Sonntag, Dezember 17, 2017

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Rechtsstreit beendet: UBS beginnt mit Claraturm

  • Montag, 04 Dezember 2017 12:39
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Der neue Claraturm wird 29 Stöcke hoch. Der neue Claraturm wird 29 Stöcke hoch. Visualisierung: zvg UBS Business Solutions AG.

Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten ist der Weg frei für den 90 Meter hohen Claraturm neben dem Messeplatz.

 

«Der Beschwerdeführer vermag mit der Darstellung seiner Sicht der Dinge nicht aufzuzeigen, dass das Verwaltungsgericht in rechts- bzw. verfassungswidriger Weise die Rügen gegen die Bestimmungen des Bebauungsplanes als zu spät erhoben beurteilte», schreibt das Bundesgericht umständlich und will damit sagen, dass dem Bau des Claraturms nichts mehr im Wege steht. Das Urteil bezieht sich auf die im Jahr 2016 vom Bau- und Gastgewerbeinspektorat erteilte Baubewilligung, gegen die der Beizer Andreas Bernauer Einsprache erhoben hatte. Bevor er das Bundesgericht einschaltete, hatte Bernauer bereits erfolglos gegen das Bauinspektorat und das Appellationsgericht rekurriert. Es war bereits das zweite Mal, dass Bernauer, früherer Betreiber der Piano Bar und Möchte-Gern-Grossrat der SVP, wegen des Claraturms bis vor Bundesgericht zog. Bereits 2015 hatte das höchste Gericht der Schweiz seine Klage aus formalen Gründen abgewiesen.

 

Lange Vorgeschichte 

Nach dem Ideenwettbewerb im Jahr 2007 hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner, Betreiber von Restaurants und der Denkmalschutz gegen das Projekt gewehrt. Nur ein Jahr später hielt das Appellationsgericht rechtskräftig fest, dass die abzureissenden Häuser im Bereich der Clarastrasse 57, Riehenring 63 bis 75 und Drahtzugstrasse 62 nicht denkmalschutzwürdig sind. Der 2012 aufgelegte Bebauungsplan hatte der Grosse Rat 2013 für verbindlich erklärt. Andreas Bernauer sammelte daraufhin Unterschriften und ergriff das Referendum gegen den Bebauungsplan. Rund 53 Prozent des Stimmvolks sprach sich am 24. November 2013 in einer Volksabstimmung für den Bebauungsplan aus. Fünf Jahre später kann nun die UBS Fund Management AG ihr 100-Millionen-Projekt in Angriff nehmen. Der Investor will in rund einem halben Jahr mit dem Aushub beginnen. 

Mietverhältnisse verlängert

«Alle laufenden Mietverhältnisse sind bis zum 30. Juni 2018 befristet verlängert worden», sagt UBS-Mediensprecherin Karin Aquilino. «Die Vorbereitungsarbeiten und die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern werden nun intensiviert.» Der Claraturm sei unverändert als gemischt genutzte Immobilie geplant, sagt die Sprecherin. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen, in der Mitte des Turms Büroräume und weiter oben Wohnungen vorgesehen. Insgesamt soll der Claraturm 29 Stockwerke respektive 90 Meter hoch sein und rund 170 Wohnungen umfassen. «Allenfalls könnte es im Vergleich zum Bauprojektstand geringfügige, marktgerechte Änderungen geben», erklärt Aquilino.

Enge Platzverhältnisse 

Offen sind jedoch noch Fragen zur Organisation der Bauarbeiten und zum Abschluss des Claraturms. «Überlegungen dazu, wie die Baustelle in den engen Platzverhältnissen organisiert werden muss, und die Ausarbeitung entsprechender Pläne sind zurzeit in Erarbeitung. Wann der Bau abgeschlossen sein soll, können wir Stand heute noch nicht sagen», erklärt Aquilino. 

Letzte Änderung am Montag, 04 Dezember 2017 12:47

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