Sonntag, Januar 21, 2018

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Kleinbasel

Schöne Adventsstimmung in der Rheingasse

  • Donnerstag, 30 November 2017 08:25

Zum dritten Mal bietet die Rheingasse bis zum 23. Dezember nicht nur Trubel und Heiterkeit, sondern auch gemütliches Beisammensein und manchmal eine fast schon andächtige Stimmung. Vom einstigen Geheimtipp hat sich die «Adväntgass im Kleinbasel» zu einer festen Grösse und damit zu einer echten Alternative zum Basler Weihnachtsmarkt gemausert. Jeweils von Montag bis Sonntag zwischen 17 und 22 Uhr können sich Besucherinnen und Besucher von Stand zu Stand schlemmen. Dabei erwarten sie nicht nur Weihnachtsmarkt-Klassiker wie Glühwein, Raclette und Fondue, sondern auch exotische Spezialitäten wie Falafel, Szegediner Gulasch oder Thai-Food. Zudem gibt es erstmalig einen Pop up-Stand, an dem jede Woche eine andere Leckerei wartet.

Die «Adväntsgass im Glaibasel» hat in diesem Jahr mehr Anbieter. Die Robi Spiel-Aktionen mussten sich leider aus Kapazitätsgründen vom Lindenberg zurückziehen. Aus eigener Kraft ein Kinderprogramm auf die Beine zu stellen, wäre für die Betreiber der «Adväntsgass im Glaibasel» zu aufwändig. Dafür ist auf dem Platz des Amtes für Wirtschaft und Arbeit ein neuer Hotspot mit Zirkusatmosphäre und Grill entstanden, an dem verschiedene Betreiber mit einem künstlerischen Programm aufwarten.

Gaudi auf Langlaufskis

Nebst dem Manor Fondue-Plausch wird auch der letztes Jahr lancierte Gässli-Märt wieder stattfinden – dieses Mal sogar während zwei Tagen. Die Pop up-Garage an der Rheingasse 38, betrieben von verschiedenen Kleinbasler Designshops, wird in der letzten Adväntsgass-Woche wieder ihre Tore öffnen. Für dieses Jahr wurde neu der Manor Pistengaudi aus der Taufe gebhoben. Am Abend des 9. Dezembers können Skibegeisterte endlich auch in Basel ihrer Leidenschaft frönen – auf Langlauf-Trainings-Skis.

«Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen entschieden, im Tierpark Lange Erlen die Schafhaltung aufzugeben», teilt Geschäftsführer Edwin Tschopp mit. Grund dafür sei eine Erkrankung, die von den Walliser Landschafen übertragen worden ist. Vor zwei Monaten sei trotz intensiver Behandlung eine Wisentkuh gestorben, erklärte Tschopp. Die Wisentkuh litt am so genannten bösartigen Katarrhalfieber, eine Infektion mit einem Herpesvirus. Mitte November sei eine zweite Wisentkuh am Virus erkrankt. «Da sich ihr Zustand innert Stunden rasch verschlechtert hat, blieb keine andere Wahl, als sie von ihrem Leiden zu erlösen», sagte der Geschäftsführer.

Das Herpesvirus sei im Blut aller Walliser Landschafe nachgewiesen worden. Aus Sorge um die Wisente und Hirsche habe die Tierparkleitung beschlossen, sich von den Schafen zu trennen. Sie müssten aber nicht geschlachtet werden und seien bei einem Schafhalter untergebracht worden. Für Menschen sei das Virus unbedenklich: Weder Tierärzte, Tierpfleger noch Schafhalter seien daran je erkrankt.

Der inzwischen leere Schafstall sei desinifiziert und die Weide mit Kalk behandelt worden, um Parasiten zu bekämpfen. «So können im nächsten Jahr die Zwergziegen in das leere Gehege umziehen», erklärte Tschopp.

 

 

Vom Einkaufszentrum zum «Stücki-Park»

  • Montag, 27 November 2017 08:47

Das Konzept des Einkaufszentrums Stücki ist gescheitert. Jetzt wird auf das Modell eines Basler «Silicon Valley» gesetzt. Die Eigentümerin «Swiss Prime Site» stellt die Weichen für eine, wie sie hofft, rosige Zukunft des Stücki-Areals. Den Grund dafür erklärte Peter Lehmann, CEO der Eigentümerin Swiss Prime Site (SPS): «Bedürfnisse verändern sich. Als wir im 2009 einstiegen, war die Ausgangslage eine andere. Damals war das Shopping-Center das grosse Zentrum und der Rest waren Nebenflächen. Jetzt ist es umgekehrt. Hier sehen wir die Chance.»

1700 Arbeitsplätze schaffen

Es müsse eine «Transformation» stattfinden, sagte Lehmann. Mit dem so genannten «Stücki Park» werden vier Baukörper, bezeichnet als «Fingerdocks», entlang des bestehenden Business Parks gebaut. Im Erdgeschoss sind die Gebäude miteinander verbunden. In den neuen Gebäuden soll eine Art «Silicon Valley» für Basel entstehen. Technologiefirmen und Start-Ups finden im «Stücki Park» ein neues Zuhause. Labors sollen dabei gleich fix und fertig an Mieter abgegeben werden. Durch den Bau könne man den Bedürfnissen der Region nach Labor- und Büroräumlichkeiten entsprechen und Raum für zusätzliche 1700 Arbeitsplätze schaffen, sagte Anastasius Tschopp, Head Portfolio Manager von SPS. Durch die neuen Gebäude wird die zu vermietende Fläche auf über 60 000 Quadratmeter verdoppelt. Die Gesamtkosten bis zur Fertigstellung im Jahr 2024 betragen rund 250 Millionen Franken. Vermietet sei bis jetzt rund ein Viertel der Fläche, sagte CEO Lehmann.

