Sonntag, Februar 17, 2019

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Kleinbasel

Wenig Platz für viele Boote

  • Freitag, 15 Februar 2019 08:11

340 Kleinboote sind in Basel-Stadt angemeldet und tragen eine BS-Kontrollnummer. Dazu gehören auch Weidlinge. In den letzten zehn Jahren ist die Zulassungsrate für Kleinboote konstant geblieben, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) mitteilt. 

Bojenplätze für Private

Für die Vergabe und den Unterhalt der sogenannten Bojenplätze ist die Allmendverwaltung beim Tiefbauamt zuständig. Bojenplätze sind Orte am Ufer, wo Wasserfahrzeuge vorübergehend oder dauerhaft verankert sind oder festgemacht haben. Die insgesamt 35 Bojenplätze finden sich entlang des Kleinbasler Ufers zwischen Johanniter- und Dreirosenbrücke, zwischen der Mittleren und der Wettsteinbrücke sowie am Grossbasler Rheinufer am St. Alban-Rheinweg auf der Höhe der Letzimauer. Private können dort verankerte Bojen mieten, um daran ihren Weidling oder ihr Kleinschiff zu vertäuen, wie Daniel Hofer, Sprecher im Tiefbauamt, ausführt. 

Das Wort «Private» ist dabei zu betonen, denn Bootsliegeplätze werden nur für den privaten Gebrauch vergeben, wie Hofer sagt. «Im Prinzip kann jede natürliche Person mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt einen Bojenplatz mieten. Interessierte können sich bei der Allmendverwaltung des Tiefbauamts melden.» 

 

 

Die Chance auf einen Bojenplatz ist aber relativ gering, es wird eine Warteliste geführt.

56 Plätze bei Regioport AG

Ähnlich ist die Situation am Dreiländereck, im Bootshafen der Regioport AG. Diese Firma ist kürzlich in die Schlagzeilen geraten, weil die Vermieterin des Areals, die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH), die Miete massiv erhöhen will. Gemäss «Onlinereports» soll sich der Mietpreis versechsfachen, was bei Bootsbesitzern für Aufruhr sorgt. Wie es weitergeht, ist ungewiss: Wegen laufenden Verhandlungen gibt niemand Auskunft.

Auch Jolanda Stalder, «Hafenmeisterin» bei der Regioport AG, gibt sich zugeknöpft. Nur so viel verrät sie: «Die Kunden kommen aus allen Gesellschaftsschichten – vom Arbeiter, der sich ein Boot vom Mund weg abgespart hat, bis zum Firmeninhaber.» Derzeit bietet die Regioport AG 56 Bootsplätze mit einer maximalen Breite von fünf Metern und einer Länge von 15 Metern an. Vor Ort hat es Duschen, Toiletten, Wasser- und Stromanschlüsse. Über die Mietpreise für einen Boots­platz hüllt sich Stalder in  Schweigen. Anders die Allmendverwaltung: Ein Bojenplatz in Basel kostet pro Jahr 790 Franken, sagt ein Sprecher. Übrigens: Auch auf den Webseiten vieler anderer Bootshäfen in der Schweiz heisst es nur: "Preis auf Abfrage".

 

 

Ansturm auf die letzte muba

  • Freitag, 15 Februar 2019 07:46

Am Freitag, 8. Februar, kurz nach 10 Uhr. Vor der grossen Uhr am Messeplatz deutet noch rein gar nichts auf einen Besucherstrom hin, auch wenn der Eintritt bekanntermassen gratis ist. Einzelne Personen treten durch den Eingang in die Halle, hauptsächlich ältere Leute und ein paar Kinder. Und dann die Überraschung: Bereits nach ein paar Schritten steht man im Eingangsbereich der Halle 2.0, und die Fläche ist fast voll mit Besuchern, der Lärmpegel entsprechend hoch. Da die muba in ihrem letzten Jahr kostenlos ist, fühlt es sich speziell an, einfach durch die Drehkreuze zu spazieren.

