Donnerstag, November 21, 2019

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Kampf um Parkplätze in der Wettsteinallee

Die Regierung will in der Wettsteinallee eine Baumreihe pflanzen. Eine Mehrheit der Anwohner wehrt sich aber dagegen. Die Regierung will in der Wettsteinallee eine Baumreihe pflanzen. Eine Mehrheit der Anwohner wehrt sich aber dagegen. Foto: zen.

Das westliche Ende der Wettsteinallee hat mit einer Allee wenig gemeinsam. Im Bereich zwischen dem Wettsteinplatz und dem Riehenring fehlen nämlich die Bäume entlang der Strasse. Die Regierung will das ändern und plant, nächstes Jahr zwischen dem Riehenring und der Rheinfelderstrasse eine Baumreihe zu pflanzen und die Trottoirs zu verbreitern. Die Umgestaltung soll im Rahmen der Erneuerung der Strasse und der Werkleitungen erfolgen.
Vor allem die Tatsache, dass für die Bäume rund 20 Parkplätze geopfert werden müssten, passt einer Mehrheit der Anwohnerinnen und Anwohner nicht. «Mehr als 70 Prozent der Anwohner sind gegen eine Parkplatzreduktion und gegen die Verbreiterung des Trottoirs», erklärt Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel. Zwei Drittel der Anwohner sprechen sich zudem deutlich gegen die Pflanzung von neuen Bäumen aus, wie Seiler erklärt. Die Zahlen gehen aus einer Umfrage hervor, die der Neutrale Quartierverein Oberes Kleinbasel (NQV) durchgeführt hat. Auf die Umfrage haben 105 Anwohner geantwortet.
Der Kleinbasler FDP-Grossrat Mark Eichner hat zum Thema eine Interpellation eingereicht. Darin hat er die Regierung unter anderem gefragt, ob sie mit Zahlen belegen kann, welche Auswirkungen die Parkplatzreduktion auf das Quartier hat. «Nein. In Basel stehen rund 100 000 private und öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Auswirkungen einer lokalen Aufhebung einer verhältnismässig geringen Anzahl von Parkplätzen lassen sich nicht mit einem im Vergleich zum Nutzen vertretbaren Aufwand untersuchen», schreibt die Regierung in ihrer Antwort.


Noch immer 42 Parkplätze
Grossrat Eichner wollte ebenfalls wissen, wie der Regierungsrat die Parkplatzsituation im Wettsteinquartier einschätzt. Die Antwort lautet folgendermassen: «In allen Basler Wohnquartieren ist das Angebot an Parkplätzen auf Allmend beschränkt. Je nach Quartier ist die Auslastung unterschiedlich gross.» Auch nach der vorgesehenen Umgestaltung stünden auf der Allmend noch immer rund 42 Parkplätze im Abschnitt Rheinfelderstrasse bis Rührbergerstrasse zur Verfügung, meint die Regierung. Weitere Parkmöglichkeiten bestünden in der näheren Umgebung auch auf Privatgrund, so etwa in der Neuüberbauung des alten Kinderspitals. Daniel Seiler schliesst daraus, «dass die Reduktion der Parkplätze rein aufgrund politischer Motive erfolgte». So habe die Regierung keine konkreten Zahlen über die Anzahl Parkplätze im Quartier genannt. «Für die FDP Kleinbasel ist diese Situation nicht akzeptierbar. Wir werden das Projekt weiter bekämpfen und uns auch in Zukunft für mehr Transparenz bezüglich Parkplätze einsetzen», betont Seiler.

Petition eingereicht
Auch die LDP Kleinbasel kämpft für den Erhalt der Parkplätze in der Wettsteinallee. Genau 508 Personen haben eine LDP-Petition gegen das Umgestaltungsprojekt unterschrieben. Am 15. April wurden die Unterschriften im Rathaus der Petitionskommission übergeben.
Die Kosten für die Sanierung des besagten Strassenabschnitts belaufen sich übrigens auf insgesamt 1,4 Millionen Franken, wovon 609 000 Franken zulasten der Werkleitungseigentümer IWB und Swisscom gehen. Die Umgestaltung selbst kostet 290 000 und die Baumpflanzungen 195 000 Franken.

Letzte Änderung am Mittwoch, 15 April 2015 13:14

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