Das Center als Nebenschauplatz  

Die Verkaufsfläche des «alten» Einkaufszentrums werde um 70 Prozent auf rund 10  000 Quadratmeter verkleinert und durch Angebote des Alltags für Kunden, Mitarbeiter und Anwohner aufgewertet. «Es ist dann kein Shopping Center mehr, das möchte ich betonen,» sagte Anastasius Tschopp. Vor allem der Textilbereich wird verschwinden. Dafür wird das Fitness-Angebot erweitert, hinzu kommen sollen Kinosäle und viele Gesundheitsangebote vom Zahnarzt bis zum Spezialisten. Und beim Essensangebot fällt immer wieder das Wort  «Slow Food». Das jetzige Einkaufszentrum wird damit zum «Nahversorgungszentrum» der Businessbereiche.

Brutschin begrüsst Ausbau 

Regierungsrat Christoph Brutschin (SP), Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt, begrüsst den Ausbau: «Mit den zusätzlichen Büro- und Laborflächen trägt Swiss Prime Site Immobilien massgeblich dazu bei, den Engpass im Mietmarkt zu mildern. Firmen, die in Basel-Stadt wachsen oder sich hier ansiedeln wollen, finden im Stücki Park ein attraktives Angebot und ein inspirierendes Umfeld.» Für Regierungsrat Brutschin sind die Investitionen «ein klarer Beweis für die Standortqualität von Basel- Stadt».

 

 

 

 

Viel Sonnenstrom vom Fernsehturm

  • Donnerstag, 23 November 2017 09:45

Am Chrischona-Fernsehturm hängt eine neue Solaranlage, die Strom für 30 durchschnittliche Haushalte liefert. Bis vor Kurzem war der Schaft des Chrischona-Turms, mit fast 251 Metern der höchste Sendeturm in der Schweiz, ausschliesslich grau. Neuerdings aber weist er auf der Südseite gegen Muttenz hin ab knapp 19 Metern Höhe – über den Baumwipfeln – vier 75 Meter lange, metallischschwarze Bahnen auf: Sie sind Teil einer Photovoltaikanlage, die die Swisscom zwischen August und Oktober erstellen liess. 

Freihängend montiert

Die vertikal angebrachten Solarpanels wurden ohne Gerüst, sondern freihängend am Seil von Berner Firmen montiert. Wochenlang waren die herunterhängenden Seile zu sehen, vor allem unter der Woche konnten die Monteure in luftiger Höhe beobachtet werden.

Besser am Turm als am Haus

Die neue Anlage besteht aus 435 Photovoltaik-Modulen und misst insgesamt 710 Quadratmeter, wie der «Vogel Gryff» von Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher erfuhr. Das entspricht etwa einem mittelgrossen Bauernhof-Stalldach. Wer sich während der Bauzeit auf St. Chrischona umhörte, vernahm denn auch immer mal wieder von Spaziergängern die Meinung, dass es besser sei, Solarzellen an den Turm zu hängen als «jedes Hausdach» damit abzudecken. Auch die Bettinger Dorfbildkommission hatte sich für das Projekt ausgesprochen.Die Swisscom-Sprecherin gibt noch weitere Details zur Solaranlage preis: Das Gesamtgewicht der Installation beträgt 38 Tonnen, dazu sind etwa 1830 hochfeste Schrauben eingebaut, und das Ganze wurde mit 360 Dübeln in den Betonwänden verankert. Nichts sagen will sie hingegen über die Investitionskosten, die Amortisationsdauer oder die Herkunft der Photovoltaik-Module. Doch aus anderer Quelle erfuhr der «Vogel Gryff», dass die Kosten für die Anlage auf 450 000 Franken veranschlagt waren.

Strom im Turm verwendet

Die Jahresproduktion der neuen Anlage schätzt die Swisscom auf rund 118 000 Kilowattstunden, was dem Jahresverbrauch von etwa 30 durchschnittlichen Haushalten in der Schweiz entspricht. «Den gewonnenen Solarstrom bezieht der Sendestandort St. Chrischona direkt als Eigenstrom. Ein allfälliger Überschuss wird ins Stromnetz der Industriellen Werke Basel  IWB eingespeist», sagt Hubacher. Swisscom decke bereits seit 2010 den gesamten Strombedarf – etwa 430 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr – mit einheimischen erneuerbaren Energien und sei gleichzeitig eine der grössten Bezügerinnen von Sonnenstrom in der Schweiz, erklärt die Pressesprecherin weiter. «Mit dem in ihren 47 eigenen Solaranlagen produzierten Strom versorgt Swisscom all ihre Standard-Arbeitsplätze (PCs und Laptops) und einen Teil ihrer Server.» Mit vier weiteren neu erbauten Photovoltaikanlagen komme die Swisscom auf mittlerweile 52 Anlagen, die ab 2018 insgesamt 1950 kWp (gegen 1,75 GWh pro Jahr) produzieren. Das sind 20 Prozent mehr als noch 2016.

Fast halbes Jahr Sonnenschein

Den Bau der Solaranlage begründet Hubacher zum einen mit der langen Sonnenscheindauer auf dem Stadtbasler Hausberg: St. Chrischona weist überdurchschnittlich viele Sonnenstunden auf – im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt sind es rund zwölf Prozent mehr.  Konkret scheint die Sonne hier etwa 1720 Stunden pro Jahr, was 72 vollen Tagen oder 143 Tagen à 12 Stunden Tageslicht entspricht. Zweitens entspreche die Realisierung der Photovoltaikanlage  den Unternehmensstrategie-Schwerpunkte der Swisscom hinsichtlich nachhaltigem Wirtschaften und langfristiger Verantwortung, führt Hubacher weiter aus.