Ein Paradies für Kinder

Einmal drin, dringt vor allem von der linken Seite her viel Gemurmel, Lachen und Musik ans Ohr, und nach ein paar Schritten steht man mitten in der «tunBasel». Sie ist eine interaktive Erlebniswelt für Kinder und Jugendliche ab 7 Jahren, die auf spielerische Weise das Interesse für Technik und Naturwissenschaften wecken soll. Laut den Verantwortlichen sei es wichtig, Schülerinnen und Schüler früh genug auf spielerische Weise an diese Themen heranzuführen und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. 

Viel zum Ausprobieren

Unter anderem kann man an der tunBasel auch viele praktische Experimente durchführen wie Energie durch Muskelkraft erzeugen, selber Handcreme herstellen, ein Laserlabyrinth besuchen oder am PC sein eigenes Haus bauen. Man kann die Faszination von Fluoreszenz entdecken und erfahren, was mit Augmented Reality (eine Kombination der virtuellen und der tatsächlichen Realität) heute bereits alles möglich ist und noch sein wird. Das alles und mehr bietet die «tunBasel» auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern. 

Polizei mit Tesla und Hunden

Nebenan haben die Polizeikorps beider Basel mehrere Stände, wo beispielsweise der neue Tesla der Städter bestaunt werden kann. Aber auch die Diensthunde der Polizei Baselland kommen bei Vorführungen an den Wochenenden um 13 Uhr zum Einsatz.  Zudem gibt es einen E-Trottinett-Parcours der Verkehrsprävention. Tatsächlich kommt das Polizeiangebot gut an. Eine Horde Kinder stürmt gerade am «Vogel Gryff»-Reporter vorbei, und der erste der Jungen ruft:  «Chumm, mr luege uns s neue Polizeiauti a!»    

 

Ausserdem gibt es in der Halle 2.0 Stände der IWB, BVB, Rega, Securitas und noch viele weitere. Und auch hier, wie in jeder weiteren Halle, trifft man auf Teile der Ausstellungsinseln «Im Takt der Zeit», bei der es viel Nostalgisches aus der bewegten 103-jährigen Geschichte der muba zu sehen gibt. Darunter sind Themen wie Verkehr, Architektur und Plakatgeschichte. In der Halle 2.1. ist es schon bedeutend ruhiger als im unteren Bereich: Hier sind Anbieter von kompletten Küchen, Fenstern, Möbeln und Türen zu finden, die sich in erster Linie selber unterhalten, bis die ersten Besucher auch den Weg zu ihnen finden.

Über 100-jährige Bonsai

Ziemlich weit hinten erkennt man schon früh ein rötliches Licht, das zum Gastland Japan gehört. Das Licht signalisiert den Eingangsbereich, bei dem man sich in einem Quartier der Kaiserstadt Kyoto wiederfindet, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt Japans war. Als Besucher spaziert man so durch eine ganz eigene Welt, untermahlt von traditioneller Musik. Im ersten Pavillon erfährt man dann mehr über die Geschichte des Landes und trifft auch zwei imposante Wächter­figuren, die man normalerweise an Eingängen zu Tempeln findet. Von Vulkangestein über japanische Gartengestaltung bis zu Heilpflanzen gibt es viel zu sehen. Ein Höhe­punkt ist die Bonsai-Ausstellung mit einigen Exemplaren, die schon über 100 Jahre alt sind.

Kostbare Kimonos

Weiter kann man als Besucher in einem Pavillon viel über die
Geschichte der Samurai, über seltene Möbel und die Kunst der Kokeshi-Puppen erfahren. Natürlich gibt es auch kostbare Kimonos mit Gold- und Silber­fäden und bestickter Seide zu sehen und sogar zu kaufen. Im letzten Ausstellungsbereich dreht sich alles um die Comic-Form Manga. Und eine Sushi-Bar darf auch nicht fehlen, an der ein extra angereistes Team neben dem Nationalgericht auch weitere landestypische Speisen zubereitet. 

