Donnerstag, August 17, 2017

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Kleinbasel

Vor zwei Jahren fand die erste Grundsteinlegung auf Erlenmatt Ost statt. Zwischenzeitlich befinden sich neun Häuser mit diversen Bauherrschaften in unterschiedlichen Projektphasen. Das erste Haus unter der Bauherrschaft der Stiftung Habitat wurde am 20. Mai mit einem Tag der offenen Türe eingeweiht.

Ein soziales Unternehmen... 

Das Haus steht an der Signalstrasse 23 und 25. Es wurde so entwickelt, dass der Lärm an der Signalstrasse wirkungsvoll abgefangen und gleichzeitig eine wohnliche Atmosphäre geschaffen wird. Ein Mieter ist das soziale Unternehmen Abilia: Es stellt auf der Erlenmatt Wohngruppenplätze für Menschen mit einer Behinderung, diverse Beschäftigungsräume, eine Beschäftigungsküche und -lingerie zur Verfügung. Abilia bietet auch Dienstleistungen im Bereich Recycling und Arealpflege an, damit die eingeschränkten Menschen eine sinnvolle Arbeit leisten können.

... und eine Kindertagesstätte

Im ersten Haus ist auch die Kindertagesstätte Bläsi­stift untergebracht, die bereits an einem anderen Standort auf der Erlenmatt präsent ist. In der Krippe ist die Unterbringung von vier weiteren Gruppen mit rund 40 Kindern vorgesehen. Nebst den beiden Institutionen wurden zwölf Wohnungen für Menschen mit ganz unterschiedlichen Wohnbedürfnissen erstellt. Ziel ist, dass möglichst alle Generationen im Gebäude vertreten sind. Zusätzlich ist eine Gewerbefläche für Büros oder Dienstleistungen vorgesehen. Der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss ist auf etwa 70 Personen ausgerichtet und steht allen Mietparteien zur Verfügung.

Nachhaltig und ökologisch

Auf dem Areal Erlenmatt Ost entsteht ein Stadtteil nach den Zielsetzungen der 2000-Watt-Gesellschaft. Das Nachhaltigkeitskonzept ist zukunftsgerichtet und berücksichtigt eine ökologische Bauweise, eine Einschränkung der grauen Energie und des Flächenverbrauchs, die Eigenstromversorgung mittels einer eigenen Energiezentrale usw. Das Nachhaltigkeitskonzept gilt für alle Bauherrschaften. Noch dieses Jahr ist die Fertigstellung der Häuser der SOWAG (AG für sozialen Wohnungsbau) und der gemeinnützigen Genossenschaften Erlenflex und Zimmerfrei am Goldbachweg geplant.

Nächstes Jahr wird ein weiteres Haus mit Mietwohnungen und einem Doppelkindergarten unter der Bauherrschaft der Stiftung Habitat fertig. Studierende können sich ebenfalls auf das nächste Jahr und auf die Eröffnung eines Studierendenhauses freuen. Beide Häuser befinden sich an der Signalstrasse. Die Stiftung Abendrot wird in den nächsten Wochen mit den Bauarbeiten für zwei Gebäude am Goldbachweg starten. Bis Ende 2018 werden Mietwohnungen, Wohngruppen des Vereins Mobile, ein Café und eine Velowerkstatt entstehen.

Das Silogebäude von 1912 bleibt erhalten. Darin werden bis ins erste Halbjahr 2019 eine Herberge, eine Gastronomie, ein offener Salon sowie Atelier und Projekträume realisiert. Die Genossenschaft coopération d’ateliers will ihr Haus an der Signalstrasse im ersten Halbjahr 2019 fertigstellen. Bis Mitte 2019 wird die erste Phase beendet sein und es entsteht Wohnraum für über 500 Bewohner/-innen in über 200 Wohnungen mit unterschiedlichen Bauherrschaften.

