Sonntag, August 19, 2018

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Kleinbasel

Festnahme nach Raub auf Claramatte

  • Montag, 25 Juni 2018 07:33

Am Samstag, 23.06. um ca. 05.30 Uhr, wurde auf der Claramatte, im Park vor dem Kindergarten, ein 78-jähriger Mann ausgeraubt und verletzt. Auf dem Weg nach Hause durchquerte der Mann die Claramatte und stellte fest, dass ihm zwei Frauen folgten. Plötzlich griffen sie ihn an, drückten ihn zu Boden und bedrohten ihn mit einer Stichwaffe. Nachdem sie ihm das Portemonnaie geraubt hatten, flüchteten die beiden in Richtung Hammerstrasse. Dank Hinweisen von Dritten konnte die Polizei die mutmasslichen Täterinnen wenig später in der näheren Umgebung des Tatortes festnehmen.

Der 78-Jährige musste durch die Sanität der Rettung Basel-Stadt in die Notfallstation eingewiesen werden. Er erlitt leichte Verletzungen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Schweizerinnen im Alter von 36 und 50 Jahren.

Seit 2011 arbeiten die Nachbarstädte Basel, Weil am Rhein, Huningue und Saint-Louis am gemeinsamen Ziel, zwischen der Dreirosen- und der Palmrainbrücke einen grenzüberschreitenden Stadtteil zu entwickeln. Auf Basis des gemeinsamen Raumkonzepts von 2015 konzentriert sich die Planung aktuell auf die drei Schwerpunkte Verkehr, Freiraumentwicklung und Initialnutzung. Zum ersten Schwerpunkt wurde den politischen Vertreterinnen und Vertretern aus den drei Ländern eine trinationale Verkehrsstudie vorgestellt, die als Kernelement eine neue Brücke vorsieht.
 
Genaue Planung im Dreiland
Um im Dreiland eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität zu ermöglichen, werden Siedlungs- und Verkehrsentwicklung genau aufeinander abgestimmt. Die trinationale Verkehrsstudie zeigt auf, dass eine hochwertige und nachhaltige Entwicklung des Dreilands gut möglich ist und genügend Handlungsspielraum für die Zukunft lässt. Aus der Studie geht klar hervor, dass dafür stark auf die bestehende Infrastruktur aufgebaut werden muss. Eine Verstärkung und die Verknüpfung heutiger Knotenpunkte ist notwendig – dies primär im öffentlichen Verkehr.
 
Brücke nicht für Motorfahrzeuge  
Eine neue Rheinbrücke zwischen Huningue und Basel stellt das zentrale Element für den ÖV sowie den Fuss- und Veloverkehr dar. Sie ermöglicht eine optimale Erschliessung der Entwicklungsgebiete und der neuen öffentlichen Räume. Kurze Wege und die Vernetzung der Quartiere mit den Knotenpunkten der drei Länder sind entscheidend für einen attraktiven ÖV. Durch die Verlagerung des  motorisierten Individualverkehrs (MIV)  auf den ÖV und den Fuss- und Veloverkehr können jene neuen Kapazitäten geschaffen werden, die es für die Gebietsentwicklung braucht. Um die Nachfrageentwicklung beim ÖV abzudecken und eine Umlagerung von MIV-Fahrten zu ermöglichen, ist ein gezielter Ausbau des ÖV-Netzes zwingend. Auf Basler Seite ist zudem im Rahmen des Projektes «Herzstück» eine S-Bahn Haltestelle Klybeck im 3Land-Perimeter angedacht.
 
Der Neutrale Quartierverein Unteres Kleinbasel (NQV) sucht dringend neue Vorstandsmitglieder. Ein Gespräch mit Präsident Christian Vontobel über Überalterung, einen Brandanschlag, Senatoren und neue Konkurrenz.
 
Herr Vontobel, Ihr Ruf nach neuen Vorstandsmitgliedern tönt ziemlich dramatisch. Steht es so schlecht um den NQV Kleinbasel?
Christian Vontobel: Mit Ausnahme von einem Vorstandsmitglied sind wir alle über 70 Jahre alt; ein Vorstandsmitglied ist gesundheitlich angeschlagen. Uns fehlt einfach die Kraft, um weiterzumachen; deshalb laufen unsere Aktivitäten auf Sparflamme. Letztes Jahr konnten wir das 20-jährige Bestehen feiern. Leider haben wir es verpasst, einen Generationenwechsel einzuleiten.
 
