Sonntag, November 19, 2017

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Anwohner klagen über Lärm in der Rheingasse

Lärmgeplagte Anwohner suchen mit den Wirten nach einem Kompromiss für die neue Gastromeile. Lärmgeplagte Anwohner suchen mit den Wirten nach einem Kompromiss für die neue Gastromeile. Foto: zen.

Die neue Gastromeile in der Rheingasse muss eine erste Bewährungsprobe bestehen. Bei der Eröffnung der Bar Grenzwert am neuen Standort an der Ecke zum Schafgässlein lärmten die Gäste am 4. Juni bis weit nach Mitternacht auf der Strasse herum. Klar, dass einige Anwohner daran keine Freude hatten. Ebenso wenig an der Motion von Grossrätin Kerstin Wenk.

Zwei Stunden länger feiern
Die SP-Frau fordert gemeinsam mit mehreren, auch bürgerlichen Kleinbasler Grossräten, dass die Restaurants an der Rheingasse unter der Woche bis Mitternacht und an den Wochenenden bis ein Uhr morgens draussen Gäste bewirten dürfen. Aktuell haben die Restaurants unter der Woche eine Boulevardbewilligung bis 22 Uhr und an den Wochenenden bis 23 Uhr.
Die von Wenk und Konsorten geforderte Ausweitung der Öffnungszeiten geht einigen Anwohner eindeutig zu weit. Sie haben einen Brief aufgesetzt und Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt, wie die «Basler Zeitung» (BaZ) bekannt gemacht hat. Nun hat sich die «IG Rheingasse» als Vermittlerin eingeschaltet. Bereits habe ein Gespräch mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner stattgefunden, sagt IG-Sprecher Christian Fink. Es zeichne sich ab, dass die Anwohner und die Wirte einen Kompromiss finden, der da lauten könnte: Unter der Woche gibt es eine Boulevardbewilligung bis 23 Uhr, an den Wochenenden bis 24 Uhr. Über diesen Kompromiss sei aber noch nicht abgestimmt worden, betont Fink.

Aufs Land ziehen?
In der IG wolle man die Anliegen der lärmgeplanten Anwohner ernst nehmen und sie auch künftig unbedingt in die Diskussion einbeziehen. Die Anwohner hätten ihrerseits versprochen, vorläufig auf vorgesehene politische Interventionen zu verzichten – wenigstens so lange, bis der Grosse Rat über die Motion Wenk entschieden hat. Im Gegenzug wollen die Restaurants ein Schild aufhängen mit der Aufschrift: «Liebe Gäste, bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Nachbarn – sie werden es uns danken. Die Gastro-Betriebe an der Rheingasse». Und die Aussage der Grenzwert-Wirtin Cécile Grieder in der BaZ, wer um 22 Uhr schlafen gehen wolle, solle aufs Land ziehen, werde von anderen Wirten nicht geteilt, fährt Fink fort.
Die IG habe eine Mail mit folgendem Inhalt an die Anwohner der Rheingasse verschickt: «Gastro-Einrichtungen, Gewerbe und Wohnen liegen in der Rheingasse nahe beieinander. Der IG Rheingasse ist es deshalb ein Anliegen, dass die Outdoor-Saison in gegenseitiger Rücksichtnahme erfolgt. Dies erfordert Toleranz und etwas Gelassenheit, sowohl seitens der Gastrobetriebe gegenüber den Anwohnern, aber auch der Anwohner gegenüber den Gastrobetrieben. Nur dann wird der Boulevard in der Rheingasse eine Erfolgsgeschichte.» Falls es zu Unstimmigkeiten kommt, bittet die IG Rheingasse, ihr diese zu melden. «Wir werden die Meldungen ernst nehmen, sammeln und am Ende der Saison bilanzieren, was anders, was besser gemacht werden kann», versichert Fink.

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 Juni 2015 13:13

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