 

 

Der Kleinbasler Balz Herter wurde am 22. Mai zum neuen Präsidenten der CVP Basel-Stadt gewählt. «Die CVP hat die Talsohle erreicht», sagt der 33-jährige Betriebswirtschafter. Er setzt sich zum Ziel, den verlorenen Nationalratssitz zurückzuerobern und auch im Grossen Rat einen Sitz zu gewinnen. Herter arbeitet bei der Roche als Verantwortlicher für lokale Produktions- und Verpackungsstandorte in Osteuropa, im mittleren Osten und in Afrika. Er ist in festen Händen und wohnt an der Feldbergstrasse.

 

Mit dem Slogan «Das Leben ist hart, wählen Sie Herter» sind Sie letzten Herbst in den Grossratswahlkampf gestiegen und wurden dann auch gewählt. Nun folgte die Wahl als Präsident der CVP Basel-Stadt. Wird jetzt die CVP-Politik also härter?

Balz Herter: Es wird nicht härter, es wird Herter (lacht). Ich werde sicher neuen Wind hinein bringen und die Strukturen der Partei vereinfachen. Ich sehe mich als Botschafter der CVP und möchte die Partei wieder auf Vordermann bringen. 

 

Die CVP leidet an Wählerschwund, der Wähleranteil liegt noch bei knapp sieben Prozent. Man weiss nicht so recht, wo die CVP genau steht – links, in der Mitte oder rechts. Was wollen Sie dagegen tun?

Momentan fehlt es am klaren Profil, weil wir uns in den letzten Jahren zu wenig deutlich zu unseren Kernthemen geäussert haben. Ich werde daran arbeiten, dass wir wieder vermehrt wahrgenommen werden und in den Medien zu allen wichtigen Fragen Stellung beziehen wird.

 

Wie wollen Sie das anstellen?

Indem ich direkt hinstehe und meine dezidierte Meinung sage. Ich bin mir bewusst, dass dies nicht überall auf Gegenliebe stossen könnte.

 

Tatsächlich ist Ihr Stil direkt und deutlich. «So geht es nicht», erklärten Sie einer Tageszeitung.

Das war ein Seitenhieb an Sibel Arslan, Basler Nationalrätin vom Grünen Bündnis. Meiner Meinung nach haben wir in Bern keine richtige Vertretung und finden deshalb wenig Gehör, wenn es darum geht, Bundesgelder für Basel oder die Region zu erhalten. Deshalb brauchen wir in Bern Personen mit einer Aussenwirkung, die Sibel Arslan nun einmal nicht hat. 

 

Wenn man das hört, wird man das Gefühl nicht los, Sie möchten selber Nationalrat werden.

Höchstwahrscheinlich werde ich mich bei den nächsten Wahlen zur Verfügung stellen. Ziel ist, den an das Grüne Bündnis verlorenen Nationalratssitz zurückzuholen.

 

Ein weiteres Ziel wäre ein Sitz in der Basler Regierung.

Ich könnte mir dieses Amt in einigen Jahren sehr gut vorstellen.

 

Die CVP hatte es immer ein wenig schwer in Basel-Stadt, weil hier die klassische katholische Wählerschaft fehlt. Gilt das heute immer noch?

Viele unserer älteren Mitglieder und Wähler stammen tatsächlich aus katholischen Kreisen. Bei den Jungen gilt das weniger. Wir sind offen für alle, haben Mitglieder aus diversen Religionen, aber auch Atheisten. Ich zum Beispiel bin Mitglied der reformierten Kirche. Das C im Parteinamen steht für Werte wie Nächstenliebe, für einander Dasein und Humanismus. Ich bin sehr wirtschaftsfreundlich und liberal, aber gleichzeitig habe ich eine soziale Ader und unterstützte zum Beispiel Tagesstrukturen.

 

Die Frage, wo die CVP steht, ist damit noch nicht ganz beantwortet.

