Mittwoch, April 25, 2018

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) hat exakt gezählt: Am 13. November 2017 gab es in der Stadt Basel auf öffentlichem Grund genau 27 498 Autoparkplätze. Das kürzlich veröffentliche Parkplatzkataster zeigt auch, dass die Zahl der Abstellplätze in den letzten zwei Jahren um 443 abgenommen hat. Der Rückgang beträgt damit rund 1,6 Prozent. 

Minus 230 im Bachgraben

230 Parkplätze gingen im Bachgraben verloren, wo der Parkplatz beim Gartenbad zugunsten neuer Wohnungen verkleinert werden musste. «Nach Abschluss der Bauarbeiten 2019 werden dort wieder 45 zusätzliche Parkplätze geschaffen», schreibt das BVD. Rund 80 weitere Parkplätze wurden für die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis und zugunsten der Busbeschleunigung in der Belforter- und der Hegenheimerstrasse aufgehoben. «Vereinzelte Parkplätze entfielen durch die Ummarkierung von Autoparkplätzen in Velo-/Motorradparkplätze», hält das BVD fest. Die Statistik wäre nicht vollständig, ohne die Autoparkplätze auf privatem Grund zu berücksichtigen. Gemäss einer Schätzung geht das BVD davon aus, dass von 2000 bis 2015 rund 6 000 private Parkplätze – mehrheitlich in Tiefgaragen – entstanden sind. 

«Insgesamt lässt sich eine Zunahme der Anzahl Parkplätze in Basel feststellen. Während sich die Zahl der oberirdischen Parkplätze tendenziell verringert, entstehen unterirdisch neue Parkplätze. Diese Tendenz setzt sich fort», schreibt das BVD.

Zudem gibt es in der Stadt immer mehr Zweirad-Parkplätze: In den letzten zwei Jahren sind 1‘268 zusätzliche Abstellplätze für Zweiräder entstanden. 710 davon sind reine Veloparkplätze. 434 können sowohl von Velos wie von Motorräder benutzt werden; 124 sind reine Motorradparkplätze.

 

Der Parkplatzkataster 2015 sowie der neue Parkplatzkataster 2017 stehen auf der Website des Amts für Mobilität zur Verfügung:
www.mobilitaet.bs.ch/parkplatzkataster-Stadt-Basel

 

 

Claraspital startet Ausbau für 140 Millionen

  • Mittwoch, 28 Februar 2018 14:05

Das Hirzbrunnenhaus stammt aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Zuerst diente es als Schwesternhaus der im Clara­spital tätigen Ingenbohler Schwestern, danach war es lange Zeit ein Alters- und Pflegeheim. Jetzt hat das Haus seine Pflicht erfüllt: Am 28. Februar wurde der Grundstein für einen Ersatzneubau gelegt.

Neue Notfall- und OP-Räume

Angesichts seiner stetigen Entwicklung braucht das Claraspital mehr Platz. Diesen Anspruch soll der Ersatzneubau  erfüllen. Im Erdgeschoss finden die Physiotherapie und die Notfallstation Platz. Eine Verbindung ermöglicht einen schnellen Zugang zur ersten Etage. Dort werden sechs Opera­tionssäle und zwei Räume für kleine Eingriffe eingerichtet. Im 2. Obergeschoss siedeln sich das Tumorzentrum, die Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie und die Büros der Verwaltung an. Im 3. Stock sind eine Rotationsstation mit 28 Betten und die Rehastation des Felix Platter-Spitals mit 25 Betten vorgesehen.

Begrüntes Dach

In den beiden Untergeschossen werden unter anderem eine Auto­einstellhalle mit 94 Parkplätzen für Patienten und Personal gebaut. Von seiner Grösse her orientiert sich der Ersatzneubau an der vorhandenen Bausubstanz des Hirzbrunnenquartiers. Der Ersatzneubau ist weniger hoch als das bestehende Spitalgebäude. Dadurch entsteht ein sensibler Übergang zum Ortsbild. «Auch die Fassadengestaltung ist so gewählt, dass das Gebäude ins Quartier und zu den bestehenden Teilen des Claraspitals passt und gleichzeitig modern wirkt», teilt das Claraspital mit. Auf dem Gebäude wird eine Dachbegrünung mit einheimischen Pflanzen angelegt. Die Gestaltung lehnt sich an die Idee des Dachgartens beim Südtrakt an und bildet die Wegführung des Parks fort.

