Montag, April 22, 2019

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Kleinbasel

Ärger wegen gesperrten Veloparkplätzen

  • Mittwoch, 13 März 2019 12:23

Zahlreiche Velofahrerinnen und Velofahrer ärgerten sich letzte Woche masslos: Viele Veloparkplätze im Kleinbasel waren bereits am Mittwoch vor der Fasnacht ab 7 Uhr gesperrt. «Da will die Regierung, dass wir Velo fahren, aber Parkplätze hat es keine mehr. Warum werden sie so früh für die Fasnacht gesperrt?», kritisiert eine Frau, die  mit dem Velo zur Arbeit fährt. Auch andere Velo­fahrer meldeten, Veloparkplätze seien dieses Jahr viel früher gesperrt worden; als Folge davon habe ein regelrechter Suchverkehr eingesetzt, und Velos seien wild parkiert worden.

200 Abfallkübel und Sitzbänke

«Wir können die Fasnachtsvorbereitungen nicht in einem Tag erledigen», sagt Daniel Hofer, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Bau- und Verkehrsdepartement (BVD). An rund 40 Standorten in der Innenstadt müssten Veloständer demontiert werden, weil sie der Fasnacht im Weg stehen und ein Sicherheitsrisiko bedeuten. «Deshalb gilt an diesen Veloständern ab Mittwoch ein Parkverbot.» Nachdem die Veloständer entfernt waren, habe der Kanton die meisten Abstellplätze wieder bis Freitag, 7 Uhr oder bis Sonntag, 22 Uhr freigegeben. Für das Tiefbauamt beginne die Fasnachtsvorbereitung seit Jahren zum gleichen Zeitpunkt. «Das war auch dieses Jahr nicht anders», sagt Hofer. Neben den Veloständern demontiere der Kanton unter anderem rund 200 Abfallkübel und Sitzbänke sowie die Spielgeräte auf dem Kasernen­areal. Daneben würden für die Fasnacht rund 470 provisorische Signale und Wegweiser inklusive Sockel, rund 200 Vauban-Gitter mit Signalen, rund 550 Vauban-Gitter zur Routensperrung sowie 17 zusätzliche öffentliche Toiletten und Pissoirs platziert.

 

 

Dominique Russi aus Susten (VS) verdankt seine Faszination für die Basler Fasnacht einem anderen Walliser, der schon lange in Basel lebt und ihn vor 20 Jahren an die Basler Fasnacht eingeladen hat. Von diesem Moment an war es um den 40-jährigen geschehen. Er sitzt in seiner Wohngemeinde Leuk im Gemeinderat und amtet auch als «Mageran» (eine Art Präsident) der örtlichen Fasnachtsgesellschaft «Schlangu-Doru». Der «Vogel Gryff» hat den Walliser am Fasnachtsdienstag zum Gespräch getroffen.

 

Vogel Gryff: Herr Russi, zuerst einmal herzliche Gratulation. Sie wurden vor ein paar Tagen 40 Jahre alt. Ist dieses aktive Mitmachen an der diesjährigen Basler Fasnacht ein Geschenk an Sie selber?
Dominique Russi: (schmunzelt) Ja. Wenn ich schon 40 Jahre auf diesem Planeten bin und noch nie aktiv an der Basler Fasnacht dabei war, habe ich mir gedacht: Das wäre ein tolles Geburtstagsgeschenk. Ich war vorher 19 Mal passiv an der Fasnacht dabei.  

 

Wie wurde es möglich, als Aktiver dabei zu sein?

Ich bin schon lange Passivmitglied in der Spale-Clique. Es hiess, wenn ich mal Lust hätte mitzumachen, habe es im Vortrab immer Platz. Diese Möglichkeit habe ich dieses Jahr sehr gern wahrgenommen. Zur Spale-Clique kam ich, weil ich den Morgestraich immer im Spalenquartier miterleben durfte. Für mich ist es eines der schönsten Stadtquartiere von Basel. Die Kulisse ist wunderschön, man kann viel von der Fasnacht aufnehmen und schöne Emotionen erleben.

