Donnerstag, April 27, 2017

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Anwohner prüfen Klage wegen Buslärm

Alle 90 Sekunden fahre ein Bus durch die Grenzacherstrasse; pro Tag seien es 650, stellt Niklaus Trächslin fest. Der Präsident des «OK Grenzacherstrasse – Widerstand gegen Buslärm» (OKGS) wohnt selber an der Strasse. In den letzten Jahren und vor allem seit der neuerlichen Verdichtung auf den Fahrplanwechsel 2014 sei der Busverkehr für die anwohnende Bevölkerung stark angewachsen und zu einer massiven Belastung geworden, sagt Trächslin: «Es ist nicht zum Aushalten.»

Lärmgrenze überschritten

Bereits vor den Sommerferien hat das OKGS eine Petition an den Grossen Rat übergeben. «Die zulässige Lärmgrenze von 65 Dezibel wird massiv überschritten», steht in der Petition. Die Subventionierung von Schallschutzfenstern sei eine ungenügende und falsche Massnahme. «Die Busli­nienachse Grenzacherstrasse-Clara­platz muss dezentralisiert werden, der Verkehr gerechter verteilt werden. Maximal 20 Busbewegung pro Stunde», fordert die Bittschrift. Die Buslinie 34 solle auf die Route Wettsteinallee-Riehenring-Messeplatz-Claragraben verlegt werden. Zudem sei die S-Bahnhaltestelle Solitude zu forcieren, verlangt die Petition. Zusätzliche Unterstützung erhält das OKGS von den Grossräten Karl Schweizer (SVP) und Remo Gallacchi (CVP): Beide wollen demnächst Motionen zum Thema einreichen. «Komisch, dass linke Politiker nicht mitmachen. Für sie ist der öffentliche Verkehr offensichtlich eine heilige Kuh», hält Trächslin fest.

Klagen werden vorbereitet

Parallel zu den politischen Massnahmen laufen die Betroffenen auch auf der juristischen Ebene gegen die Lärmbelastung Sturm. Verschiedene Hauseigentümer würden Klagen vorbereiten, sagt Trächslin. Falls nach der Behandlung der Petition im Grossen Rat keine Bewegung in die Sache komme, könnte jeder Haushalt den Kanton auf eine halbe bis eine ganze Million verklagen. Ein vergleichbarer Fall aus Zürich zeige, dass solche Klagen Erfolg haben können. Betroffen vom Buslärm seien nicht nur Hauseigentümer der Grenzacherstrasse. Auch in der Oberen Rebgasse und in der Riehentorstrasse hätten sich einige Liegenschaftsbesitzer der Bewegung angeschlossen.

 

www.okgs.ch

 

 
Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Juli 2014 14:16

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Rudolf Schulter Samstag, 26 Juli 2014 14:33 gepostet von Rudolf Schulter

    Dies ist ein Angriff auf den öffentlichen Verkehr. Der reiche Hausbesitzer und SVP-Sympathisant Trächslin macht sich lächerlich.
    1.) Es sind zwar 4 Buslinien (Na und? Das ist wenigstens ein relativ gutes ÖV-Angebot!), die an dieser Stelle (Rosengartenweg) die Grenzacherstrasse benutzen, doch lange nicht alle sehr häufig:
    L 31 hat vielfach nur noch 15-min-Takt, L 34 hat tagsüber als einzige Linie meist 7,5-min-Takt, L 38 hat ebenfalls bestenfalls nur 15-min-Takt, L 42 fährt eh nur zu gewissen Zeiten.
    2.) Daraus folgt: Die Lämrbelästigung kann so hoch nicht sein, wie der reiche Hausbesitzer Trächslin behauptet. Dass er nun die SVP im Schlepptau hat, ist ein Beweis, wie sehr er realitätsfremd ist.
    3.) Ich wünsche mir, dass die BVB den Hr. Trächslin einfach ignoriert und nicht auf seine Hetze gegen den ÖV eingeht. Wir brauchen einen guten ÖV mit Tram und Bussen. Nicht alle verpesten die Stadt mit dem eigenen, notabene LÄRMENDEN AUTO. Viele sind auf Tram und Bus angewiesen.
    Rudolf Schulter

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