Sonntag, Juni 24, 2018

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Kleinbasel

Früher war er Spitzenschwinger, heute hilft er mit, Schwingfeste zu organisieren: Rolf Klarer ist OK-Präsident vom Nordwestschweizer Schwingfest , das am 5. August auf der Sandgrube stattfindet. Im Interview spricht er unter anderem über die  Herausforderung, mitten im Kleinbasel ein Schwingfest mit 4000 Zuschauern zu organisieren. 

 
Herr Klarer, wie speziell ist es, das Nordwestschweizer Schwingfest mitten im Kleinbasel auszutragen?
Rolf Klarer: Für den Schwinger Verband Basel-Stadt ist es tatsächlich ein spezielles Jahr. Das Nordwestschweizer Schwingfest geht nach 88 Jahren wieder einmal in der Stadt über die Bühne. Dass wir am Auffahrtstag (10. Mai) auch noch das kantonale Fest auf der Sandgrube austragen, erschwert die Suche nach Sponsoren. Auch für die Aktiven ist es speziell, in der Stadt zu schwingen. Aber sie kommen gern nach Basel: Das Areal Sandgrube hat einen gewissen Charme, und in Basel gibt es begeisterte Zuschauer. 
 
Welche Leute gehen in Basel an ein Schwingfest?
Es sind vor allem Leute, die Traditionen gern haben – wie die Fasnacht, den Vogel Gryff und das Zunftwesen. Aber wir erwarten auch viele Gäste aus der ganzen Schweiz.
 
Momentan gehören die Basler Schwinger nicht zu den besten.
Ja, das war früher ganz anders. In den Anfangszeiten gab es Schwingerkönige in unseren Reihen und in den vergangenen Jahren zählten die Basler Schwinger zu den Bösesten im ganzen Land.
 
Aber derzeit fehlen die Lokalmatadoren, die Zuschauer anziehen.
Ja, aber dafür haben wir nationale Zugpferde wie die Orlik-Brüder. Orlik Curdin war im Schlussgang am Kilchberg-Schwinget, Orlik Armon war im Schlussgang am Eidgenössischen.  Wir haben das Glück, beide in Basel zu haben.
 
Ein Schwingerkönig fehlt aber auf der Teilnehmerliste.
Natürlich hätten wir gern einen Schwingerkönig an unserem Fest gehabt. Aber so viele gibt es nicht, und überall können die ja nicht sein. Ich bin sicher, dass die Orlik-Brüder viele Zuschauerinnen und Zuschauer anlocken.
 
Wie geht es der Schwingerszene in der Stadt?
Schweizweit erlebt die Schwingerszene derzeit einen Boom. In der Region erleben wir dies vor allem auf der Landschaft. Die Städter wollen nicht schwingen. Die jungen Leute in der Stadt sind anders.
 
Wie steht es um die Infrastruktur auf der Sandgrube?
Parkplätze haben wir genug beim Badischen Bahnhof, die Anschlüsse an den öffentlichen Verkehr sind sehr gut. Probleme gibt es, weil beim Bau des neuen Rasens die Drainage vergessen wurde. Wir dürfen momentan den Rasen mit schweren Maschinen nicht befahren. Wie sollen wir jedoch eine Tribüne für 4000 Besucher aufstellen, ohne Einsatz solcher Maschinen? Ich hoffe, wir können dieses Problem noch lösen.
  
Wen wünschen Sie sich im Schlussgang? Die Orlik-Brüder?
Nein, lieber nicht (lacht). Ich hoffe natürlich, dass ein Nordwestschweizer das Fest gewinnt. 

Aktivisten der Greenpeace Regionalgruppe Basel haben mit einer Aktion auf die Unklarheiten im Zusammenhang mit einer Chemiemülldeponie unter dem Spielplatz «Ackermätteli» im Klybeck aufmerksam gemacht. Gemäss einem internen Plan des damaligen Chemiekonzerns Ciba-Geigy aus dem Jahr 1988 befinden sich unter den Strassen des Klybeckquartiers insgesamt drei Chemiemülldeponien mit sogenanntem «Chemieschlamm», welcher Schlacke, Bauschutt und Produktionsrückstände aus chemischen Prozessen enthält. Unter dem Altrheinweg vor dem Schulhaus Ackermätteli und auf Höhe der Mauerstrasse sowie bei der Dreirosenbrücke unterhalb des Unteren Rheinwegs liegt somit eine unbekannte Menge giftigen Chemiemülls. Aus den bisherigen Stellungsnahmen und Veröffentlichungen der Regierung ist nicht ersichtlich, welche Risiken für die spielenden Kinder, aber auch für die Umwelt und insbesondere das Grundwasser bestehen

Die Greenpeace-Aktivisten in weissen Chemieanzügen setzten mit Schildern und Fässern ihre Forderung nach einer Beseitigung des Chemiemülls beim Kinderspielplatz bildstark in Szene. Dazu wurde die 100 auf 15 Meter grosse Fläche, unter der sich der Chemieschlamm befindet, markiert und zahlreiche herbeigekommene Anwohnerinnen informiert und das Gespräch gesucht. «Gerade hier, auf öffentlichem Grund, unter einem Kinderspielplatz in einem Wohnquartier kann nicht toleriert werden, dass möglicherweise giftiger Chemiemüll die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet. Deshalb muss nun dringend gehandelt werden und die nötigen Untersuchungen und eine sofortige Sanierung eingeleitet werden!» fordert Zoë Roth, Mediensprecherin der Greenpeace Regionalgruppe Basel. 

 

An der Klybeckstrasse, zwischen Altrheinweg und Kleinhüningerstrasse kam es am 20. April um 4 Uhr zu einem Feuer. Dabei brannte in einem Hinterhof ein umgebautes ehemaliges Lagerhaus. Es wurden dabei keine Personen verletzt. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass ein Anwohner den Brand bemerkt und die Rettungsdienste alarmiert hatte.

Die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt konnte den Brand darauf in kurzer Zeit löschen. Die Brandursache ist noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft. Im Einsatz waren die Sanität der Rettung Basel-Stadt, Patrouillen der Polizei, die Berufsfeuerwehr und die Milizfeuerwehr Kleinbasel.

Rund fünf Jahre nach dem positiven Volksentscheid beginnt diesen Juli der Bau des Claraturms. Der rund 100 Meter hohe Turm und sein etwa 20 Meter hoher Annexbau bieten Platz für Wohn-, Kommerz- und Retail-Flächen, wobei die Wohnnutzung deutlich überwiegen wird. Im Erdgeschoss sind Gewerbe- und Gastronomieflächen geplant. Ab dem zweiten Stock entsteht ein Mix aus 1- bis 4.5-Zimmerwohnungen. In den drei Untergeschossen befinden sich eine Auto-Einstellhalle sowie Velo-Parkplätze und das oberste Geschoss wird öffentlich nutzbar sein.
 
Die Mietverträge in den bestehenden Liegenschaften am Riehenring waren bis zum 30. Juni 2018 befristet verlängert worden. In den kommenden Wochen wird das Projekt zur Ausführungsreife gebracht, sodass die Bauarbeiten im Juli 2018 beginnen können. Bis im Frühjahr 2019 sollen die Abbrucharbeiten und die Vorbereitung der Baugrube beendet werden. Die Rohbauarbeiten sind voraussichtlich im Herbst 2020 abgeschlossen. Die Fertigstellung und der Bezug sind auf Sommer 2021 geplant.
 
Mehr dazu lesen Sie in der «Vogel Gryff»-Grossauflage vom 26. April.