Konzept einer Gesamtanlage

Architekten des Ersatzneubaus sind, wie schon beim Bau der Radioonkologie 2008 und beim eben beendeten Projekt Nord, die BFB Architekten aus Zürich. Die grundlegende Idee des Projektes beruht auf dem Verständnis des Claraspitals als Gesamtanlage. Der Haupteingang an der Kleinriehenstrasse bleibt bestehen. Der Neubau erhält ebenfalls einen Zugang, dieser wird aber als Nebeneingang verstanden.  Seit seiner Eröffnung im Jahr 1928 wurde das St. Claraspital in mehreren kleineren und grösseren Bauetappen erweitert. Der Ersatzneubau für das Hirzbrunnenhaus wird nun die vorläufig letzte Etappe sein. Für die Umsetzung des 140 Millionen-Projekts ist die HRS Real Estate AG zuständig. Die Übergabe des fertigen Gebäudes an das Claraspital ist für Oktober 2019 vorgesehen.

www.claraspital.ch

 

Roberto Rivetti von der IG «Quartierparking Landhof – Nein!» warnt vor 200 neuen Parkplätzen – auch wenn sie unterirdisch sind. 

 

Vogel Gryff: Herr Rivetti, was ist der Hauptgrund für Ihre Ablehnung des
unterirdischen Parkings?

Roberto Rivetti: Das Parking löst die Verkehrsprobleme im Wettsteinquartier gar nicht, sondern verschärft sie nur – und dies auf Kosten des Landhofs und der Quartierbewohner. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben müsste, wenn ein Quartierparking gebaut wird, die gleiche Anzahl Parkplätze oberirdisch aufgehoben werden. Dies soll hier nicht geschehen. Unter dem Strich werden also auf einen Schlag 200 Parkplätze mehr im Quartier gebaut, was zwangsläufig zu Mehrverkehr führt.

 

Die Befürworter des Parkings widersprechen in diesem Punkt. Wenn es zu wenig Parkplätze habe, gebe es mehr Suchverkehr, sagen die Befürworter.

Im Wettsteinquartier gäbe es genug verfügbare Parkplätze – zum Beispiel in Parkhäusern in der näheren Umgebung, etwa bei der Messe oder am Badischen Bahnhof. Pendler stellen aber ihre Autos lieber auf die billigeren Parkplätze in den blauen Zonen im Quartier, für 10 Franken pro Tag. So viel kostet eine Besucherparkkarte. Wir haben kein Problem mit zu wenig Parkplätzen. Wir haben Probleme mit dem Verkehrsmanagement und der Parkraumbewirtschaftung. Pendler parkieren nicht dort, wo sie sollten oder kommen nicht mit dem ÖV, obwohl sie es könnten. Und die Besucherparkkarten sind zu billig.

 

Sie sagen, mit dem Parking werde der Landhof zerstört. Die Befürworter sagen, sichtbar sei nur die Einfahrt, der Rest sei unterirdisch.

Das ist schön gesagt, stimmt aber nicht. Durch die ganze Bautätigkeit wird der Landhof schwer beeinträchtigt. Eine bisher unversiegelte Fläche wird einfach versiegelt; der Boden, die Flora und Fauna werden danach nicht mehr dieselben sein.

 

Mit Ihrer Petition haben Sie bis zum 14. Februar 916 Unterschriften gesammelt. Wie geht Ihr Kampf weiter?

Wir werden die Petition bald einreichen, um zu zeigen, dass das Quartier das Parking nicht will – und um politisch Druck im Grossen Rat zu machen. Die IG wird auch versuchen, die Einsprachen gegen das Bauprojekt zu koordinieren. Wir bezweifeln, dass das Parkhaus mit maximal 1,7 Millionen aus dem Pendler­fonds rechtmässig mitfinanziert wird. Dies lassen wir prüfen. Beiträge aus dem Pendlerfonds können nämlich nur zugunsten eines umweltverträglichen Pendlerverkehrs verwendet werden. Doch was ist an diesem Parking umweltverträglich, wenn mehr motorisierter Individualverkehr entsteht? Ohne die Zuschüsse aus dem Pendlerfonds würde sich der Investor zurückziehen. Dies hat ein Investorenvertreter am «kleinStadtGespräch» vom 31. Januar bestätigt.

 

Können Sie das Projekt verhindern?

Ja. Das Quartier will das Parking nicht. Das Projekt widerspricht der Verkehrsstrategie des Kantons und auch dem Willen der Bevölkerung. Das Stimmvolk hat 2010 ja beschlossen, dass der motorisierte Verkehr um 10 Prozent reduziert werden muss. Die Mitfinanzierung durch den Pendlerfonds steht auf wackligen Beinen. Die Regierung kann sich nicht über all das hinwegsetzen. Unsere Verkehrsprobleme mit Konzepten aus den Siebzigerjahren lösen zu wollen, ist der falsche Weg.