Fünfliber kreisen lassen

Angekommen in der Halle 2.2., sticht als Erstes ein würziger Duft in die Nase. Er wird verströmt von der Gastregion Appenzell. Es riecht nach Käse und Wurst; Bier darf natürlich auch nicht fehlen. Das zweite ­grosse Thema hier ist das Brauchtum und Handwerk, die nach wie vor den Alltag in Appenzell prägen. Dabei kann man verschiedenen Handwerkern über die Schultern schauen und auch selber versuchen, einen Fünfliber im Talerbecken kreisen zu lassen. Einen weiteren grossen Teil der Halle nimmt die Parallelmesse «NOW THE FAIR» ein, die für Stil, Kreativität und Nachhaltigkeit steht und sowohl ästhetische als auch umweltverträgliche Produkte von Schweizer Firmen präsentiert. 

Legales Hanf

Einen Duft der anderen Art verströmt die zweite Parallelmesse, das Cannabis Village, wo es so ziemlich alles über diese wertvolle Kultur-, Nutz- und Heilpflanze zu erfahren und kaufen gibt. Selbstverständlich alles legal. Daneben gibt es noch viele weitere Aussteller mit ihren Produkten. All diese hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Weil es die letzte muba ist, sollte man vielleicht doch noch einen Besuch einplanen – auch weil der Eintritt wie bereits erwähnt gratis ist. Die letzte muba dauert bis und mit Sonntag, 17 Februar. 

 

 

 

 

Charivari reicht Frau Fasnacht die Hand

  • Freitag, 15 Februar 2019 08:33

Das Charivari besticht durch eine fantastische Umsetzung der musikalischen Beiträge und durch die hohe Qualität der Schnitzelbänke. Die beiden grossen Hände auf der Bühne setzen einen Fixpunkt, der das Motto «s ligt uff dr Hand» visuell manifestiert. Das Charivari bietet «E weeneli mehr Melancholie», kommt etwas ruhiger, aber deshalb nicht weniger fesselnd daher.  Die Schnitzelbängg D Gryysel und Gwäägi treten sehr pointiert sowie melodiös auf und treffen mit ihren Versen – vor allem mit den Langversen – den Nerv des Publikums. Die Gryysel – eher dem brachialen zuneigend – nehmen die Plastikabfall-Bewegung aufs Korn, und die Gwäägi – eher dem feinen Humor zugetan – nehmen sich vor allem den lokalen, kleinbaslerischen Themen wie «muba-Untergang» oder dem Abbruch des «Alten Warteck» an. Das Publikum dankt es mit tosendem Applaus. 

Starke Fasnachtsmusik

Die Naarebaschi überzeugen musikalisch mit dem Marsch «Waggis» und «Fritzli», und die Spitzbuebe zeigen dem Publikum, was mit einem Piccolo überhaupt möglich ist. Ihr Medley von Star-Wars-Melodien ist auf jeden Fall hervorragend, ebenso ihre Begleitung von Sir Francis im Finale oder zusammen mit den Naarebaschi mit dem «Lumpesammler». Auch eine Klasse für sich ist die Guggenmusik, die jeden Abend wechselt. 

Trommeln auf Mistkübeln

Die Fasnacht Zunft Rhyburg Möhlin rund um den Spitzentambour Ivan Kym zeichnet sich einmal mehr durch gnadenlose, aber grandiose Trommelpräzision aus. Ihr «Generation Y» und der «Stärne-Sound» lassen den Saal begeistern. Kann man diese Vorträge noch toppen? Wohl kaum. Dass Stickstoff ein sicherer Wert für jede Veranstaltung ist, beweist die Trommlergruppe auch bei der Premiere. So begeistert sie mit Virtuosität und Kreativität auf umgedrehten Plastik-Mistkübeln oder mit einer unglaublichen Dynamik mit Leuchtschlegeln. Das Charivari-Ensemble um Colette Studer zeigt sich spielerisch wohl von seiner besten Seite, sei dies als Whiskey-Flasche (Stephanie Schluchter), Dääfi (Nico Jacomet), Orange (Martin Stich) oder als Mimösli (Tatjana Pietro­paolo) im Stiggli über Wagen-Wurf­geschosse. 