Wie akut ist das Problem?
Der Patient NQV Kleinbasel liegt
auf der Intensivstation und braucht
dringend frisches Blut. Wenn keine
Rettung kommt, sind wir nächstes Jahr nicht mehr da.
 
Was haben Sie in den letzten Jahren erreicht?
Zu unserem Leistungsausweis gehört vieles, was wir im Rahmen des Projekts «Werkstadt Basel» für das Untere Kleinbasel realisieren konnten. Dank des Mitwirkungsverfahrens im Rahmen des Paragraphen 55 der Kantonsverfassung wird die Bevölkerung stärker in Entwicklungsprojekte einbezogen; es wurden die Stadtteilsekretariate geschaffen. Dies hatte aber auch einen gegenteiligen Effekt: Es sind die Stadtteilsekretariate, die beim Mitwirkungsverfahren eine aktive Rolle spielen im Austausch mit den Behörden und der Bevölkerung. Je nach Quartier tangiert dies die Substanz der NQV.
 
Also braucht es Ihren Verein gar nicht mehr?
Doch, es braucht ihn noch. Wir möchten den Titel NQV unbedingt in einer bestimmten Form am Leben erhalten – allein schon, um die Vernetzung mit den anderen NQVs pflegen zu können. Wir sehen uns als eine Art Senatoren für das Untere Kleinbasel; wir stellen Öffentlichkeit her für unser Quartier. 
 
Es gibt Leute, die sagen, Ihr Verein stehe politisch ziemlich links.
Ja, wir haben linke Gene, aber ich würde unseren Verein hemmungslos jemandem übergeben, der klar bürgerlich ist. Wir vertreten die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner: Da geht es um Lärm, Littering, Verkehrsanliegen. Wir haben erfolgreich Tempo 30 lanciert und uns etwa für die Aufwertung der Klybeckstrasse und für die Entwicklung der Kaserne engagiert. Klar, wir sind kein Verein von Hausbesitzern. Aber wir haben auch viel weniger Probleme als früher.
 
Trotzdem gibt es noch brennende Themen im Unteren Kleinbasel.
Natürlich. Aber gerade zum Thema Klybeck plus engagiert sich eine Aktionsgruppe rund um Christoph Mörikofer in unserem Sinne. Rund um die Hafenentwicklung gibt es auch eine Aktionsgruppe, ebenso wie für die Probleme am Rheinufer. Dadurch haben wir auch eine Art Konkurrenz bekommen durch andere Interessengruppen.
 
Wie motivieren Sie jemanden dazu, Vorstandsmitglied beim NQV zu werden?
Ich sage ihm, er könne mithelfen, das Quartierleben zu fördern  und mit der städtischen Quartierentwicklung zu verbinden.
 
Woher kommt Ihr Engagement für das Quartier?
Der Auslöser war ein Brandanschlag auf eine Papeterie in der Feldbergstrasse. Man vermutete, die Türkenmafia stecke dahinter. Es galt, eine Reaktion aus der Quartierbevölkerung zu zeigen. So bin ich 1995 in die Quartierkontaktstelle beim Matthäusplatz eingestiegen. 

12. Chirsisteinspucken im Kleinbasel

  • Montag, 18 Juni 2018 09:05
Rainer Zimmermann, der Meister von 2008 hat seinen Titel in der letzten halben Stunde des Wettbewerbs mit einem Rekord von 15m zurückerobert. Wer weiss wie lange der Stein noch gerollt wäre, hätte er nicht das Ende der Bahn erreicht. Bei strahlendem Sonnenschein spuckten die Kleinbasler von 9-13 Uhr um die Wette, um REH4-Meister im Kirschsteinspucken zu werden. Den erwachsenen Siegern winkte eine Tasche voll tollen, gesponserten Marktprodukte.
Nicht nur bei den Männern auch bei den Frauen gab es einen überraschenden Bahnrekord. Nina Simonett löste die viermalige Siegerin Siglinde Judex in der Kategorie Frauen mit 13,28m ab.
   
Bei den Teenies wie bei den Kids siegten Spucktalente der Familie Judex und stiegen somit in die Fussstapfen der bisherigen Spitzenreiterin. In der Kategorie Teenies sicherte sich Elias Judex mit 13,67m, vor den Geschwister Marietta (12,43m) und Matteo Kettner (11,82m) den ersten Platz. in der Kategorie Kinder von 7-10 Jahren siegte Tom Judex, mit 9,60m vor Louis Tedesco (9,35m) und Luca Bertrand (9,28m).