 

www.quartierparking-landhof-nein.ch

 

 

 

Früher war alles besser, lautet ein Spruch, den man immer wieder hört. Wenn es um das Schnitzelbangg-Comité in Kleinbasel geht, ist es aber tatsächlich so. Auf die Fasnacht 2014 hin wurden im Kleinbasel sechs Lokalitäten aus der offiziellen Route gestrichen. Im Grossbasel wurde einzig das Restaurant Aeschenplatz gestrichen, ist inzwischen aber wieder dabei. Der Schnitzelbangg-Comité-Obmaa Edi Etter erklärt die Massnahme: «Unsere Bängg mussten damals pro Abend sehr viele Lokale besuchen und hatten tatsächlich einen Stress, diese alle auf ihrer Liste abhaken zu können. Wenn dann noch sehr lange Wege – z.B. an die Messe – dazu kamen, reichte die Zeit einfach nicht.»  Dazu sei die Fasnacht in den Randgebieten immer mehr verschwunden und die Bänke praktisch durch leere Strassen marschiert. Darum habe das Schnitzelbank-Comité entschieden, Lokale an Randgebieten zu streichen und sich wieder auf die Innenstadt zu konzentrieren.
 
So war das Café Spit in den letzten Jahren der einzige Auftrittsort für das Schnitzelbangg-Comité im Kleinbasel. Nun ist mit dem Restaurant Rhywyera eine neue Örtlichkeit dazu gekommen. Aber dabei wird es wohl auch bleiben, wie Schnitzelbangg-
Comité-Obmaa Edi Etter sagt.  «Wir wollen die Anzahl Bühnen nicht mehr erhöhen. Wenn sich jedoch die Gelegenheit bietet, ein weiteres Restaurant im Kleinbasel zu besuchen (z.B. durch den Wegfall einer Bühne im Grossbasel) und dieses Restaurant sich im passenden Rayon befindet, wäre dies sicherlich denkbar.»
 
Häbse, Rheinfelderhof, Torstübli, Café Spitz, Hotel Europe, Altes Warteck und Volkshaus: Das sind die Stationen, welche die Verainigty Schnitzelbangg Gsellschaft 1906 (VSG) im Kleinbasel besucht.  Anders als das Schnitzelbangg-Comité sei man bezüglich neue Lokalitäten flexibel und offen, sagt VSG-Obmaa Heinz Studer. «Falls wir das Gefühl haben, es würde sich eine Beiz gut eignen, nehmen wir mit dem Wirt das Gespräch auf. Besser ist aber,  wenn ein Wirt von sich aus Interesse zeigt. Wenn man jemanden überreden muss, kommt es nicht gut.» Allgemein schwärmt der Obmaa vom Kleinbasel. «Wir von der VSG gehen gerne ins Kleinbasel. Das Publikum ist immer sehr gut und die Wege von Beiz zu Beiz sind wesentlich kürzer und weniger verstopft als <ääne am Bach>.» Ähnlich handhabt die Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG) die Situation. Auch sie tritt in sieben Beizen im Kleinbasel auf und neue Orte sind wilkommen, wie BSG-Obmaa Thomy Neuenschwander erklärt.  «Wir wollen die Präsenz im Kleinbasel aufrecht erhalten. Wir versuchen hierbei auch ein Gleichgewicht an Auftritten zum Grossbasel herzustellen. Für neue Lokale fragen wir die Wirte an, oder sie fragen bei uns an, ob wir bei ihnen auftreten wollen. Der Rest ergibt sich im nachfolgenden Gespräch.» 
 
Nicht zufrieden mit der Situation ist André Auderset, Präsident der Interessengemeinschaft Kleinbasel (IGK) und ehemaliger Schnitzelbängger. «Es wäre schön, wenn wieder vermehrt Baizen im „hinteren“ Teil des Kleinbasels dazu gehören würden.» Zwischen Claraplatz und Messe hätten einige Beizen Mühe, Bängg zu finden, die bei ihnen auftreten. Dadurch gebe es für das Publikum weniger Möglichkeiten, in Beizen ein paar Bänke zu hören, ohne ein grosses teures Menu zu bestellen. Unter dieser Entwicklung leiden gemäss Auderset auch die Cliquenkeller in der Clarastrasse, was wiederum heisst, dass auch dort weniger Bängg auftreten.