Donnerstag, August 17, 2017

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x
Kleinbasel

Zwölf Bochslers feiern ihren Peter zum 70.

  • Mittwoch, 16 August 2017 15:06

Der gefeierte FDP-Grossrat Peter Bochsler, (vorne, 2. von links) 70 Jahre jung, bat mit seiner Partnerin Doris Burger zum Geburtstagsfest in die heiligen Hallen von Pierre Buess, in den Landgasthof zu Riehen zur grossen Fete. 231 geladene Gäste folgten der begehrten Einladung – darunter seine elf Geschwister (hinten von links) Markus, Christian, Walter, Stephan, Pius, Michael, (vorne von links) Birgit, Peter, Alice, Beatrice, Monika und Dominik.

 

 

 

Was Zürich kann, können wir auch, sagte sich Emmanuel Ullmann. Der frühere grünliberale Basler Grossrat hat kurzerhand in den sozialen Netzwerken Gondelbahnen für Basel gefordert, nachdem publik wurde, dass Zürich eine Gondelbahn über die Limmat plant. Dani Jansen, früherer Kleinbasler SP-Grossrat, verfolgte die Idee schon länger. Beide fanden Unterstützung bei Remo Gallacchi, CVP-Grossrat aus dem Kleinbasel. Zu dritt haben sie eine Petition auf die Beine gestellt, die eine Machbarkeitsstudie für eine Gondelbahn in Basel fordert.

«Braucht nur wenig Platz»

«Eine Gondel macht kaum Lärm und braucht nur wenig Platz am Boden. Daher wäre dies eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Verkehrsmitteln, die sich den oft engen und verstopften Strassenraum teilen müssen», sagt Dani Jansen. «Obendurch» würde kein Stau herrschen, und auch längere Strecken wären schneller mit einer Gondelverbindung zu bewerkstelligen, meint Jansen. Mit der geforderten Machbarkeitsstudie sollen die rechtlichen und finanziellen Aspekte geprüft sowie Vorschläge für eine sinnvolle Streckenführungen erarbeitet werden, wie Jansen ausführt. «Wenn die grossen Arbeitsplatzzentren, die Innerstadt und die Bahnhöfe miteinander über Gondeln verknüpft werden können, wäre dies sicherlich ein erfolgversprechender Faktor.»

CVP-Grossrat Remo Gallacchi findet, diese aussergewöhnliche Idee sei prüfenswert. Ihm ist klar, dass die Gondelbahn nicht mitten durch die Stadt geführt werden könnte, sondern sie müsste in einer Art Ring um die Innerstadt verlaufen. «Wenn auf diesem Ring wichtige Haltepunkte wie Bahnhof SBB, Badischer Bahnhof, Roche-Areal, Novartis-Campus, Messeplatz usw. vorhanden sind, wäre diese Gondel nicht nur eine Touristenattraktion, sondern könnte auch den überlasteten öV entlasten», sagt Gallacchi.

Kein Nein zum Vornherein

Selbstverständlich könnte man nach dieser Prüfung zur Erkenntnis kommen, dass das Projekt keinen Sinn macht. «Aber von vornherein Nein zu sagen fände ich schade», erklärt Gallacchi.Zur 600-Jahr-Feier «Gross- und Kleinbasel zusammen» hatte 1992 eine Seilbahn über dem Rhein die beiden Stadtteile verbunden. Nach der Ankündigung des Projekts von Ullmann, Jansen und Gallacchi waren Bilder von damals in verschiedenen Medien abgebildet.

Falschen Eindruck erweckt

Dies habe einen etwas falschen Eindruck von ihrem Projekt erweckt, sagt Dani Jansen. Es gehe nicht primär darum, eine Gondelbahn bloss über den Rhein zu führen, schon gar nicht als Konkurrenz zu den Basler Fähren – sonst würde sich Remo Gallacchi, Präsident ad interim des Basler Fährivereins, kaum dafür einsetzen. In den nächsten Wochen wollen die Projektinitianten weitere Unterschriften für die Petition sammeln.

https://www.facebook.com/GondelBasel

Auf 40 Fussballfeldern entsteht im Klybeck ein neues Quartier. Der Verein Zukunft.Klybeck mit Christoph Mörikofer hat dafür Visionen entworfen. 

