Stress, diese alle auf ihrer Liste abhaken zu können. Wenn dann noch sehr lange Wege – z.B. an die Messe – dazu kamen, reichte die Zeit einfach nicht.»  Dazu sei die Fasnacht in den Randgebieten immer mehr verschwunden und die Bänke praktisch durch leere Strassen marschiert. Darum habe das Schnitzelbank-Comité entschieden, Lokale an Randgebieten zu streichen und sich wieder auf die Innenstadt zu konzentrieren.
 
So war das Café Spit in den letzten Jahren der einzige Auftrittsort für das Schnitzelbangg-Comité im Kleinbasel. Nun ist mit dem Restaurant Rhywyera eine neue Örtlichkeit dazu gekommen. Aber dabei wird es wohl auch bleiben, wie Schnitzelbangg-
Comité-Obmaa Edi Etter sagt.  «Wir wollen die Anzahl Bühnen nicht mehr erhöhen. Wenn sich jedoch die Gelegenheit bietet, ein weiteres Restaurant im Kleinbasel zu besuchen (z.B. durch den Wegfall einer Bühne im Grossbasel) und dieses Restaurant sich im passenden Rayon befindet, wäre dies sicherlich denkbar.»
 
Häbse, Rheinfelderhof, Torstübli, Café Spitz, Hotel Europe, Altes Warteck und Volkshaus: Das sind die Stationen, welche die Verainigty Schnitzelbangg Gsellschaft 1906 (VSG) im Kleinbasel besucht.  Anders als das Schnitzelbangg-Comité sei man bezüglich neue Lokalitäten flexibel und offen, sagt VSG-Obmaa Heinz Studer. «Falls wir das Gefühl haben, es würde sich eine Beiz gut eignen, nehmen wir mit dem Wirt das Gespräch auf. Besser ist aber,  wenn ein Wirt von sich aus Interesse zeigt. Wenn man jemanden überreden muss, kommt es nicht gut.» Allgemein schwärmt der Obmaa vom Kleinbasel. «Wir von der VSG gehen gerne ins Kleinbasel. Das Publikum ist immer sehr gut und die Wege von Beiz zu Beiz sind wesentlich kürzer und weniger verstopft als <ääne am Bach>.» Ähnlich handhabt die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG) die Situation. Auch sie tritt in sieben Beizen im Kleinbasel auf und neue Orte sind wilkommen, wie BSG-Obmaa Thomy Neuenschwander erklärt.  «Wir wollen die Präsenz im Kleinbasel aufrecht erhalten. Wir versuchen hierbei auch ein Gleichgewicht an Auftritten zum Grossbasel herzustellen. Für neue Lokale fragen wir die Wirte an, oder sie fragen bei uns an, ob wir bei ihnen auftreten wollen. Der Rest ergibt sich im nachfolgenden Gespräch.» 
 
Nicht zufrieden mit der Situation ist André Auderset, Präsident der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK) und ehemaliger Schnitzelbängger. «Es wäre schön, wenn wieder vermehrt Baizen im „hinteren“ Teil des Kleinbasels dazu gehören würden.» Zwischen Claraplatz und Messe hätten einige Beizen Mühe, Bängg zu finden, die bei ihnen auftreten. Dadurch gebe es für das Publikum weniger Möglichkeiten, in Beizen ein paar Bänke zu hören, ohne ein grosses teures Menu zu bestellen. Unter dieser Entwicklung leiden gemäss Auderset auch die Cliquenkeller in der Clarastrasse, was wiederum heisst, dass auch dort weniger Bängg auftreten.
 

