Sonntag, Dezember 17, 2017

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Claraturm verzögert sich weiter

So könnte der Claraturm dereinst aussehen So könnte der Claraturm dereinst aussehen Visualisierung: Morger+Dettli Architekten

Knapp 53 Prozent der Basler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben im November 2013 ja gesagt zum geplanten Bau des 96-Meter hohen Claraturms. Andreas Bernauer, Betreiber der Piano-Bar und Gegner des Projektes, kümmert dies wenig. Er hat eine Beschwerde gegen die Abstimmung eingereicht. Seine Begründung: Die Behörden hätten in den Abstimmungsunterlagen vergessen zu erwähnen, dass die Häuserzeile am Riehenring, die dem Turm zum Opfer fallen soll, im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) eingetragen sei. Gemäss Bundesrecht müssten die Kantone das Bundesinventar bei der Erstellung von Richtplänen berücksichtigen, argumentiert Bernauer.
Das Appellationsgericht Basel-Stadt hat die Beschwerde des Wirts letzte Woche zwar abgewiesen. Doch kurz darauf erklärte Bernauer in einer Medienmitteilung, er ziehe das Urteil ans Bundesgericht weiter. «Der Bau des Claraturms verzögert sich um Jahre», meinte Bernauer. Wie weit dies wirklich stimmt, ist momentan ganz schwierig abzuschätzen. Sicher ist, dass sich die höchsten Richter in Lausanne normalerweise viel Zeit lassen bei ihren Entscheiden.
Die Bauherrschaft des Claraturms, der Immobilienfonds Sima der UBS, lässt sich wie folgt zitieren: «Den Rekurs an das Bundesgericht nehmen wir zur Kenntnis. Wir bedauern, dass Herr Bernauer die für uns positiven Entscheide des baselstädtischen Stimmvolks und des Appellationsgerichts nicht akzeptieren kann. Solange das Urteil nicht rechtskräftig ist, ist leider kein verbindlicher Fahrplan für den Baustart des Claraturms möglich.» Im Quartier ist durchgesickert, dass die Mietverhältnisse in den betroffenen Liegenschaften am Riehenring bis zum 30. September 2015 verlängert wurden. Dieses Gerücht wollte die Bauherrschaft weder bestätigen noch dementieren.

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 November 2014 15:00

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