Herr Mörikofer, wieso setzen Sie sich für das Projekt «klybeckplus» ein?

Christoph Mörikofer: Ich möchte als Bürger selbstverantwortlich meine Umgebung gestalten und Mitverantwortung übernehmen für die Art, wie ich lebe. Deshalb habe ich mit einigen Mitstreitern den Verein Zukunft.Klybeck gegründet. Wir wollen, dass BASF, Novartis und der Kanton begreifen, dass eine visionäre und innovative Entwicklung für das riesige Areal möglich ist. Das von den Eigentümern im letzten Herbst präsentierte Motto «Wohnen und Arbeiten» ging uns zu wenig weit.   

 

Welche Chancen sehen Sie für das Gebiet?

Das Potenzial ist riesig. Das Klybeck kann zu einem neuen Basler Zentrum mit einer grossen Wirkung werden. Man kann von Grund auf ein Quartier neu gestalten. Das ist das grösste Gebiet, das in der Schweiz je frei geworden ist. Bis zu 20 000 Menschen könnten dort leben, also mehr als im gesamten Matthäusquartier. «klybeckplus» könnte als Laboratorium dienen – etwa als Testgelände für neue Technologien wie selbstfahrende Autos,
Robotik und erneuerbare Energien, verbunden mit sozialen Projekten wie neue Wohnformen oder die Integration von Behinderten und Arbeitslosen.

 

Ihr Verein hat den Beteilungsworkshop Hack.Klybeck mit 200 Teilnehmern organisiert. Dort sind unzählige Ideen zusammengekommen, aus denen sich drei Hauptentwicklungsschwerpunkte herauskristalliert haben.

Genau. Der erste Punkt ist die Gemeinschaftlichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger wollen sich in einer Stadt gemeinschaftlich organisieren, anonyme Nachbarschaften sind in ihren Augen nicht mehr gefragt.

 

Und der zweite Schwerpunkt?

Der zweite Schwerpunkt ist die Eigenverantwortlichkeit – also das Bedürfnis, Dinge gemeinsam zu entwickeln. Ein klassisches Beispiel dafür ist Urban Gardening: Das Staat stellt uns das Land zur Verfügung, und wir pflanzen dort unser Gemüse an. Verbunden mit unserem dritten Schwerpunkt «lokal und sozial» ergibt sich etwa die Idee eines «Kreislaufhauses»: Oben und auf der Seite hat es Gemüse- und Getreideplantagen, in der Mitte werden die Agrarprodukte verarbeitet und unten in Läden und Restaurants verkauft. Alle Abfälle werden zu Dünger verarbeitet und auf den Plantagen wieder eingesetzt. Betrieben würde das Haus von Leuten vor Ort, was neue Arbeitsplätze schafft. Ein anderes Beispiel wäre, dass ein Platz eingerichtet wird, den die Bevölkerung als Begegnungsort selbst gestaltet.

 

Das tönt ziemlich links-alternativ.

Auf den ersten Blick vielleicht. Wenn man aber mit den Leuten redet – auch mit traditionelleren Schweizern –, haben die meisten ähnliche Bedürfnisse.

 

Dann sind solche Anliegen also gar nicht so revolutionär?

Nein, aber solche Projekte werden viel zu wenig realisiert, weil sie sehr aufwändig sind und nicht leicht finanzierbar.

 

Die Kosten sind ein gutes Stichwort. Wie wollen Sie das Ganze finanzieren?

Dafür schlagen wir ein Finanzierungsmodell vor. Auf dem Areal wird es sicher renditeorientierte Objekte geben. Diese würden gemäss unserem Vorschlag in einen Fonds einzahlen, um die anderen Projekte zu finanzieren. 

 

Das Gebiet soll auch eine eigene Identität erhalten. Wie wollen Sie das bewerkstelligen?