Wir stehen in der Mitte. In wirtschaftlichen Fragen sind wir oft einig mit der FDP und der LDP, in sozialpolitischen Fragen stimmen wir oft mit den Linken. Anders gesagt: Im Gegensatz zur FDP und zur LDP unterstützen wir soziale Projekte, aber nur, wenn sie nicht nach dem Giesskannenprinzip erfolgen.  

 

Wie wichtig ist Ihnen das Kleinbasel? 

Sehr wichtig. In bin im Kleinbasel aufgewachsen und wohne heute an der Feldbergstrasse. Wenn es dem Kleinbasel nützt, unterstütze ich auch Vorstösse von anderen Parteien. Als Mitglied einer Kleinbasler Stammclique und als Vorgesetzer der E. Gesellschaft zum Greifen setze ich mich auch für Traditionen ein.

 

Wo sehen Sie die grössten Probleme im Kleinbasel?

Der illegal deponierte Abfall, der überall herumliegt, stört mich sehr. Ein Ärgernis ist auch der hohe Parkierdruck im Quartier. Immer wieder werden Parkplätze aufgehoben, um Begegnungszonen einzurichten. Gewisse Begegnungszonen bringen nichts, dort sehe ich nie ein Kind spielen. Dass die Regierung nicht sagen kann, wie viele Parkplätze es gibt, zeugt nicht von grosser Stärke. Zudem brauchen wir ­weniger unsinnige Vorschriften und Einschränkungen für das Gewerbe.

 

Man fragt sich, wie Sie das alles bewältigen. Ihren Beruf, das Grossratsmandat, das Privatleben – und jetzt auch noch das CVP-Präsidium.

Ich werde sicher mehr gefordert sein. Mein Ziel ist aber, die Sitzungen effizienter und kürzer zu gestalten. Die grosse Politik findet ohnehin im Grossen Rat statt.  Deshalb muss ein Parteipräsident auch im Parlament sitzen.

 

 

Rund 400 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport folgten am Abend des 16. Mai der Einladung von Feldschlösschen zum traditionellen Warteck Maibock. Von A wie Anwalt bis Z wie Zunftmeister traf sich «Tout Bâle» bei frühlingshaftem Wetter im Volkshaus auf ein Bier und gute Gespräche. Unser Bild zeigt (von links) Martin Reinshagen, Volkshaus Basel; Erik Julliard, Produzent Basel Tattoo; Conradin Cramer, Regierungsrat Basel-Stadt; Jörg Schild, früherer Regierungsrat Basel-Stadt und Carlo Conti, früherer Regierungsrat Basel Stadt.

 

Wenn der Vierspänner mit den stämmigen Brauereipferden von Feldschlösschen an einem Dienstagabend im Mai beim Volkshaus vorfährt, dann ist Maibock. Das Unternehmen Feldschlösschen mit seiner lokalen Biermarke Warteck lädt alljährlich die Basler Prominenz zu dem traditionellen Anlass ein. Er erfreut sich jeweils grosser Beliebtheit. So konnten die Organisatoren auch bei der diesjährigen Ausgabe bei wunderbar sonnigem Wetter rund 400 Gäste im Volkshaus begrüssen. Sie nutzten die gesellige Veranstaltung zum Gedankenaustausch, knüpften neue und belebten alte Kontakte und genossen dabei ein frisch gezapftes Maibock-Bier. 

 

Bierstil Bockbier 
Gabriela Gerber, Leiterin Corporate Communications & Public Affairs begrüsste die Anwesenden zum «grössen Stammtisch von Basel». Sie erwähnte in ihrer Rede, dass der Maibock nicht nur der Name der Veranstaltung ist, sondern auch die Bezeichnung eines Bierstils mit interessanter historischer Vergangenheit. Vor der Zeit der Einführung der Kühlmaschinen konnte man während den Sommermonaten nicht viel Bier brauen, weil die Kühlmöglichkeiten, die es für die Vergärung des Bieres braucht, gefehlt haben. In Deutschland war es sogar geregelt, dass man vom St. Georg-Tag im Frühling bis zum St. Michelstag Ende September gar nicht brauen durfte. Deshalb haben die Brauer im März die Märzen-Biere und im Mai die Bockbiere etwas stärker eingebraut. Und so konnten sie damals das stärkere Bier über die langen Sommermonate auch noch etwas strecken, wenn die Vorräte knapp wurden.
 
