Sonntag, Dezember 17, 2017

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Gäste der Rheingasse sollen Nachtruhe einhalten

In der Rheingasse wurden die Abmachungen zwischen Gastronomen und Anwohner nicht ganz eingehalten. In der Rheingasse wurden die Abmachungen zwischen Gastronomen und Anwohner nicht ganz eingehalten. Foto: Archiv VG.

Seit die Rheingasse autofrei ist, hat sich die Gastronomie belebt, was bei Anwohnern immer wieder zu Kritik führte. Einige fühlten sich ihrer Nachtruhe beraubt. Im Februar haben sich deshalb Vertreter von Beizen und Anwohner an einen Tisch gesetzt und eine Vereinbarung getroffen, bei der alle Beteiligten Kompromisse eingegangen sind.

Eine Stunde länger offen 

Unter anderem wurden die Öffnungszeiten der Gastronomiebetriebe vom 1. Juli bis 30. September um eine Stunde verlängert – von Sonntag bis Donnerstag von 22 auf 23 Uhr sowie freitags und samstags von 23 auf 24 Uhr. Im Gegenzug haben sich die Gastronomen verpflichtet, von Donnerstag bis Samstag bis Betriebsschluss Sicherheitspersonal zu verpflichten. Zudem wurde vom Donnerstag bis Samstag eine Hotline für Lärmprobleme eingerichtet; an den restlichen Tagen soll für Lärmprobleme direkt die Polizei gerufen werden. An einer Sitzung der Beteiligten wurde nun kürzlich festgestellt, dass in der Testphase vom 1. Juli bis 30. September 2017 nicht alle Punkte der Vereinbarung eingehalten wurden. «Punktuell gibt es immer wieder Reklamationen betreffend das Nichteinhalten der Öffnungszeiten», schreibt das Stadtteilsekretariat Klein­basel (STS), das die beiden Parteien unterstützt.

Nachtruhe bitte durchsetzen

Die meisten Anwohner sehen zwar die Bemühungen der Wirte, die Gäste in den Innenraum zu bitten, sind aber mit der Umsetzung des Boulevardschlusses noch nicht zufrieden, wie das STS feststellt. «Verbesserungswürdig ist auch der Einbezug der Gäste. Diese müssen besser für die Anliegen der Anwohnenden und deren Nachtruhe sensibilisiert werden.» Gewünscht wird auch die Durchsetzung der Nachtruhe mit Hilfe von Polizei-Fusspatrouillen. 

Die im Grossen Rat hängige Motion von Kerstin Wenk (SP) geht einigen Anwohnern zu weit. Wenk verlangt in ihrem Vorstoss, dass die Beizen an Wochentagen bis 24 Uhr und am Wochenende bis 1 Uhr offen bleiben dürfen. Trotz Meinungsverschiedenheiten soll der Prozess des Dialogs weitergehen. «Die Vereinbarung wird aktualisiert und im Jahr 2018 weiter gelten», erklärt das STS und fügt hinzu, nur ein Bemühen um ein gutes Miteinander könne in diesem Interessenskonflikt weiterhelfen.

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 08 November 2017 15:57

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