Montag, April 22, 2019

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Renato Salvis Kopfladäärnli leuchtet hell

  • Montag, 25 Februar 2019 08:14

Renato Salvi überzeugt mit seiner neuen Vorfasnachtsveranstaltung «Kòpfladäärnli». Zum Schluss gab es gar eine Standing Ovation vom Premierenpublikum.

Was der Basler Künstler, Produzent, Regisseur und Schauspieler Renato Salvi anpackt, funktioniert. Seine Vision, eine Vorfasnachtsveranstaltung unter dem Dach der offenen Kirche Elisabethen einzubetten, ist mehr als gelungen. Nebst sieben teilweise hervorragenden Schnitzelbänken überzeugen sowohl das Ensemble als auch die Musik durch ihre eigenwillige Interpretation. Das Premierenpublikum kam in den Genuss von Satire und einem Hauch Monumentalität durch den gegeben Rahmen der Kirche.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht im kommenden Vogel Gryff vom 28. Februar 2019.

Kòpfladäärnli «e heerlig scheene Fasnachts-Oobe»
21. Hornig – 3. März, jeweils 19.30 Uhr
(Dernière 3. März um 17 Uhr)

Offene Kirche Elisabethen Basel
Eintrittspreise unter kopfladäärnli.ch
Tickets an allen Starticket-Vorverkaufsstellen oder unter www.starticket.ch

In die Nationalratswahlen vom 20. Oktober 2019 steigt die Juso Basel-Stadt mit diesen fünf Kandidaten.

– Seyran Dilekci (20)
– Nicolas Eichenberger (28)
– Livia Kläui (21)
– Nino Russano (18)
– Lucas Wirz (29)

Wie Präsident Nicolas Eichenberger mitteilt, hat die Juso Basel-Stadt im Wahlkampf vier Kernthemen festgelegt.

Verteilungsgerechtigkeit: In der reichen Schweiz leben über 600’000 Menschen unter der Armutsgrenze. Sie werden von Abbaumassnahmen bedroht, während gleichzeitig der Reichtum des reichsten Prozents stetig ansteigt.
Feminismus: Für die Gleichberechtigung aller Geschlechter in jeder Lebenslage. Chancen, Privilegien und Pflichten dürfen nicht von einem Geschlechtsorgan abhängen.
Klimawandel: System change not climate change! Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem ist unfähig, den von uns Menschen verursachten Klimawandel zu stoppen. Wir wollen einen Systemwandel, der Mensch und Natur dient!
Migration: Wir leben in einer total globalisierten Welt. Viele unserer Konsumgüter haben von der Welt mehr gesehen als unsere Grosseltern. Wer wohin reisen darf, entscheidet das Portemonnaie oder die Geburts-Lotterie. Freiheit sieht anders aus!

Anlässlich der Nominationsveranstaltung in der Halle 7 im Gundeli, haben die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 18. Februar ihre fünf Kandidaten der Hauptliste für die Nationalratswahlen vom Oktober 2019 nominiert.
Die gewählten Kandidaten sind:

  • Daniel Albietz 
  • Manuela Brenneis
  • Balz Herter
  • Patrick Huber
  • Andrea Knellwolf  

Für die Junge CVP kandidieren:

  • Tiziana Conti
  • Lukas Füeg
  • Bojan Lutz
  • Sara Murray
  • Marco Natoli 

Für die Liste 60+ kandidieren:

  • Martin Cron
  • Roland Frank 
  • Beatrice Isler
  • Paul Rüst
  • Helen Schai 

Zusätzlich haben die Mitglieder einstimmig ja gesagt zur Listenverbindung mit FDP, LDP, BDP, EVP und GLP. 

Nach eher verhaltenem Beginn steigerte sich das Zofingerconzärtli 2019 im zweiten Teil massiv und sorgte für zufriedene Gesichter beim Publikum. Bei den «Lyyche» überzeugten vor allem der Darsteller von Marco Streller v/o Gaggo Vrzeller und mehrere «Nääbelyyche» mit gelungenen Kurzauftritten.

Ein Running Gag jedes Conzärtli ist, wenn sich ein Darsteller ans Publikum mit der Frage wendet: «Kenne Sii dr Unterschyyd zwische...» Ganz in dieser Tradition stellen wir die Frage: «Kenne Sii dr Unterschyyd zwische em FCB und em Conzärtli? Bim Conzärtli derf me sicher sy, dass die zwaiti Halbzyt besser wird!»

Tatsächlich war die erste Hälfte etwas verhalten, was sich bereits mit dem sehr text-unsicheren Prolog-Darsteller manifestierte (schade, der Text war nämlich ausgezeichnet). Auch die Darsteller der «Lyyche» taten sich anfangs etwas schwer – wobei es natürlich auch schwer ist, aus der Figur eines Burgdorfer Altbundesrates etwas Dynamisches herauszuholen. Auch das Double eines Vielfach-Amtsträgers namens Vischer fand den nasal-betont baseldytschen Akzent des Originals anfangs nicht so recht. Sehr nahe am Original und oft umwerfend komisch war dafür der Streller-Darsteller.

Das Pausengetränk muss den Fagunzen aber Asterix-mässige Kräfte eingehaucht haben. Im zweiten Teil brilliert der «Jo Handl Freiab-Kommann» als Autist, der nur in Musical-Form aus sich heraus kann, «Ämtli Vischt-er» versteigert gekonnt die Messehallen und «Gaggo Vrzeller» zeigt als Gast in einer Kochshow, dass er auch kulinarisch weder Plan noch Konzept hat. Das war grossartig! Dazu kamen sensationell aufspielende Nebenfiguren wie ein Tamara-Wernli-Verschnitt (oh, diese Beine!) oder eine hinreissend deroutierte Telebasel-Chefredaktorin (oh, diese Frisur!).

So fügte sich zum Schluss alles zu einem hervorragenden Gesamterlebnis, zu dem auch das eigentliche Conzärtli beitrug. Hier gab es ein Novum: Joffrey Chadrin v/o Waterloose spielte das erste Mal solo auf dem Klavier. Begleitet wurde er gesanglich in den folgenden Stücken von Christian Schmid v/o Tram Giovanni. Der klassische Teil führte von Frédéric Chopin über Robert Franz zu Franz Schubert. Für den fasnächtlichen Touch zuständig waren die Antygge mit Glopfgaischt und Nunnefirzli – und in den Vorstellungen nach der Premiere hoffentlich auch mit Trommeln, die alle geschränkt sind.

Basels älteste Vorfasnachtsveranstaltung kann sich insgesamt auch im 2019 bestens sehen lassen. Regisseur Alfred Martina v/o Murmelli und Conzärtlipräsident Silvan Käser v/o Lälle’ursli haben es geschafft, feine Pointen mit knallharten Fakten zu verweben und daraus ein gut gewebtes Netz der Unterhaltung zu spinnen. Vor allem hat das Conzärtli mit vielen kurzen Zwischennummern erfrischend an Tempo gewonnen. Darum nochmals die Frage: «Kenne Sii dr Unterschyyd zwischen em FCB und em Conzärtli? Noch em Conzärtli geen Sii alllewyl zfryyde haime!»

André Auderset