Zum Beispiel, indem man einen Kanal durch das gesamte Gelände baut, bestückt mit einem Vaporetto als öffentlichem Verkehrsmittel. Ein weiterer Vorschlag wäre das Kulturband entlang der Mauerstrasse, ein Vorschlag von OMA, eines Planerteams aus Rotterdam. Entlang des Kulturbandes könnten sich langsam Dinge entwickeln, vielleicht auch als Zwischennutzungen. 

 

Sie mussten sich den Vorwurf anhören, nicht die ganze Bevölkerung zu vertreten.

Wir haben den Beteiliungsworkshop hack.klybeck öffentlich gemacht, jede und jeder konnte daran teilnehmen. Wir sind uns bewusst, dass viele Leute mit ähnlichem Hintergrund wie wir mitgemacht haben. Nicht erreicht haben wir bis jetzt die Migranten sowie eher traditionelle Bevölkerungskreise sowie das Gewerbe. In unseren nächsten beiden Aktionen werden wir diese Interessengruppen gezielt einbinden – ebenso wie die politischen Parteien. Unser Hauptziel ist Partizipation, nicht Ideologie. Wenn jemand im Klybeck Parkplätze einrichten will, soll er das sagen dürfen. 

 

www.zukunftklybeck.ch

 

 

Das zweite «Oggsefescht» steht ganz im Zeichen der Wiedereröffnung der sanierten Mittleren Brücke. Veranstaltet wird der Anlass am Freitag, 11. und Samstag, 12. August von den in der Ochsengasse ansässigen Gastronomiebetrieben unter dem Patronat der IGK. Neu werden dieses Mal währschafte Ochsen am Spiess gedreht, dazu gibt es viele Show-Acts auf offener Strasse.

Ab dem 14. August fahren die Trams und Busse wieder über die Mittlere Brücke. Die Neueröffnung der Verbindung zwischen Gross- und Kleinbasel wird am zweiten «Oggsefescht» gebührend gefeiert. Am Fest gibt es einen speziellen Apéro für die Bauarbeiter und für die Wasserfahrer, die an den Samstagen für eine Langschiff-Alternative sorgten. Und auch an die Anwohner wurde gedacht: Sie erhielten vom Bau- und Verkehrsdepartement einen Getränkegutschein, um am Fest auf das Ende der Sperrung anzustossen.

Ansonsten bleibt das «Oggsefescht» wie es ist. Die in der Ochsengasse ansässigen Betriebe weiten ihre Aussenbestuhlung aus und führen sie so zusammen, dass eine durchgehende Festmeile entsteht. In dieser paradieren Guggenmusiken, Fife and Drum Corps und Marching Bands. Willkommen sind auch alle Strassenmusikanten und Artisten (Feuerschlucker, Hipphopp-Tänzer etc.). «Die, die in den nächsten Tagen in der Stadt sind, werden vom OK speziell angesprochen», sagt OK-Präsident André Auderset.  

Letztes Jahr wurde das OK kritisiert, weil es statt eines richtigen Ochsen am Spiess einen OX-Truck mit Ochsenfleisch gab. Das ändert sich dieses Jahr, wie Auderset ausführt: «Metzger Claus Schafheitle aus dem badischen Friesenheim lässt einen richtigen Ochsen am Spiess drehen.» Der Ochse sei Schweizer Qualitätsfleisch mit dem Qualivo-Label, von der Migros Basel ausgesucht und von einer Metzgerei aus Moutier extra fürs Fest geschlachtet. Das Ochsenfleisch kann im Weggli direkt vor dem Spiess am von der IG Kleinbasel betriebenen Stand gekauft werden oder auf dem Teller garniert in den Festbaizen. Beim Restaurant «Roter Ochsen» gibt es dazu Tamaras Risotto, beim «Baggenstos» Ratatouille und beim «Adler» Hörnlisalat. Der «Oggsekäller» rundet das kulinarische Angebot mit Ochsenmaulsalat und Basler Bier ab.

Das «Oggsefescht» dauert am Freitag und Samstag jeweils von 17 bis 2 Uhr. Es findet bei jeder Witterung statt, bei Regen stehen genügend Innenplätze zur Verfügung.