Sonntag, August 19, 2018

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«Neuer Dorfkern wird wunderschön»

Trotz Gedanken an die schwierige Zeit zwischen April und Oktober vergisst Peter Zinkernagel, Präsident des Handel- und Gewerbevereins Riehen (HGR), nicht, sich auf die Zeit danach zu freuen. «Der neue Dorfkern wird wunderschön. Wir müssen diese positive Stimmung auf die Kunden ausstrahlen, damit diesen bewusst wird, dass sie sich auf das Einkaufen und den Aufenthalt im neuen Dorfkern freuen können.» Zinkernagel ist bewusst, dass das laufende halbe Jahr kompliziert wird. Er appelliert deshalb an die Sensibilität der Kunden. «Wir müssen ihnen klarmachen, welch enorme Herausforderung diese Grossbaustelle für die Dorfgeschäfte darstellt – und dies parallel zum starken Franken.»

Verschiebung des Baustarts?
Nachdem das Volk der neuen Dorfkernplanung deutlich zugestimmt hatte, begannen die Gespräche zwischen Gewerbe und Gemeinde. Allen Beteiligten war klar, dass die oberste Prämisse eine möglichst rasche und effektive Abwicklung der Bauarbeiten sein muss. Dies bestätigt auch Gemeindepräsident Hansjörg Wilde (parteilos), der – wenn immer möglich – dem Gewerbe zur Seite steht: «Es wird eine kurze, aber heftige Bauzeit mit Lärm, Staub und Dreck. Im Oktober sind wir fertig und der Detailhandel hat für das Weihnachtsgeschäft einen wunderbaren Dorfplatz.»
Nach der Aufhebung der Frankenbindung durch die Nationalbank kam von Seite Gewerbe der Wunsch auf, die Bauarbeiten zu verschieben, um zusätzliche Belastungen zu vermeiden. «Das war eine emotionale Reaktion nach dem Schock», sagt rückblickend Andreas Cenci, Inhaber von Cenci-Sport und Co-Präsident der Vereinigung Riehener Dorfgeschäfte (VRD). Nach guten Gesprächen mit der Gemeinde sei man zum Entschluss gekommen, die Umgestaltung durchzuziehen.
Knapp drei Wochen vor Baustart diskutieren die Gewerbetreibenden über Massnahmen, um den Kundenstrom aufrecht zu erhalten. «Wir müssen den Kunden bewusst machen, dass der Service und das Angebot trotz Baustelle gleich bleiben», findet Cenci. Eine erste Aktion findet noch vor Baustart statt: Ein verkleideter Osterhase wird am Ostersamstag bemalte Ostereier als Gutscheine für die einzelnen Geschäfte verteilen. Während der Bauzeit werde es immer wieder Tage der offenen Tür geben.
Mit einem externen Büro erarbeitete die Gemeinde einen sogenannten «Ideenspeicher» für mögliche Massnahmen. Dabei unterscheidet Gemeindepräsident Wilde zwei Bereiche: «Einerseits gibt es kurzfristig wirksame Aktionen wie Showacts im Webergässlein, eine Guggenmusik, die werbend durchs Dorf schränzt, rote Teppiche oder Ballone vor den Ladeneingängen. Es geht darum, Aufmerksamkeit zu erregen.» Die andere Sparte betreffe mehr die emotionale Seite. «Die schon jetzt vorhandene Identifikation mit Riehen muss noch stärker werden. Alle sollen zusammenstehen und gemeinsam diese schwierige Situation anpacken.»

Papeterie Wetzel wie 1930
Jürg Blattner, Inhaber der Papeterie Wetzel und Co-Präsident des VRD, läutet die Bauzeit auf ganz spezielle Weise ein. Am Ostersamstag verwandelt sich seine Papeterie in die 1930er Jahre zurück, als auch der jetzige Dorfkern entstand. «Das Personal wird sich in Kleidern dieser Zeit werfen und die Kunden werden samt ihren Einkäufen mit einem Oldtimer nach Hause gefahren.» Blattner zeigt mit Fantasie und Humor, worauf es während der für die Dorfgeschäfte schwierigen Bauzeit ankommt.

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 März 2015 08:53

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