Sonntag, Juli 21, 2019

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Kinder vermissen Rutschen und Schaukeln

  • Mittwoch, 08 Mai 2019 08:21
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Schaukeln auf der Claramatte. Dieses Angebot hat es nicht auf jedem Spielplatz in Basel Schaukeln auf der Claramatte. Dieses Angebot hat es nicht auf jedem Spielplatz in Basel Foto: Archiv VG
Ein Beispiel für die Veränderungen auf Basler Spielplätzen ist der Schützenmattpark. Es gibt dort vereinzelt noch Rutschen und Schaukeln, allerdings nicht mehr so viele wie früher. Denn seit der Umgestaltung im Jahr 2014 ist er ein sogenannter «Generationenspielplatz». Im Zuge der Umgestaltung wurden vier Schaukeln ab- und nur zwei wieder aufgebaut; auch eine Rutsche fiel der Umgestaltung zum Opfer. 
 
Einschneidender sind die Veränderungen auf kleineren Spielplätzen wie beispielsweise bei der Ökolampad-Anlage. Vor zwei Jahren wurde der Spielplatz von der grossen Rasenfläche unter die Bäumen in der Nähe des neugestalteten Zugangs Allschwilerstrasse-Ecke Colmarerstrasse verschoben. Danach gab es traurige, wässrige Kinderaugen bei all denen, die viel Zeit auf dem alten Spielplatz verbracht hatten: Mit der Umgestaltung sind nämlich auch die beliebte Rutschbahn und mehrere Schaukeln verschwunden. Auch beim kleinen Park am Ring, der auf der rechten Seite vor der Brücke über die Heuwaage Richtung Bahnhof liegt, gab es früher eine grosse, lange Rutsche. Wo ist diese geblieben, fragen sich verwundert die Kinder und deren Eltern. 
 
Rutschen und Schaukeln auf Spielplätzen anzubieten sei keine Pflicht, sagte Armin Kopf von der Stadtgärtnerei, die für die Gestaltung der Spielplätze verantwortlich ist. «Ziel ist es, ein breites Spielangebot in den Quartieren bereitzustellen. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass jeder Spielplatz zwingend eine Rutsche oder Schaukel beinhalten muss. Er kann auch über andere Angebote verfügen, die es sonst im näheren Umfeld nicht gibt». In Basel gibt es rund 60 öffentliche Spielplätze. Dort werde das Angebot immer wieder mal angepasst und erneuert, sagt Kopf. «Zeigt sich nach einer Neugestaltung, dass es weitere, breit abgestützte Bedürfnisse gibt, die erst nach der Inbetriebnahme sichtbar werden, so besteht meist auch die Möglichkeit, einen Spielplatz leicht nachzurüsten.»
 
Wenn eine Neu- oder Umgestaltung eines Spielplatzes ansteht, ist die Stadtgärtnerei bei der Planung nicht alleine. «Es wird bei fast jedem Spielplatz eine Kindermitwirkung in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro durchgeführt. So können die Anliegen der Kinder in die Planung und Gestaltung des Spielplatzes mitaufgenommen werden.» Wie diese Kindermitwirkung aussieht, weiss Mirjam Rotzler, Geschäftsführerin des Kinderbüro Basel. «Es gibt verschiedene Formen. Zum Beispiel Situationsanalysen, Modellbau, Vernehmlassungen oder auch Mitbauaktionen. Die Zusammenarbeit ist seit vielen Jahren sehr gut, und Kinder aktiv zu beteiligen, ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden» Weil die Planung der Mitwirkungsmöglichkeiten gemeinsam gemacht wird, seien die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder fast immer umsetzbar, sagt Rotzler. 
 
Im Durchschnitt werden in Basel jedes Jahr zwei bis drei Spielplätze erneuert, sagt Kopf. Aktuell sind Arbeiten auf der Claramatte im Gang, und auch der Spielplatz am Magdenweglein in der Nähe des Claraspitals wird sich verändern. Nächstes Jahr sind das Steinbühlmätteli im Neubauquartier und der Winkelriedplatz an der Reihe; im Jahr 2021 der Rosenfeldpark und die Wettsteinanlage. 
Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Mai 2019 08:36

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