Mehr Biss wäre gut

Auch die Hyylgschicht ist in Ordnung; Peter Richner und Suzanne Thommen überzeugen wortstark mit ihrem bekannten, aber immer wieder begeisternden Baseldytsch. Das News-Männli von TeleCharivari (Colette Studer) hätte aber bissiger sein dürfen, ja müssen. Warum diese Zurückhaltung? Und ob es jetzt auch noch einen hauseigenen Charivari-Schnitzelbangg braucht, soll jeder selbst entscheiden...


Das Finale ist dann wieder ein Leckerbissen. Das Kleinbasler Original Sir Francis kehrt nach 40 Jahren auf die Charivari-Bühne zurück. Musikalisch begleitet von den Spitzbuebe gibt der Entertainer seine alten Klassiker wie Fährimaa oder «D ­Schyssi isch verstopft ...» zum Besten. Es klingt wie damals in der Ueli-­Stube – wieder kommt «e weeneli» Melancholie auf

Glaibasler Charivari
9. bis 23. Februar 2019
Volkshaus.
Jeweils um 20 Uhr

Sonntag 18 UhrTickets: www.charivari.ch, Ticketcorner oder Basel Tattoo Shop an der Glockengasse 4

 

Das Volkshaus ist fest in vorfasnächtlicher Hand. Am Samstag, 8. Februar feiert das Glaibasler Charivari unter dem Motto «S ligt uf dr Hand» seine Premiere. Zwei überdimensionale, bewegliche Hände bilden das Herzstück auf der Bühne. Ein vielseitiges, pointiertes und musikalisch hochstehendes Programm wird das Publikum im Handumdrehen begeistern.

Die Vorfreude bei Programmchef Erik Julliard und Regisseurin Colette Studer ist förmlich spürbar. Gemeinsam brennen sie darauf, das Charivari, zusammen mit allen Mitwirkenden, zum Leben zu erwecken. Die Naarebaschi präsentieren unter anderem, Hand in Hand mit der Pfyffergrubbe d Spitzbuebe, ein imposantes Pfeifersolo. Rund 50 Pfeiferinnen und Pfeifer stehen dabei auf der Bühne.
Gleich sechs Guggenmusiken geben sich die Charivari-Türklinke in die Hand. Alternierend bringen die Schränz-Gritte, die Schotte-Clique, die Ohregribler, die Räpplischpalter, die HUNNE Basel und die Oktaven Chratzer aus dem benachbarten Brombach den Saal zum Beben. Mit scharfen Versen und treffsicheren Pointen beweisen die Schnitzelbänke d Gwäägi und D’Gryysel, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Gespannt sein darf man auf den hauseigenen Kater-Bangg, der zum ersten Mal seine Pfoten im Spiel hat.

Hand und Fuss haben die Auftritte der Fasnachtzunft Ryburg Möhlin, die sich im letzten Jahr zum dritten Mal den Schweizer Meistertitel im Sektionstrommeln geholt haben. Ihr neues, dreistimmiges Stück Stärne-Sound trägt die klare Handschrift von Ivan Kym, dem aussergewöhnlichen Trommelvirtuosen. Mit modernen Beats und mehr als einer Handvoll trommlerischen Showeinlagen überzeugen zudem die jungen wilden Tambouren von Stickstoff.
Die Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen, nehmen alles aufs Korn, was in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt hat und liefern Tagesaktualitäten aus erster Hand. Nach über 40 Jahren gibt das Kleinbasler Original Sir Francis sein Comeback auf der Charivari-Bühne. Mit seiner Fingerfertigkeit am Klavier und seinen unverkennbaren Melodien sorgt er für einen emotionalen Schlusspunkt.

«S ligt uf dr Hand: das Charivari 2019 verspricht Vorfasnacht vom Feinsten und ist bereit für seine Premiere», sagt Regisseurin Colette Studer.

Glaibasler Charivari
9. bis 23. Februar 2019
Volkshaus Basel


Tickets:
• charivari.ch
• Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!h
• Tel.: +41 61 266 1000
• SMS/WhatsApp: +41 75 522 33 22
• Basel Tattoo Shop | Glockengasse 4 | Basel
• bei Ticketcorner