Donnerstag, September 21, 2017

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Roche baut bereits am zweiten Turm

Ende 2022 soll der zweite Roche-Turm (links) fertig sein. Ende 2022 soll der zweite Roche-Turm (links) fertig sein. Visualisierung: zvg Roche.

Neben dem ersten Bürohochhaus baut Roche auf der anderen Seite der Grenzacherstrasse bereits am zweiten Turm. Im Interview erklärt Roche-Pressesprecher Karsten Kleine, wie es mit der Arealentwicklung weitergeht.

 

Herr Kleine, wir blicken vom Bau 1, dem ersten Bürohochhaus der Roche, über die Grenzacherstrasse hinüber zur Baugrube für den zweiten Turm. Wie sieht der Bauablauf aus?

Karsten Kleine: Nach dem Abriss des alten Gebäudes arbeiten wir jetzt am Aushub für das Fundament. Anfang 2018 wird die Bodenplatte fertig sein, danach wird der Bau sichtbar. Ende 2022 wollen wir das 205 Meter hohe Bürogebäude, den sogenannten Bau 2, eröffnen. Dort werden rund 2400 Mitarbeitende arbeiten.

 

Neben dem Turm sind weitere Neubauten geplant.

Genau. Roche investiert insgesamt drei Milliarden Franken in die Arealentwicklung in Basel. Das grösste Investitionsvolumen entfällt auf das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum, das in vier Neubauten westlich von Bau 2 untergebracht wird und Platz bietet für 1900 hochqualifizierte Mitarbeitende aus der Forschung und Entwicklung. Für die vier Neubauten wird der heutige Bau 74 abgerissen. Die Abbrucharbeiten beginnen Anfang 2018. Die vier Neubauten werden bis 2023 realisiert.

 

Was wird demnächst sichtbar?

Anfang April wird über der Grenzacherstrasse eine Containerbühne aufgebaut, Teile davon sieht manbereits. Diese benötigen wir für die Bewirtschaftung der Baustelle.

 

Wie viele der Arbeiten vergeben Sie in der Schweiz?

Bei Bau 1 konnten wir 75 Prozent der Investitionen an lokale und regionale Unternehmen vergeben. Bei den weiteren Bauprojekten gehen wir davon aus, mindestens einen ähnlichen Wert zu erreichen. 

 

Aktuell hat Roche 13 verschiedene Standorte in der Stadt. Werden diese aufgehoben, wenn die geplanten Neubauten fertig sind? 

Das Ziel der Arealentwicklung ist es, möglichst viele Mitarbeitende auf das Areal im Wettstein zurückzuholen. Aber auch nach 2023 werden wir auf Büroflächen in der Stadt angewiesen sein. 

 

Wie läuft der Kontakt zur Nachbarschaft?

Wir befinden uns im intensiven Austausch mit den Nachbarn. Momentan läuft eine Serie von Dialogveranstaltungen. Über die Website http://quartierinfo-roche-basel.ch/quartierinfo.html findet man weitere aktuelle Informationen sowie die Kontakte zu Roland Frank und Werner Schlatter, die Fragen zu den Bauprojekten auch direkt vor Ort beantworten.

 

Gibt es trotzdem Nachbarn, die nicht zufrieden sind?

Bei den Nachbarschaftsveranstaltungen erhalten wir viele Fragen zu ganz konkreten Themen. Grundsätzlich sind die Rückmeldungen sehr positiv. Im Moment haben wir das Gefühl, dass wir die Nachbarn sehr gut erreichen. Wichtig ist für uns, den gegenseitigen Austausch weiterzuführen.

 

Was ist das Hauptproblem? Der Lärm?

Bei einem solchen Bauvorhaben sind die Beeinträchtigungen natürlich punktuell gross – sowohl beim Lärm wie auch beim Baustellenverkehr. Dagegen haben wir ein ganzes Bündel von Massnahmen ergriffen. Rund um das Areal haben wir 1500 Schallschutzfenster eingebaut. Zusätzlich zahlen wir eine temporäre Emissionsentschädigung, die je nach Lage und Bauphase bis zu 30 Prozent des Miet- oder Eigenmietwerts beträgt. Zudem werden wir alles daran setzen, für das Quartier den Baustellenverkehr so verträglich wie möglich zu organisieren.

 

Wie greifen die Massnahmen zur Verkehrsentlastung?

Die neue Buslinie 42, der Schnellbus zwischen dem Badischen Bahnhof und Basel SBB, ist seit Anfang 2017 in Betrieb und bringt eine spürbare Entlastung. Dank dem Bus 42 fährt eine Linie weniger durch die Grenzacherstrasse. Zudem verlagern wir unser Logistikzentrum an die Arealgrenze, damit die Anlieferung nicht mehr durch das Quartier führt. Und wir haben bei der Messe Handwerkerparkplätze eingerichtet, damit die Handwerker nicht mehr ins Quartier hineinfahren, was wir auch entsprechend kontrollieren. Zusätzlich soll zur Entlastung der Anwohner die Bushaltestelle Rosengartenweg bis im Herbst 2017 verlegt werden. Und nicht zuletzt hoffen wir auf eine S-Bahn-Haltestelle bei der Solitude.

 

Der Bau des provisorischen Parkhauses an der Schwarzwaldallee ist wegen Einsprachen blockiert.

Ja, das finden wir sehr bedauerlich. Das provisorische Parkhaus würde eine grosse zusätzliche Entlastung für das Quartier bringen. Mitarbeitende fahren heute durch die Schwarzwald- und Wettsteinallee und die Peter Rot-Strasse ins Parkhaus unter dem Bau 74. Neu könnten sie von der Schwarzwaldallee direkt ins provisorische Parkhaus fahren. Das provisorische Parkhaus macht absolut Sinn. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir es trotz Bedenken realisieren können. 

Quartierinfo Roche Basel:

http://quartierinfo-roche-basel.ch/quartierinfo.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 29 März 2017 14:54

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Peter Bächle Freitag, 31 März 2017 21:59 gepostet von Peter Bächle

    Es ist bedauerlich, dass die Roche das gute Verhältnis zur Nachbarschaft mit einem sturen Festhalten an den Parkhausplänen gefährdet. Es ist in der heutigen Zeit kaum mehr möglich und nötig, das Privatauto für die Fahrt zum städtischen Arbeitsplatz zu gebrauchen. Wo parkieren die Angestellten der Büros auf dem Münsterplatz, wo das Museumspersonal, wo....? Mit einem gut ausgebauten OeV erreichen sie perfekt ihren Arbeitsort. Ist es verwunderlich, wenn sich die Anwohner der Schwarzwaldallee gegen ein Parkhaus für 700 (!) Pendler wehren, die sich Tag für Tag ins Quartier ergiessen sollen?

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