Montag, August 21, 2017

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Claraspital wächst langsam, aber stetig

Der geplante Erweiterungsbau an der Hirzbrunnenstrasse. Der geplante Erweiterungsbau an der Hirzbrunnenstrasse. Visualisierung: zvg Claraspital

Wer im Kleinbasel oder in Riehen vom Velo fällt und sich dabei einen Armbruch zuzieht, wird seit dem letzten Sommer nicht mehr ins Clara­spital gefahren. Das Privatspital im Hirzbrunnenquartier hat den Bereich Orthopädie/Traumatologie Ende Juli 2016 aufgegeben. Seither werden grössere orthopädische Operationen in der Merian-Iselin-Klinik durchgeführt; vier Ärzte haben deswegen auch vom Claraspital ins Merian Iselin gewechselt.

 

Notfallstation bleibt

«Die neue Strategie hat sich bis jetzt als unproblematisch erwiesen», erklärte Peter Eichenberger, Direktor des Claraspitals. Wäre der Bereich Orthopädie/Traumatologie aufrecht erhalten worden, hätte das Spital zunehmend Platzprobleme bekommen. Der frei werdende Platz kann nun für andere Disziplinen verwendet werden. Der Notfall für die Erstversorgung wird aber beibehalten.

 

Viele Baselbieter

Trotz Aufgabe der Disziplin Orthopädie/Traumatologie sind die Patientenzahlen gestiegen. 2016 wurden 10 873 stationäre Patientinnen und Patienten im Claraspital behandelt, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Noch erfreulicher haben sich – aus Sicht das Claraspitals – die ambulanten Fallzahlen entwickelt: In diesem Bereich betrug das Wachstum 6,4 Prozent. Primär konzentrierte sich das Wachstum auf die Spezialitäten Urologie, Kardiologie und allgemeine innere Medizin. Längst ist das Claraspital zum Anziehungspunkt für die ganze Region geworden: Während die Patienten aus dem Kanton Basel-Stadt leicht abnehmen, steigt der Anteil an Patienten aus anderen Kantonen. Über 30 Prozent aller Patientinnen und Patienten stammen allein aus dem Baselbiet. Und die Zahl der Patienten aus dem Aargau ist letztes Jahr um 12,5 Prozent gewachsen. Blickt man das Leistungsspektrum, fällt die Dominanz des Bauchzentrums auf: 42 Prozent aller stationären Patienten haben sich letztes Jahr am Bauch behandeln lassen. 18 Prozent entfallen auf das Tumorzentrum, 13 Prozent auf die Urologie.

 

Prostata-Patienten profitieren
Apropos Urologie: Ende Januar wurde im Claraspital der erste Patient mit der PSMA-PET-Methode untersucht – einem Gerät, das das Claraspital als erstes Nordwestschweizer Spital einsetzt. Dank neuen Untersuchungsmethoden und neuen Geräten ist die Strahlenbelastung weniger hoch. Es sind weniger Untersuchungen nötig und präzisere Diagnosen möglich. Trotz hoher Investitionen (siehe Kasten) weist das Clara­spital solide Finanzen aus. Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Gewinn von 2,5 Millionen Franken ab, unter Berücksichtigung von Abschreibungen wegen hoher Investitionen steht unter dem Strich ein Minus von 1,7 Millionen.

 

Grosse Ausbaupläne

Die Bauarbeiten sind auf gutem Weg, wie Eichenberger weiter erklärte. Ende Oktober sollten die neue Küche, die Kapelle und der neue Haupteingang in Betrieb genommen werden. Zu den weiteren Ausbauplänen gehört der Ersatzneubau an der Hirzbrunnenstrasse. Dort werden ein neuer OP-Trakt, eine neue Onkologie und der neue Notfall untergebracht. Eine Etage des neuen Gebäudes wird an das Felix Platter-Spital vermietet, das dort eine Rehabilitationsklinik realisiert als Ersatz für die Chrischona-Klinik, die geschlossen werden soll. Die Baubewilligung für den Ersatzneubau an der Hirzbrunnenstrasse wird auf Ende April erwartet. Im Sommer wird das bestehende Gebäude abgerissen, danach beginnt der Neubau, der  nach vier Jahren fertig sein soll. «Insgesamt verbauen wir rund 250 Millionen Franken», erklärte Eichenberger. Die Kosten für Abteilungsrochaden und die Beschaffung von Grossgeräten sin in diesem Preis inbegriffen.

www.claraspital.ch

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 April 2017 14:32

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