Dienstag, Oktober 16, 2018

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Drummeli 2018 mit Hommage an Mani Matter

  • Donnerstag, 08 Februar 2018 09:31
  • geschrieben von  Rolf Zenklusen
Der Berner Liedermacher Mani Matter hat dem Barbara-Club eingängige Melodien für sein Medley geliefert. Der Berner Liedermacher Mani Matter hat dem Barbara-Club eingängige Melodien für sein Medley geliefert. Foto: Ivo Birrer
Auch wenn nicht alle Rahmenstiggli den nötigen Witz hatten, geht das Drummeli 2018 als guter Jahrgang in die Geschichte ein. Scanner statt Kassen im Coop, die Schnäppchenjagd ennet der Grenze, eine Grabstätte für FCB-Fans auf dem Hörnli, steigende Krankenkassenprämien – die Rahmenstiggli am Drummeli befassten sich mit aktuellen, emotionalen Themen. Ausnahmslos hervorragend gespielt, fehlten einigen Stiggli leider die Würze und auch der fasnächtliche Witz. Viel überzeugender waren die Cliquen: Einen Höhepunkt landete der Dupf-Club mit Exhibitionisten, die plötzlich ihre Mäntel öffneten und den Blick frei gaben auf Bratpfannen, die zwischen ihren Beinen baumelten. Wie es sich gehört am Drummeli, wurde auf den Bratpfannen natürlich getrommelt. Ohne Trommeln, dafür in den Kleidern von Bauarbeitern, erschienen die Märtplatz-Clique und die Olympia. Als wäre ihr endlos wirkender Einmarsch nicht beeindruckend genug, begannen die beiden Männercliquen aus voller Kehle den «San Carlo»-Marsch zu intonieren – als gigantischer Männerchor und zum Schluss verstärkt durch Megaphone in Form von Leitkegeln. Einige Hommagen prägten das Drummeli: Die Aagfrässene gedachten des vor 15 Jahren verstorbenen Originals «Blueme Fritz», der Barbara Club spielte diverse Lieder des unvergesslichen Mani Matter, die Lälli Clique trommelte und pfiff das «Nunnefirzli» von George Gruntz. Die Giftschnaigge trumpften auf mit dem Lumpeditti, die Rätz-Clique spielte Melodien aus der Bundesstadt für die Berner Heimwehbasler und die Pfluderi Clique führte den Wettstai-Marsch auf. Beim Auftritt der Muggedätscher kämpfte die traditionelle Fasnacht gegen den Disco-Lärm. Wer gewann, versteht sich von selbst. Kunterbunt ging es bei den Rootsheere zu, die mit Rollatoren auf die Bühne kamen.
 
Die Opti-Mischte servierten «Faschtewaie», begleitet vom gleichnamigen Trommelmarsch, der mit dem Pfeifermarsch «dr Spalebärg» «fusioniert» wurde. Gastronomisch gaben sich auch die Verschnuuffer mit «Calvados» in Paris und die Naarebaschi als Rocker mit «L'Unique» in Anspielung auf die gleichnamige Bar an der Greifengasse. Schummrig wurde es, als die Basler Bebbi in einem Nachtlokal den «Mutzenbacher» aufführten. Und der Central Club Basel imponierte mit einem Mordfall, begleitet von Melodien aus Filmen von Rutherford. Viel Eindruck hinterliess die Seibi: Zuerst überzeugten die Jungen, danach der Stamm, zum Schluss alle gemeinsam – ein grandioses Stück in Schwarzweiss! Bombastisch war der Auftritt der Guggen, die beide mit viel Brimborium Geburtstag feiern. Haben die Stachelbeeri 50 Jahre auf dem Buckel, sind es bei den Negro Rhygass bereits 60. Toll kamen die Auftritte der Schnitzelbängg daher: D Gryysel lästerten über die kirchliche Obrigkeit, und der Schwoobekäfer gewohnt langsam – unter anderem – über die Baselbieter.
Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Februar 2018 09:42

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