 

Und wie war es jetzt, den ersten Morgestraich und die erste Fasnacht als Aktiver mitzuerleben?

Sehr anstrengend (lacht). Meine Füsse tun momentan einfach nur weh, aber das muss so sein. Wir sind doch so einige Kilometer gelaufen. Das Entscheidende ist für mich aber das familiäre Gefühl innerhalb der Clique. Dazu gehören die Emotionen und Bilder, die man zusammen erlebt, speziell jetzt am Spalenberg beim Morgestraich. Wenn Du unter der Larve wartest, bis es vier Uhr schlägt und das Licht ausgeht – die Laterne neben dir, die Pfeifer und Tambouren fangen mit dem Marsch an. Das war sehr emotional und ein wahres Gänsehaut-Gefühl. Das sind Bilder, die ich nie im Leben vergessen werde. 

 

Was macht die Basler Fasnacht sonst noch speziell?

Wenn ich es mit der Fasnacht im Wallis vergleiche – sofern man das überhaupt kann, ist für den Basler seine Fasnacht eine weitaus grössere Selbstverständlichkeit. Im Wallis braucht es viel mehr Durchsetzungsvermögen: Es ist den Leuten nicht immer klar, dass sie auch einen Beitrag dazu leisten sollen wie etwa die Basler, die für drei Tage eine Laterne bauen. Das kannst du vergessen; der Aufwand lohnt sich nicht, heisst es da im Wallis. Aber in Basel ist das selbstverständlich, dies zu tun. Baslerinnen und Basler sind an der Fasnacht sehr offen und tolerant. Wenn man sich an einen Tisch setzt, kommt man sehr schnell ins Gespräch, man hat es lustig zusammen. Und auch wenn man die Zunahme der sogenannten «Alkohol­leichen» – vor allem bei den Jungen in den letzten Jahren – beobachten konnte und dies sehr verpönt ist: Der Basler Fasnächtler ist nicht der, der Alkohol braucht, sondern er braucht die Clique, die Stimmung – das ist das Schöne an der Basler Fasnacht.  

 

Haben Sie sich schon mal überlegt, zu trommeln oder zu pfeifen?

Ja, das habe ich mir schon überlegt. Vor allem das Pfeifen finde ich faszinierend. Aber der Aufwand ist zu gross. Schliesslich müsste ich das in Basel lernen und auch hier mit anderen üben. Von daher ist es im Moment kein Thema. 

 

Hatten Sie in den letzten 20 Jahren nie Probleme, die drei Tage für die Basler Fasnacht frei zu bekommen?

Nein. Sonst bin ich einfach krank (lacht lange und laut). Aber das sage ich dem Chef auch ins Gesicht. Hör mal zu: Entweder gibst du mir drei Tage frei oder ich bin krank. 

 

 

Über dem Eingang des Grandhotel «Les Trois Rois» am Blumenrain sind seit dem Jahre 1754 die Statuen von Kaspar, Melchior und Balthasar ein fester Bestandteil. Und seit 45 Jahren werden sie durch die Wagenclique Lufthyler-Waggis am Donnerstag vor dem Morgestraich kostümiert und verwandeln so die drei Könige in die Drei Waggis Kaschper, Melchi und Balz. 

Daniel Seiler neu im Vorstand der IGK

  • Mittwoch, 06 März 2019 08:40

Der Betriebsökonom Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel und Vizepräsident der FDP Basel-Stadt, wurde am 5. März neu in den Vorstand der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK) gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder, Präsident André Auderset (Politik und Medien), Daniel Hunziker (Gewerbe), Andrea E. Knellwolf (Politik und Industrie), Alain Bücheli (Detailhandel), Andri Obrist (Politik und Recht), René Krämer (Gewerbe), Andy Lehr (Handel), Lucas Rinaldi (Finanzen) und Edgar Jenny (MCH Messe Basel) wurden an der mit 80 Personen sehr gut besuchten Generalversammlung wiedergewählt.