Samstag, April 21, 2018

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Kanton sagt Zigarettenstummeln den Kampf an

  • Freitag, 13 April 2018 06:51
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Gegen Littering läuft aktuell eine neue Kampagne. Gegen Littering läuft aktuell eine neue Kampagne. Foto: mst
Über Ostern zeigte sich unsere Stadt von ihrer unschönen Seite. Wo man auch hinsah, hatte es überquellende öffentliche Abfall­eimer, unter anderem wegen illegal entsorgtem Hausmüll, nicht selten verpackt in «Robidog»-Beuteln. Für die Stadtreinigung ist diese Entwicklung nicht neu, aber mit einem solchen Ausmass wie über die Festtage habe er nicht gerechnet, sagt der Leiter Dominik Egli. «Dieses Jahr wurden wir von der Entwicklung überrascht. So etwas haben wir an vergangenen Osterfeiertagen nicht erlebt.» Allgemein sei die illegale Entsorgung von Hausmüll ein immer grösseres Thema, sagt Egli. «Die Menge an Haushaltsabfällen, die unerlaubterweise in den Abfallkübeln landet, ist beträchtlich, und das Phänomen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.»
 
Der Grund dafür ist klar: Die Leute wollen sich so das Geld für den «Bebbi-Sack» sparen. Dennoch versucht der Leiter zusammen mit seinen Leuten bei der Stadtreinigung, das Problem soweit wie möglich in den Griff zu bekommen. «Wir beobachten die anfallenden Mengen ständig und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. Wir können kleine Abfallkübel (35 Liter) durch grosse Kübel (110 Liter) ersetzen und/oder die Abfallkübel häufiger leeren. Und wir werden nächstes Jahr an Ostern mehr Abfallkübel leeren als dieses Jahr.» Wer erwischt wird, wenn er seinen Hausmüll illegal entsorgt, muss mit einer Busse zwischen 100 und 200 Franken rechnen. Das unachtsame Liegenlassen von Kleinabfällen (so genanntes Littering) wird mit 80 Franken Busse bestraft. Zum Littering gehört auch das Wegwerfen von Zigarettenstummeln.  
 
Die Littering-Busse gibt es schon lange. Mit der Änderung der Ordnungsbussenverordnung wurde sie im Jahr 2012 von 50 auf 80 Franken angehoben, wie Toprak Yerguz vom Justiz- und Sicherheits­departement (JSD) sagt. Im Kampf gegen das Littering im öffentlichen Raum läuft aktuell die Kampagne «Sauberes Basel» Dabei werde jetzt auch vermehrt darauf geachtet, das keine Zigarettenstummeln weggeworfen würden, so JSD-Sprecher Yerguz. «Die Ordnungsbussen können von uniformierten Angehörigen der Kantonspolizei erhoben werden sowie von Mitarbeitenden des Amts für Umwelt und Energie (AUE), die durch ihre Kleidung gekennzeichnet sind.» Die Polizei achtet auf Littering im Rahmen des Patrouillendienstes. Wird die Busse nicht innerhalb von 30 Tagen bezahlt, leitet die Kantonspolizei das ordentliche Strafverfahren ein
 
Es sei nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, der sich nicht an die Regeln hält, schreibt das AUE auf seiner Homepage. «So entsorgen mehr als 95 Prozent der Bewohner und Bewohnerinnen von Basel ihren Abfall korrekt.» Wie gross das Problem effektiv ist, kann auch die Stadtreinigung nicht sagen. Leiter Dominik Egli erklärt: «Dies liegt auch daran, dass die Unterscheidung zwischen Abfällen, die im öffentlichen Raum generiert werden und somit in den öffentlichen Abfallkübeln entsorgt werden dürfen, und Abfällen, die zu Hause generiert werden, nicht immer eindeutig machbar ist.»  
 
Letzte Änderung am Freitag, 13 April 2018 12:04

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