Traditionsanlass von Warteck für Basel 
Der «Maibock» wurde in den Siebzigerjahren durch den damaligen Geschäftsführer der Brauerei Warteck, Alexander Füglistaller, ins Leben gerufen. Er wollte Basler Persönlichkeiten (ursprünglich nur Männern) aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport eine Plattform für interessante Gespräche in ungezwungenem Rahmen bieten. Die Tradition wird bis heute weitergeführt und erfreut sich jährlich grosser Beliebtheit. Der Anlass bringt die starke Verbundenheit von Warteck und Feldschlösschen mit der Region Basel zum Ausdruck. 
 

Baustart für neues Flaggschiff der BPG

  • Mittwoch, 10 Mai 2017 15:21

«Die Vorfreude ist riesig», erklärte Daniel Thiriet strahlend. «Schon in einem Jahr dürfen wir unser neues Schiff in Basel willkommen heissen. Dank dem Neubau können wir der Basler Bevölkerung und allen Gästen noch mehr Platz zum Wohlfühlen und Geniessen anbieten.»

Schifffahrt erlebt einen Boom 
Am 8. Mai feierte die Basler Personenschifffahrt AG (BPG) mit ihrem Verwaltungsratspräsidenten Thiriet die Kiellegung, also den Baustart für das neue Schiff, auf der MS Christoph Merian. Die Schifffahrt erlebe momentan einen regelrechten Boom, sagte Thiriet weiter. Mit dem neuen Schiff könne die BPG ihr Angebot weiter ausbauen. Nach alter Schiffstradition soll die Kiellegung nicht nur während der Bauphase Glück bringen, sondern auch dafür sorgen, dass der Kapitän und seine Crew künftig auf sichere Fahrt gehen können. Dafür wurde auf ein Blechteil, das im neuen Schiff verbaut wird, ein Stempel mit der Seriennummer und dem Datum eingehämmert. Das Blechteil ziert zudem ein Baslerstab: So trägt das neue Schiff Basel immer im Herzen.

600 Sitzplätze
Das Schiff ist 70 Meter lang und 11,4 Meter breit; es wird das grösste in der Flotte der BPG. Auf dem Schiff hat es 600 Sitzplätze, 250 davon befinden sich im Freien. Für Events steht die Fläche von vier Tennisplätzen zur Verfügung, die dank dem flexiblen Mobiliar für jeden Wunsch individuell genutzt und eingerichtet werden kann. Ausgerüstet mit der allerneuesten Technik, gleitet das Schiff ruhig und sanft auf dem Wasser und ermöglicht vollkommen entspannte und erholsame Schiffsfahrten. Von der Sonnenlounge auf dem Panorama­dach bietet sich den Passagieren eine 360-Grad-Rundumsicht. Ein derart grosses Dach ist in der Schweizer Schifffahrt einzigartig. 

Erster Neubau seit 25 Jahren
Das neue Schiff wird für Kursfahrten nach Rheinfelden eingesetzt und steht nebenbei für Extrafahrten zur Verfügung. Bereit stehen soll es ab Ostern 2018. Das neue Schiff, das bis jetzt noch keinen Namen hat, ist für die BPG der erste Neubau seit 25 Jahren. Das moderne Wasserfahrzeug wird von der Werft ÖSWAG im österreichischen Linz aus rund 14 000 Blechteilen zusammengebaut. Sobald es fertig ist, gelangt es auf dem Wasserweg über den Main-Donau-Kanal, den Main und den Rhein nach Basel. Auf dieser Reise legt das neue Schiff über 1226 Kilometer zurück und passiert 68 Schleusen.