Drummeli 2018 mit Hommage an Mani Matter

  • Donnerstag, 08 Februar 2018 09:31
Auch wenn nicht alle Rahmenstiggli den nötigen Witz hatten, geht das Drummeli 2018 als guter Jahrgang in die Geschichte ein. Scanner statt Kassen im Coop, die Schnäppchenjagd ennet der Grenze, eine Grabstätte für FCB-Fans auf dem Hörnli, steigende Krankenkassenprämien – die Rahmenstiggli am Drummeli befassten sich mit aktuellen, emotionalen Themen. Ausnahmslos hervorragend gespielt, fehlten einigen Stiggli leider die Würze und auch der fasnächtliche Witz. Viel überzeugender waren die Cliquen: Einen Höhepunkt landete der Dupf-Club mit Exhibitionisten, die plötzlich ihre Mäntel öffneten und den Blick frei gaben auf Bratpfannen, die zwischen ihren Beinen baumelten. Wie es sich gehört am Drummeli, wurde auf den Bratpfannen natürlich getrommelt. Ohne Trommeln, dafür in den Kleidern von Bauarbeitern, erschienen die Märtplatz-Clique und die Olympia. Als wäre ihr endlos wirkender Einmarsch nicht beeindruckend genug, begannen die beiden Männercliquen aus voller Kehle den «San Carlo»-Marsch zu intonieren – als gigantischer Männerchor und zum Schluss verstärkt durch Megaphone in Form von Leitkegeln. Einige Hommagen prägten das Drummeli: Die Aagfrässene gedachten des vor 15 Jahren verstorbenen Originals «Blueme Fritz», der Barbara Club spielte diverse Lieder des unvergesslichen Mani Matter, die Lälli Clique trommelte und pfiff das «Nunnefirzli» von George Gruntz. Die Giftschnaigge trumpften auf mit dem Lumpeditti, die Rätz-Clique spielte Melodien aus der Bundesstadt für die Berner Heimwehbasler und die Pfluderi Clique führte den Wettstai-Marsch auf. Beim Auftritt der Muggedätscher kämpfte die traditionelle Fasnacht gegen den Disco-Lärm. Wer gewann, versteht sich von selbst. Kunterbunt ging es bei den Rootsheere zu, die mit Rollatoren auf die Bühne kamen.
 
Die Opti-Mischte servierten «Faschtewaie», begleitet vom gleichnamigen Trommelmarsch, der mit dem Pfeifermarsch «dr Spalebärg» «fusioniert» wurde. Gastronomisch gaben sich auch die Verschnuuffer mit «Calvados» in Paris und die Naarebaschi als Rocker mit «L'Unique» in Anspielung auf die gleichnamige Bar an der Greifengasse. Schummrig wurde es, als die Basler Bebbi in einem Nachtlokal den «Mutzenbacher» aufführten. Und der Central Club Basel imponierte mit einem Mordfall, begleitet von Melodien aus Filmen von Rutherford. Viel Eindruck hinterliess die Seibi: Zuerst überzeugten die Jungen, danach der Stamm, zum Schluss alle gemeinsam – ein grandioses Stück in Schwarzweiss! Bombastisch war der Auftritt der Guggen, die beide mit viel Brimborium Geburtstag feiern. Haben die Stachelbeeri 50 Jahre auf dem Buckel, sind es bei den Negro Rhygass bereits 60. Toll kamen die Auftritte der Schnitzelbängg daher: D Gryysel lästerten über die kirchliche Obrigkeit, und der Schwoobekäfer gewohnt langsam – unter anderem – über die Baselbieter.

Trotz Umbau bleibt das Stücki offen

  • Dienstag, 06 Februar 2018 07:49
Der Stücki Park, die Destination für Innovation, Erlebnis, Gesundheit und Einkauf entsteht. Der Bau der neuen Labor- und Büroflächen ist bereits gestartet. Nun beginnt auch die Transformation der Mall. Während der ganzen Umbauphase haben zahlreiche Retail-Geschäfte wie Migros, Denner, die vielen Restaurants, das Hotel Stücki und das Fitnesscenter GYYM ganz normal geöffnet. «Wir haben den Umbau so geplant, dass unsere Gäste möglichst ungestört einkaufen und geniessen können» erklärt der Leiter Management Stücki Park, Christian Mutschler «der Stücki Park ist auch während der ersten Umbauphase, welche von anfangs Februar bis Ende Oktober 2018 dauern wird, eine attraktive Destination.»
 
Für den Frühling und den Sommer sind bereits erste Highlights vorgesehen – so etwa eine Buvette vis-à-vis der schönen renaturierten Wiese. Im Herbst 2018 ist dann die feierliche Eröffnung des neuen Shoppingangebots, u.a. mit Bächli Sport und dem um 1'500 Quadratmeter erweiterten GYYM geplant. «Die Transformation ist eine grosse, aber auch sehr lohnenswerte Herausforderung für das gesamte Team», so Christian Mutschler «Wir bringen im Stücki Park Menschen, Ideen und Innovation zusammen – eine sehr schöne Aufgabe.»
 
«Dr Stücki Park isch au während de drey scheenschte Dääg offe», schiebt Mutschler nach.