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Kleinbasler KMU für soziales Engagement ausgezeichnet

  • Dienstag, 26 Juni 2018 07:09
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Daniel Hunziker, Geschäftsführer und Inhaber des Elektrogeschäfts Moritz Hunziker AG (links) und Hansjörg Plüss, Geschäftsführer der Wäscherei Plüss (rechts) Daniel Hunziker, Geschäftsführer und Inhaber des Elektrogeschäfts Moritz Hunziker AG (links) und Hansjörg Plüss, Geschäftsführer der Wäscherei Plüss (rechts) Fotos: zvg
Das Label iPunkt von Impulse zeichnet in der Nordwestschweiz Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung aus. Dazu gehören auch die Kleinbasler KMU Moritz Hunziker AG und die Wäscherei Plüss AG. Mit dem Label iPunkt setzen sie ein starkes Zeichen für das soziale Engagement im Unternehmen und tragen zur Sensibilisierung bei. Dieses Jahr ergreift Impulse Massnahmen um das Label mit Pioniercharakter auf weitere Kantone auszudehnen.
 
Seit 2004 gibt es in der Schweiz das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) und 2014 ist die UNO Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) in Kraft getreten. Dennoch ist die Behindertengleichstellung in vielen Bereichen weit entfernt von einer inklusiven Gesellschaft, sprich einer Gesellschaft, die Vielfalt als Ressource anerkennt. Der Zugang zu Ausbildung und Arbeit im ersten Arbeitsmarkt ist für viele Menschen mit Behinderung erschwert und sie werden kaum berücksichtigt (Quellen: externe Evaluation 2015 BASS, ZHAW im Auftrag des Bundes; Bericht 2016 Inclusion Handicap).
 
Die gemeinnützige Organisation Impulse mit Sitz in Basel ist Ansprechpartner für das Thema Arbeit und Behinderung und Vergabestelle des Labels iPunkt. Der iPunkt zeichnet in der Region Nordwestschweiz Arbeitgeber aus, die Menschen mit Behinderung anstellen, unterstützt im Personalwesen und bietet regelmässig Veranstaltungen für den Erfahrungsaustausch. Das Label iPunkt zählt aktuell über 50 zertifizierte Klein- und Grossbetriebe, darunter die Ricola AG, die Gemeindeverwaltung Aesch, die Mineralquelle Eptingen AG, die alltech ag, das Restaurant ZUM TELL und die Verwaltung des Kantons Basel-Stadt.
 
Auch Unternehmen im Kleinbasel gehen einen Schritt voran: Das Elektrogeschäft Moritz Hunziker AG und die Wäscherei Plüss zählen schon länger auf Mitarbeiter mit einer Behinderung und sind iPunkt zertifizert. «Die Moritz Hunziker AG ist über ein Integrationsprogramm dazu gekommen, Mitarbeitende mit Behinderung anzustellen. Wir sind der Meinung, dass wir so der Gesellschaft etwas zurückgeben können. Zudem können durch die Anstellung von Mitarbeitenden mit Behinderung Institutionen wie die IV-Stellen finanziell entlastet werden», so Geschäftsführer und Inhaber Daniel Hunziker.
 
Hansjörg Plüss, Geschäftsführer der Wäscherei Plüss erklärt: «Wir müssen Menschen mit Behinderung integrieren und ihnen zeigen, dass sie gebraucht werden. Mit dem Label iPunkt kommunizieren wir gegenüber unseren Kunden, dass wir sozial engagiert sind und machen andere Unternehmen auf das Thema Arbeit und Behinderung aufmerksam.» Zertifizierte iPunkt-Unternehmen setzen ein starkes Zeichen für die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft und in der Arbeitswelt. «Der iPunkt ist nicht nur eine Orientierungsmarke für Konsumenten, er trägt auch zur Sensibilisierung bei: Arbeitgeber zeigen mit dem Label, dass sie auf Menschen mit Behinderung zählen können», so iPunkt-Programmleiter Pascal Güntensperger.
 
Das Label iPunkt wurde 2013 von Impulse mit Partnern aus Wirtschaft und Integration lanciert und unter anderen mit der finanziellen Unterstützung vom Bund im Raum Nordwestschweiz erprobt. Im Fokus steht nun die Weiterentwicklung: 2017 wurde die «Nationale Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung» mit drei Veranstaltungen durchgeführt. Sie geht zurück auf den Vorstoss von Ständerätin Pascale Bruderer-Wyss und den parlamentarischen Auftrag, der eine solche fordert.
 
Die Konferenz verfolgt das Ziel, Massnahmen zur verstärkten Integration im Arbeitsmarkt zu koordinieren, zu erweitern und voranzutreiben. Partnerinnen und Partner, die an der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung beteiligt sind, legten an der Konferenz Handlungsbedarf und Handlungsoptionen gestützt auf bestehende Praxisbeispiele fest. Impulse war eingeladen, mit dem Label iPunkt eines seiner Angebote als Good Practice-Beispiel zu präsentieren.
 
Die Teilnehmenden der «Nationalen Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung» befanden das Label iPunkt und dessen Mehrwerte für Arbeitgeber als ein wichtiges Instrument, um ein inklusives Arbeitsumfeld zu fördern. Als Erfolgsfaktoren nannte die Konferenz die «Sichtbarkeit des Engagements» und die «betriebsinterne Förderung der Sensibilisierung.» Konkret bedeutet dies, dass die Vergabestelle Impulse 2018 in Kooperation mit Partnerinnen und Partnern Massnahmen ergreift, um das Label iPunkt inhaltlich weiterzuentwickeln und auf interessierte Regionen der Schweiz auszudehnen.
 
«Die Erprobungsphase in der Wirtschaftsregion Nordwestschweiz hat gezeigt, dass das iPunkt-Netzwerk eine direkte, positive Auswirkung auf die Bewusstseinsbildung, das Vertrauen und das Beziehungsmanagement unter Labelträgern und Organisationen der Arbeitsmarktintegration hat. Durch die beabsichtigte inhaltliche und geografische Erweiterung wird die Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds mittels dem Label-Ansatz schweizweit ermöglicht», freut sich iPunkt-Programmleiter Pascal Güntensperger.
 
 
Letzte Änderung am Dienstag, 26 Juni 2018 07:35

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